10/05/2026
In was für einer Welt wollen wir eigentlich leben?
Also ich für meinen Teil:
Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen füreinander da sind.
In der man miteinander spricht statt übereinander.
In der Gemeinschaft wichtiger ist als Ausgrenzung.
In der Würde, Mitgefühl und Menschlichkeit ihren Platz haben.
Und genau das erlebe ich immer wieder. Zum Beispiel in der Petrikirche in Herford.
In der Vesperkirche sitzen Menschen an einem Tisch, die sich im Alltag oft nie begegnen würden. Menschen, die viel haben, und Menschen, die wenig haben. Und plötzlich entstehen echte Gespräche. Mit Respekt. Mit Interesse füreinander.
Gestern beim Fahrradgottesdienst saßen Jung und Alt gemeinsam vor der Kirche in der Sonne. Wir haben Lieder vom Frieden gesungen, Kaffee getrunken und Gemeinschaft erlebt. Für ein paar Stunden war spürbar:
So könnte Gesellschaft auch sein.
Ich denke an den Herforder Mittagstisch, an unsere Seniorenarbeit, an Konzerte und Gottesdienste, bei denen Menschen Hoffnung, Nähe und Gemeinschaft erleben.
Und ich habe hier vor Ort viele Menschen erlebt, die sich genau dafür stark machen. Für Zusammenhalt statt Spaltung. Für Menschlichkeit statt Gegeneinander. Von der AfD habe ich bisher nicht erlebt, dass sie solche Orte stärkt oder solche Gemeinschaft fördert.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft menschlicher bleibt.
Wärmer. Offener. Hoffnungsvoller.
Denn genau das brauchen wir gerade.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
Euer Pfarrer Bodo Ries
aus der Petrikirche in Herford