Katholische Kirche AKK-Mainspitze, die Mainspitz-Gemeinden

Katholische Kirche AKK-Mainspitze, die Mainspitz-Gemeinden Erklärung: AKK sind die rechtsrheinisch gelegenen ehemaligen Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim. Marien, Ginsheim und
- Herz-Jesu, Gustavsburg

Offizielle Seite der 3 Katholischen Mainspitzgemeinen:
- Christkönig, Bischofsheim
- St. Öffnungszeiten der Pfarrbüros

Bischofsheim (Lucia Wörner):
Hochheimer Straße 3, 65474 Bischofsheim
Tel. 06144 / 74 29
[email protected]
Montag, 9 bis 11 Uhr
Dienstag, 15 bis 18 Uhr
Mittwoch, 9 bis 11 Uhr

Ginsheim (Agnes Otulakowski):
Mainzer Straße 40, 65462 Ginsheim-Gustavsburg
Tel. 06144

/ 21 15
[email protected]
Montag, 9 bis 11 Uhr
Mittwoch, 9 bis 11 Uhr
Donnerstag, 15 bis 18 Uhr

Gustavsburg (Anke Schwartz):
Schwedenschanze 5, 65462 Ginsheim-Gustavsburg
Tel. 06134 / 28 55 45
[email protected]
Montag, 10 bis 12 Uhr
Donnerstag, 16 bis 18 Uhr

Kastel/Amöneburg St. Rochus
Rochusplatz 7, 55252 Mainz-Kastel
[email protected]
Tel. 06134 / 18 390
Montag, 9.30 Uhr bis 12 Uhr
Dienstag, 9.30 Uhr bis 12 Uhr
Donnerstag, 9.30 Uhr bis 12 Uhr
Freitag, 9.30 Uhr bis 12 Uhr

Kostheim St. Kilian (Petra Lippelt, Monika Fuchs):
Kirchplatz 2, 55246 Mainz-Kostheim
Tel. 06134 / 63 742
[email protected]
Dienstag, 10 bis 12 Uhr
Donnerstag, 16 bis 18 Uhr

Kostheim Maria Hilf (Petra Lippelt):
Wallufer Str. 19, 55246 Mainz-Kostheim
Tel. 06134 / 63 754
[email protected]
Montag, 10 bis 12 Uhr
Dienstag, 10 bis 12 Uhr, 15 bis 18 Uhr
Donnerstag, 10 bis 12 Uhr
Freitag, 10 bis 12 Uhr

15/06/2026

Besondere Fußball-Weisheiten hält die Bibel bereit. Elf Bibelsprüche zum Fußball haben wir zusammengestellt.

Das Wort zum Sonntag(11.Sonntag - Lesejahr A)Von Pfarrer Karl Zirmer Erntehelfer für das Reich Gottes Text: Mt 9,36-10,8...
14/06/2026

Das Wort zum Sonntag
(11.Sonntag - Lesejahr A)

Von Pfarrer Karl Zirmer

Erntehelfer für das Reich Gottes

Text: Mt 9,36-10,8

Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ (Mt 9,37).

Bei diesen Worten hat Jesus sicher vor Augen, wie hektisch und betriebsam es in der Erntezeit damals zuging. Da gab es viel zu tun – und vor allem, es musste rasch getan werden. Denn sehr schnell könnte ein Unwetter aufziehen und die Mühen eines ganzen Jahres vernichten. Wenn die Früchte nicht rechtzeitig eingebracht werden, besteht die Gefahr, dass sie auf den Feldern zugrunde gehen Viele Hände braucht es, die dabei mithelfen. Nur so kann die Ernte gerettet werden.

Bei den Menschen, die Jesus begegnen, ist es nicht viel anders. Sie alle haben Wünsche, Sorgen und Hoffnungen; sie alle sehnen sich nach Gottes Reich. Das ist nach damaligem Verständnis der Inbegriff der Gerechtigkeit, des Friedens, der Liebe. Es gibt wahrlich viel zu tun. Deshalb braucht auch Jesus viele Helfer. Nur so kann das Reich Gottes, nur so kann Gottes Heil zu allen Menschen gelangen.

