Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten

Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten Der Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten ist einer von 26 Kirchenkreisen in Westfalen.

Am zweiten Tag haben die Synoden der Kirchenkreise Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten gemeinsam getagt. Schließ...
14/06/2026

Am zweiten Tag haben die Synoden der Kirchenkreise Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten gemeinsam getagt. Schließlich stand das Thema "Vereinigung der beiden Kirchenkreise" auf der Tagesordnung. Hier Eindrücke des zweiten Synodentages.

Heute erster Tag der Frühjahrssynode unseres Kirchenkreises in Bottrop. Auf der Tagesordnung stand der Bericht des Super...
12/06/2026

Heute erster Tag der Frühjahrssynode unseres Kirchenkreises in Bottrop. Auf der Tagesordnung stand der Bericht des Superintendenten, Finanzangelegenheiten, einige einige Anpassungen unserer Finanzsatzung, ein Zwischenbericht über den Stand der Präventionsmaßnahmen sexueller Übergriffe in unserem Kirchenkreis und die Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes in unserer Region. Hier einige Impressionen des Tages. Und die Zusammenfassung des Berichtes unseres Superintendenten:

"Zukunft der Kirche im Blick

Mit einem bildhaften Einstieg hat Superintendent Steffen Riesenberg seinen Bericht vor der Kreissynode am Freitagabend eröffnet. Ausgehend von der aktuellen Diskussion um Parkplätze in Bottrop übertrug er das Bild des „Parksuchverkehrs“ auf die Situation der Kirche: „Wie lange fährst du rum, kurvst du durch die Stadt, auf der Suche nach einem guten und sicheren Ort zum Bleiben?“

Riesenberg verband diese Beobachtung mit einer grundsätzlichen Frage: „Wie viel Zeit und Mühe investieren wir, um eine gute und sichere Form für die Zukunft zu finden?“ Damit setzte er den Rahmen für seinen Bericht, der aktuelle Entwicklungen aufnahm und zugleich Perspektiven für die kommenden Jahre entwarf.

Zu Beginn erinnerte der Superintendent an den Neujahrsempfang in Gladbeck unter dem Motto „Wohlfahrt wirkt!“. Dort sei deutlich geworden, wie wichtig die Arbeit von Kirche und Diakonie für die Stadtgesellschaft ist. Der Beitrag der Wohlfahrtsverbände erlebe eine hohe Wertschätzung, betonte Riesenberg, und sei unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

In diesem Zusammenhang griff er auch den Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dorsten auf. Dessen Würdigung des kirchlichen Engagements gab er ausdrücklich weiter: Die Arbeit der Kirchen sei „so wertvoll, gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach Halt und nach Gemeinschaft suchen“. Dieses Engagement trage wesentlich zur Stabilität der Demokratie bei.

Raum nahm zudem das Gedenken an den verstorbenen Pfarrer Martin Rödel ein. Riesenberg würdigte ihn als „langjährigen Kollegen und Freund“, der die Entwicklung des Kirchenkreises über viele Jahre mitgeprägt habe. Sein Wirken sei geprägt gewesen von „Ausgewogenheit und Gründlichkeit“, insbesondere in der Pfarrstellenplanung. Der gemeinsame Abschied mit zahlreichen Teilnehmenden habe die Verbundenheit im Kirchenkreis eindrücklich gezeigt.

Im zweiten Teil seines Berichts wandte sich der Superintendent den Zukunftsfragen der Kirche zu. Dabei betonte er eine neue Dringlichkeit: „Wie wollen wir evangelische Kirche in unseren drei Städten sein – im Jahr 2040?“ Diese Frage müsse jetzt beantwortet werden. Ein bloßes „Weiter so, nur mit weniger Ressourcen“ werde nicht ausreichen.

