03/06/2026
Ab Juli müssen Besuchende vom Kölner Dom 12 Euro Eintritt bezahlen – ausgenommen sind Menschen, die einen Gottesdienst besuchen oder ein persönliches Gebet sprechen möchten. Für bestimmte Personengruppen wird es darüber hinaus Vergünstigungen geben.
Die Instandhaltung des Unesco-Weltkulturerbes kostet täglich 44.000 Euro, wie ZEIT berichtet. Der Eintrittspreis sei notwendig, um die Kosten für Schutz und Pflege der Kathedrale weiter sicherstellen zu können. Trotzdem stößt das Vorhaben unter anderem bei den Anwohner*innen nicht nur auf Verständnis.
Auch Ev.-Luth. Kirchenhäuser verlangen teilweise Eintritt, wie beispielsweise der Berliner Dom. Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, hält eine Eintrittsgebühr für große Kirchen zwar für bedauerlich, aber nachvollziehbar, wie er gegenüber der epd im Interview sagt: „Zum einen braucht es neue Finanzquellen, um diese Kirchen zu erhalten, zum anderen schadet ein nachlässiger Over-Tourismus diesen Kulturschätzen. Ich halte eine maßvolle Eintrittsgebühr für angemessen.“
Wie seht ihr das? Sind Eintrittsgelder notwendig, um wichtige Bauten wie den Kölner Dom bei der Instandhaltung zu unterstützen? Oder sollte das Verlangen von Abgaben für Orte des Gebets und der Einkehr eine Grenze sein, die wir nicht überschreiten sollten? Schreibt es in die Kommentare!