08/03/2026
Am Internationalen Frauentag denken wir an Frauen, die Ungerechtigkeit widersprechen – leise oder laut, sichtbar oder unsichtbar.
Schon auf den ersten Seiten der Bibel begegnen wir zwei solchen Frauen: Schifra und Pua, Hebammen in einer gefährlichen Zeit. Der Pharao sieht, dass das Volk Israel zahlreicher wird. Er bekommt Angst vor Konkurrenz, Angst, seine Macht zu verlieren. Und aus dieser Angst heraus ordnet er etwas Grausames an: Die neugeborenen Jungen sollen sterben. Doch Schifra und Pua handeln anders.
Die Bibel sagt: „Die Hebammen aber fürchteten Gott und taten nicht, was der König ihnen befohlen hatte.“ (Exodus 1,17) Sie schützen das Leben mit ihrer Erfahrung und ihrem Mut, sie widersetzen sich still und klar, finden eine kluge Ausrede für den Pharao und folgen ihrem Gewissen statt der Angst. Und dann heißt es: „Weil die Hebammen Gott fürchteten, segnete er ihr Tun.“ (Exodus 1,20–21)
Mit hat mal jemand gesagt, Mut ist Angst plus der nächste Schritt. Mut verändert hier etwas: Kinder leben. Gewalt wird unterbrochen. Zwei unscheinbare Frauen setzen eine Geschichte des Lebens fort.
Mut beginnt im Alltag – mit Entscheidungen, die niemand sieht. Mit einem „Nein“, das das Leben schützt. Mit einer Haltung, die stärker ist als Angst und Macht.
Gott sieht diesen Mut. Damals. Heute. Morgen.
Du willst mehr Frauen aus der Bibel kennenlernen? Dann schau mal bei den Evangelischen Frauen Mitteldeutschland vorbei. Im Adventskalender 2025 gab es 24 Türchen dazu.
An welche mutigen Frauen denkst du heute?