Mit Blick auf die Entwicklung von Mitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen machte Riesenberg deutlich, dass grundlegende Veränderungen notwendig seien. Zugleich warnte er davor, notwendige Entscheidungen aufzuschieben: Das wäre „keine christliche Haltung zur Zukunft und verantwortungslos gegenüber denen, die das dann gestalten müssen“.

Zur geplanten Vereinigung der Kirchenkreise stellte er einen veränderten Ansatz vor. Statt den Zusammenschluss in den Mittelpunkt zu stellen, solle zunächst ein gemeinsames Arbeitsprogramm entwickelt werden. „Wir schlagen vor, den Druck aus der Frage der Vereinigung zu nehmen und uns zuerst den dringenden Fragen zu widmen“, erklärte Riesenberg. Eine Vereinigung allein löse keine strukturellen Probleme, da sie weder mehr finanzielle Mittel noch zusätzliche Stellen schaffe.

Inhaltlich skizzierte der Superintendent mehrere Arbeitsfelder für die kommenden Jahre. Dazu zählt die Weiterentwicklung pastoraler Teams und interprofessioneller Zusammenarbeit, ebenso wie die Förderung ehrenamtlichen Engagements. Zugleich betonte er die Bedeutung interkultureller Öffnung: Diese sei „kein Zusatz“, sondern gehöre zum Kern kirchlichen Handelns in einer von Migration geprägten Gesellschaft.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf neuen Strukturmodellen wie der „regiolokalen Kirchenentwicklung“. Dabei sollen lokale Verantwortung und regionale Kooperation stärker miteinander verbunden werden. Ziel sei es, kirchliches Leben vor Ort zu stärken und zugleich gemeinsame Angebote in der Region auszubauen.

Abschließend griff Riesenberg das eingangs genannte Bild erneut auf und verband es mit einer theologischen Perspektive. Die Suche nach einem tragfähigen Weg für die Kirche sei notwendig – zugleich sei das Entscheidende bereits gegeben: „Alles, was wir suchen, haben wir schon. Es ist schon da, mitten unter uns.“

Mit diesem Zuspruch ermutigte er die Synodalen, die anstehenden Veränderungen aktiv und gemeinsam zu gestalten.

Kreissynode tagt in BottropBottrop. Am kommenden Freitag und Samstag tagt die Kreissynode in Bottrop. Rund 80 Synodale a...
05/06/2026

Kreissynode tagt in Bottrop

Bottrop. Am kommenden Freitag und Samstag tagt die Kreissynode in Bottrop. Rund 80 Synodale aus Gladbeck, Bottrop und Dorsten kommen zusammen, um den Kirchenkreis zu leiten. Zu einer besonderen Tagung kommt es am Samstagvormittag in der Martinskirche, denn dann wird die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen zu Gast sein. Rund 200 Personen aus beiden Kirchenkreisen kommen am Gründungsort des früheren gemeinsamen Kirchenkreises Recklinghausen zusammen, um über die nächsten Schritte auf dem Weg zur Vereinigung der beiden Kreise zu beraten. Dazu wird die Recklinghäuser Superintendentin Saskia Karpenstein gemeinsam mit ihrem Gladbeck-Bottrop-Dorstener Kollegen Steffen Riesenberg einen Vorschlag machen. Berichte gibt es außerdem aus dem Recklinghäuser Zukunftsausschuss und aus beiden Finanzausschüssen. Am Samstagvormittag wird auch Bottrops neuer Oberbürgermeister Matthias Buschfeld zu einem Grußwort erwartet. Die gemeinsame Tagung beginnt um 9.00 Uhr in der Martinskirche, sie ist öffentlich.

Am Vorabend tagt die Synode Gladbeck-Bottrop-Dorsten allein. Um 16.00 Uhr beginnt der Abendmahlsgottesdienst vor der Tagung, die Predigt hält Pfarrerin Dr. Julia Durchgraf-Yüksel, Sie ist Schulpfarrerin an einer Gladbecker Realschule. Auf der Tagesordnung stehen Berichte von Superintendent Riesenberg, aus dem Diakonischen Werk und aus der Präventionsfachstelle.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wird Klimaschutzmanager Philipp Swiderski das fertige Klimaschutzkonzept vorstellen: Zwei Jahre lang hat er gemeinsam mit vielen anderen daran gearbeitet und kann nun die konkreten Maßnahmen vorstellen. Die Synode wird dann über die nächsten konkreten Schritte beraten.

