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Mit Kindern leben – die Kinderkrippe der KapellengemeindeIm Herzen der Heidelberger Altstadt, in idyllischer   Lage   be...
07/06/2026

Mit Kindern leben – die Kinderkrippe der Kapellengemeinde

Im Herzen der Heidelberger Altstadt, in idyllischer   Lage   befindet   sich   unsere 2011 erbaute Kinderkrippe, die 2025 um zwei Gruppenräume erweitert wurde.

Gemeinsam mit der Kapellengemeinde und dem Altenpflegeheim Wilhelm Frommel Haus steht uns ein großer Hinterhof zur Verfügung, der mit Grünflächen, Pflanzen, und einem Wasserlauf optisch ansprechend gestaltet ist. Besonders zu erwähnen ist unsere rund 180jährige Kapellen - Platane, die ein Naturdenkmal ist.

Der Hof ermöglicht generationenübergreifende Begegnungen zwischen den Bewohnern des Seniorenheimes und den Kindern der Kinderkrippe, wie auch den Besuchern der Kapellengemeinde.

Wir feiern, basteln, singen, spielen und gestalten gemeinsame Gottesdienste. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass sich unsere Kinderkrippe in harmonischer Bauweise direkt an die Kapelle anschließt und mit dieser durch eine Tür verbunden ist.

Als evangelische Kinderkrippe ist es zunächst unser Anspruch an uns selbst, eine kompetente Kinderkrippe zu sein. Dieser Selbstanspruch betrifft vor allem die Bereiche der professionellen pädagogischen Arbeit, sowie die wertschätzend geführten Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.

Wir wollen das Gebot der Nächstenliebe und christlichen Gemeinschaftssinn schon für unsere ganz kleinen Mitmenschen spürbar machen. Religiöse Bildung ist deswegen ein wichtiger Inhalt unserer pädagogischen Arbeit.

Wir leben den Kindern das christliche Menschenbild vor, nach dem jeder geliebt wird und Wertschätzung und Respekt erfährt. Durch diese Vorbildfunktion erleben unsere Kinder, was Nächstenliebe in alltäglichen Leben bedeutet und wie es praktiziert wird. Egal welcher Herkunft, Religion, Kultur, Alters oder Handicaps – jedes Kind ist ein Geschenk Gottes und verdient, gesehen und geachtet zu werden. Dieses Gesehenwerden ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Die Kinderkrippe will Eltern helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung stressarm miteinander zu vereinbaren. Aus diesem Grund betreuen wir vierzig Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren.

Patricia Walter, Leiterin der Kinderkrippe

Der manna.gemeinschaftsgarten: Let it grow!Langsam, aber stetig ist sie gewachsen - unsere Idee von einem Gemeinschaftsg...
06/06/2026

Der manna.gemeinschaftsgarten: Let it grow!

Langsam, aber stetig ist sie gewachsen - unsere Idee von einem Gemeinschaftsgarten im Herzen der Heidelberger Altstadt. Nach einer intensiven Planungsphase freuen wir uns sehr über den gelungenen Start des neuen Angebots des Diakonischen Werkes Heidelberg und der Kapellengemeinde in diesem Frühjahr.

Unser barrierefrei gestalteter manna.gemeinschaftsgarten bietet Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen die Möglichkeit, beim gemeinsamen Gärtnern Teilhabe und Gemeinschaft zu erleben sowie die Chance, voneinander zu lernen und Inklusion lebendig zu gestalten. Ein bewusst offen gehaltenes Konzept ermöglicht es den Teilnehmer*innen, den Garten gemeinsam zu planen und entsprechend ihrer Vorstellungen zu gestalten. 

Einen ersten Beitrag zur Gestaltung des Gartens leisteten Bewohner*innen des benachbarten Wichernheims, indem sie unter fachkundiger Anleitung einer Schreinerin mit viel handwerklichem Geschick Hochbeete zimmerten. Nachdem die Hochbeete mit tatkräftiger Unterstützung des Landschafts- und Forstamts der Stadt Heidelberg mit verschiedenen Erdschichten befüllt wurden, konnte vor Kurzem mit der Bepflanzung der ersten Beete begonnen werden.

