30/03/2026
Das Programm der traditionellen „Tenebrae zum Gründonnerstag“ am Donnerstag, den 2. April um 21.00 Uhr in der Liebfrauenkirche enthält nicht weniger als eine kleine musikalische Sensation: Eine nicht für möglich gehaltene Entdeckung ließ die Musikwelt vor wenigen Monaten aufhorchen: Zwei bislang unbekannte Werke aus der Feder des jungen Johann Sebastian Bach ließen sich eindeutig identifizieren. Es handelt sich um zwei Frühwerke für ein Tasteninstrument, beide sind in der Form der Chaconne, einer Variationsfolge über eine gleichbleibende Bassmelodie komponiert. Die Entdeckung dieser Werke in einer Bibliothek in Brüssel gilt als bedeutendster Fund von Bach-Werken in der jüngsten Musikforschung. Eine Premiere wird es auch für das neue zweimanualige Cembalo sein, das vor einigen Wochen in Spanien als Kopie eines flämischen Instrumentes fertiggestellt wurde und zum ersten Mal in der Liebfrauenkirche erklingen wird. Solist am Cembalo ist Johannes Krutmann. Neben weiteren Werken Bachs erklingen Kantillationen aus den Klageliedern des Jeremia, die von Wiebke Caspari (Sopran) gesungen werden.
In den Gottesdiensten zu den Festtagen des so genannten Ostertriduums singt die Liebfrauenkantorei an Gründonnerstag um 19.00 Uhr und am Karfreitag um 15.00 Uhr a ca****la Werke u. a. von Thomas Tallis und Tomas Luis de Victoria. Zusammen mit dem Bläserensemble „Classic Brass Ruhr“ steht festliche Musik für Chor und Bläser in der Osternacht am Samstag, den 4. April um 21.00 Uhr auf dem Programm. Die Musik ist integraler Bestandteil der jeweiligen Gottesdienste, der Eintritt ist wie immer frei.
Eine Ausnahme gibt es für den Projektchor „Chor am Sonntag“, der statt des gewohnten Sonntags ausnahmsweise am Ostermontag (6. April) stattfindet. Singbegeisterte treffen sich um 10.00 Uhr im Altarraum der Liebfrauenkirche, um die Messe um 11.00 Uhr musikalisch mitzugestalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.