Weitere Punkte auf der Agenda der Synode sind die Bestätigung der Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2018 und eine Nachwahl in den Kreissynodalvorstand. Die Presbyterin Dagmar Lachs aus der Ev. Kirchengemeinde Holsterhausen kandidiert als stellvertretendes Mitglied.

Zu allen Teilen der Tagung sind Gäste herzlich willkommen:

Freitag, 12. Juni 2026, 16.00 Uhr
Gottesdienst in der Martinskirche, Osterfelder Str. 11, 46236 Bottrop anschließend Tagung im Martinszentrum

Samstag, 13. Juni 2026, 9.00 Uhr
Gemeinsame Tagung beider Kreissynoden in Martinskirche und -zentrum

Die Kreissynode ist das höchste Gremium im Kirchenkreis. Sie tagt in der Regel zweimal im Jahr. Ihr gehören rund 65 stimmberechtigte und zahlreiche weitere beratende Mitglieder an. Der Superintendent erstattet jeweils zu den wesentlichen Themen einen Bericht.

Wunderbar gemacht!Mit einem Besuch in Dorsten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die bundesweite „Ehrentagswoch...
20/05/2026

Wunderbar gemacht!

Mit einem Besuch in Dorsten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die bundesweite „Ehrentagswoche“ eröffnet. Die Reise durch Deutschland steht im Zeichen des Grundgesetzes und des ehrenamtlichen Engagements. In Dorsten führte sie den Bundespräsidenten zunächst zu mehreren Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern – und mündete am Abend in einen ökumenischen Gottesdienst in der St.-Agatha-Kirche.

Zuvor hatte Steinmeier gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Stolpersteine gereinigt und damit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Im Jüdischen Museum Westfalen eröffnete er eine Ausstellung über den Alltag von Menschen mit Behinderungen im Licht der Grundrechte. Auch im „Grundgesetzladen“ begegnete er jungen Menschen, die sich mit Demokratie und Heimat auseinandersetzen. Eine Menschenkette durch die Innenstadt setzte schließlich ein öffentlich sichtbares Zeichen für Zusammenhalt.

Den Abschluss bildete die ökumenische Andacht unter dem Motto „Würde verbindet uns“. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Menschenwürde – und verband biblische Tradition, kirchliches Zeugnis und gesellschaftliche Verantwortung miteinander.

Schon zu Beginn wurde dieser Zusammenhang deutlich. In der Begrüßung hieß es, das Miteinander und der Respekt gegenüber allen Menschen entsprächen der christlichen Überzeugung, „so dass die Sorge umeinander und die Feier von lebendigen Gottesdiensten bei uns einen hohen Stellenwert haben“.

Im Zentrum des Gottesdienstes stand Psalm 139. Superintendent Steffen Riesenberg trug die bekannten Worte vor: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke“. Dieser Satz wurde zum Leitmotiv des gesamten Abends.

In seiner Kurzpredigt entfaltete Weihbischof Lohmann diesen Gedanken: „Du bist wunderbar gemacht. Ich bin wunderbar gemacht.“ Daraus folge eine klare Konsequenz: „Wer die Menschenwürde verletzt, handelt gegen Gott.“ Die Nähe zum ersten Artikel des Grundgesetzes wurde ausdrücklich benannt: Kirchen und Staat stünden gemeinsam dafür ein, dass „die Würde des Menschen unantastbar“ sei.

Zugleich blieb die Predigt nicht im Grundsätzlichen stehen. Sie erinnerte daran, dass dieses Versprechen immer wieder neu eingelöst werden müsse – angesichts von Ausgrenzung, Gewalt und Unrecht.

