Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten

Ev. Kirchenkreis Gladbeck Bottrop Dorsten Der Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten ist einer von 26 Kirchenkreisen in Westfalen.

Nach den Sommerferien erleben wir Tage mit boomenden Gottesdiensten: die Einschulungsgottesdienste. Gegen den Trend erfr...
03/09/2026

Nach den Sommerferien erleben wir Tage mit boomenden Gottesdiensten: die Einschulungsgottesdienste. Gegen den Trend erfreuen sie sich steigender Beliebtheit. Mancherorts sprechen die Verantwortlichen sogar von einem „Heiligabendgefühl“.

Die genauen Besucherzahlen werden nicht offiziell erfasst - weder vom Schulministerium noch von der Kirche. Klar ist aber: Eingeschult wurden nach den Sommerferien in NRW 170.000 Erstklässler. Erfahrungsgemäß nimmt die überwiegende Mehrheit der Kinder und deren Familien das Angebot eines ökumenischen oder interkulturellen Gottesdienstes an – unabhängig von der eigenen Kirchenmitgliedschaft. Geht man von rund 80 % der Familien aus, betrifft dies etwa 135.000 Schulkinder. Die Kinder kommen nicht allein. In der Regel werden sie von den Eltern (meist zwei Personen) begleitet. Sehr häufig kommen noch Geschwister, Großeltern oder Paten hinzu. Im Schnitt kann man mit drei bis vier Begleitpersonen pro Kind rechnen. Dazu kommen Lehrkräfte oder höhere Klassen der Schule, die den Gottesdienst mitgestalten. Schätzungsweise haben also 500.000 bis 600.000 Personen an den Einschulungsgottesdiensten in ganz NRW teilgenommen.

Ein typischer ökumenischer Einschulungsgottesdienste wurde in der St.-Josef-Kirche in Gladbeck gefeiert. Mit gut dreihundert Teilnehmenden war sie bis auf die letzte Bank gefüllt. Die Gartenarbeit wurde als ein Beispiel genommen, was vor den Kindern liegt: In jeden und jede hat Gott Talente wie Samenkörner hineingelegt. Sie sollen aufgehen, wachsen und einmal gute Früchte tragen. Mitgestaltet wurde der Morgen vom Schulchor, und die Erstklässler wurden einzeln gesegnet. Das Schlusslied mit Bewegungen fasste das Anliegen des Gottesdienstes zusammen: „Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag. Halt' die Hände über mich, was auch kommen mag..."

Rückblick Sommerkirche in Bottrop - Abschluss mit Kanzelrede von Dr. Henry WahligDer Sporthistoriker Dr. Henry Wahlig wa...
01/09/2026

Rückblick Sommerkirche in Bottrop - Abschluss mit Kanzelrede von Dr. Henry Wahlig

Der Sporthistoriker Dr. Henry Wahlig war am letzten Sonntag der Sommerkirche 2026 mit einer Kanzelrede in der gut gefüllten Gnadenkirche zu Gast. "Fußball ist ein Spiegel unserer Gesellschaft" machte der Mitarbeiter des deutschen Fußballmuseums (Dortmund) deutlich, wie der Sport könne die Kirche einen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Bezugnehmend auf das Bild des Apostels Paulus von der Gemeinschaft, in der wie beim menschlichen Körper alle zusammengehören und ihren Beitrag geben (1. Korinther 12) plädierte Wahlig dafür, füreinander da zu sein.

Beim Kaffee im Anschluss wurden von den Teilnehmenden Aspekte wie das Problem gewaltbereiter Fans, die Kommerzialisierung des Fußballs, die Aufarbeitung der NS-Geschichte von Vereinen, die politische Dimension des Fußballs, der Fairness-Gedanke und die Frage nach fair gehandelten Fußbällen und Trikots, Fanfreundschaften z.B. zwischen Schalke 04 und Nürnberg angesprochen und ein Gemeindeausflug zum Fußball-Museum wurde so gut wie verabredet.