So entsteht nach und nach ein Rückzugsort im Grünen, der zum aktiven Mitgestalten anregt. Sitzgelegenheiten laden zu einer kleinen, bewussten Pause vom Alltagsgeschehen und zu gemeinsamen Gesprächen ein. Auch außerhalb der Gartensaison wird unser Urban-Gardening-Projekt lebendig bleiben. In verschiedenen Workshops informieren wir Interessierte unter anderem zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Insektenschutz.

Nadine Marschik, stellvertretende Geschäftsführerin Diakonisches Werk Heidelberg

manna: einfach hinsetzen und da seinSeit über 20 Jahren ist manna ein Ort der Begegnung, der besonders Menschen mit klei...
05/06/2026

manna: einfach hinsetzen und da sein

Seit über 20 Jahren ist manna ein Ort der Begegnung, der besonders Menschen mit kleinem Geldbeutel willkommen heißt. Bei einer Tasse Kaffee finden Gäste eine aktuelle Tageszeitung und Menschen, die Zeit für ein echtes Gespräch haben. Das Herzstück: Unsere Ehrenamtlichen: manna lebt durch Gemeinschaft und vor allem durch bürgerschaftliches Engagement. Sie schenken manna sein Gesicht und seine Seele. Eine unserer langjährigsten Weggefährtinnen ist Ulricke Dünkel. Das Interview führte Sofie Weisbrod-Westermann, Ehrenamtskoordinatorin manna.

SW: Wissen Sie noch, wie Ihr erster Tag im manna vor all den Jahren war?

UD: Nach einer schweren Depression fasste ich vor acht Jahren endlich wieder den Mut, etwas Neues kennenzulernen. Mein alter Freundeskreis und meine Familie waren zwar für mich da, aber durch die Erkrankung war vieles nicht mehr wie vorher. Das manna bot mir sofort einen neutralen, offenen Raum. Ein Gast holte mir direkt eine Schneckennudel aus dem Café, diese Geste machte mir Mut. Ich durfte mich einfach hinsetzen, ohne etwas leisten oder darstellen zu müssen.

SW: Was motiviert Sie, jede Woche wieder hierher zu kommen?

UD: Mit der Zeit wollte ich etwas zurückgeben. Heute leite ich regelmäßig das Repaircafé und biete kostenlose Textilreparaturen für Menschen mit kleinem Geldbeutel an. Auch bei Festen helfe ich gerne. Ein Lächeln oder ein kleines Dankeschön sind für mich die schönste Motivation.

SW: Gibt es eine Begegnung, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

UD: Es hat sich eine kleine Gruppe von Gästen gebildet, zu denen ich so viel Vertrauen gefasst habe, dass ich eines Tages meine Vorgeschichte teilen konnte. Dass alle so positiv reagiert haben, war eine ganz besondere Erfahrung für mich.

SW: Wie hat sich das manna in den letzten Jahren verändert und was wünschen Sie sich für die Zukunft?

UD: Aber: Die Backwaren sind in den letzten Jahren sogar noch besser geworden! Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen den Weg zu uns finden und sich trauen, an den Kursen, Exkursionen oder beim Kochen teilzunehmen.

Über 100 Jahre mit der Kapelle – ein RückblickHelga Kempf kann auf eine lange Geschichte mit der Kapellengemeinde zurück...
04/06/2026

Über 100 Jahre mit der Kapelle – ein Rückblick

Helga Kempf kann auf eine lange Geschichte mit der Kapellengemeinde zurückschauen. Schon ihre Großmutter Anna Utz (*1890) war Mitglied der Kapellengemeinde, der Vater von Helga Kempf, Werner Utz (*1943) wurde ebenfalls in der Kapelle getauft und konfirmiert und war Mitglied des Verwaltungsrates der Evangelischen Stadtmission. So wurden auch Helga und ihr Bruder Alexander in der Kapelle getauft und konfirmiert. Helga Kempf hat vier Kinder, 17 Enkel und sieben Urenkel. Ihr Sohn Markus Kempf wurde Pfarrer und ließ sich in der Kapelle ordinieren. Pfarrer Dr. Florian Barth führte das Interview mit Helga Kempft:

Was ist für Dich das Wesen der Kapelle?
Helga: Bei meiner Konfirmation habe ich mich bewusst zu Jesus gestellt, das war für mich ein tiefgründiges Erlebnis. In der Kapelle war es aber immer auch wichtig, Gottes Wort umzusetzen, deshalb war die Diakonie immer wichtig: Ich selbst habe etwa 25 Jahre lang im Wichernheim der Stadtmission die Hauswirtschaft geleitet und etwas 20 Jahre lang die Seniorengruppe im Blauen Kreuz.