Ein starkes Zeichen setzten die Erstkommunionkinder der Gemeinde: Mit miteinander verbundenen bunten Tüchern bildeten sie einen Kreis – ein Bild für die Vielfalt der Menschen und ihre gemeinsame Würde. So wurde sichtbar, was zuvor gepredigt worden war.

Am Ende stand der Segen – gesprochen gemeinsam von evangelischer und katholischer Seite. „Möge die Straße uns zusammenführen“, hieß es in den Schlussworten. Ein Satz, der wie ein Echo auf den ganzen Tag wirkte: Begegnung, Verantwortung und gemeinsame Wege im Einsatz für die Würde des Menschen.

Auch der Bundespräsident knüpfte in seiner Ansprache an diese Linie an. Er würdigte das Engagement vor Ort und erinnerte daran: „Demokratie lebt nicht nur aus den Buchstaben einer Verfassung, sondern sie braucht Menschen, die sich für diese Demokratie einsetzen.“

Vor der Kirche wurde Bundespräsident Steinmeier von der Schützenkapelle Rhade mit Musik begrüßt, und wenig später stieg das Staatsoberhaupt winkend in die Limousine, die ihn zurück nach Berlin bringen sollte. Für die Mitwirkenden des Tages gab es vor der Kirche noch kalte Getränke und Currywurst – der Imbiss entging dem Bundespräsidenten.

BPA/SR

Trauer um Pfr. i.R. Hermann RodtmannDie Evangelische Kirchengemeinde Bottrop und der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-...
20/05/2026

Trauer um Pfr. i.R. Hermann Rodtmann

Die Evangelische Kirchengemeinde Bottrop und der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten trauern um Pfarrer i.R. Hermann Rodtmann. Der Theologe ist am 9. Mai im Alter von 91 Jahren gestorben.

Hermann Rodtmann kam 1989 als Pfarrer in die Gemeinde Bottrop-Altstadt. Er wirkte an der Martinskirche und wohnte im Pfarrhaus an der Grünewaldstraße. Pfarrer Rodtmann war ein Vordenker der internationalen Ökumene. Vor der Zeit in Bottrop hatte er in der Ökumenischen Werkstatt in Bethel gearbeitet. Als Bottroper Pfarrer brachte er sich in den Aufbau der Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Mashariki in Tansania ein – diese Kirchenkreispartnerschaft besteht heute seit über 35 Jahren.

Mit dem Ruhestand Ende 1996 folgte Hermann Rodtmann seiner Frau Hauke-Maria für einige Jahre nach Sambia, dort betreute sie einige Projekte der Gossner Mission. Zurück aus Afrika ließen die beiden sich in Bochum nieder. Dort ist Hermann Rodtmann nun verstorben.

Hermann Rodtmann war ein aufmerksamer Beobachter der Welt und der Menschen. Gerne fotografierte und malte er – und stellte seine Bilder auch aus. Bei einer Vernissage in Bochum ermahnte er die Gemeinde einmal: „Sehen sie nicht nur Sonnenuntergänge und folkloristisches Panorama an, schauen Sie auf die Menschen!“

Mit seiner Frau Hauke-Maria und der Familie trauern wir um Pfarrer Hermann Rodtmann und wissen ihn in den Armen Gottes geborgen, der die Menschen mit Liebe anschaut.

Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten
Pfarrer Steffen Riesenberg, Superintendent

Ev. Kirchengemeinde Bottrop
Pfarrer Dieter Naumann, Vorsitzender des Presbyteriums

Kunterbunter Auftritt bei Kirche mit KindernMit sehr viel Liebe zum Detail präsentierte sich das Team vom Kunterbunten D...
20/05/2026

Kunterbunter Auftritt bei Kirche mit Kindern

Mit sehr viel Liebe zum Detail präsentierte sich das Team vom Kunterbunten Dingsda erstmalig auf der Gesamttagung Kirche mit Kindern. Der Stand im Rhein-Sieg-Forum in Siegburg war wie ein kleiner Ausstellungsraum konzipiert, der für die Christlinge barrierefrei zugänglich war. Im Zentrum stand die große Messewand, die von vier Gitterwänden flankiert wurde. Mit kleinen Holzklammern waren daran Polaroids, Plakate und weiteres Anschauungsmaterial angebracht als Gesamtschau des kunterbunten Wirkens. So zeigten die Fotos z.B. einen bunten Querschnitt aus drei Jahren mit Logodor & Melissa. Dazu konnten sich die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher auf einem iPad ein Best-of-Video von dem blauen Außerirdischen und der Hertener Küsterin in Dauerschleife anschauen. Als Messetheke nutzte das Standpersonal den kunterbunten Flugzeugtrolley.

An zwei Tagen konnten Kristin Schittenhelm, Jugendreferentin in der Ev. Kirchengemeinde Gladbeck, und Jörg Eilts, Referent für Kommunikation / Neue Medien im Verband der Ev. Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen, zahlreiche Kontakte knüpfen und interessante Impulse für die eigene Arbeit sammeln. Unterstützt wurden die beiden von Logodor & Melissa, die auf dem Markt der Möglichkeiten sehr präsent waren und auch für den einen oder anderen Streich sorgten. Auch Fotograf Michael Bokelmann, der für die filmische Umsetzung der Videos verantwortlich ist, schaute am Freitag vorbei.

Bilder und Videos von der Gesamttagung finden Sie auch hier:

https://www.instagram.com/kunterbuntesdingsda

Foto: Logodor & Melissa hatten sichtlich Spaß auf der Gesamttagung Kirche mit Kindern in Siegburg. Im Hintergrund Jörg Eilts am kunterbunten Messestand.

Gottesdienste zeitgleich in Tansania und DorstenDie Freundschaft zwischen dem Kirchenkreis Mashariki in Tansania und dem...
20/05/2026

Gottesdienste zeitgleich in Tansania und Dorsten

Die Freundschaft zwischen dem Kirchenkreis Mashariki in Tansania und dem Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten wurde jüngst in Partnerschaftsgottesdiensten gefeiert: Zeitgleich trafen sich Gläubige in der Kreuzkirche in Dorsten-Hervest und in der Kirche von Ibura am Stadtrand von Bukoba, um die Partnerschaft zu bedenken, Informationen weiterzugeben und füreinander zu beten.

Der Superintendent des Kirchenkreises Mashariki, Pfarrer Godlove Marco, leitete den Partnerschaftsgottesdienst in Tansania. In seiner Ansprache erklärte Marco, dass diese nunmehr seit über 35 Jahren bestehende Freundschaft der Kirchenkreise und ihrer Menschen in verschiedenen Bereichen der Entwicklung und der sozialen Dienste weiterhin großen Nutzen bringe. Er führte aus, dass durch diese Zusammenarbeit vielen jungen Menschen der Zugang zu Bildung – von der Sekundarschule bis zur Universität – ermöglicht worden sei; zudem hätten einige Evangelisten dank der Unterstützung dieser deutschen Freunde Stipendien erhalten. Er hob weiter hervor, dass die Freundschaft zur Realisierung bedeutender Bauprojekte innerhalb des Kirchenkreises beigetragen habe, ebenso zur Gründung von Spar- und Kreditgruppen für Frauen sowie zur Unterstützung von Umweltschutzmaßnahmen, wie etwa Baumpflanzaktionen in verschiedenen Regionen der Diözese. Zudem habe die Partnerschaft es Gläubigen und kirchlichen Leitern ermöglicht, sich gegenseitig in Tansania und Deutschland zu besuchen – ein Austausch, der die geistlichen und sozialen Beziehungen zwischen den beiden Diözesen nachhaltig gestärkt habe.