Das gemeinsame Frühstück in den Sommerferien in der Gnadenkirche wurde gut angenommen und durch die Begegnungen wurde die Skepsis überwunden gegenüber der Entscheidung, während der Sommerferien nicht an jedem Sonntag in jeder Kirche Gottesdienst zu feiern.

Erwachsenenbildung veranstaltet 2. Demokratie-FachtagIn Zeiten von Rechtsdruck, wachsender Demokratiefeindlichkeit, popu...
25/08/2026

Erwachsenenbildung veranstaltet 2. Demokratie-Fachtag

In Zeiten von Rechtsdruck, wachsender Demokratiefeindlichkeit, populistischen Tönen und schwindender Diskursfähigkeit wollen wir mit dem 2. Demokratie-Fachtag wieder ein klares Zeichen setzen: Für eine offene, pluralistische Gesellschaft – und für eine Kirche, die sich klar positioniert. Die Evangelische Erwachsenenbildung in Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten lädt ein, demokratische Kompetenzen zu stärken, Argumentationsfähigkeit auszubauen und sich Wissen zu zentralen gesellschaftspolitischen Themen anzueignen - zusammengefasst: sich fit zu machen für unsere Demokratie! Zu Beginn gibt es einen Impulsvortrag, anschließend gibt es die Möglichkeit zwei Workshops zu besuchen. Wir beenden den Tag mit einem gemeinsamen Abschluss.

Das vollständige Programm gibt es hier:https://www.kirchenkreis-re.de/uploads/KGHQzh9b/Flyer_Demokratiefachtag2027_Mail.pdf

Wann?
Fr., 2. Oktober 2026 ; 14:30 - 19:30 Uhr

Ab 14:30: Ankommen mit Kaffee+Kuchen,
Ab 15:00: Start mit dem Impulsvortrag. Anschließend Workshop-Phasen.

Ende der Veranstaltung: ca. 19.30 Uhr.

Für Ihre Verpflegung sorgen wir.

Wo?
Haus des Kirchenkreises, Limperstraße 15, 45657 Recklinghausen

Wieviel kostet es?
10€ Teilnahmegebühren, bitte in bar mitbringen! (Sollten Sie den Teilnahmebeitrag nicht aufbringen können, wenden Sie sich gerne an uns!)

Bitte melden Sie sich bis zum 21.09. 2026 per Mail unter [email protected] oder [email protected] oder telefonisch unter 02361/ 206 104.

Was bleibt von 35 Jahren Rumänienhilfe?Als Dietmar Chudaska in diesem Sommer nach Siebenbürgen reist, führt ihn sein Weg...
18/08/2026

Was bleibt von 35 Jahren Rumänienhilfe?

Als Dietmar Chudaska in diesem Sommer nach Siebenbürgen reist, führt ihn sein Weg zunächst nach Michelsberg. Bei einer Begegnungswoche mit evangelischen Gemeindegliedern erlebt er eine Region, in der deutsche Geschichte, evangelischer Glaube und rumänische Gegenwart bis heute eng miteinander verwoben sind. Doch die eigentliche Reise beginnt erst danach. Sie führt ihn durch Dörfer und Kleinstädte zwischen Kronstadt und Hermannstadt, zu Menschen, die seit Jahrzehnten soziale Projekte tragen, und zu Orten, an denen die Folgen der politischen Umbrüche nach 1989 noch immer sichtbar sind. Ausgangspunkt vieler Begegnungen ist die Frage: Was ist aus den Hilfsprojekten geworden, die vor 35 Jahren in Nordrhein-Westfalen angestoßen wurden?

