Seelsorgeverein

Seelsorgeverein Seelsorge, Trauerbegleitung, Trauerfeiern

30/05/2026

Gedanken zum Sonntag.

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen – viele tun sich damit schwer. Drei in einem – wie soll das gehen?

Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes – einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt.

Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich:

Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn kommt er allen Menschen zum Heil. Schließlich bezieht Gott in jedem einzelnen Wohnung:

als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung.

Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße

25/05/2026

Gedanken zu Pfingst- Montag.

Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack.

Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand.

So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden.

Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick.

Schon zu Moses Zeiten sendet Gott seinen Geist zu 70 Ältesten, die das Volk Israel weise leiten sollen. Im neuen Testament werden zunächst die Jünger mit dem Geist begabt und beauftragt, Sünden zu vergeben oder zu behalten. In den ersten Gemeinden gibt es viele Begabungen: mitreißende Rhetorik, Heilkraft, rasche Auffassungsgabe und gute Urteilsfähigkeit.

Alle Gaben kommen aber aus dem einen Geist: der Kraft, die von Jesus Christus ausgeht.

Sie dienen der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde. In einer Gemeinschaft, die aus diesem Geist lebt, muss Einigkeit und Frieden herrschen.
Pfingsten die Geburtsstunde der Kirche.

Wo stehen die Kirchen heute?
Massenaustritte,....... fühlen sich die Menschen in der Kirche nicht mehr zu Hause?
Oder ist die Zeit einer neuen Reformation da....?
Veränderung gemeinsam mit den Menschen wäre glaub ich mehr als Notwendig.

Ich wünsche euch allen gesegnete Pfingsten und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

23/05/2026

Gedanken zu Pfingsten

Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: in fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede.

Die reinste babylonische Sprachverwirrung!
Das Gegenteil geschieht an Pfingsten.

Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen.

Viele lassen sich taufen:

Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen:
die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig.

Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft.

Pfingsten ist als drittes Hochfest der Kirche am wenigsten bekannt – vielleicht auch deshalb, weil das Brauchtum weniger markant ist als bei den anderen großen Festen.

Dennoch gibt es auch hier einige, regional unterschiedliche Bräuche.

Mit viel frischem Grün geschmückte Kirchen, rote Altardecken für den Heiligen Geist, mancherorts eine Konfirmation – zu Pfingsten wird der Geburtstag der Kirche gefeiert.

Gerade in Kirchen, in denen an Pfingsten Konfirmationen gefeiert werden, ist es üblich, die Kirche mit frühlingsfrischem Birkengrün zu schmücken.

Als Zeichen für den Heiligen Geist, der an Pfingsten über die Jünger kam, ließ man im Mittelalter lebendigen Tauben in der Kirche fliegen.

Heute noch wird in alten Kirchen eine hölzerne Taube aus einem Loch aus der Decke herabgelassen.

In manchen Familien ist es Brauch, „Heiliggeisttauben“ in der Wohnung aufzustellen.

Weil an Pfingsten Petrus von allen in ihrer Muttersprache verstanden wurde, wird in einigen Gemeinden die Pfingstlesung in verschiedenen Sprachen vorgetragen.

Ich wünsche euch allen gesegnete Pfingsten und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

16/05/2026

Gedanken zum Sonntag.

Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterherblicke oder an der Absperrung am Flughafen stehe.

Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden.

Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi.

Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen.

Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft.

In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns:

Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott. (Und manchmal zeigt sich Gott dort, wo wir ihn nie vermutet hätten. Wie bei dem jungen Samuel, den Gott erst dreimal rufen musste, bevor er ihn erkannte.)

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

14/05/2026

Christi Himmelfahrt
Männern
Vatertag

„Hier ist der Himmel auf Erden“, sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht.

Was ist der Himmel?

Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?

Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung.

Er kehrt zurück zu Gott.

Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist.
Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: „Was steht ihr da und schaut in den Himmel?“ Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.

