Milieukrippe St.Agnes Hamm

Milieukrippe St.Agnes Hamm Glaubensaussagen in unsere Zeit hinein tragen und über-setzen

Zum Fest der Darstellung des Herrn
31/01/2026

Zum Fest der Darstellung des Herrn

24/01/2026
Die Weisen gehen auf einem anderen Weg heim, die Geschichte des Joseph mit seinen Brüdern geht weiter.   Zu den auf eine...
17/01/2026

Die Weisen gehen auf einem anderen Weg heim, die Geschichte des Joseph mit seinen Brüdern geht weiter. Zu den auf einem anderen Weg zurückkehrenden Weisen:

Die Weisen entziehen sich dem Befehl des Herodes
Miss staatliche Anweisungen kritisch am eigenen Gewissen
und an universellen Menschenrechten.

Die Weisen verschweigen Herodes den Aufenthaltsort des Kindes
Gib Informationen nicht preis,
die zur Verfolgung von Unschuldigen führen könnten.

Herodes gilt als Prototyp des skrupellosen Machtmenschen.
Lass dich nicht auf autoritäre oder populistische Systeme ein.
Tritt für eine politische Kultur ein,
die sich nicht an den Logiken von Angst und Unterdrückung orientiert.

Die Sterndeuter kamen als Fremde und kehrten in ihre Heimat zurück,
ohne sich der lokalen Macht unterzuordnen.
Internationale Solidarität steht über nationale Machtansprüchen.
Widersage der Instrumentalisierung von Fremden durch nationale Herrscher.

Wenn Weise kommen...
04/01/2026

Wenn Weise kommen...

und nochmal von Weihnachten:
03/01/2026

und nochmal von Weihnachten:

Sterndeuterin und Sterndeuter auf dem WegDie Weisheit der Welt macht sich auf, weltliche Einsicht und Weisheit, die es i...
03/01/2026

Sterndeuterin und Sterndeuter auf dem Weg
Die Weisheit der Welt macht sich auf, weltliche Einsicht und Weisheit, die es in der Kirche oft nicht leicht hat(te). Stellvertretend dafür machen sich diese drei als „Magier“, Sternkundige auf zur Krippe in St. Agnes in Hamm

Galileo Galilei
Italienischer Naturforscher, 1564 in Pisa geboren
Galileis Begabung lag vor allem auf dem Gebiet der praktischen Physik und angewandten Mathematik.
Berühmt wurde er besonders durch seine astronomischen Untersuchungen, für die er ein selbstgebautes Fernrohr benutzte. Er entdeckte u.a. die Phasen der Venus, die Unebenheit der Mondoberfläche, den Sternenreichtum der Milchstraße und die Jupitertrabanten.
Er erklärte die Naturvorgänge nicht philosophisch oder theologisch durch das Wirken Gottes, sondern aus Naturgesetzen.
Als Verfechter des kopernikanischen Systems, also dass sich die Erde um die Sonne bewegt, wurde Galilei 1633 in Rom von der Inquisition verurteilt und zum Widerruf seiner Lehre gezwungen. Die ihm zugeschriebene Äußerung »Sie bewegt sich doch!« ist legendär. Galilei starb 1642 in Arcetri bei Florenz.
Die kirchliche Verurteilung der kopernikanischen Schriften wurde erst 1835 zurückgezogen.

Giordano Bruno
(*1548 in Nola als Filippo Bruno; †1600 in Rom)
war ein italienischer Mönch, Priester, Dichter und Philosoph.
Von der Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden, wurde er 1600 zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem Päpstlichen Rat für die Kultur und einer theologischen Kommission, dass die Hinrichtung auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten sei.
Seine Lehren standen im Widerspruch zu den kirchlichen Dogmen, insbesondere seine Überzeugungen über die Unendlichkeit des Universums und die Möglichkeit, dass andere Sterne eigene Welten mit Leben haben.
Der Mönch Giordano Bruno war ein Unterstützer des neuen kopernikanischen Weltbildes, nach dem nicht die Erde, sondern die Sonne im Zentrum des Planetensystems steht.