Eine erste Antwort findet sich in Deutsch-Tekes, einem Dorf etwa eine Autostunde von Kronstadt entfernt. Hier lebt heute Johann Stefani, einst Pfarrer in Nordrhein-Westfalen und eine prägende Figur der Rumänienhilfe. Vor gut drei Jahren beschrieb ihn die deutschsprachige Zeitung Rumäniens mit der Überschrift „Vom Seelenhirten zum Büffelhirten“. Tatsächlich sind Wasserbüffel heute Teil seines Alltags. Nach dem Theologiestudium in Deutschland, Stationen in Dülmen und Bocholt sowie fast drei Jahrzehnten als Pfarrer in Oer-Erkenschwick kehrte er im Ruhestand auf den elterlichen Hof zurück. Wo früher Gemeindearbeit den Tagesablauf bestimmte, gehören heute Hühner, Gänse, Hunde und fünf Wasserbüffel zum Bild.

Die Rückkehr Stefanis nach Siebenbürgen ist zugleich eng mit der Geschichte der Rumänienhilfe verbunden. Seine Herkunft aus der Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen und die Verbundenheit mit seiner alten Heimat führten dazu, dass er sich nach dem Ende der kommunistischen Diktatur früh engagierte. Gemeinsam mit Unterstützern in Deutschland entstand der Verein TranSilvania e.V. – Partner für Rumänien. Auf rumänischer Seite wurde mit NOWERO ein Partnerverein gegründet. Der Name steht für Nordrhein-Westfalen und România und verweist auf die bis heute bestehende Verbindung beider Regionen. Koordiniert wird die Arbeit seit Jahrzehnten von Karl Hellwig in Rupea.

Um zu verstehen, warum diese Hilfe damals notwendig war, lohnt ein Blick zurück. Als die Ceaușescu-Diktatur Ende 1989 zusammenbrach, befand sich Rumänien in einer schwierigen Situation. Die medizinische Versorgung litt unter jahrzehntelanger Mangelwirtschaft. Gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte waren vorhanden, häufig fehlten jedoch Medikamente, Geräte und Material. Zu den ersten großen Projekten von TranSilvania gehörte deshalb der Umbau zweier Überseecontainer zu einer mobilen Zahnklinik mit Zahnersatzlabor. Johann Stefani begründete dies bereits Anfang der neunziger Jahre mit dem schlechten Zustand der zahnmedizinischen Versorgung. Berichte über Kinder, die Seife gegen Zahnschmerzen in den Mund nahmen, machten damals das Ausmaß des Problems deutlich.

Gleichzeitig hatte die Bevölkerungspolitik des früheren Regimes tiefe soziale Verwerfungen hinterlassen. Die staatlich verordnete Geburtensteigerung führte zu überforderten Familien, während Verhütungsmittel und Aufklärung verboten waren. Nach dem Ende der Diktatur lebten zehntausende Kinder in überfüllten Heimen, viele andere auf der Straße. Die Rumänienhilfe reagierte mit dem Bau eines Mädchenheims in Rupea, verbunden mit Ausbildungsangeboten, die jungen Menschen eine Perspektive eröffnen sollten.

Eine weitere Herausforderung betraf die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen. Über Jahrhunderte hatten sie ein dichtes soziales Netzwerk aufgebaut. Nach der politischen Wende wanderten jedoch Zehntausende nach Deutschland aus. Ganze Dorfgemeinschaften verloren innerhalb weniger Jahre einen Großteil ihrer Einwohner. In Michelsberg schildert Michael Henning gegenüber Chudaska, wie stark die frühere Nachbarschaftskultur gewesen sei. Hochzeiten, Feste und gegenseitige Hilfe wurden gemeinschaftlich organisiert. Mit der Ausreise vieler Familien verschwanden diese Strukturen weitgehend. Besonders ältere Menschen blieben häufig allein zurück.

Aus dieser Situation heraus entstand eines der bedeutendsten Projekte: der Aufbau eines Altenheims. Anfangs stieß die Idee auf Skepsis. Altenheime galten ähnlich wie Waisenhäuser als Orte, an denen Menschen abgeschoben würden. Dennoch begann der Ausbau eines ehemaligen Pfarrhauses. Als Teilnehmer einer von Oer-Erkenschwick aus organisierten Reise 1998 die Einrichtungen besuchten, konnten sie bereits sehen, welche Veränderungen die Unterstützung bewirkt hatte. Die Einweihung des Mädchenheims und des Altenheims wurde damals zu einem sichtbaren Zeichen des gemeinsamen Engagements.]