Darum schickt Jesus zunächst zwölf Jünger aus, die sein Evangelium zu den Menschen weitertragen sollen. Zwölf ist eine Symbolzahl. Sie steht für Fülle; sie ist aber auch ein deutlicher Hinweis auf die zwölf Stämme Israels. Die zwölf Apostel stehen für das neue Volk Gottes, das Jesus zusammenrufen möchte, sie stehen für alle, die Jesus nachfolgen wollen. Darum gilt der Auftrag an die Zwölf, die Frohbotschaft Gottes zu den Menschen zu tragen und unter ihnen heilvoll zu wirken, nicht nur ihnen allein. Der Auftrag gilt allen, die zu diesem neuen Volk Gottes gehören. Er ist Sendung und Bestimmung aller Christinnen und Christen in der Kirche. Denn schon die Zwölf damals konnten kaum bewältigen, was ihnen an Not und Sorgen begegnet ist. Auch ihnen wird recht bald bewusst geworden sein, wie reich doch diese Art Ernte ist, wie groß diese Aufgabe ist und wie viele Menschen es doch sind, die neue Hoffnung und Zuversicht in ihrem Leben brauchen.

Gottes Reich braucht viele Helferinnen und Helfer. Nicht nur Priester und Diakone, nicht nur Gemeinde- und Pastoralreferenten und -referentinnen sind dazu beauftragt, nicht nur Religionslehrerinnen und Religionslehrer, sondern ein jeder Christ, eine jede Christin.
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“ Dieses Wort ist gewiss Aufforderung dazu, für geistliche Berufe zu beten, gerade in heutiger Zeit. Zu einfach aber wäre es, die Sorge um Gottes Reich nur auf einige wenige, sozusagen an die „Spezialisten“ abzuschieben. Dieses Wort Jesu geht vielmehr uns alle an, einen jeden Christen, eine jede Christin. Die Arbeiter für die Ernte Gottes, das sind wir alle, jeder der getauft ist und zur Gemeinschaft der Kirche gehört. Christus sucht Menschen, die sich für seine Sache einsetzen, die sein Werk hier auf Erden vollbringen.

Dazu eine Geschichte:
Ein Christ träumte, er wäre gestorben. Ein Engel trug ihn in den Himmel hinauf. Droben war ein herrlicher Tempel. Der Mann bestaunte mit großen Augen dieses wunderbare Bauwerk. Plötzlich aber entdeckte er im Gewölbe eine Lücke. Offenbar fehlte da ein Stein. Da fragte er den Engel: „Was ist denn das für eine hässliche Lücke?“ Der Engel antwortete:
„Das ist die Lücke, die du gemacht hast. Gott hatte gerade dich dazu bestimmt, diese kleine Stelle auszufüllen. Du hattest aber immer andere Dinge m Kopf, so dass du nie dazu gekommen bist, diese Aufgabe, die Gott dir aufgetragen hat, zu erfüllen. Darüber wachte der Mann auf, ließ nun das Klagen und das Schimpfen über all die Unzulänglichkeiten in der Gemeinde Gottes bleiben und arbeitete künftig fröhlich mit. Er wollte seine Lücke am Tempel Gottes füllen.

Eine tiefsinnige Geschichte! Sie macht deutlich: Kirche, das ist nicht nur der Papst, die Bischöfe, die Priester und die vielen anderen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kirche, das ist nicht nur die sogenannte Amtskirche, die Institution Kirche. Kirche, das sind alle, die getauft sind, alle die sich Christen nennen.

Der christliche Glaube lässt sich nicht theoretisch vermitteln. Er wird nicht durch Bücher, sondern durch Menschen weitergegeben. Man muss den Glauben bei einem anderen Menschen oder in einer Gemeinschaft erleben und erfahren.
In einer Welt, in der der christliche Glaube nicht mehr selbstverständlich ist, braucht Gott Menschen, die an Christus glauben und aus diesem Glauben heraus leben. Gott braucht Menschen, die „Werbung“ machen für Jesus und seine Sache.
Im strengsten Sinne des Wortes braucht Gott niemand. Er kann sein Werk auch ohne uns tun. Er lässt aber Menschen mitwirken an seinem Schöpfungs- und Erlösungswerk. Er sieht in uns ernstzunehmende Mitarbeiter und Partner. Das ist ein Zeichen seiner Menschenfreundlichkeit, ein Zeichen seines Wohlwollens uns gegenüber.

