07/06/2026
Endlich können meine Füße wieder atmen! Bis zum Oktober weigere ich mich Strümpfe zu tragen und genieße die angewärmte Luft. Mein ganzer Körper entspannt sich noch mehr und umarmt die Sonnenstrahlen und ich verbringe gerne Zeit in Eisdielen. Zu meinem absoluten Luxus in Hamburg gehört es, mir im Sommer regelmäßig ein Eis - immer Nuss mit Sahne, frischer Erdbeersoße und weißen Schokostreuseln - zu gönnen und einen Cappuccino. So köstlich schmeckt mein Sommer in Eimsbüttel. Als ich auf der Insel Pellworm lebte, schmeckte er nach Salz auf meinen Lippen vom Mittagsbaden in der Nordsee. Wenn ich im Orient war schmeckte er nach Datteln und Mocca und in Norwegen, Schweden und Dänemark nach Softeis und Sonnencreme. Mein Sommer schmeckt immer nach dem Ort, an dem ich grad wohne oder bin. Er hat keinen spezifischen Geschmack, aber immer einen guten, der mir hilft, die nasskalten Winter mit einem inneren Lächeln zu durchwandern. Es sind nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten, die den Geschmack meines Sommers ausmachen. Es ist die Luft, die meine Haut schmeckt, die kühle des Grases, das meine Füße berühren, der leichte Wind, der meinen Körper umspielt und die Fröhlichkeit, die durch die Hansestadt weht. All das ist zurzeit der Geschmack meines Sommers. Ich bin dafür sehr dankbar und kann kaum fassen, dass ich das Glück habe, so viel zu spüren, zu schmecken und zu erleben. Ich danke GOTT, dass ich auch in diesem Jahr das Geschenk des Sommers erleben darf. Es ist nicht selbstverständlich. Ich nehme all die in Gedanken mit, denen der Sommer verwehrt ist und trage sie leicht und zart in meinem Herzen durch diese fulminanten, flirrenden und köstlichen Wochen.
Alexandra C. Hector, Pastorin