18/10/2017
Diese Mail hat mich heute leider erreicht. Im Zusammenhang mit den Äußerungen des Präsidenten auf der heutigen Pressekonferenz wird es zur Klärung Gespräche geben müssen:
Mein Name ist ... und ich nutze seit nunmehr 4 Jahren den
Raum der Stille. Ich bin konfessionslos und suche den Raum etwa 1-3x die Woche auf um dort stille Sitzmeditation zu verüben, meist 30-60 Minuten lang. In diesen Jahren habe ich immer wieder Großgruppen erlebt, die zur Mittag- bzw. Abendzeit dort ohne Anmeldung laute Gebete gehalten haben.
Ich habe das immer stillschweigend (im wahrsten Sinne des Wortes) hingenommen, da ich froh war dass es überhaupt einen solchen Raum gab und ich dorthin gehen konnte. Über die Jahre hat sich bei mir allerdings das Gefühl aufgedrängt, dass es nicht im Sinne der Idee hinter dem Raum der Stille sein kann, wenn dort laute Gebete in Gegenwart von Leuten verrichtet werden, die die Intention hinter diesen Gebeten eventuell nicht
teilen. Deswegen habe ich gestern erstmalig in Gegenwart von einer solchen Großgruppe während eines lauten Gebetes um Ruhe gebeten. Meiner Bitte ist nicht nachgekommen worden. Als ich den Raum verlassen hatte, bin ich von einem Teil der Gruppe auf mein Verhalten angesprochen worden. Sie
haben mir erklärt, dass das laute Gebet für diese Glaubensrichtung um diese Zeit notwendig sei. Ich habe daraufhin erwidert, dass ich es für gegen die Regeln des Raums der Stille halte, wenn dort unangemeldet laut gebetet wird. Daraufhin wurde mir nahegelegt, den Raum zu Zeiten
aufzusuchen, wo sich diese unangemeldeten Großgruppen nicht dort aufhalten. Daraufhin habe ich mich eingeschüchtert gefühlt und es vorgezogen, keine weitere Diskussion mit dieser Gruppe zu führen, da ich nicht das Gefühl hatte das diese auf fruchtvollem und respektvollem Boden stattfand. In Zukunft werde ich den Raum der Stille nicht mehr aufsuchen
und möchte die Betreiber des Raumes über diesen Vorfall in Kenntnis setzen. Mit besten Grüßen,