Heute führt die Reise von Dietmar Chudaska zunächst nach Rupea. Die restaurierte evangelische Kirche wirkt wie ein Symbol für die Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien zählt heute rund 10.500 Mitglieder, die von 34 Pfarrerinnen und Pfarrern betreut werden. Auch wenn vielerorts nur kleine Gruppen zusammenkommen, finden weiterhin regelmäßig Gottesdienste statt, oftmals über große Entfernungen hinweg. Michael Henning beschreibt die Situation der Kirche als schwierig, zugleich aber von neuer Zuversicht geprägt. Die tiefe Verunsicherung der frühen neunziger Jahre sei einer lebendigen Minderheit gewichen, die ihren Platz gefunden habe.

In Rupea trifft Chudaska auch Karl Hellwig. Der 81-Jährige ist weiterhin das organisatorische Zentrum von NOWERO. Während des Gesprächs klingelt immer wieder sein Mobiltelefon. Besucher aus Deutschland kommen und gehen, Termine werden abgestimmt, Projekte koordiniert. Unter seiner Leitung beschäftigt NOWERO inzwischen zwölf Mitarbeitende. Schon vor der Kirche zeigt sich die praktische Arbeit des Vereins: Eine Handwerkergruppe repariert Fallrohre und Dachpfannen am Gemeindehaus. Auf der Straße begegnet ein Fahrzeug mit der Aufschrift „Essen auf Rädern“ – ebenfalls Teil des Hilfsnetzes.

Die Fahrt führt weiter nach Schweischer, rumänisch Fișer. Dort befindet sich das Seniorenheim, das aus den frühen Hilfsprojekten hervorgegangen ist. Leiterin Mihaela Aldea berichtet von 32 Bewohnerinnen und Bewohnern. Viele von ihnen verfügen nur über geringe Renten. Spenden und Zuschüsse der Kirche helfen dabei, die Kosten zu tragen. In den vergangenen Jahren wurden zum ursprünglichen Gebäude zwei Neubauten hinzugefügt. Die Atmosphäre wirkt nicht wie die einer reinen Pflegeeinrichtung. Gemeinschaftsräume, gemeinsame Aktivitäten und regelmäßige Gottesdienste prägen den Alltag.

Gleichzeitig wird deutlich, vor welchen Herausforderungen ländliche Regionen Rumäniens weiterhin stehen. Ein flächendeckendes Bestattungswesen existiert vielerorts nicht. Deshalb wurde eine ehemalige Stallung zu einem Abschiedsraum umgebaut. Die Mitarbeitenden begleiten die Bewohnerinnen und Bewohner bis an ihr Lebensende und übernehmen Aufgaben, die andernorts selbstverständlich erscheinen. Unter einer überdachten Terrasse erinnern Schilder an Unterstützer aus Deutschland, darunter der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen und dessen Ausschuss für Ökumene, Mission und Weltverantwortung. Sie stehen stellvertretend für zahlreiche Gemeinden, Vereine und Einzelpersonen, die die Arbeit über Jahrzehnte hinweg begleitet haben.

Auch das ehemalige Mädchenheim besteht noch, wenn auch in veränderter Form. Gesetzliche Änderungen erlauben keine dauerhafte Unterbringung Jugendlicher mehr. Heute dient die Einrichtung als Tageszentrum für Kinder und Jugendliche. Früh wurde erkannt, dass Bildung eine Schlüsselrolle spielt. Neben der Ausbildung von Friseurinnen und Näherinnen entstand später eine Holzwerkstatt, in der jungen Menschen Grundlagen für handwerkliche Berufe vermittelt werden. Ein Satz am Schwarzen Brett bringt das Anliegen auf den Punkt: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als eine gute Ausbildung – keine Ausbildung.“

