St. Agnes-Kirche, Hamm

St. Agnes-Kirche, Hamm Gottesdienste: sonntags 11.15 Uhr,
1. So. im Monat 21 Uhr Moonlightmass,
Do 18 (Winter) 19 (Sommer) Die Pfarrkirche St. s.

Agnes war früher ein Franziskaner-Observanten-Kloster. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1947 - 1953, der Vorgängerbau fiel einem Bombenhagel im Dezember 1944 zum Opfer. Die erste Kirche an dieser Stelle (eine Burgkapelle), stammt aus dem Jahr 1328. Die erste grundlegende Renovierung nach dem Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1977 / 1978, die letzte Renovierung erfolgte 2002 / 2003. Zum Adven

t 2012 wurden die Kirchenbänke eingelagert, so dass sich nun ein Wechsel zwischen freiem Raum und loser Bestuhlung ergibt. Altar und Ambo stehen sich in der sonntäglichen Eucharistie gegenüber und sorgen so für eine Spannung zwischen Wort und Brot, Verkündigung und Mahl. auch:http://www.pastoralverbund-hamm-mitte-osten.de/pdf/broschuere_raum-fuer_2013.pdf

Ostern 2026 Mt 28, 1-10Er ist nicht hier! Sagt der Engel zu den Frauen.Auch dieser kurze Satz ist Osterbotschaft.Ostern ...
05/04/2026

Ostern 2026 Mt 28, 1-10
Er ist nicht hier! Sagt der Engel zu den Frauen.
Auch dieser kurze Satz ist Osterbotschaft.
Ostern schauen wir zunächst ins Leere.
Da, wo die Frauen Jesus vermuten,
zumindest das, was von ihm übrig geblieben ist, ist Nichts.
Die Frauen weichen der Leere nicht aus.
Sie tut weh.

Wir kennen das, wenn wir trauern;
wenn eine vertraute Stimme nicht mehr zu hören ist,
wenn ein Stuhl leer bleibt.
Und wir wissen, wie die äußere Leere der inneren entspricht;
wie wir selbst leer werden, Kräfte entschwinden, uns hohl fühlen,
ausgelaugt, wenn wir nur noch Hülle sind.
Das muss man sagen dürfen. Das muss sich äußern dürfen.

Er ist nicht hier! - Das sagt im Osterevangelium nicht irgendwer,
es sagt ein Engel.
Engel bringen Botschaften, die von Gott kommen.
Engel bringen Botschaften, die wir so nötig brauchen.
Vielleicht ist so manche Leere in uns, die wir verspüren,
beginnende Verkündigung.
Und jemand sagt uns: Dein Gefühl ist ja richtig.
Trau dem, was du wahr nimmst.
Lass dir nicht einreden, du müsstest anders fühlen,
und deine Gottesleere verleugnen.
Lass dir nicht einreden, Jesus sei da, wo Menschen ihn bewahren wollen.
Lass dir nicht einreden, das wiederholte Aufsagen seiner Worte
spräche (schon) für seine lebendige Gegenwart.

Den Gott von gestern findest du heute nicht!
Wir glauben nicht an den gestrigen, wir glauben an den heutigen.
Was gestern hielt, muss heute nicht mehr halten;
was gestern sprach, muss heute nicht mehr sprechen.
Aber du lebst heute.
Und darum geh und finde, was und wer dich heute anspricht,
was und und wer dir heute entgegen kommt und dir etwas zu sagen hat.

Das Weggehen der Frauen vom Grab
ist das hinter sich lassen alter Erfahrungen,
nicht weil sie nicht wahr und bedeutsam gewesen wären,
aber weil sie vergangen sind.
Die Leere wird vom Mangel zum Platzhalter für etwas völlig Neues.
Bei aller Rede von Nachfolge, die wir kennen:
Am Grab beenden die Frauen ihre Nachfolge an den verstorbenen Jesus,
und es ist die Voraussetzung dafür, dass der auferstandene Christus
ihnen entgegen kommt.
Kein Jubel bringt ihn herbei, kein noch so frommes Wort.
Er kommt, wo Menschen ihrer eigenen Wahrnehmung trauen
und eingestandene Leere wie ein Engel-Wort bewegt,
darauf zu hoffen, er werde sich zeigen.

