Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie

Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie Unserer Mission seit 2014: MAKING TRIGGERPUNKT DISCUSSABLE - Geschlechtlichkeit als Rand- und Reizthema für die Kirche „besprechbar“ machen

REMINDERAm kommen Montag, 17:15-19:15 Uhr, findet unser nächstes GENDER LAB statt. Wir stellen wichtige Erkenntnisse aus...
13/05/2026

REMINDER

Am kommen Montag, 17:15-19:15 Uhr, findet unser nächstes GENDER LAB statt. Wir stellen wichtige Erkenntnisse aus dem „Rainbow Index of Churches in Europe“ 2025 vor und diskutieren in einer spannenden ökumenischen Runde, wie die nächsten Schritte zu (noch) mehr Queer-Inklusivität in den christlichen Kirchen aussehen könnten.

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr Euch noch bis Sonntagabend anmelden. Den Link findet Ihr in den Kommentaren.

📍 SfG unterwegs – dieses Mal im NordenAm 25. April feierten die Evangelischen Frauen in Bremen ihr 20-jähriges Jubiläum....
06/05/2026

📍 SfG unterwegs – dieses Mal im Norden

Am 25. April feierten die Evangelischen Frauen in Bremen ihr 20-jähriges Jubiläum. Als Impulsgeberin war auch unsere Kollegin Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff eingeladen und erlebte einen inspirierenden Tag voller feministisch-theologischer und frauenpolitischer Rück- und Ausblicke.

🎶 Neben gemeinsamem Singen, gutem Essen und vielen Gesprächen wurden in Grußwort und Tischreden zentrale Themen vertieft:

🤝 Maria Esfandiari, Präses der Bremischen Evangelischen Kirche, betonte die Bedeutung von Vernetzung und solidarischem Miteinander – gerade in Zeiten, in denen Frauenrechte wieder stärker unter Druck geraten.

📖 Pastorin i. R. Annette Niebuhr lud dazu ein, weibliche Vorbilder in der Bibel neu zu entdecken.

⚠️ Die Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm lenkte den Blick auf Gewalt gegen Frauen und stellte Bremer Interventionsansätze vor.

🧭 Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff griff aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten. Für den Umgang mit rechtspopulistischer Anti-Gender-Rhetorik benannte sie Strategien wie zum Beispiel: klare Argumente setzen, nach Beispielen fragen, Verallgemeinerungen hinterfragen – und Verbündete suchen. Denn: Ohne Allianzen kein nachhaltiges Handeln. Entscheidend ist eine klare Ausrichtung – Wen wollen wir erreichen? Und was soll sich konkret verändern?

✨ Ein gelungenes Jubiläum und eine wertvolle Gelegenheit für Austausch und Vernetzung.

📸 Bild 1 & 2 von Anne Heusmann

🌈 „Diversity erlaubt mir, ich selbst zu sein.“Diesen starken Satz aus dem Vorbereitungsteam stellte unsere Kollegin Ruth...
29/04/2026

🌈 „Diversity erlaubt mir, ich selbst zu sein.“

Diesen starken Satz aus dem Vorbereitungsteam stellte unsere Kollegin Ruth Heß über einen Inhouse-Studientag der „Wirkstatt evangelisch“, den sie kürzlich als Referentin in Nürnberg begleitet hat.

Die „Wirkstatt“ ist eine große Facheinrichtung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und versteht sich als Servicestelle, Ideenwerkstatt und Impulsgeberin für die kirchliche Praxis. Wie kann Vielfalt hier fruchtbar gemacht werden – nach innen für die Organisation selbst und nach außen in der Arbeit für und mit anderen?

Im Impuls von Ruth Heß wechselten sich fachliche Inputs und interaktive Schleifen ab:
✨ Wie viel Vielfalt steckt in mir persönlich – und in meinem beruflichen wie privaten Umfeld?
👣 Wie gelingt es, in den Schuhen Anderer zu laufen?
🏠 Welche differenzierten Räume braucht es, um Teilhabe zu ermöglichen, positive Erfahrungen mit Vielfalt zu schaffen, aber auch Widerständen und kritischen Stimmen zu begegnen?
📖 Welche Role Models und Mindsets aus Bibel und Tradition helfen dabei?
🛠️ Wie sehen mögliche Schritte eines Managing-Diversity-Prozesses aus?
🔄 Wie wird Intersektionalität in der Programmgestaltung konkret?

