29/04/2026
🌈 „Diversity erlaubt mir, ich selbst zu sein.“
Diesen starken Satz aus dem Vorbereitungsteam stellte unsere Kollegin Ruth Heß über einen Inhouse-Studientag der „Wirkstatt evangelisch“, den sie kürzlich als Referentin in Nürnberg begleitet hat.
Die „Wirkstatt“ ist eine große Facheinrichtung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und versteht sich als Servicestelle, Ideenwerkstatt und Impulsgeberin für die kirchliche Praxis. Wie kann Vielfalt hier fruchtbar gemacht werden – nach innen für die Organisation selbst und nach außen in der Arbeit für und mit anderen?
Im Impuls von Ruth Heß wechselten sich fachliche Inputs und interaktive Schleifen ab:
✨ Wie viel Vielfalt steckt in mir persönlich – und in meinem beruflichen wie privaten Umfeld?
👣 Wie gelingt es, in den Schuhen Anderer zu laufen?
🏠 Welche differenzierten Räume braucht es, um Teilhabe zu ermöglichen, positive Erfahrungen mit Vielfalt zu schaffen, aber auch Widerständen und kritischen Stimmen zu begegnen?
📖 Welche Role Models und Mindsets aus Bibel und Tradition helfen dabei?
🛠️ Wie sehen mögliche Schritte eines Managing-Diversity-Prozesses aus?
🔄 Wie wird Intersektionalität in der Programmgestaltung konkret?
Ruth Heß plädierte dafür, Diversity als Rahmenkonzept zu verstehen: Es ersetzt nicht die Fachexpertise zu einzelnen Vielfaltskategorien wie Geschlechtlichkeit, ethnische Herkunft oder Alter, sondern steckt den Rahmen ab, in dem diese konkret werden. Denn Unterschiede sind nicht einfach selbstverständlich, sondern ihrerseits unterschiedlich. Entscheidend ist, wie sie sozial, kulturell und theologisch bedeutsam gemacht werden.
Dabei gilt: Ein bewusster Umgang mit Verschiedenheit hat es immer mit zwei Stoßrichtungen zu tun – einer kritischen (Antidiskriminierung) und einer konstruktiven (Diversitätsorientierung). Damit sie sich nicht gegenseitig blockieren, müssen sie in ein reflektiertes und produktives Verhältnis kommen – ebenso wie die unterschiedlichen Interessen beteiligter Akteur*innen: organisationale, aktivistische, wirtschaftliche, kreative.
🙏 Ein Dank geht besonders an Andrea König und die weiteren Kolleg*innen aus dem Nürnberger Vorbereitungsteam sowie an alle Teilnehmenden für den berührenden Austausch in der Runde.
❓ Ihr denkt an Euren kirchlichen Orten ebenfalls über Vielfalt nach? Was sind Eure Fragen, Erfahrungen oder Praxisbeispiele?