Die letzte Station der Reise führt zu den ehemaligen Zahnarztcontainern. Was einst als improvisiertes Hilfsprojekt begann, ist heute Teil einer Poliklinik. Die Container werden zu symbolischen Kosten Ärztinnen, Ärzten und Zahntechnikern zur Verfügung gestellt. Einer der Nutzer ist der gehörlose Zahntechniker Bunea Silvio Dorin. Auf einem Schild vor dem Labor steht der Hinweis „Nur Textnachrichten“. Für Karl Hellwig ist dies ein Beispiel dafür, wie langfristige Hilfe wirken kann: Der Container wurde für einen Menschen zum Arbeitsplatz und damit zu einer dauerhaften beruflichen Perspektive.

Die Reise durch Siebenbürgen zeigt schließlich nicht nur die Geschichte eines Hilfsvereins, sondern auch die Entwicklung einer ganzen Region. In den vergangenen 35 Jahren wurden mehr als 160 Transporte mit über 2.000 Tonnen Hilfsgütern aus Nordrhein-Westfalen nach Rumänien gebracht. Gemeinden, Vereine und Privatpersonen aus zahlreichen Städten beteiligten sich daran. Doch inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Rumänien gehört zur Europäischen Union, die Beschaffung von Spenden wird schwieriger, und vielerorts fehlt der Nachwuchs für die Vereinsarbeit. Deshalb beschlossen die Mitglieder von TranSilvania e.V. im Sommer, den Verein aufzulösen.

Das Ende des Vereins bedeutet allerdings nicht das Ende der Hilfe. Das Seniorenheim wird von der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien getragen, NOWERO setzt seine Arbeit fort. Teile des Vereinsvermögens sollen die Ausbildungsprojekte in den Bereichen Holzverarbeitung und Mechanik absichern. So bleibt von 35 Jahren Unterstützung mehr als eine Erinnerung. Die Gebäude stehen, Menschen arbeiten dort, Kinder werden gefördert und ältere Menschen begleitet. Wer heute durch Siebenbürgen reist, findet vielerorts sichtbare Spuren eines Engagements, das einst mit einigen wenigen Unterstützern begann und über Jahrzehnte hinweg das Leben vieler Menschen geprägt hat.

DC/SR/KI

Entpflichtung von Pfr.in Jutta WilkeEntpflichtungsansprache für Jutta WilkeJohanneskirche Recklinghausen, 12. Juli 2026H...
12/08/2026

Entpflichtung von Pfr.in Jutta Wilke

Entpflichtungsansprache für Jutta Wilke
Johanneskirche Recklinghausen, 12. Juli 2026

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Liebe Jutta, liebe Gemeinde!

Einen meiner liebsten Bibelverse (Ps 36,6) hast du ausgesucht, für deine Entpflichtung an so einem schönen Sommerabend, an dem der Himmel weit ist und die Wolken weit gehen. So groß sind Gottes Güte und Wahrheit!

Zum 1. August trittst du in den Ruhestand. Das Schuljahr geht am kommenden Freitag zu Ende, die letzten Stunden Religionsunterricht sind dann gehalten, die letzten Zeugniskonferenzen gewesen, der Schlüssel für das Gladbecker Berufskolleg nach runden 20 Jahren abgegeben. Für viele beginnen die Sommerferien, für manche endet die Schulzeit – für dich beginnt mit dem Ruhestand eine ganz neue Lebensphase.

Wir danken Gott für deinen Dienst, für den Einsatz deiner Gaben und Kräfte, für deine Treue und Liebe. Du hast das Evangelium von Jesus Christus gepredigt und in vielfältiger Weise Gottes Güte und Wahrheit bezeugt.