Ruth Heß plädierte dafür, Diversity als Rahmenkonzept zu verstehen: Es ersetzt nicht die Fachexpertise zu einzelnen Vielfaltskategorien wie Geschlechtlichkeit, ethnische Herkunft oder Alter, sondern steckt den Rahmen ab, in dem diese konkret werden. Denn Unterschiede sind nicht einfach selbstverständlich, sondern ihrerseits unterschiedlich. Entscheidend ist, wie sie sozial, kulturell und theologisch bedeutsam gemacht werden.

Dabei gilt: Ein bewusster Umgang mit Verschiedenheit hat es immer mit zwei Stoßrichtungen zu tun – einer kritischen (Antidiskriminierung) und einer konstruktiven (Diversitätsorientierung). Damit sie sich nicht gegenseitig blockieren, müssen sie in ein reflektiertes und produktives Verhältnis kommen – ebenso wie die unterschiedlichen Interessen beteiligter Akteur*innen: organisationale, aktivistische, wirtschaftliche, kreative.

🙏 Ein Dank geht besonders an Andrea König und die weiteren Kolleg*innen aus dem Nürnberger Vorbereitungsteam sowie an alle Teilnehmenden für den berührenden Austausch in der Runde.

❓ Ihr denkt an Euren kirchlichen Orten ebenfalls über Vielfalt nach? Was sind Eure Fragen, Erfahrungen oder Praxisbeispiele?

📑„Zwischen Problem- und Ressourcenorientierung. Männlichkeitsperspektiven weiterdenken“🤝 Wie kann Männlichkeitsforschung...
01/04/2026

📑„Zwischen Problem- und Ressourcenorientierung. Männlichkeitsperspektiven weiterdenken“

🤝 Wie kann Männlichkeitsforschung zum Verständnis aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen? Diese Frage stand am 20. März im Mittelpunkt der Auftakttagung des Netzwerks „Kritische Männlichkeitenforschung weiterdenken“ in Berlin. Das Netzwerk wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
👨‍🦰 Unser Kollege Lucas Schucht, seit Februar Referent für Männlichkeitsperspektiven in Kirche und Theologie bei uns, war vor Ort, um sich zu vernetzen und in interdisziplinären Gesprächen Anregungen für seine Arbeit und zukünftige Projekte zu sammeln.

🎤️Weiterentwicklung der Männlichkeitsforschung
Zwei Impulsvorträge gaben einen Einblick in zentrale Entwicklungen des interdisziplinären Forschungsfelds: Die Jenaer Soziologin Sylka Scholz beleuchtete Entwicklungslinien und zukünftige Schwerpunkte. Dabei stellte sie die Erfolge der Männlichkeitsforschung heraus, deren zentrale Konzepte (z. B. Hegemoniale Männlichkeit, Männliche Herrschaft) in verschiedensten Disziplinen rege rezipiert würden. Zugleich ermutigte sie eine junge Generation von Forscher*innen, neue Zugänge zu finden. Dabei hob sie Perspektiven zur männlichen Sozialisation wie der des hannoverschen Sozialpsychologen Rolf Pohl hervor. Auch internationale Debatten zu queeren Männlichkeiten sollten stärker aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

👊📱 Gewalt und Radikalisierung als zentrale gesellschaftliche Herausforderungen
Der schwedische Jugend- und Gewaltforscher Lucas Gottzén beleuchtete die Verbindungen zwischen Männlichkeit, Radikalisierung und Religion. Besonders hob er die Rolle von Kampfsportvereinen für Radikalisierungsprozesse und die Ausbildung körperbetonter und gewaltorientierter Männlichkeiten hervor. Auch der Einfluss sozialer Medien spiele eine große Rolle, da hier Inhalte, die traditionelle Männlichkeitsbilder betonen und Frauen abwerten, für viele Jungen und junge Männer leicht zugänglich sind und deren Einstellungen prägten. Gesellschaftliche Entwicklungen hin zu einer gewaltorientierten Männlichkeit könnten zum einen als Antwort auf individuelle Herausforderungen, Unsicherheiten und erlebten Statusverlust gelesen werden. Zum anderen seien diese auch Ergebnis bewusster politischer Kampagnen rechtsextremer und fundamentalistischer Akteure.