Darum ist bei der großen Freude immer auch Furcht.
Darum ist bei aller Erfahrung von Erfüllung immer auch Leere.
Darum ist bei allem empfundenen Glück immer auch Schmerz.
Darum ist bei aller Zuversicht immer auch Zweifel.
Darum ist bei allem Ostern immer auch Karfreitag.

Und darum ergeht in diesem Evangelium gleich zweimal,
einmal durch den Engel, dann durch Jesus selbst das Wort an uns:
Fürchtet euch nicht!

Karfreitag 2026Manchmal reichen das Knien oder Stehen nicht aus.Die Liturgie kennt das Niederwerfen -gleich zu Beginn de...
04/04/2026

Karfreitag 2026
Manchmal reichen das Knien oder Stehen nicht aus.
Die Liturgie kennt das Niederwerfen -
gleich zu Beginn des Gottesdienstes heute.
Ohnmacht.
Am Boden liegen.
Es geht nichts mehr.
Der Boden unter den Füßen scheint weggezogen.
Liegenbleiben.
Alles vorüberziehen lassen.

Jesus warf sich im Garten Gethsemane vor seiner Kreuzigung zu Boden.
Last und Angst drücken nieder.
Am Boden liegen bedeutet erschöpft, besiegt oder geschlagen zu sein.
Erledigt. Kraftlos.

Mit Blick auf das Kreuz versagen unsere Erklärungen.
Wir versuchen nicht, Leiden wegzureden oder schönzusingen.
Das Leiden Jesu nicht - das Leiden anderer Menschen nicht -
unser eigenes Leiden nicht.
Wir spüren, dass wir - wie der Schöpfungsbericht sagt -
von der Erde genommen sind, dem Staub sehr nahe.
Und kennen und bekennen die Momente,
in denen wir am liebsten dem Erdboden gleich sind
oder in ihm versinken möchten.
Auf dem Boden gibt es keine Hierarchien mehr, keinen Stolz, keine Masken.

Der Karfreitag sagt:
Auf dem Boden findest du Jesus, er liegt schon da.
Du bist nicht allein.
Er erwartet dich in deiner tiefsten Tiefe.
Mit ihm wird der Boden nicht zum verschlingenden Loch,
sondern zum tragenden Grund.

Am Karfreitag sehen wir den leidenden und sterbenden Jesus,
und wir sehen alles menschliche
- vielleicht sogar alles geschöpfliche - Leiden und Sterben,
wir sehen des Lebens Tiefe.

Wer mit Gott tief unten ist,
muss vor den Mächtigen dieser Welt nicht mehr kriechen.
Er ist durch die Hölle gegangen.

Gründonnerstag 2026Momentaufnahmen halten manchmal mehr fest als einen Moment.Sie können wie ein Porträt Charakter ausdr...
03/04/2026

Gründonnerstag 2026
Momentaufnahmen halten manchmal mehr fest als einen Moment.
Sie können wie ein Porträt Charakter ausdrücken.
Das Wesen einer Person wird sichtbar, nicht nur ihre Oberfläche.
Das muss nicht unbedingt ein schönes Bild sein,
es geht nicht durch einen Hochglanzfilter -
stattdessen erzählt es Geschichte.
Ein KI Bild ist vielleicht für den ersten Blick ein Hingucker,
ein echtes Porträt bleibt im Herzen.
Es zeigt weniger, wie jemand aussieht, sondern wie jemand ist.
Es idealisiert nicht, es spiegelt wider.
Es hat Seele.

Wer ein gutes Porträt erstellen will,
zwingt den Menschen nicht in eine bestimmte Pose.
Es geht nicht um das ewig gleiche Setting.
Stattdessen kommt es darauf an, einen Raum zu eröffnen,
wo jemand loslassen und Masken absetzen kann,
wo nach außen dringt, was im Menschen ist.

Der Gründonnerstag, insbesondere das Evangelium von der Fußwaschung,
ist als Momentaufnahme ein echtes Porträt.
In diesem Bild ist ungefiltert bewahrt, wie Jesus ist.
Im Abendmahlssaal und bei vielen anderen Gelegenheiten
war offensichtlich der Raum, wo das Innerste Jesu erlebbar,
wo sichtbar wurde, was in ihm ist.

