15/05/2025
„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ (J 13,34) Ich bin sicher, dass wir uns alle über die Wahl des neuen Papstes Leo XIV. sehr gefreut haben. Als wir diese frohe Nachricht am Donnerstagabend, den 8. Mai, in der Kirche in Schönfeld empfangen haben, sangen wir gleich Te Deum „Großer Gott wir loben dich…“ und ließen die Kirchenglocken lange läuten. Robert Francis Prevost aus Chicago ist der 267. Papst der Kirchengeschichte – und erstmals stammt ein Papst aus den Vereinigten Staaten. Wie der Bruder des neuen Papstes erzählt, wollte Robert Prevost schon als Kind Priester werden. Andere Kinder spielten Puppen, sein Bruder wollte "Priester" spielen. "Und so nahm er das Bügelbrett unserer Mutter und legte ein Tischtuch darüber, und wir mussten zur Messe gehen. Er hat das sehr ernst genommen und Gebete sowohl auf Latein als auch auf Englisch gekannt." Schön, dass der Traum des kleinen Robert in Erfüllung gegangen ist. Ich fand auch sehr berührend, dass unser neuer Papst in seiner ersten Ansprache den Gedanken von der Architektur und von der Anordnung des Petersplatzes aufgegriffen hat, um seine Vision der Kirche zu zeigen. Er sagte: „Wir müssen gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir eine missionarische Kirche sein können, eine Kirche, die Brücken baut, den Dialog pflegt und stets offen ist, alle mit offenen Armen aufzunehmen, so wie dieser Platz, alle die unseres Erbarmens, unserer Gegenwart, des Dialogs und der Liebe bedürfen.“ Ja, Papst Leo XIV. will eine solche Kirche haben. Eine Kirche mit offenen Armen, um alle zu empfangen. Und welchen Auftrag haben wir als Christen in dieser Kirche? An diesen Auftrag erinnert uns Jesus im Evangelium dieses 5. Ostersonntags.
„Liebt einander!“ (J 13,34) Jesus macht seine Jünger und somit uns heute für die Erneuerung der Welt mitverantwortlich. Nur durch die Christen kann die Welt Christus erkennen: durch das, was sie sagen und was sie sind.
Ihr Pfarrer Damian Samulski