💬 Aktuelle Debatten zeigen Vielfältigkeit der Männlichkeitsforschung
Im Anschluss wurden zentrale Fragen in Workshops vertieft: Wie kann die Prävention sexualisierter Gewalt in der Jungenarbeit gelingen? Welche Rolle spielt Männlichkeit bei der Bewältigung von Migrationserfahrungen? Welche Ziele hat die Väterrechtsbewegung? Was kritisiert die kritische Männlichkeitenforschung eigentlich? Und was sollte die Forschung zu Männlichkeiten leisten?

💡 Verbindung kirchlicher Praxis und wissenschaftlicher Perspektiven
Deutlich wurde dabei, dass kritische Forschung zu Männlichkeiten nicht nur analysieren, sondern auch praktische Konsequenzen aufzeigen sollte. Aus den Debatten ergaben sich die folgenden Impulse, die direkt an die Themen und Projekte im Studienzentrum anschließen:
• Die Betonung alternativer Männlichkeitsmodelle in der (kirchlichen) Jugendarbeit kann ein wichtiges Gegengewicht zu gewaltorientierten und frauenfeindlichen Männlichkeitsbildern in sozialen Medien bilden.
• Die Sensibilisierung für die Instrumentalisierung religiöser Kontexte und Argumente durch rechtsextreme und fundamentalistische Akteure ist Bestandteil von Präventionsarbeit und Demokratiebildung.
• Ein kontinuierlicher fachlicher Austausch ermöglicht es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in kirchliche Praxis einzubinden sowie Perspektiven aus dem kirchlichen Kontext in Debatten der Männlichkeitsforschung einzubringen.

📅 Save the Date – Gender Lab🏳‍🌈⛪ Rainbow Index – Wie queer-inklusiv sind die christlichen Kirchen?Gender Lab, der digita...
25/03/2026

📅 Save the Date – Gender Lab
🏳‍🌈⛪ Rainbow Index – Wie queer-inklusiv sind die christlichen Kirchen?

Gender Lab, der digitale Denkraum des Studienzentrums, geht in die nächste Runde. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) nehmen wir den frisch aktualisierten RICE-Report (Rainbow Index of Churches in Europe 2025) unter die Lupe und sprechen mit spannenden ökumenischen Gästen darüber, wo die christlichen Kirchen mit Blick auf queeres Leben und Lieben wirklich stehen.

Wie stellt sich die kirchliche Lage in Deutschland im europäischen Vergleich dar – etwa mit Blick auf die rechtliche Gleichstellung von LGBTIQ* oder eine inklusive Sprache und Symbolik?
Welche Strategien der Öffnung haben sich in den verschiedenen Konfessionen bewährt?
Wie lässt sich mit Vorbehalten umgehen?
Welche Best Practice-Modelle können weitere Schritte inspirieren?
Wie sieht „Kirche für alle“ konkret aus?

📘Impuls:
Wielie Elhorst, LGBT-Pastor der Protestantischen Kirche Amsterdam & Mitglied des RICE-Projektteams

💬 Talkgäste:
Dr. Michael Brinkschröder, Queer-Pastoral im Erzbistum München und Freising
Dr. Anna Düring, Fachgebiet Gottesdienstentwicklung im Bistum Västerås der Schwedischen Kirche
Martin Franke-Coulbeaut, Stabsbereich Chancengleichheit der Ev. Kirche in Hessen und Nassau
Tash Hilterscheid, Queersensible Bildungsarbeit in der Nordkirche

🎤 Moderation:
Dr. Ruth Heß

📆🕛Montag, 18. Mai, 17:15–19:15 Uhr
💻 per Zoom
👉 Den Anmeldelink findet ihr in den Kommentaren.

ONLINE-VERANSTALTUNGSTIPP Am kommenden Mittwoch, 18. März, ist Ruth Heß mit einem Zoom-Vortrag bei den Evangelischen Fra...
13/03/2026

ONLINE-VERANSTALTUNGSTIPP

Am kommenden Mittwoch, 18. März, ist Ruth Heß mit einem Zoom-Vortrag bei den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland zu Gast.