Die Jünger allerdings hatten ein anderes Setting vor Augen:
Der Herr, also Jesus, lässt sich die Füße waschen und bedienen.
Der Meister steht oben.
Dieses ewig gleiche Setting durchbricht Jesus.
Fußwaschung ist kein hübsches Ritual,
sondern die Arbeit derer, die ganz unten standen.
Jesus zeigt, wo er sich sieht und wie er sich versteht.
Petrus scheint es - ebenfalls in einem Moment - zu erahnen,
dass hier ein ganzes Weltbild zerbricht,
und dass man mit Jesus nicht groß raus kommt.
Die großen Einzüge bei feierlichen Gottesdiensten -
sind sie nicht das krasse Gegenbild zum Jesus der Fußwaschung?
Gründonnerstag sehen wir den, der sein Gewand ablegt,
nicht den, der sich eine Mitra aufsetzen lässt
oder mit Titeln dekoriert ist…

Jesus liegt es fern, dafür bewundert und beweihräuchert zu werden.
Bewundern schafft immer Distanz.
Eine stehende Ovation ist nicht sein Ziel.
Er spricht davon, ein Beispiel zu geben.
Beispiele sind Gebrauchsanweisungen.
Es ihm gleich zu tun ist die einzige Form wahrer Verehrung.

Füße zeigen wir nicht so gern.
Der beste Nagellack überdeckt keine Hornhaut, keine Narben und Risse.
Füße sind intime Körperteile.
Jemandem die Füße zu waschen, bedeutet,
ihn dort zu berühren, wo er ungeschützt ist, wo er nicht glänzt.

Die Momentaufnahme des Jesus des Gründonnerstags,
diese Wesensoffenbarung, lädt mich ein,
mich von Jesus berühren zu lassen wie ich bin.
Ich muss mich nicht verstellen, nicht aufhübschen, nicht schminken,
nicht rein waschen.
Und wir sehen Jesus, der es ebenso wenig tut.
Der sich zeigt wie er ist, nicht in die Rolle des Dienenden schlüpft,
sondern Dienender ist.

06/12/2025

Wer in diesen Tagen die St. Agnes-Kirche in Hamm betritt, kann an ihr nicht vorbei – und er wird an ihr auch nicht vorbei wollen: In der Adventszeit eine Krippe zu betrachten, eine ganz außergewöhnliche zudem, ist für einen Christen ein freudiges Erlebnis. Die Darstellung von „Bethlehems Stal...

21/10/2025

weiter geht es in 2026:

21/10/2025

weiter geht es in 2026

12/10/2025

Milieu- bzw. Stationskrippe
Das Wort „Milieu“ kommt aus dem französischen und bedeutet so viel wie „Mitte, Umgebung, …“ und steht in einer „erzählenden“ Krippe vom 1. Advent bis zum 02.02. für den Handlungsort bzw. den Schauplatz dieser Erzählung. In einer Milieukrippe wird die Menschwerdung Jesu (so wie in den Evangelien berichtet) von der Verkündigung durch den Engel Gabriel bis zur Darstellung des Herrn in einer entsprechen Umgebung (Standbilder) und mit orts- und umgebungsbezogenen Persönlichkeiten widergespiegelt, um zu vermitteln, dass Weihnachten unmittelbar etwas mit mir zu hat.“
So beschreibt Benjamin Marx, der „Erfinder“ und Gestalter der Milieukrippe in Lyskirchen in Köln (https://www.krippe-online.de) das Konzept der weit über Köln hinaus bekannten und geschätzten Krippeninszenierung, die zur Weihnacht 2024 auch ideengebend war für eine weitere Milieukrippe in Saarbrücken.
In den Darstellungen wird alles gleichzeitig: die Erzählungen um die Geburt Christi werden mit Personen der Geschichte und des Ortes, wo die Krippe steht, konfrontiert. Alle lassen sich anrühren. Politische und aktuelle Themen werden über Symbole, kurze Texte oder auf andere kreative Weise jährlich wechselnd aufgegriffen.
Erlebbar wird, dass Weihnachten kein Geschehen in der Vergangenheit ist und sich die Fleischwerdung des Wortes in unseren Herzen vollziehen will. Wöchentlich wechselnde Darstellungen von Anfang Advent bis zum Fest Darstellung des Herrn vermitteln Erzählungen der Heilsgeschichte und klopfen sie gleichzeitig auf Relevanz für die Gegenwart ab.
Sie locken Menschen zum Schauen, weil es Gemüt und Verstand in gleicher Weise anspricht, weil visuelle Eindrücke zur tieferen Auseinandersetzung einladen. Diese Krippendarstellung birgt starke katechetische Potentiale, vermittelt zahlreiche Sinneseindrücke und kann jährlich wiederkehrend ein starker Magnet sein.
In St. Agnes entsteht unter Begleitung und in Zusammenarbeit mit Benjamin Marx aus Köln eine Milieukrippe (oder Stationskrippe, weil zu bestimmten Festen oder Anlässen im Jahr einzelne Stationen aufgebaut werden). Figuren auf Stelen kommen möglichst mobil zum Einsatz, um den ganzen Kirchenraum „bespielen“ zu können. Als betrachtende Person stehe ich darum nicht außen vor, ich bin nicht zuschauend, sondern bin Teil einer Bewegung von Menschen, die sich aufmachen.