Jeder Christ trägt Verantwortung für das Schicksal der Kirche. Jeder Getaufte und Gefirmte ist eingeladen, die Aufgabe zu übernehmen und zu erfüllen, die ihm zukommt. Treffend hat Kardinal John Henry Newman einmal gesagt: „Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den kein anderer hat.“

Jeder in der Kirche ist wertvoll und wichtig. Jeder hat bestimmten Gaben und Fähigkeiten, der er zum Nutzen der anderen und der Gemeinschaft einsetzen kann. Jeder hat in dieser Kirche eine eigene Aufgabe, einen eigenen Auftrag, einen Platz, der nur von ihm oder von ihr ausgefühlt werden kann. Die Kirche ist und bleibt lebendig, wenn viele mitmachen und die Aufgaben erfüllen, die ihnen zukommen. A m e n.

12/06/2026
Gedanken zum Fronleichnamsfest 2026„Gemeinsam unter Gottes Zelt“Von Pfarrer Karl Zirmer Das diesjährige Fronleichnamsfes...
04/06/2026

Gedanken zum Fronleichnamsfest 2026
„Gemeinsam unter Gottes Zelt“

Von Pfarrer Karl Zirmer

Das diesjährige Fronleichnamsfest steht unter dem Motto: „Gemeinsam unter Gottes Zelt“. Inspiriert von der Liedzeile „Seht Gottes Zelt auf Erden! Verborgen ist er da“ (4.Strophe aus „Ein Haus voll Glorie schauet“) haben wir dieses Motto gewählt. Gottes Zelt ist für uns in diesem Zusammenhang ein dreifaches Symbol: Es steht für den „Himmel“ (Baldachin) unter dem an Fronleichnam die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Straßen unseres Ortes getragen wird. „Gotteszelt“ bedeutet zweitens die Kirche als Gotteshaus, in der Jesus im Zeichen des Brotes (in der Eucharistiefeier und im Tabernakel) auf verborgener Weise gegenwärtig ist. Und drittens steht Gottes Zelt für das Volk Gottes, das gemeinsam unterwegs ist durch die Zeiten und in dessen Mitte Jesus auch gegenwärtig ist.

1. Gottes Zelt – das ist heute der „Himmel“, der Baldachin, unter dem die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Straßen unserer Gemeinde getragen wird. Wir ziehen heute durch die Straßen, nicht um uns zu zeigen, sondern um Jesus, unseren Herrn zu zeigen; nicht um etwas für uns zu erreichen, sondern um Ihn zu verherrlichen, der im Brot des Lebens unter uns gegenwärtig ist. Wir gehen mit Jesus Christus durch die Straßen, vorbei an unseren Wohnhäusern und an den Stätten unserer Arbeit und tragen ihn hinein in alle Bereiche unseres Daseins, damit er sie segne und heilige. Aber nicht nur am Fronleichnamstag ist Er bei uns, sondern Er geht mit uns alle Tage - in Arbeit und Freizeit, in Mühsal und Erholung, in Freude und Leid. Er ist mit uns mitten in unserem Alltag.

2. Gottes Zelt – bedeutet für uns auch die Kirche als Gotteshaus.
Nach unserem Glaubensverständnis ist Kirche mehr als nur irgendein Bau für religiöse Zwecke, mehr als nur ein Versammlungsraum der Gemeinde zum Gottesdienst. Kirche ist für uns ein geweihter Raum. Sie ist - wie ein Dichter sagt - „ein zum Gottesruhm und Menschenheil errichtetes Heiligtum“.
In jeder Religion gibt es heilige Orte. Gott ist uns überall nahe, aber es gibt Orte, wo wir seine Nähe leichter, deutlicher, greifbarer spüren. Das wird uns z. Bsp. an Wallfahrtsorten wie Marienthal, Maria Einsiedel, Altötting, Lourdes, Fatima u.a. ganz besonders bewusst. Ein solcher heiliger Ort ist aber auch unsere Christkönigkirche, mit der sich viele von uns durch verschiedene kostbare Erinnerungen verbunden fühlen.
Vergessen wir dabei aber auch nicht: Der heiligste Ort der Gegenwart Gottes ist nicht ein geographischer Ort oder ein steinerner Bau. Der heiligste Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren ist für uns Christen eine Person: Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der für uns Mensch geworden ist. Aber indem wir uns das bewusst machen, wird auch deutlich, dass eine Kirche für uns in einem ganz spezifischen Sinn zum Heiligtum, zum Gotteshaus wird, in dem Gott, in dem Christus uns auch wirklich näher ist als an jedwelchem anderen Ort dieser Erde.
In der Kirche begegnen wir nämlich diesem Christus in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein. In der Eucharistie ist er auf wirklicher, wenn auch auf verborgener Weise mitten unter uns gegenwärtig. Der Altar und der Tabernakel machen den kirchlichen Raum im wahrsten Sinne des Wortes zum geweihten Raum.
Gott braucht die Kirche als Gotteshaus nicht, um uns nahe zu kommen. Uns aber ist eine große Hilfe damit angeboten, dass es Orte gibt, die ausschließlich für Gebet und Gottesdienst bestimmt sind.