😡💗 Unter dem Titel „Zwischen Hass und rosa Weichzeichner“ spricht sie einmal mehr über Geschlechter-Autoritarismus und Anti-Gender und wirft dabei auch einen Blick auf die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

➡️ Den Link zur Anmeldung findet Ihr in den Kommentaren.

In atemberaubenden Tempo geraten elementare Frauen*rechte weltweit unter Druck. Das Ausmaß an (sexueller) Gewalt gegen M...
08/03/2026

In atemberaubenden Tempo geraten elementare Frauen*rechte weltweit unter Druck. Das Ausmaß an (sexueller) Gewalt gegen Mädchen“ und Frauen* ist monströs.


Zum heutigen Internationalen Frauen*tag bekräftigt Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs, „dass alle Menschen zu G-ttes Ebenbild geschaffen sind und dass Christus uns zur Freiheit befreit hat.“ Dafür einzustehen, sind wir alle aufgerufen - innerhalb wie außerhalb der Kirche.

Wir wünschen Euch einen ermutigenden Weltfrauen*tag!

💪✝️🚺🚻⚧️🙏

Evangelische Kirche in Deutschland

Gendern op Platt?Um diese ungewöhnliche Frage ging es beim Plattdeutschen Pastoralkolleg in Loccum. Unsere Kollegin Nina...
25/02/2026

Gendern op Platt?

Um diese ungewöhnliche Frage ging es beim Plattdeutschen Pastoralkolleg in Loccum. Unsere Kollegin Nina Jaeschke war als Referentin dabei und erkundete gemeinsam mit den Teilnehmenden geschlechterinklusive Sprachformen.

👀 Dazu wurden zentrale Aspekte geschlechterinklusiver Sprache in den Blick genommen: Wer ist beim generischen Maskulinum eigentlich (mit)gemeint? Welche Möglichkeiten geschlechterinklusiver Formulierungen gibt es? Stören Genderstern & Co. den Lesefluss oder ist das nur ein Vorurteil? Wie kann man kritischen Stimmen gegen das Gendern im Alltag souverän begegnen? Und: Was sagt der Deutsche Rechtschreibrat wirklich dazu?

💬 Wusstet ihr, dass sich Plattdeutsch besonders gut zum Gendern eignet? Es hat weniger geschlechtsspezifische Endungen als im Hochdeutschen. Tätigkeiten werden ohnehin oft umschrieben – zum Beispiel: „Een, de schrieft" statt der geschlechtsspezifischen Personenbezeichnung Autor*in. Und mit „dey“ gibt es sogar ein richtig starkes nichtbinäres Pronomen.

Ein inspirierender Austausch und ein schönes Beispiel dafür, wie vielfältig Sprache sein kann. 💛

✨ Und weiter geht’s!📅 Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff ist am 9. Februar um 18.00 Uhr in der Online-Reihe „Diversität in Kir...
05/02/2026

✨ Und weiter geht’s!

📅 Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff ist am 9. Februar um 18.00 Uhr in der Online-Reihe „Diversität in Kirche und Gesellschaft“ des Büros für Chancengleichheit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu Gast.

Wie steht es eigentlich um Geschlechtergerechtigkeit in der Evangelischen Landeskirche Württemberg? Auf Basis des frisch aktualisierten EKD-Gleichstellungsatlasses nimmt Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff die Entwicklungen der letzten Jahre genauer in den Blick 📊🌈

Was hat sich bewegt? Wo klemmt es noch? Und wie sieht ein vielfältigeres Miteinander in kirchlichen Strukturen ganz konkret aus?

👉 Den Link zur Anmeldung findet ihr in den Kommentaren.

Veranstaltungshinweis für alle in und um Leipzig:Morgen Abend spricht Ruth Heß bei einem Themenabend der Theologischen F...
03/02/2026

Veranstaltungshinweis für alle in und um Leipzig:

Morgen Abend spricht Ruth Heß bei einem Themenabend der Theologischen Fakultät Leipzig über eine un-heimliche Frage:

Worüber reden wir eigentlich, wenn wir über „Geschlechtlichkeit“ reden - phänomenologisch, theologisch, ethisch?

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und ist öffentlich. Weitere Infos findet Ihr unten. ⬇️

Adresse

Arnswaldtstraße 6
Hanover
30159

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