Die große Darstellung adventlicher und weihnachtlicher Motive beginnt am 1. Advent 2025. Dabei kommen verschiedene Geschichten ins Bild, unter anderem auch die alttestamentliche Geschichte von Joseph und seinen Brüdern. Nähere Informationen: pv-hamm-mitte-osten.de. Gruppenführungen sind ab dem 1. Advent gern möglich.

Kleiderrückgabe Franz von Assisi vor dem Abdruck einer Arbeit von Georg Schnitzlereine weitere Station der sich in St. A...
28/09/2025

Kleiderrückgabe Franz von Assisi vor dem Abdruck einer Arbeit von Georg Schnitzler
eine weitere Station der sich in St. Agnes entwickelnden Milieukrippe in Zusammenarbeit mit Benjamin Marx aus Köln

Franziskus wird 1181 in Assisi geboren.
Sein Vater Pietro Bernadone war ein reicher Tuchhändler.
Franziskus möchte ein anderes Leben führen.
Auf dem Marktplatz gibt er seinen Eltern
buchstäblich das letzte Hemd zurück.
N***t und bloß steht er da und verlässt Assisi.

Franziskus trennt sich von seinem Vater
und von all dem, was ihn mit ihm verbindet,
was ihn einhüllt, verhüllt, einkleidet, verkleidet.
Franziskus merkt, dass er in den Fußstapfen seines Vaters
nicht der sein kann, der er ist, der er sein will.
Er will sich nicht verstellen, verbiegen.

Franziskus versteht sich von der Szene auf dem Marktplatz an
einzig als Sohn des himmlischen Vaters.
Er lässt alle Abhängigkeiten hinter sich.

Wer ist der wirklich N***te, der Bloßgestellte, der Entlarvte?
Der, der nichts an hat, oder der,
der sich hinter kostbaren Gewändern versteckt und darin verbirgt?
Der sich ungeschützt zeigt und angreifbar macht - oder der,
der sich panzert und sich darauf verlässt,
was wir umgangssprachlich nennen: Kleider machen Leute?

Unsere Szene zeigt,
wie Franziskus seinem Vater die Kleidung zurück geben will.
Er löst sich.
Eine weitere Nabelschnur wird durchtrennt,
ähnlich wie bei der Geburt.
Ein Weg in die Weite beginnt. Eine Ent-Scheidung.
Ein ungeschützter Aufbruch.

Im Hintergrund ist ein Bild von Georg Schnitzler zu sehen,
eine im Original 5 x 3 m große Arbeit mit dem Titel:
„the world we knew so far“ (die Welt, die wir bisher kannten).
Der abgebildete Mensch lässt alles zurück,
es wirkt wie ein Stürzen, ein am Boden liegen,
ein zugrunde gehen,
um gut gegründet neu aufzustehen.

23/04/2025
20/04/2025
Zu Ostern fertig geworden: die alten Glocken zum Anschlagen, der alte Brunnen, Sitzmöglichkeiten, Verweilen. Dank an Gre...
19/04/2025

Zu Ostern fertig geworden: die alten Glocken zum Anschlagen, der alte Brunnen, Sitzmöglichkeiten, Verweilen. Dank an Gregor Schulte, Möhnesee.

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Büderstraße 45
Hamm
59065

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