Im Dezember 2008 wurdest du in die Pfarrstelle am Berufskolleg eingeführt – vorher warst du schon im Rahmen einer Abordnung aus dem Kirchenkreis Recklinghausen dort. Dein Superintendent hatte dich überzeugt, es in der Schule zu versuchen. Zunächst im Entsendungsdienst, und dann ab 2008 also in der 1. Kreispfarrstelle unseres Kirchenkreises. Religionsunterricht am Berufskolleg ist ein besonderes Feld, und in deinen 20 Jahren dort hast du die Veränderungen in unserer Gesellschaft miterlebt. Die Betriebe haben immer weniger Verständnis für das Fach, und die Schülerinnen und Schüler haben immer mehr Fragen: Was ist richtig im Leben? Was ist ein gutes Leben? Wie kann ich meine Religion heute verantwortlich leben? Du warst keine Lehrerin mit einfachen Antworten. Du hast gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das Fach erkundet, dich gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach Antworten auf Lebensfragen gemacht. Meistens im Unterricht, manchmal auch als Seelsorgerin an der Schule.

Der praktische Theologie Kristian Fechtner begreift das evangelische Pfarramt in erster Linie als „Religion als Beruf“. In der großen Gemeinde der Getauften haben wir Pfarrerinnen und Pfarrer Religion als Beruf. Für eine Pfarrerin an der Schule, die als einziges Fach eben genau Religion hat, trifft das nochmal besonders zu. Für dich hat das immer auch bedeutet, professionell zu sein. Klar über die Doppelrolle als Pfarrerin und Lehrerin, klar über die Systeme Schule und Kirche. Klar auch in deinem Auftrag als Bezirksbeauftragte, den du ab 2014 für den Kirchenkreis wahrgenommen hast und den du seit 2022 für beide Kirchenkreise – Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten – wahrnimmst. Klar im Kontakt mit Superintendentur, Landeskirchenamt und Bezirksregierung.

Leicht war das nicht immer. Die Anfragen an den Religionsunterricht kommen nicht nur von Betrieben und einzelnen Schülerinnen und Schülern. Es gibt sie auch in den Kollegien und auch in mancher Schulleitung. Deine Klarheit und deine Geduld haben dir dabei geholfen. (Und mir und meinen Vorgängern übrigens auch so manches Mal.)

Religion als Beruf, das heißt auch: lebenslang lernen. Du bist drangeblieben mit Fortbildungen und einem Kontaktstudium in Wien. Lehren heißt eben immer auch: lernen.

Damit wirst du nicht fertig, auch im Ruhestand nicht. Der Himmel über dir ist weit, die Wolken gehen in die Ferne.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Liebe Jutta, wo Gott ist, da ist Freiheit. Du wirst Zeit finden für das, was dir wichtig ist. Religion ist jetzt bald nicht mehr dein Beruf – und der Glaube und das Vertrauen in Gott bleibt. Also, liebe Jutta:

Vertrau den neuen Wegen,
auf die dich Gott gesandt!
Er selbst kommt dir entgegen.
Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
Das Land ist hell und weit. (eg 395,3)

Amen.

Neustart: EmmausGladbeck-Bottrop-Dorsten. Menschen in Seniorenheimen freuen sich über regelmäßige Gottesdienste und Anda...
12/08/2026

Neustart: Emmaus

Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Menschen in Seniorenheimen freuen sich über regelmäßige Gottesdienste und Andachten. Damit die evangelische Kirche in Gladbeck, Bottrop und Dorsten das auch zukünftig anbieten kann, werden Ehrenamtliche für diesen Dienst ausgebildet. Im April 2023 wurde der erste Kurs "Emmaus" abgeschlossen. Mittlerweile seit drei Jahren feiern die Ehrenamtlichen in der Regel einmal im Monat eine Andacht in einer oder mehreren Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren - oft in einem Zweierteam. (Daher kommt der Name Emmaus - auf dem gemeinsamen Weg von Jerusalem in die Stadt Emmaus gingen die Jünger Jesu auch zu zweit.)

Jetzt wird in weiterer Vorbereitungskurs angeboten.

Der Kurs beginnt im Januar 2027 und wird etwa fünf gemeinsame Treffen umfassen. Geplant sind praktische Übungen und der Austausch über (Glaubens-) Inhalte.

