Herrnhuter Brüdergemeine Hamburg

Herrnhuter Brüdergemeine Hamburg Gottesdienste: in der Regel in Hamburg jeden 2. Sonntag im Monat
in Hannover jeden 1. Sonntag im Monat

04/02/2021

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Psalm 34,19

Neulich öffnete ich meine Herzenstür.
Da stand plötzlich Gott vor mir.
„Du?“, fragte ich.
„Ich wohne hier!“, sagte er, drängelte an mir vorbei,
holte sich ein Getränk aus dem Kühlschrank
und lümmelte sich aufs Sofa.

Ich schloss verwirrt die Tür und ging ihm nach.
„Aber …“, sagte ich,
„was ist denn mit all den anderen da draußen?
Da sind ziemlich viel gebrochene Herzen,
die dich im Moment mehr brauchen als ich!“

„Das lass mal ruhig meine Sorge sein!“
Er atmete tief ein und nahm einen großen Schluck.
„Vertrau mir. Ich bin den anderen genauso nah wie dir.“

‚Alle Herzen der Menschen sind Gottes Wohnungen …’,
sann ich Wort für Wort vor mich hin.

„Genau“, sagte Gott.
„So bin ich allen nah. Und sogar der Nächste.“

Er nahm noch ein Glas,
gab es mir und schenkte voll ein.
Ich trank und dachte:
‚Sollte man weitererzählen, sowas!
Es findet sich sicher ein Herz, das das versteht …’

18/06/2020

Eine neue kulturelle Errungenschaft:
Der Dis-Tanz.

Tanzdiele sind viele öffentliche Räume.
Auch Kirchen - und auch unsere Kirchen.

Ja, wir bitten zum Dis-Tanz,
treten uns nicht auf die Füße,
verletzen uns nicht gegenseitig.
Die Schrittfolgen sind einfach und einprägsam.

Und: Je mehr wir uns auf diesen Tanz einlassen,
umso näher kommt uns Gott.

Natürlich kommen auch die Traumtänzer zum Zuge,
aber wir achten schon auf Bodenhaftung.
Abheben soll niemand.
Damit auch niemand abstürzt.

Heilandskirche und Matthäuskirche,
jeden Sonntag um 11 Uhr.
Eine Dis-Tanzstunde dauert ca. 30 Minuten.

Wir sehen uns!

Ein Gruß zu Pfingsten aus den Brüdergemeinen im Norden von Deutschland...
28/05/2020

Ein Gruß zu Pfingsten aus den Brüdergemeinen im Norden von Deutschland...

Ein Beitrag zur Europawoche - Sterne in der Europaflagge
07/05/2020

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Ein Gruß in eure Wohnungen... Während schöner Tage hinausgehen, ist mit Abstand das Beste. 🤓
30/04/2020

Ein Gruß in eure Wohnungen... Während schöner Tage hinausgehen, ist mit Abstand das Beste. 🤓

neulich im Naturschutzgebiet Höltigbaum... Ein Gruß in die Wohnungen

03/04/2020

Gedanken zur Losung für Gründonnerstag:

„Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.“ Sacharja 8,21

Weit brauchen wir nicht zu gehen.
Wir können unsere Wege und Ausflüge derzeit auf dem Grundriss unserer Wohnungen planen.…
und wieder wird einmal mehr deutlich:
Es kommt auf die kleinen Schritte an!

Wollen wir also zu Gott, haben wir es in diesen Tagen leicht:
Sich hinsetzen,
Kerze anzünden - zwar nicht nötig, aber ein schönes Zeichen -
zur Ruhe kommen…
Mehr braucht es nicht.

„Lasst uns…“!
Es ist eine Aufgabe für uns, als Gemeinschaft.

Uns als eine Gemeinschaft zu verstehen,
die diese Aufgabe gemeinsam angeht…,
das ist verteilt über die Wohnzimmer des Landes nur schwerlich spürbar.
Und dennoch sollten wir uns als Gemeinde verstehen
im Geiste vereint,
weil es eben zur Zeit nicht anders geht.