Zahlreiche Kirchengemeinden verbinden mit Christi Himmelfahrt eine Wanderung oder einen Ausflug und feiern den Gottesdienst im Grünen. Christi Himmelfahrt betont die Anwesenheit und Macht Jesu Christi an allen Orten und zu jeder Zeit. Deshalb wird an Christi Himmelfahrt der Kirchenraum vielerorts verlassen.

Mit Gottesdiensten im Freien und auf Bergen wird sinnenfällig gefeiert, dass Jesus Christus den Menschen verheißen hat:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,18.20).

Daran erinnern wir uns auch jedes Mal, wenn wir im Gottesdienst gemeinsam mit dem Apostolischen Glaubenbekenntnis bezeugen: „aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters“.

Ich wünsche euch allen einen gesegneten Feiertag

Herzliche Grüße Karsten

09/05/2026

Gedanken zum Sonntag.

Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche?

Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer.

Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen. Der Sonntag Rogate ermutigt zum Gebet.

Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen.

Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: das stürmische und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, die Bitte um Vergebung, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank.

Wer in seinem Namen bittet, so verspricht Jesus, der stößt bei Gott nicht auf taube Ohren. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen Gebete umfasst: das Vaterunser.

Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

02/05/2026

Gedanken zum Sonntag.

Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt, – Musik lässt niemanden unbewegt.

Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie.

Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!):

Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Geschöpfe Gottes, das besänftigende Harfenspiel und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt – sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes.

Dort, wo sein Name so besungen wird, dort ist Gott ganz nah. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik.

Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.

Ist es nicht erstaunlich, dass die Evolution unserer Stimme drei Oktaven geschenkt hat, obwohl wir zum Sprechen nur eine Quinte brauchen?

Für irgendetwas muss diese verborgene Fähigkeit doch gut sein. In der Tat: Weil Babys die Worte der Eltern zunächst als melodischen Singsang wahrnehmen, wird ihr Gehirn so konditioniert, dass sie auch später noch Gesang als beruhigend wahrnehmen.

Auch das eigene, aktive Singen hat positive Auswirkungen auf Gemüt und Körper.

Nachweislich wird das Immunsystem gestärkt und wohlstimmende Hormone ausgeschüttet.

Dabei ist es übrigens völlig gleichgültig, ob Sie den Ton treffen oder komplett schiefliegen.

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

01/05/2026

Guten Morgen, ich wünsche Euch allen einen erholsamen Feiertag.
Herzliche Grüße Karsten

25/04/2026

Gedanken zum Sonntag.

Gedenken an unsere Verstorbenen...

Wir tun das in der Gemeinschaft mit anderen Christen. Wir lassen verbinden unsere Erinnerungen mit dem Trost aus der Heiligen Schrift.

Im Johannesevangelium ist niedergeschrieben, was die Gemeinde nach Ostern im Glauben an den auferstandenen Christus von ihm gehört hat.

Es ist wohl der tiefste Trost für uns Christen, dass Jesus Christus lebt und bleibend mit den Seinen verbunden ist.

So spricht Christus in Johannes 6,35-40 im Zusammenhang der Brotrede:
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
Liebe Freunde,
es erstaunt mich immer wieder, welche Bilder Grundschulkinder von einem Leben bei Gott malen.

Mir fällt auf, dass die Bilder durchweg positiv sind und eine phantasiereiche Hoffnung zum Ausdruck bringen.

Diese Hoffnung die von den Kindern gemalt wird, wie kommt diese bei uns an?

Sind Kinder in ihrem Denken freier, als wir?

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

18/04/2026

Gedanken zum Sonntag.

Manchmal wünsche ich mir das: einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe.

Jesus, der
„gute Hirte“
steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern.

Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an.

Das Neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt.
Jeder einzelne zählt.

Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken.

Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.

Kernaussage
„Ich bin der gute Hirte“, sagt Jesus: der zweite Sonntag nach Ostern ist der Hirtensonntag.

Die Schafe kennen die Stimme des Hirten – und er sorgt für sie und lässt, wenn es nötig ist, sein Leben für die Schafe.

Ich wünsche euch allen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.

Herzliche Grüße
Karsten

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