3. Gottes Zelt auf Erden – das ist die Kirche als das Volk Gottes, das gemeinsam unterwegs ist durch die Zeiten und in dessen Mitte Christus gegenwärtig ist. Und darum können wir voller Überzeugung singen: „Sein wandernd Volk will leiten, der Herr in dieser Zeit.“ Die Kirche als „pilgerndes Volk Gottes“ ist ein Bild, das auf den hl. Augustinus zurückgeht und vom Zweiten Vatikanischen Konzil in der Dogmatischen Konstitution „Lumen Gentium“ aufgegriffen wurde.
Mit dem Bild vom „pilgernden Volk Gottes“ ist auch gesagt: die Kirche muss mühsam ihren Weg durch die Geschichte gehen, so wie das Volk Israel durch die Wüste gezogen. Die Kirche muss immer wieder auch Neuland betreten, neue Erfahrungen machen, neue Wege gehen. Die Kirche ist nicht nur heilig, sie ist auch die Kirche der Sünder und darum „stets der Reinigung bedürftig, sie muss immerfort den Weg der Buße und Erneuerung gehen“. Reformen sind also immer, zu jeder Zeit angesagt. Weil sie, die Kirche, immer wieder hinter dem zurückbleibt, was sie verkündet. Damit sie ihren Auftrag – die Evangelisierung – erfüllen kann, muss sie sich auch selbstevangelisieren!
Gleichzeitig dürfen wir die Gewissheit haben, dass wir als Kirche auf diesem Weg gestärkt werden mit göttlicher Kraft. Mehr noch mehr: Der Herr selber ist in seinen Sakramenten mitten unter uns. Wie es im Lied heißt: „Verborgen ist er da, in menschlichen Gebärden bleibt er den Menschen nah.“ Der Herr ist auf realer, aber verborgener Weise mitten unter uns und geht mit uns. Darauf weist die heilige Hostie, das Brot des Lebens, das wir mit der Monstranz als Mitte unserer Prozession mit uns tragen, wenn wir nach dem Gottesdienst den Kirchenraum verlassen.
Dieses Brot ist das Kostbarste, viel wertvoller und kostbarer als die vergoldete Monstranz. Es ist das Kostbarste, das die Kirche der Welt und der Menschheit zu bieten hat. Wegen diesem Brot, das mir in der Eucharistie geschenkt wird, und wegen der Botschaft Jesu, die die Kirche mir vermittelt hat, ist die Kirche für mich viel mehr als nur eine menschliche Institution und menschliche Gemeinschaft, viel mehr als nur ein religiöser Verein, den man wieder verlässt, weil man sich über den Vorstand oder einige Vereinsmitglieder geärgert hat.

Der Herr ist in unserer Mitte. Er geht mit uns. Darum bin ich zuversichtlich und voller Hoffnung trotz aller Probleme und Schwierigkeiten, mit denen wir als Kirche in unseren Tagen konfrontiert sind. Unser Herr ist treu. Er verlässt die Seinen nicht. A m e n

04/06/2026

100 Jahre Christkönigkirche – ein Jahr mit vielen Impulsen
Fronleichnam in der Mainspitze
Petrus muss ein Bischofsheimer sein

Seit 2015 feiern die Mainspitzgemeinden das Hochfest Fronleichnam mit festlichem Gottesdienst und anschließender Prozession als Fest in der Pfarrgruppe, zu dem alle eingeladen sind und das jedes Jahr in einer anderen Gemeinde der Pfarrgruppe stattfindet.
Dieses Jahr wurde das Fest als ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der verschiedenen Angebote zum 100-jährigen Geburtstag der Christkönigkirche sozusagen außerplanmäßig in Bischofsheim gefeiert.