Außerdem gehörst Du zu den Gründerinnen von manna
Ja, das stimmt. Gemeinsam mit Sabine Erpf haben wir damals manna aufgebaut. manna war damals viel kleiner und in Plöck 43. Ich freue mich, dass manna seither so sehr gewachsen ist und die Kapelle so jeden Tag geöffnet ist.

Was ist Deine besondere Gabe?
Ich kann Menschen einladen. Das ist mir wichtig. Und das habe ich immer schon gemacht: mein Leben lang habe ich zu Gottesdiensten in der Kapelle eingeladen, ich habe zu manna eingeladen und jetzt lade ich Menschen zum Kaffee ein.

Das ist eine wunderschöne Gabe. Wir sind dafür sehr dankbar. Was wünscht Du der Kapelle?
Ich wünsche der Kapelle, dass das geistliche Leben in ihr wächst, dass Jesus die Mitte ist, diakonisches Engagement für Menschen, die ausgegrenzt werden und dass das Miteinander in der Gemeinschaft der Kapellengemeinde noch mindestens 150 Jahre weiterlebt.

Vielen Dank für alles, was Du für die Kapelle getan hast, Helga. Die Kapelle verdankt Dir sehr viel!

Die Kapelle und ihr Kapellenhof – ein wichtiges Zentrum für die Heidelberger AltstadtHeidelberg ist für Besucherinnen un...
03/06/2026

Die Kapelle und ihr Kapellenhof – ein wichtiges Zentrum für die Heidelberger Altstadt

Heidelberg ist für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt berühmt für sein Schloss und die Alte Brücke. Für die Menschen, die in der Altstadt leben, hat jedoch ein anderer Ort eine ganz besondere Bedeutung: die Kapelle und ihr Kapellenhof. Hier spielt sich ein wesentlicher Teil des sozialen Lebens der Altstadt ab. Kinder werden in der Kinderkrippe der Kapellengemeinde betreut, hochbetagte und pflegebedürftige Angehörige finden im Wilhelm-Frommel-Haus der Evangelischen Stadtmission Fürsorge und Begleitung, in manna lädt eine Tasse Kaffee zum Verweilen ein – und im Kapellenhof begegnen sich alle Generationen, von jung bis alt.

Während sich in der Hauptstraße oft dichte Menschenmengen bewegen, bietet der Kapellenhof den Bewohner:innen der Altstadt eine wohltuende Oase der Entschleunigung: Vogelgezwitscher unter einer der schönsten Platanen Heidelbergs, das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Generationen, Milieus und Kulturen, Ruhe, Frieden und Gemeinschaft. Viele Altstädterinnen und Altstädter gehen nur selten zum Schloss – den Kapellenhof hingegen besuchen sie fast täglich.

Die Kapelle liegt verborgen im Hinterhof und ist für Ortsfremde nicht auf den ersten Blick zu finden. Genau darin liegt jedoch auch ihre besondere Stärke: So bleibt der Kapellenhof ein geschützter Glücksort mitten in der Stadt.

Als Altstadtverein Alt-Heidelberg unterstützen wir die Kapelle und ihr soziales Engagement sehr gern. So haben wir unter anderem die Blumenkübel in ihrem Urban Gardening – Projekt finanziert, die heute den Vorplatz der Kapelle schmücken.

Mit großer Freude blicken wir auf das neue Gelände hinter der Kapelle und hoffen, dass er ebenfalls ein Ort der Nachbarschaft, des Miteinanders und der Begegnung in der Altstadt wird.

Gerne unterstützen wir die Kapelle auch weiterhin als wichtiges soziales Zentrum der Altstadt.