Beim Infoabend am 19. November um 17.30 Uhr im Martinszentrum, An der Martinskirche 1, 46236 Bottrop, werden schon Aktive von ihrer Ehrenamtlichkeit berichten und offene Fragen können dort geklärt werden.

Am Ende der Ausbildung haben die Ehrenamtlichen das Handwerkszeug, Andachten und kleine Gottesdienste selbst vorzubereiten und durchzuführen. Sie werden dann in einem festlichen Gottesdienst für ihren Dienst gesegnet.

Nähere Informationen bei:

Diakonin Claudia Mühlhan, Telefon 0170 5408400, [email protected]

Pfarrerin Anke Büker-Mamy, Telefon 02041 685801, [email protected]

Kunterbunter Bastelwettbewerb: Mach den Logodor!Noch bis zum 18. September 2026 läuft der große Bastelwettbewerb „Mach d...
12/08/2026

Kunterbunter Bastelwettbewerb: Mach den Logodor!

Noch bis zum 18. September 2026 läuft der große Bastelwettbewerb „Mach den Logodor!“ für Kitas, Grundschulen und Kinder von 5 - 10 Jahren. Das Kunterbunte Dingsda (https://www.instagram.com/kunterbuntesdingsda/) hat dazu aufgerufen, seinen blauen Außerirdischen nachzubauen - mit Knete, Lego, Pappe, Metall, … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Eine Fachjury wählt die drei ersten Sieger aus, die für ihre Leistung mit schönen Preisen bedacht werden.

Preis: Bällebad-Bälle-Sessel

Preis: Gedächtsnisspiel-Spiel

Preis: Kuschelkissen

Die Logodor-Figuren können wahlweise persönlich abgegeben oder geschickt werden:

Logodor & Melissa, Haus des Kirchenkreises, Limperstraße 15 in 45657 Recklinghausen.

Die Einreichungen werden nach Abschluss des Wettbewerbes in einer kleinen Wanderausstellung gezeigt und anschließend an die Künstler.innen zurückgegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Vorlage zum Wettbewerb lieferte übrigens ein Kollege aus der Verwaltung. Hobbybastler Stefan Lange beschäftigt sich in seiner Freizeit sehr viel mit Modellbau und hat auch schon seine Star Wars-Kreationen auf großen Messen ausgestellt. Weil er auch Fan von Logodor ist, trat er im Frühjahr an das Team vom Kunterbunten Dingsda mit dem Angebot heran, den blauen Außerirdischen aus Knete zu basteln. (JE)

Foto: Michael Bokelmann

Stundenpläne von Logodor & MelissaEin besonderes Geschenk gab es jetzt für alle Kita-Kinder in den Ev. Kirchenkreisen Gl...
29/07/2026

Stundenpläne von Logodor & Melissa

Ein besonderes Geschenk gab es jetzt für alle Kita-Kinder in den Ev. Kirchenkreisen Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen, die ihre Kita verlassen und nach den Sommerferien zur Schule gehen. Das Kunterbunte Dingsda beschenkte alle „Schulis“ mit einem eigens gestalteten Kunterbunten Stundenplan.

Leider konnten Logodor & Melissa nicht alle Einrichtungen persönlich besuchen. Stellvertretend machte sich Logodor in der vergangenen Woche auf den Weg zur Ev. Kita Friedenskirche Welheim und zur Ev. Kita Kirchhellen. Dabei wurde er in beiden Einrichtungen freudestrahlend und mit großen Kinderaugen begrüßt. Und die mitgebrachten Stundenpläne fanden reißenden Absatz bei den kleinen und großen Fans.

Die anderen Einrichtungen erhielten ihre Stundenpläne durch den Kita-Verbund Recklinghausen bzw. den Kita-Leitungsgremien in Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Wer auch einen Stundenplan haben möchte, kann sich die Vorlage als PDF-Dokument HIER downloaden: https://www.kirchenkreis.org/themen/oeffentlichkeitsarbeit

Foto: Kita-Leiterin Petra Kahnert (rechts) und ihr Team freuten sich über den Besuch von Logodor.