Bei dem feierlichen Gottesdienst, den Pfarrer Zirmer und Pfarrer Haus gemeinsam mit den Gläubigen aus allen drei Mainspitzgemeinden gefeiert haben, gestalteten der Kirchenchor unter der Leitung von Stefan Finkenauer an der Orgel mit Unterstützung des Gemeindegesangs sowie die zahlreichen Messdienerinnen und Messdiener aus Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg einen feierlichen Rahmen, der für viele sicher ein besonderes Erlebnis von Kirche und Gemeinschaft war.
Die Kommunionkinder haben mit dem mit viel Begeisterung gesungenen Mottolied ihrer Kommunionfeier zum Abschluss alle mitgerissen und auf die anschließende Prozession eingestimmt.

Das diesjährige Fronleichnamsfest steht unter dem Motto „Gemeinsam unter Gottes Zelt, das von der Liedzeile „Seht Gottes Zelt auf Erden! Verborgen ist er da“ aus dem Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“ inspiriert wurde.
Auf die dreifache Bedeutung des Zeltes ist Pfr. Zirmer in seiner Predigt eingegangen und hat ausgeführt, dass einmal das Zelt als Baldachin verstanden werden kann, unter dem die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Straßen getragen wird. Weiterhin steht das Zelt als Symbol für das Gotteszelt mit der Kirche als Gotteshaus, in dem sich die Gemeinde versammelt. Nicht zuletzt steht Gottes Zelt für das Volk Gottes, das gemeinsam unterwegs ist durch die Zeiten und in dessen Mitte Jesus gegenwärtig ist.

Die Prozession führte zunächst zur Kita Parkweg, wo speziell für Kinder, Jugendliche und Familien um Gottes Segen gebetet wurde. Die Bitten bei dem nächsten Altar vor dem Rathaus nahmen die gesellschaftliche Verantwortung und den Frieden in den Blick.
Die Gebete am letzten Alter auf dem Prozessionsweg am Gemeindehaus in der Untergasse standen im Zeichen der Gemeinschaft mit Gott und mit den Menschen untereinander.

Den Gesang auf dem Prozessionsweg unterstützte eine Bläsergruppe unter der Leitung von Erwin Frank.

Den Abschluss der Prozession bildete der sakramentale Segen in der Christkönigkirche, wobei von Bläsergruppe, Orgel, Chor und Gemeinde das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ zur Ehre Gottes erklang.

Im Anschluss an den Gottesdienst und die Prozession bot das Pfarrgruppenfest der Mainspitzgemeinden im Pfarrgarten Gelegenheiten zum Austauschen, sich zu begegnen und an Leib und Seele zu stärken. Nicht nur die selbst zubereiteten Suppen, sondern auch die schmackhaften Kuchen wurden gelobt.

Der Kinderchor hat im Pfarrgarten ein weiteres Mal gezeigt, wie gemeinsames Singen begeistern kann. Frau Vajda wird Mitte des Jahres die Leitung des Kinderchores nach gut 13 Jahren Tätigkeit aufgeben. Pfr. Zirmer dankte für Ihr Engagement und hat darauf aufmerksam gemacht, wie viele Kinder in dieser Zeit durch den Kinderchor Zugang zur Musik und dem gemeinsamen Tun gefunden haben.

Damit ein solches Fest mit Gottesdienst, Prozession und Pfarrgruppenfest gelingen kann, bedarf es vieler helfender Hände, die planen, vorbereiten, aufbauen, die Kirche schmücken, die Altäre auf- und abbauen, Speisen und Getränke ausgeben, Suppen kochen, Kuchen backen, spülen und abbauen.
Allen, die sichtbar und eher im Verborgenen gewirkt haben, sei an dieser Stelle aus der Gemeinde heraus gedankt für ihr Engagement und ihre Zeit.

Trotz aller nicht so verheißungsvollen Wettervorhersagen konnten Prozession und Pfarrgruppenfest ohne Beeinträchtigungen von Regen oder Sturm stattfinden – Petrus sei Dank.