Martin Illing,

Vorstandsvorsitzender des Stadtteilvereins Alt-Heidelberg

Ein offenes Haus, eine gemeinsame AufgabeDie enge Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen Werk der Evang. Kirche in Hei...
02/06/2026

Ein offenes Haus, eine gemeinsame Aufgabe

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen Werk der Evang. Kirche in Heidelberg und der Heidelberger Diakoniekirche ist seit vielen Jahren ein verlässliches Fundament gelebter Nächstenliebe in unserer Stadt. Sie verbindet fachliche Kompetenz mit geistlicher Inspiration und schafft Orte, an denen Menschen Unterstützung, Zuversicht und Gemeinschaft finden.

Die Diakoniekirche ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle – ein offenes Haus, in dem sie ohne Vorbehalte ankommen können. Oft beginnt alles mit einem einfachen Gespräch und daraus entwickelt sich ein Weg: zur Beratung, zur Begleitung und zu den Angeboten des Diakonischen Werkes, in denen Menschen die Unterstützung finden, die sie in schwierigen Zeiten brauchen und die ihnen neue Orientierung geben.

Ein sichtbares Zeichen dieser Zusammenarbeit ist manna. Als gemeinsames Angebot ist es ein Ort der Begegnung, der Wärme und der Wertschätzung. Menschen erhalten hier nicht nur etwas zu Essen oder einen Kaffee, sondern auch Kontakt, Aufmerksamkeit und – wenn nötig – eine behutsame Vermittlung in weiterführende Hilfen. manna zeigt eindrücklich, wie aus dem Zusammenspiel von Kirche und Diakonie Vertrauen wächst und Nähe entstehen kann. Diese gelebte Kooperation ist sichtbares diakonisches Handeln in unserer Stadt: das Menschen stärkt, Teilhabe ermöglicht, Mut macht und Perspektiven öffnet. Die Heidelberger Diakoniekirche ist dabei ein lebendiger Ort, sie ist ein Ort, an dem Glaube, Engagement und professionelle Hilfe einander tragen.

Für die Zukunft wünsche ich uns, dass diese Gemeinschaft auch in bewegten Zeiten Bestand hat – dass Menschen hier Unterstützung erfahren und neue Wege entdecken können. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich mit ihrem Können, ihrem Glauben und ihrer Zeit in diese besondere Partnerschaft einbringen.

Christian Heinze,
Geschäftsführer Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Heidelberg

Ein Ort für alle – in der Mitte der StadtLiebe Kapellengemeinde,meinen herzlichen Glückwunsch an die Evangelische Kapell...
01/06/2026

Ein Ort für alle – in der Mitte der Stadt

Liebe Kapellengemeinde,

meinen herzlichen Glückwunsch an die Evangelische Kapellengemeinde Heidelberg zu ihrem 150-jährigen Jubiläum! Seit der Einweihung Ihrer Kirche im Jahr 1876 ist viel passiert. Die Kapellengemeinde hat in dieser langen Zeit dort Glauben gestärkt und Verantwortung gelebt: für Menschen, für unsere Stadt, für ein soziales Miteinander. Sie ist gewachsen und schafft durch ihre Projekte „manna“ und „grüne Kapelle“ bereits seit vielen Jahren Orte, an denen Menschen Hilfe und Gemeinschaft finden. Das macht die Kapellengemeinde zu einem wichtigen Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Heidelberg.

150 Jahre sind Anlass, dankbar zurückzublicken – und zugleich nach vorne zu schauen. Die Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Daher bin ich froh, die Kapellengemeinde an unserer Seite zu wissen, die sich durch viel Engagement und Offenheit für die Menschen in unserer Stadt einsetzt und bereit ist, Brücken zu bauen - zwischen Glauben und Alltag, zwischen Menschen und Institutionen. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam stetig an einem Miteinander arbeiten können, das Solidarität lebt und niemanden zurücklässt.

Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle sowohl den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern widmen. Ihr Beitrag ist unverzichtbar und keine Selbstverständlichkeit. Sie alle sind eine wichtige Stütze für die Menschen in Heidelberg und machen die Kapellengemeinde zu dem, was sie heute ist.

Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg und Freude bei ihrer Arbeit. Möge Ihre Gemeinde auch in Zukunft ein Ort sein, an dem Hoffnung wächst und Gemeinschaft stark bleibt.

Mit den besten Grüßen und auf eine weiterhin segensreiche Zusammenarbeit!

Stefanie Jansen,

Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit

150 Jahre Anker unserer StadtgesellschaftLiebe Kapellengemeinde,zum 150-jährigen Bestehen Ihrer Gemeinde gratuliere ich ...
31/05/2026

150 Jahre Anker unserer Stadtgesellschaft

Liebe Kapellengemeinde,
zum 150-jährigen Bestehen Ihrer Gemeinde gratuliere ich Ihnen von Herzen. Dieses Jubiläum steht für gelebtes Miteinander über Generationen hinweg. Mitten im Herzen unserer Altstadt ist durch Ihr Wirken ein Ort gewachsen, an dem Nächstenliebe nicht nur verkündet, sondern tagtäglich mit Überzeugung gelebt wird.

Die Kapellengemeinde ist zu einem festen Anker unserer Stadtgesellschaft geworden, zu einem Raum der Begegnung, an dem Menschen stets eine offene Tür vorfinden. Mit Projekten wie „manna“ und der „grünen Kapelle“ setzen Sie Impulse, die in besonderer Weise dem Geist unserer Stadt entsprechen. Sie schaffen Räume der Teilhabe und des Austauschs, offen für alle, besonders für jene, die nur über geringe Mittel verfügen. Hier zählt der Mensch, nicht Konsum oder Leistungsnachweis. Das stiftet Zugehörigkeit und stärkt Gemeinschaft.

Ihr Engagement zeigt aber nicht nur soziale Wirkung. Es macht auch sichtbar, welche oft unterschätzte Kraft in gemeinschaftlicher Arbeit steckt: Innovation entsteht selten im Alleingang. Wo Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und mit vielfältigen Lebenswegen aufeinandertreffen, entsteht kreative Reibung, aus der neue Ideen und tragfähige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit erwachsen.

Wo Menschen sich gesehen fühlen, Sinn erfahren und Verantwortung füreinander übernehmen, wächst nicht nur soziale Wärme, sondern Zukunft. Für dieses Engagement danke ich allen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden von Herzen. Ich wünsche Ihnen weiterhin Kraft, Freude und Erfüllung in Ihrer wichtigen Arbeit – und der Kapellengemeinde auch für die kommenden Jahre reichen Segen.

Prof. Dr. Eckart Würzner
Oberbürgermeister

Kirche im Dienst der Menschen150 Jahre Kapelle – es ist die Geschichte einer Gemeinde, die sich senden lässt: zu den Men...
30/05/2026

Kirche im Dienst der Menschen

150 Jahre Kapelle – es ist die Geschichte einer Gemeinde, die sich senden lässt: zu den Menschen, in ihre Lebenswirklichkeiten, an die Ränder unserer Gesellschaft. im Vertrauen auf Gott und im Dienst am Nächsten.

Als Diakoniekirche für Heidelberg ist die Kapelle der geistliche Mittelpunkt der Diakoniestraße und Teil eines einzigartigen diakonischen Begegnungsraums in Heidelberg. Hier zeigt sich, was Kirche ausmacht: in der Feier des Glaubens, der Begegnung auf Augenhöhe, in gelebter Menschenliebe und Gemeinschaft. Hier kommen Menschen in ihrer Vielfalt zusammen: Menschen mit kleinem Geldbeutel bei manna und im Diakonieladen, Geflüchtete und Migrant*innen, Familien, deren Kinder ihren Platz in der Kinderkrippe finden, Pflegebedürftige unter dem Dach des Frommelhauses und Menschen in Wohnungsnot im Umfeld des Wichernheims. Hier sind alle willkommen.

Ein starkes Zeichen setzt die gemeinsame Trauerfeier für allein Verstorbene – über tausend Menschen haben in den letzten Jahren auf diese Weise einen würdigen Abschied gefunden. In Diakoniegottesdiensten wird Glaube, Nächstenliebe und Respekt füreinander zusammengeführt, z.B. am Buß- und Bettag, wo Menschen gewürdigt werden, die ein Jahr ohne Suchtmittel gelebt haben.