Superintendent Marco nutzte die Gelegenheit, um dem Koordinator der Partnerschaftsstelle bei der Nord-West-Diözese, Herrn Aron Twinomukama, seinen besonderen Dank auszusprechen: Er würdigte dessen Engagement beim Aufbau und der Pflege der Freundschaft – insbesondere durch eine regelmäßige Kommunikation, die maßgeblich zur Stärkung der Solidarität und der Entwicklungszusammenarbeit beitrage.

In der Hervester Kreuzkirche predigte Pfarrer Klaus Göke, der im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten für die ökumenische Arbeit zuständig ist und die Partnerschaft seit Jahrzehnten begleitet. Er hatte eigens seine tansanische Albe und eine passende Stola mitgebracht. In seiner Predigt sagte Göke: „Das finde ich persönlich immer wieder schön zu erleben: wie wichtig der christliche Glaube ist, sowohl in Gladbeck und Bottrop und Dorsten wie in Mashariki. Wir können zusammen feiern und beten, wir können uns darüber austauschen, was der Glaube für unser Leben ausmacht. Wir können im Glauben voneinander lernen!“ Die Partnerschaft mache darüber hinaus auch eine politische Dimension deutlich: Der Einsatz für eine gerechte, gute und auskömmliche Verteilung der Lebensgrundlagen und Ressourcen sei eine Aufgabe für alle Christinnen und Christen. „Ein wichtiges gemeinsames Thema ist die Frage des Klimawandels, den wir sowohl in Deutschland wie in Tansania immer mehr spüren. Das Abschmelzen der Eiskuppe auf dem Kilimandscharo ist ein sichtbares Zeichen, dass sich unsere Erde immer mehr erwärmt. In Tansania fällt nicht mehr genug Regen. In Deutschland nehmen Starkregenereignisse ebenso zu wie Dürrephasen. Wir Menschen sind aufgefordert, Gottes gute Schöpfung zu bewahren.“

In den Fürbitten traten die Partner jeweils füreinander ein und vor Gott – übrigens nicht nur in den beiden Partnerschaftsgottesdiensten, sondern in allen Gottesdiensten, die an diesem Sonntag in den beiden Kirchenkreisen gefeiert wurden. Die Idee eines regelmäßigen Partnerschaftssonntags wurde beim letzten Besuch der tansanischen Partner in Deutschland verabredet, um auch das geistliche Fundament der Partnerschaft zu stärken.

Der Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten ist seit über 35 Jahren mit dem Kirchenkreis Mashariki in der Nord-West-Diözese der Ev.-Luth. Kirche Tansanias freundschaftlich verbunden. Neben gemeinsamen Projekten und der Verbindung über die Vereinte Evangelische Mission (VEM) stehen regelmäßige Besuche und eine aktive Teilhabe an Ereignissen im Partnerkirchenkreis im Zentrum der Arbeit.

Es gehört zum Wesen der christlichen Kirche, dass sie weltweit vernetzt ist – und das nicht nur mit Gemeinden des gleich...
09/05/2026

Es gehört zum Wesen der christlichen Kirche, dass sie weltweit vernetzt ist – und das nicht nur mit Gemeinden des gleichen Bekenntnisses. Hinter dem Begriff „Ökumene“ steckt das griechische Wort für „bewohnte Erde“ (oft im Sinne eines gemeinsamen Hauses gedeutet).

Unter dem Dach der Ökumene bündeln sich in unserem Gestaltungsraum viele internationale Kontakte. Das wurde bei der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirchenkreise Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten deutlich.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den Verbindungen zu den Partnerkirchenkreisen in Tansania. Gladbeck-Bottrop-Dorsten ist mit dem Jimbo la Mashariki (übersetzt: Kirchenkreis im Osten) verbunden, Recklinghausen mit dem Jimbo la Magharibi (Kirchenkreis im Westen). Die Gemeinden beider Partner liegen rund um den Viktoriasee im Nordwesten Tansanias.
Die Partnerschaften werden durch regelmäßige gegenseitige Besuche gepflegt; in der Regel können alle zwei Jahre Delegationen begrüßt werden. Das Internet, WhatsApp und andere moderne Kommunikationswege haben den Austausch wesentlich erleichtert.