Heinz Witting

Donnerstag, 4.6.2026: Fronleichnamsgottesdienst für die Pfarrgruppe Mainspitze. Diesmal in Bischofsheim.
04/06/2026

Donnerstag, 4.6.2026: Fronleichnamsgottesdienst für die Pfarrgruppe Mainspitze. Diesmal in Bischofsheim.

04/06/2026

Fronleichnam auf einen Blick: In unserer Illustration erfahrt ihr Wissenswertes rund um das heutige Hochfest – unter anderem, woher der Name kommt. 🙂

➡ Teilt die Illustration mit allen, die heute mehr über Fronleichnam wissen sollen. 🙏

Edith Jakob in ‚Neues aus der Mainspitze‘ vom 4.6.2026
04/06/2026

Edith Jakob in ‚Neues aus der Mainspitze‘ vom 4.6.2026

Dr. Peter A. Schult in ‚Neues aus der Mainspitze‘ vom 4.6.2026
04/06/2026

Dr. Peter A. Schult in ‚Neues aus der Mainspitze‘ vom 4.6.2026

Das Wort zum heutigen Dreifaltigkeitssonntag mit Anmerkungen zur ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. "Magnifica humanita...
31/05/2026

Das Wort zum heutigen Dreifaltigkeitssonntag mit Anmerkungen zur ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. "Magnifica humanitas“

(Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A)

Von Pfarrer Karl Zirmer

„Gott, wer bist du?“
Texte: Ex 34,4b.5-6.8-9 u. Joh 3,16-18

„Gott, wer bist du?“, fragt der Schriftsteller Ulrich Schaffer. „Bist du eine Person mit Eigenschaften wie wir, uns aber immer ein Stück voraus, immer das, was wir sein wollen? Bist du das unbegreifliche Wesen, das wir mit unseren Träumen umgeben? … Bist du (vielleicht) gar kein einzelnes Wesen, sondern das Leben selbst? Der Inbegriff alles Lebendigen, dem wir einen Namen geben, weil wir nicht ruhen können, bis wir alles benannt haben? … Oder bist du nur die dürftige Hilfskonstruktion bedürftiger, suchender Menschen, die nicht ohne ein großes Wesen über ihnen leben können, weil es zu schwer ist, den Sinn nur im Leben selbst zu finden, wenn es mit dem unabwendbaren Tod endet?...Hat all das (was wir über Gott denken und uns vorstellen, vielleicht) nur mit uns zu tun, mit der Begrenztheit unserer Sicht, mit den Bildern und Gleichnissen, die wir denken und fühlen können, nicht aber mit dir, dem Unaussprechlichen, dem Undenkbaren? … Und ist es am Ende Ausdruck eines noch unlüftbaren Geheimnisses, dass du das bist, was wir brauchen, dass du in unser Leben eintrittst, wie wir dich denken können, eine jede auf ihre Weise, ein jeder auf seine Art?“ (U. Schaffer, Gott in der Weite meiner Fantasie)

„Gott, wer bist du?“ Diese Frage beschäftigt die Menschen von Anfang an und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte Gottes und des Menschen. Gott, wer bist du?

Gott ist einer in drei Personen, so bekennen wir es heute am Dreifaltigkeitssonntag wieder besonders feierlich. Was bedeutet aber dieser Satz?
Ein erster wichtiger Aspekt lautet: Wenn wir heute bekennen „Der eine Gott ist der dreifaltige Gott“, dann bekenne wir auch: Gott ist ein tiefes Geheimnis. Gott ist mehr, immer mehr als wir uns ausdenken oder aussprechen können. Er übersteigt all unsere Vorstellungskraft.
Gott ist und bleibt für uns gerade als der dreifaltige Gott ein undurchdringliches Geheimnis. Dass wir aus Gott keine drei Personen im menschlichen Sinne machen dürfen, dass also Vater, Sohn und Geist nicht drei Götter sind, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber wie in ihm „eins“ und „drei“ ineinandergreifen, entzieht sich trotz aller Erklärungsversuche der Theologen unserer Erkenntnis. So ist das Bekenntnis zum dreifaltigen Gott zunächst das Bekenntnis zum geheimnisvollen, unbegreiflichen Gott.