Als Diakoniekirche für Heidelberg lebt die Kapelle zugleich aus guter Vernetzung. In Kooperation mit dem Diakonischen Werk entstehen Projekte wie manna oder Urban Gardening. Als Scharnier zwischen der Evangelischen Kirche in Heidelberg und der Evangelischen Stadtmission verbindet die Kapelle unterschiedliche Arbeitsfelder und macht gemeinsame Verantwortung sichtbar. Das diakonische Herz unserer Kirche hat in Heidelberg viele Hände. Zugleich ist die Kapellengemeinde Experimentierfeld für Beteiligung, für neue Formen von Gemeinschaft und für ein agiles Reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen – sei es durch digitale Kommunikation, Mehrsprachigkeit, internationale Offenheit oder neue Formate.

So blicken wir dankbar zurück und zugleich zuversichtlich nach vorn: Gott baut seine Kirche – und er traut uns zu, sie gemeinsam zu gestalten.

Dr. Christof Ellsiepen
Dekan der Evang. Kirche in Heidelberg

Die Kapelle als geistliches Zentrum der Stadtmission 150Jahre. Wer so alt wird, darf feiern. Wer dabei gleichzeitig so j...
29/05/2026

Die Kapelle als geistliches Zentrum der Stadtmission
 
150Jahre. Wer so alt wird, darf feiern. Wer dabei gleichzeitig so jung geblieben ist, darf es noch lauter tun. Die Kapellengemeinde in der Plöck feiert ihr 150-jähriges Bestehen – und wir als Stadtmission haben ein

ganz eigenes Interesse an diesem Geburtstag. Denn was hier in der Plöck gefeiert wird, ist nicht irgendeine Gemeinde. Es ist auch das geistliche Zuhause der Stadtmission.

Wer neu in Heidelberg ist und zum ersten Mal die Plöck entlangläuft, bemerkt es vielleicht erst auf den zweiten Blick: Hier, auf wenigen hundert Metern, hat sich etwas für eine Innenstadt Ungewöhnliches versammelt. Ein Seniorenheim. Eine Kinderkrippe. Die Kapelle. Das Haus der Stadtmission. Und mittendrin: ein kleiner Naschgarten – die „Grüne Kapelle“ – in dem Seniorinnen aus dem Pflegeheim, Kinder, Eltern und Betreuerinnen aus der Krippe, Besucher aus manna und Gottesdienstgäste gemeinsam Tomaten ziehen. Das ist kein Zufall, sondern Programm. Das ist die Plöck als gelebte Diakoniestraße – und die Kapelle ist ihr Herz.

Die Kapellengemeinde ist für die Stadtmission kein museales Fundament, das man pflegt und hinter Glas stellt – sondern eine lebendige Kraftquelle, aus der heraus Handeln entsteht. In die Sonntagsgottesdienste kommen Menschen aus aller Welt: Iraner, Afghanen, Kameruner, Japaner, Heidelberger. Wer noch nie beim Internationalen Gospel-Chor Manita mitgewippt hat, hat etwas verpasst. Wer noch nie eine persische Bibelstunde erlebt hat, auch. Die Kapelle fragt nicht zuerst: Wer bist du? Sie fragt: Was brauchst du? Das ist ein gutes Motto für ein Quartier wie die Heidelberger Altstadt – und sehr gutes Motto für eine Stadtmission, die täglich mit Menschen in Not arbeitet.

„Gott stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen“ – so steht es im Ostfenster der Kapelle, formuliert in Licht und Farbe.

Gottesdienst und Nächstenliebe sind zwei Seiten einer Medaille. Diie Kapellle beweist das seit 150 Jahren.

Wir gratulieren herzlich in geschwisterlicher Verbundenheit!

Jens Haubold, Dennis Kramer, Dr. Christian Weber
Der Vorstand der Evangelischen Stadtmission Heidelberg e.V.

Adresse

Plöck 49
Heidelberg
69117

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 12:00
Donnerstag 13:00 - 15:00
Sonntag 10:00 - 12:00

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