27/08/2026
Ich habe in diesem Sommer ein altes Hobby neu entdeckt: Tischtennis. Früher als Kind hatten wir eine Tischtennisplatte im Garten und ich habe mit meiner besten Freundin stundenlang gespielt – Ping Pong, Ping Pong. Das Geräusch des Tischtennisballs auf der Platte habe ich noch genau im Ohr. Und ich verbinde damit bis heute Spaß und Entspannung.
Darum habe ich mich auch gefreut, als meine Kinder vor einigen Wochen Tischtennisschläger gekauft haben. Einen Garten mit eigener Tischtennisplatte haben wir nicht. Also haben sie nach öffentlichen Tischtennisplatten gesucht. Und nach einer Weile sind sie fündig geworden und haben die perfekte Platte gefunden:
mitten in der Stadt und trotzdem versteckt, auf einem Spielplatz zwischen altem Elbpark und Reeperbahn, unter Bäumen, die Schatten spenden. Ich war erstaunt dort so eine Oase der Ruhe zu finden. An lauen Sommerabenden hört man im Hintergrund den Trubel vom Dom auf dem Heiligengeistfeld und auch mal die Schiffe im Hafen tuten. Und ansonsten nur unser Ping Pong, Ping Pong.
Für mich eine wunderbare Entspannung nach einem vollen Tag. Ich bin dankbar, dass es solche versteckten Oasen in unserer Stadt gibt – Orte, die mich aufatmen und durchatmen lassen, wenn die Hektik der Stadt und des Alltags mir zu viel wird.
Und wenn ich gerade niemanden habe zum Tischtennisspielen, setzte ich mich auf die Bank neben der Platte, schaue nach oben in die Baumkrone und denke:
Danke, Gott, wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.
Bestimmt gibt es so eine Oase auch bei Ihnen um die Ecke – ein kleiner Park, ein Spielplatz oder eine Bank im Schatten, um eine Pause zu genießen – schauen Sie sich doch mal um in Ihrem Stadtteil! Und vielleicht hören Sie dann sogar ein entspannendes Ping Pong, Ping Pong.
/ Pastorin Julia Atze in "Kirchenleute heute" auf NDR Hamburg Hauptkirche St. Michaelis