Rassismuskritik und VielfaltDer Evangelische Kirchenkreis Gladbeck–Bottrop–Dorsten startet ein neues Projekt zur Stärkun...
29/07/2026

Rassismuskritik und Vielfalt

Der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck–Bottrop–Dorsten startet ein neues Projekt zur Stärkung von Vielfalt und Rassismuskritik. Anlass ist eine jetzt veröffentlichte Stellenausschreibung: Gesucht wird eine Referentin oder ein Referent für Rassismuskritik und Vielfalt. Mit der auf zwei Jahre angelegten Projektstelle will der Kirchenkreis Antworten auf eine zentrale Zukunftsfrage entwickeln: wie Kirche in einer pluralen und migrationsgeprägten Gesellschaft glaubwürdig und diskriminierungssensibel handeln kann.

Hier geht es zur Stellenausschreibung:
https://www.kirchenkreis.org/uploads/SeRstVZI/StellenausschreibungRassismuskritik.pdf

„Mit der Ausschreibung eröffnen wir bewusst einen Raum für Lernen und Entwicklung“, sagt Superintendent Steffen Riesenberg. „Wir wollen uns als Kirchenkreis ehrlich mit unseren eigenen Strukturen auseinandersetzen und zugleich konkrete Schritte gehen, die Vielfalt sichtbar machen und stärken.“

Die Stelle ist als Pilotprojekt angelegt und soll über die Region hinaus Impulse geben. Ziel ist es, rassismuskritische Perspektiven stärker in der kirchlichen Praxis zu verankern, neue Formate zu erproben und die Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie auch für die Landeskirche nutzbar werden.

Zu den Aufgaben gehört es, Fortbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche zu entwickeln, Gemeinden zu beraten und Modellprojekte anzustoßen – etwa in der Bildungsarbeit, in der interkulturellen Begegnung oder in der Arbeit mit jungen Menschen. Gleichzeitig soll die Projektstelle Netzwerke mit migrantischen Gemeinden, ökumenischen Partnern und zivilgesellschaftlichen Initiativen ausbauen.

Ausgangspunkt des Projekts ist die Einsicht, dass Rassismus nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein kirchliches Thema ist. „Rassismuskritik ist für uns kein Zusatzthema, sondern gehört zum Kern unseres Auftrags“, so Riesenberg. „Die christliche Botschaft von der gleichen Würde aller Menschen fordert uns heraus, Strukturen zu verändern und Teilhabe zu ermöglichen.“

Das zugrunde liegende Konzept beschreibt die Projektstelle als Lern- und Entwicklungsort für den gesamten Kirchenkreis. In einer Aufbauphase werden zunächst Bedarfe erhoben und Netzwerke geknüpft, bevor in einer anschließenden Umsetzungsphase konkrete Angebote und Projekte entstehen. Am Ende sollen Materialien, erprobte Formate und Handlungsempfehlungen stehen, die auch anderen Kirchenkreisen zur Verfügung gestellt werden können.

Die Stelle wird großzügig aus den Sondermitteln unterstützt, die die Landessynode jedes Jahr für ökumenische Arbeit in Westfalen und bei internationalen Partner*innen zur Verfügung stellt.

Die ausgeschriebene Stelle umfasst 19,5 Wochenstunden und ist zunächst auf 24 Monate befristet. Der Start ist für den 1. Oktober 2026 oder später vorgesehen, Bewerbungen sind bis zum 31. August 2026 möglich. Mit der Ausschreibung markiert der Kirchenkreis den Auftakt eines Vorhabens, das lokale Praxis mit einer weiterreichenden Perspektive verbindet.

Hier geht es zur Stellenausschreibung:
https://www.kirchenkreis.org/uploads/SeRstVZI/StellenausschreibungRassismuskritik.pdf

Adresse

Humboldtstraße 15
Gladbeck
45964

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00

Telefon

+492043279350

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