Zweitens: Gott ist Person, d.h. als ein Du ansprechbar und er spricht uns Menschen an. Mit ihm kann man auch ringen, nach ihm in der Dunkelheit des Lebens fragen. Er ist so groß, dass er alle Rätsel und Ungereimtheiten unseres Lebens, alle Schicksalsschläge überragt und uns deshalb auch Halt und Stütze sein kann.

Drittens: Gott ist Liebe. „Ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue“, so stellt er sich dem Mose am Sinai vor, wie wir es eben in der ersten Lesung gehört haben. Gott kennt das Leiden seines Volkes Israel und er will es befreien. Seine Name ist „Jahwe“, d.h. Gott ist einer, der für uns da ist und der sich um uns Menschen kümmert.
Gott ist in sich selbst sogar ein dreifaches Du, ist Gemeinschaft, Hingabe und Beziehung. Die Liebe schafft die Einheit der drei Personen in einem Wesen. Gott ist überreich an Leben und Liebe, die er gerne teilt. Deshalb geht er auch aus sich heraus, schafft die Welt und in ihr den Menschen. Er geht auf die Menschheit zu, offenbart sich und lädt uns zur Beziehung mit ihm ein.
Die Hinwendung Gottes zu uns Menschen erreicht ihren Höhepunkt in der Menschwerdung seines Sohnes. Seine Liebe fürchtet das Dunkel und den Tod nicht. Er geht mit uns durch Dick und Dünn. Im Evangelium hat es uns Jesus so gesagt: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab…“

Viertens: Wenn Gott in seinem innersten Wesen Beziehung, Liebe und Gemeinschaft ist, gehört dies auch zum Wesen von uns Menschen. Ein egoistisches Verhalten, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und Lieblosigkeit machen nicht glücklich. Wer aber wie Jesus bereit ist, sein Leben einzusetzen für eine gute Sache, wer seine Kraft und seine Zeit, seine Gaben und Fähigkeiten in den Dienst Gottes und seiner Mitmenschen stellt, der wird die Erfahrung machen, dass ein solches Leben sinnvoll und lebenswert ist, Freude und Erfüllung schenkt. Gott ist Liebe und der Mensch ist zur Liebe geschaffen. Deshalb kann er nur in gelebten Beziehungen das Glück und die Erfüllung finden, die er im Innersten seines Herzens sucht.

Anmerkungen zur ersten Enzyklika von Papst Leo XIV.: „Magnifica humanitas“

Sie haben mit Sicherheit mitbekommen, dass am Pfingstmontag die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. vorgestellt wurde: „Magnifica humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstliche Intelligenz.“
Mit rasantem Tempo greift KI in unseren Alltag, in die Arbeitswelt und in die Kriege ein und verändert alles. Das päpstliche Lehrschreiben zu den Auswirkungen der KI ist von Fachkenntnis geprägt und hat zu Recht weltweit ein positives Medienecho gefunden. Es ist hochaktuell und trifft den Nerv der Zeit.
Jeder Epoche droht die Gefahr, dass die Welt unmenschlich wird. Jede Generation erbt deshalb die Aufgabe, die eigene Zeit menschlicher zu gestalten Der Papst wendet sich in seiner Enzyklika keineswegs gegen Technologie an sich. Er sieht sie als „wertvolles Hilfsmittel“, wie er immer wieder betont. „Die technische Entwicklung hat im Laufe der Jahrhunderte zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensbedigungen beigetragen; zugleich aber hat jede Phase des Fortschritts auch die Ambivalenz von Werkzeugen offenbart, die in der Lage sind, Schaden anzurichten, wenn sie nicht auf das Gute ausgerichtet sind.“ Um dieses Gute geht es in der Enzyklika.
Die KI ist nicht menschlich. Wenn ihre Entwickler keine Vorsicht walten lassen, besteht das Risiko, dass diese Nichtmenschlichkeit und Unmenschlichkeit umschlägt und auf uns zurück.
Die KI „muss entwaffnet werden“. Wir sollten zwar nicht auf sie verzichten, uns aber auch nicht von ich beherrschen lassen.
In der Wochenzeitung „Die Zeit“ heißt es: „Magnifica humanitas“ ist Pflichtlektüre für alle, die nach einer Ethik für das Zeitalter der KI suchen. Sich mit dem Lehrschreiben zu beschäftigen, lohnt sich! Wollte man die 245 Paragraphen in einem Satz zusammenfassen, dann lautet er: „Bleibt menschlich!“

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