04/05/2026
„Kultur auf´m Kahn“ im Binnenhafen, Teil 4 am Sonntag, 10. Mai 2026, 16.30 Uhr an Bord der Flussschifferkirche
„Wer war Lili Marleen?“ – Geschichten rund um den Dichter Hans Leip vorgetragen und erzählt von Uwe Michelsen
Im Zentrum dieses Sonntags steht das berühmte Gedicht und Lied „Lili Marleen“ von Hans Leip (1893 – 1983), das u.a. in der Interpretation von Lale Andersen und Marlene Dietrich berühmt wurde.
Uwe Michelsen erzählt mit Tonbeispielen von der Entstehungsgeschichte des Liedes „Lili Marleen“ und vom Leben seines Schöpfers in der Boheme. Leip, von Beruf Lehrer für Sport und Religion, wandte sich früh der Schriftstellerei zu. Er war aber nicht nur Dichter und Schriftsteller. Er betätigte sich auch erfolgreich als Maler und Grafiker. Seine Illustrationen wurden u.a. im „Simplicissimus“ veröffentlicht.
Uwe Michelsen stellt viele Beispiele aus dem umfangreichen literarischen Werk (Romane, Gedichte, Theateresstücke, Filmdrehbücher) von Hans Leip vor (z.B. Kleine Hafenorgel) und ordnet sie historisch und biografisch ein.
Sein Programm zu Hans Leip ist ein passender, interessanter und lebendiger Abschluss des Hafengeburtstags.
2026 lädt die Flussschifferkirche insgesamt siebenmal zu inspirierenden Kulturerlebnissen im Rahmen von „Kultur auf`m Kahn“ ein. Unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler werden an sieben Sonntagen um 16:30 Uhr ihr Programm an Bord von Deutschlands einziger schwimmender Kirche, einem umgebauten Frachtkahn, präsentieren.
Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht. Einlass ab 16.15 Uhr, da vorher ein Gottesdienst stattfindet.
Anmeldung nicht erforderlich, Reservierung nicht möglich.
Zu Uwe Michelsen:
Der gebürtige Flensburger wuchs in Hamburg auf. Dem Studium der Theologie folgten einige Jahre als Pastor folgte schließlich eine Karriere beim NDR: Zunächst nebenamtlich mit Reportagen und plattdeutschen Morgenandachten im NDR-Hörfunk, 1980 - 2011 festangestellt als Redaktionsleiter für „Religion und Philosophie“ beim NDR-Fernsehen, wo er 1992 u.a. die Moderation und Redaktionsleitung von „Talk op platt“ übernahm.
Auf norddeutschen Kleinkunstbühnen, Kreuzfahrtschiffen und in Kirchen regelmäßige Präsenz mit kulturellen Vorträgen und Rezitationen aller Art (von Matthias Claudius bis Hans Leip, von Brecht bis Ringelnatz). Dabei immer wieder auch plattdeutsche Lesungen. Literarische Veröffentlichungen u. a. ein Adventskalender op platt und die Übertragung der bekanntesten Märchen Hans-Christian Andersens aus dem Dänischen ins Niederdeutsche. Mitglied im Plattdüütschroot för Hamborg. Regelmäßig als Pastor im Ehrenamt auf diversen norddeutschen Kanzeln op hoch oder platt - von der Flusi bis Bergstedt, zwischen Altona und Zollenspieker. My home (Hamburg Lemsahl-Mellingstedt) is my castle.