Hypatia von Alexandria
griechische Mathematikerin, Astronomin und Philosophin des Neuplatonismus im späten 4. Jahrhundert n. Chr.
Sie wurde durch ihre Lehrtätigkeit und ihre Rolle als Beraterin von Führungspersönlichkeiten bekannt.
Viele ihrer Studenten waren Christen, Juden und Heiden, was ihren interkulturellen und religiösen Einfluss unterstreicht.
Schon lange vor ihren männlichen Kollegen Galileo Galilei (1564-1642) und Nikolaus Kopernikus (1473-1543) hatte sie erforscht, dass der Mittelpunkt der Welt nicht die Erde, sondern die Sonne ist.
Von vielen ihrer Zeitgenossen wurde Hypatia bewundert und verehrt. Zugleich war sie - als Nichtchristin und Anhängerin des aufklärerisch wirkenden griechischen Bildungsguts - einigen Vertretern des sich in Alexandria immer stärker ausbreitenden Christentums aber auch ein Dorn im Auge.
Dem Christentum galt die antike hellenistische Wissenschaft und Philosophie als heidnisch, ketzerisch und als ein Werk des Teufels.
Hypatia provozierte auch als Frau durch ihre unabhängige Lebensweise. Sie hatte sich gegen die Ehe entschieden, die sie in der damaligen Zeit unweigerlich in die Abhängigkeit eines Mannes gebracht hätte.
So fand Hypatias Leben ein grausames Ende. Sie wurde im März 415 von fanatischen Christen brutal ermordet.

Weihnachten
03/01/2026

Weihnachten

4. Advent 2 Josefs träumen…4. Advent A 2025Zwei Träumer. Zwei besondere.Zwei, deren Väter schon den gleichen Vornamen tr...
21/12/2025

4. Advent 2 Josefs träumen…4. Advent A 2025
Zwei Träumer. Zwei besondere.
Zwei, deren Väter schon den gleichen Vornamen trugen, nämlich Jakob.
Zwei nicht typische Männer; zwei, die ihren eigenen Weg gehen;
zwei, die der Rettung den Weg bereiten.
Es geht um die beiden großen Josefs in der Bibel.

Der eine mit seinen elf Brüdern, so etwas wie eine Reizfigur.
Sein Vater liebt ihn über alles, schenkt ihm ein besonderes Kleid,
das wörtlich mit Prinzessinnenkleid übersetzt werden muss.
Er ist anders als seine Brüder, weicher, weiblicher, träumt.
Kein richtiger Mann in den Augen seiner männlichen Geschwister,
die ihn nicht mögen, die ihn los werden wollen,
zunächst vorhaben, ihn umzubringen, ihn aber dann verkaufen.
Später wird die Gabe des Josefs, Träume zu haben und zu deuten,
ihm nicht nur Verstoßung bringen wie in jungen Jahren,
sondern seine Familie vor Hunger retten -
und es kommt zur großen Versöhnung.

Der andere, Josef aus Nazaret,
gerät - irgendwie unbeteiligt - in eine Situation, in der er sich anders verhält,
als es das Gesetz vorsieht.
Nach jüdischem Recht hätte Josef Maria, als sie schwanger wird,
wegen Ehebruchs bloßstellen können mit harten Strafen als Folge.
Diesem Recht folgt er nicht - es liegt ihm fern, Maria anzuprangern.
Selbst sein Vorhaben, sich in aller Stille von ihr zu trennen,
kommt aufgrund eines Traumes nicht mehr für ihn in Frage.
Auch dieser Josef verlässt damit die Rolle, die seine Zeit für Männer vorsieht.

Zwei Träumer.
Zwei, die sich anders verhalten, als man von ihnen erwartet.
Zwei, die im wahrsten Sinne des Wortes aus der Rolle fallen.
Zwei, denen ihre von Gott zugedachte Rolle nicht leicht fällt.
Zwei, die mit Sicherheit viele Tränen vergossen haben:
Der eine, weil seine Brüder ihn verstoßen, da er nicht in ihre Welt passt;
der andere, weil er nicht einordnen kann,
was da gerade geschieht mit seiner Verlobten, von der er nicht weiß,
von wem das Kind ist, das sie erwartet.