Übrigens: Zur Not geht auch so etwas Spezielles wie Abendmahl zuhause. Auch allein!
Unlängst erzählte jemand von einer tief spirituellen Erfahrung beim Sonntagsfrühstück vor dem Fernseher:
Als während des Essens die Einsetzungsworte im Fernsehgottesdienst gesprochen wurden,
wandelte sich der Charakter der Mahlzeit.
Und Gott war fühlbar anwesend,
zuhause.
Also: Wirklich niemand muss am Gründonnerstag auf das Abendmahl verzichten.
Dass dann kein ordinierter Gemeinhelfer zugegen ist, der die Einsetzungsworte spricht… macht nichts!
Denn die Einsetzungsworte hat Jesus gesprochen. Wir können sie lesen und bei diesem Mahl an das Leiden und Sterben Jesu denken - und daran, dass er das Leid überwunden hat und lebt.
Deckt euch einen schönen Abendbrottisch, mit Oliven, Brot, Wein und anderen Zutaten, entzündet eine Kerze und lest beim Mahl die Geschichte vom Abendmahl mit den Einsetzungsworten (Matthäus 26,17-29) mit anschließendem Vaterunser
- und zum Abschluss der Mahlzeit lest Psalm 111 und sprecht ein Segenswort: „Gott ist bei uns!“, das mit „In Jesu Namen. Amen“ beantwortet werden kann.

Wenn wir nur kleine Schritte machen können, macht Gott die kleinen Schritte zu großen.
Wir teilen allesamt das gleiche Schicksal und müssen daheim bleiben.
Aber es eint uns eben dieses Schicksal zu einer Gemeinschaft im Geist.
Und Gott ist bei uns - heute und alle Tage. „Gelobet sei der da kommt im Namen des Herrn!“

Die Aussicht, dass Gott sich auf ewig mit uns verbindet,
macht Mut und gibt Hoffnung, dass das letzte Wort über unser Leben Gott hat.
Der lebendige Gott.
Die Macht des Todes gerät ins Wanken allein schon dadurch,
dass wir darauf hoffen - und trotz der schwierigen Umstände kleine Schritte machen können!

Stefan Richter

19/03/2020

Impuls zur Tageslosung vom 20.3.

Der HERR deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes. Psalm 27,5

Schutz in böser Zeit. Genau das.

In seiner Hütte?
Im Moment bietet Gott mir Deckung, wenn ich zuhause bleibe.
Deshalb sind seine Hütten, die Gotteshäuser, momentan geschlossen.
Nächstenliebe heute: Distanz halten.

Und Zelte?
Schauen wir im Geiste doch mal in eines hinein -
z.B. in ein Zelt so einer Zeltstadt für Geflüchtete:
Menschen in Not,
in ihren Gesichtern ist der leidende Gott erkennbar.

Gott hat sein Zelt nicht abgebrochen.
Er ist bei allen Menschen unter seinem weiten Himmelszelt.
Und Gottesdienst ist jeden Tag, rund um die Uhr.

Schutz in böser Zeit - da können wir alle mitmachen:
Distanz wahren und heute mal für Menschen danken, die in Nahdistanz arbeiten müssen:
Ärzte, Pflegepersonal… in den Flüchtlingslagern und hier bei uns.
Und die KassiererInnen im Supermarkt…

Und wenn ihr einen dieser Leute kennt: Ruft sie an und sagt, dass sie großartig sind!
Sowas macht stark.

Stefan Richter

12/01/2020
we are all invited! make sure if you're in Switzerland that you take notice of this invitation. And if you're free, just...
20/11/2019

we are all invited! make sure if you're in Switzerland that you take notice of this invitation. And if you're free, just be there!

29/09/2019

Impuls zur Tageslosung vom 30.9.:

Erschöpft sitzt er da.
Er starrt glasig auf den Boden vor seinen Füßen.
Zeltplanen flattern im Wind.
Im Lager herrscht Ruhe.
Jedenfalls jetzt grad.

Was er denken soll?
Er weiß es nicht.
Man hatte ihm klargemacht, dass er nicht viel zu erwarten hatte.
Nicht hier. Bei uns.

Er war geflohen.
Aus seiner Heimat.
Krieg herrschte dort.
Seinen Vater hatte man verprügelt und ins Gefängnis gesteckt.
Er hatte Missstände angeprangert.
Seine Brüder hatten sich den Aufständischen angeschlossen.
Um herauszubekommen, wo sie sich aufhielten, hatten die Schergen des Machthabers seine Mutter mehrmals vergewaltigt.
Er hatte es nur aus Erzählungen. Ihre Schreie hört er aber trotzdem.

Weg.
Er musste dort weg.
Denn sie waren längst schon auch hinter ihm her.
Die Flucht war beschwerlich. �Jetzt steckte er im Nirgendwo in irgendeinem Zeltlager.
Alle Hoffnung dahin.

Geweint?
Hat er schon lange nicht mehr.
Und dennoch hört er sich beten:

Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie. Psalm 56,9

Stefan Richter

Adresse

Winterhuder Weg 132
Hamburg
22085

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