Beide Kirchenkreise unseres Gestaltungsraumes unterstützen eine Vielzahl an Vorhaben. Dazu gehören Baumpflanzungs-, Straßenkinder-, Mikrofinanz- und Waisenkinderprojekte sowie die Finanzierung von Schulstipendien und Gesundheitsstationen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung von Frauen. „Last but not least“ wurde Mashariki und Magharibi in diesem Jahr die Anschaffung jeweils eines Kirchenkreisautos ermöglicht.

Zur Ökumene in den beiden Kirchenkreisen gehören zudem Kontakte nach Guatemala, Argentinien, England und Polen. Die langjährige Beziehung zu Tula (Russland) kann zurzeit nur minimal gepflegt werden. Begleitet wird die Arbeit durch das Oikos-Institut in Dortmund (früher Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung) sowie die VEM (Vereinte Evangelische Mission) in Wuppertal.

Einem besonderen Partnerschaftssonntag feiern wir am 17. Mai in Dorsten-Hervest. Der Gottesdienst in der Kreuzkirche beginnt um 10.30 Uhr.

Foto: Die Mitglieder beider Ausschüsse für Mission und Ökumene
Pfarrer Godlove bedankt sich für das neue Districtauto.

Klimaschutz in der PraxisMit einer Sanierung der Fassade des Gemeindehauses auf dem Bottroper Eigen leistet die Kircheng...
06/05/2026

Klimaschutz in der Praxis

Mit einer Sanierung der Fassade des Gemeindehauses auf dem Bottroper Eigen leistet die Kirchengemeinde einen Beitrag zum Klimaschutz. Über 10.000 Kilowattstunden Energie sollen in Zukunft eingespart werden, wenn die Fassade neu gedämmt und die Fenster des Gebäudes ausgetauscht worden sind. Die Arbeiten dazu laufen im Moment. Insgesamt werden 16 Zentimeter zusätzliche Dämmung auf der etwa 400 Quadratmeter großen Fassade aufgebracht. Das Gebäude erhält dabei auch ein neues Aussehen – die bekannte Backsteinfassade wird in Zukunft nicht mehr sichtbar sein, dafür passt das Gebäude dann gut zur benachbarten Kindertagesstätte. Außerdem werden über 40 Fensterscheiben ausgetauscht.

Klimamanager Philipp Swiderski hat ausgerechnet: „Die Einsparung entspricht der Heizenergie, die man für eine große Etagenwohnung aufbringen müsste. Am Ende werden dadurch jedes Jahr über eine Tonne Treibhausgase eingespart. Die Kirchengemeinde spart, bei jetzigen Energiepreisen, über 1100 Euro Heizkosten jedes Jahr.“

Die Kirchengemeinde investiert etwa 150.000 Euro, davon kommen rund 30.000 Euro vom Bund und gut 95.000 Euro vom Kirchenkreis. Dort werden – so ist es in der Landeskirche vorgeschrieben – jedes Jahr vier Prozent der Kirchensteuern für den Klimaschutz an die Seite gelegt. Mit dieser so genannte „Klimapauschale“ können auf Antrag Sanierungen kirchlicher Gebäude gefördert werden. Klimamanager Philipp Swiderski berät gerne dazu.

Foto: Pfr. Dieter Naumann und Sup. Steffen Riesenberg bei einem Ortstermin an der Baustelle

SR/PS

Adresse

Humboldtstraße 15
Gladbeck
45964

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00

Telefon

+492043279350

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Kultstätte Kontaktieren

Nachricht an Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten senden:

Teilen