Beide geben nicht auf. Beide lassen sich führen.
Beide retten durch ihre Träume Leben:
Josef in Ägypten, in dem er den Traum des Pharao
von den sieben fetten und den sieben mageren Jahren deutet,
und somit gelagertes Korn viele Menschen vor der Hungersnot bewahrt;
Josef aus Nazaret, in dem er Maria beisteht
und hernach mit Frau und Kind - wieder aufgrund eines Traumes -
nach Ägypten flieht und ihnen das Leben rettet.
Lebensdienliche Träume sind von Gott geschickte Träume.

Doch davon, dass sich in Träumen göttliche Botschaften verbergen können, war schon zu biblischer Zeit nicht jede und jeder überzeugt.
„Träume haben viele Menschen betrogen, und gescheitert sind,
die darauf hofften“ heißt es im Buch Jesus Sirach (34,5ff).
Darum begegnen uns in diesen beiden Josefs
auch zwei selbstbewusste Menschen.
Sie lassen sich nicht als Spinner und Träumer abstempeln,
sie gewinnen ihren Träumen etwas ab.
Erst am Ende ihrer Lebensgeschichten erfahren wir,
dass es gut war, dass diese beiden ihre Träume
als wegweisend erfahren und verstanden haben.

Und nicht zuletzt sind es bei beiden Josefs großartige Liebesgeschichten:
Das Weinen des Josef,
als er seine Brüder in Ägypten erkennt, als sie Getreide kaufen wollen,
und die Versöhnung mit seiner Familie;
und der in der Bibel wortlose Josef,
der mit Maria diesen nicht gewöhnlichen Weg geht
und sich ihr in Liebe verbunden weiß.

Zwei Träumer. Zwei besondere.
Das Leben kennt mit Sicherheit noch viel mehr Träumerinnen und Träumer,
die offen sind für Botschaften, die uns erreichen,
wenn unser Verstand sie nicht hinterfragen
und die Realität nicht widersprechen kann.
Die beiden Josefs können uns bewegen, Träume nicht aufzugeben:
nicht den Traum vom Frieden - entgegen aller Erfahrung,
nicht den Traum von Erfüllung - angesichts um sich greifender Leere,
nicht den Traum von Liebe, die allen Menschen gilt.

Neu an der Krippe:Bernhard KetzlickNach dem Abitur 1926 trat Bernhard Ketzlick (* 16. Oktober 1907 in Hannover | † 26. F...
17/12/2025

Neu an der Krippe:
Bernhard Ketzlick
Nach dem Abitur 1926 trat Bernhard Ketzlick (* 16. Oktober 1907 in Hannover | † 26. Februar 1951 in Eisenschmitt) in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup ein und legte 1931 die Ewige Profess ab. 1937 empfing er die Priesterweihe.
Im Hammer Klostergebäude der Herz-Jesu-Missionare an der Ostenallee lebte er von 1938 an in der Ordenskommunität. Zugleich war er Vikar der örtlichen katholischen Gemeinde. Sowohl in der Jugendarbeit als auch in der Gemeindeöffentlichkeit nahm der Geistliche in seiner ablehnenden Haltung zum Nationalsozialismus kein Blatt vor den Mund.
Wegen seiner kritischen Predigten geriet Ketzlick Ende Juli 1941 im Zuge des Klostersturms ins Visier der Gestapo. Er wurde verhaftet; die Räumlichkeiten der Kommunität wurden durchsucht. Die Geheime Staatspolizei fand nichts.
Nach Gefängnisaufenthalten in Hamm, Dortmund und Bochum und nach scharfen Verhören und Einzelhaft kam er im Januar 1942 ins KZ Dachau, wo er die Seelsorge unbeirrt trotz massiver Repressionsdrohungen fortsetzte.
Infolge der Haft-Lagerbedingungen erkrankte der Geistliche an Tuberkulose. Nach der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau genas Ketzlick nicht mehr von der Krankheit.
Die letzten Lebensjahre verbrachte er als Geistlicher im Sanatorium Haus Bergfeld in Eisenschmitt, wo er 1951 an der Tuberkulose starb. Pater Ketzlick wurde auf dem Friedhof des Klosters der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup begraben. Das Grab ist inzwischen eingeebnet.

Adresse

BrüderStr. 45
Hamm
59065

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 18:00
Dienstag 08:30 - 18:00
Mittwoch 08:30 - 18:00
Donnerstag 08:30 - 18:30
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