Katholische Kirche St. Johannes Evangelist, Gernsdorf

Katholische Kirche St. Johannes Evangelist,  Gernsdorf Katholische Kirchengemeinde (Pfarrvikarie) St. Johannes Ev. Gernsdorf

https://kirche-gernsdorf.de/ KATHOLISCHE KIRCHE ST. Johannes, das Pfarrheim St. vor den Hl.

JOHANNES EVANGELIST, GERNSDORF

Die katholische Pfarrvikarie St. Gernsdorf gehört zum, im Jahr 2003, gegründeten “Pastoralverbund südliches Siegerland“. Der Pastoralverbund gehört zum Dekanat Siegen im südlichsten Teil des Erzbistums Paderborn. Von den ca. 1.400 Einwohnern Gernsdorfs sind ungefähr 700 Personen römisch-katholisch. Zur Pfarrvikarie Gernsdorf gehören der Kindergarten St. Johannes sow

ie die Katholisch-öffentliche Bücherei (KÖB). Als Vereine und kirchliche Verbände sind die Caritaskonferenz, die KfD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands), der Chor „Vivace“ und die Messdienergruppe aktiv. Baubeschreibung / Kirchenführer der St. Kirche in Gernsdorf
Die Kirche St. in Wilnsdorf-Gernsdorf ist kurz nach Ende des 2. Weltkriegs weitgehend in Eigenleistung, nach Entwürfen des Architekten Theodor Pluschka, errichtet worden und gilt als nach erster Nachkriegs-Kirchenneubau im Siegerland. Die großräumige Saalkirche besitzt 18 spitzbogige Fenster und ein entsprechendes Rundfenster im Turm. Das Hauptportal in Sandsteinoptik befindet sich im Turm dessen pyramidenförmiger Schieferhelm von einem Kreuz und einem vergoldeten Wetterhahn gekrönt ist. Der Außenanstrich ist weiß, die Fensterumrandungen sind rot abgesetzt. Den weißen Innenraum teilen gemauerte Wandpfeiler in fünf Joche. An den Wandpfeilern befinden sich rote Fassungen anstelle von Kapitellen. Über den Wandpfeilern wölbt sich ein Tonnengewölbe mit aufgemalter hellblauer Marmorierung. Der Chorraum, der nach der Renovierung im Jahr 2017 als Taufkapelle genutzt wird, ist vom Langhaus durch einen Rundbogen mit einem offenen, neugotischen Stichbogen getrennt. Die Kirche bietet im Langhaus und auf der Orgelempore insgesamt ca. 220 Sitzplätze. Auf der Rückwand des Chorraumes zeigt, eine aus der Erbauungszeit stammende, Monumentalstuckausmalung die Kreuzigung Christi. Diese Kreuzigungsszene wird durch eine nicht gegenständliche Hintermalung der Künstlerin Marie-Luise Dähne in einen neuen Zusammenhang gesetzt und versinnbildlicht nun den österlichen Gedanken der Erlösung. Die Tabernakel-Stele, der Altar, der Ambo und der neue Taufstein wurden, nach Entfernung des Hochaltars im Zuge des 2. Vatikanischen Konzils, aus gebürstetem Rosso-Marmor gefertigt. Den Tabernakel ziert an der Vorderseite die Szene der wunderbaren Brotvermehrung. Jesus Christus mit Fischen (Messingeinlegearbeiten) und fünf Broten (Bergkristall) Zur weiteren Ausstattung gehören neugotische Figuren des Hl. Johannes Evangelist und der Hl. Helena, die Teile des ehemaligen Hochaltares, der alten Gernsdorfer Johannes-Kapelle waren. Diese Figuren befinden sich auf der linken und der rechten Seite des Altarraumes. Zwei barocke Statuen des Hl. Johannes Evangelist und der Gottesmutter Maria aus dem frühen 18.Jahrhundert (Mainzische Arbeit), flankieren den Haupteingang im hinteren Teil der Kirche und sind in räumlicher Nähe zum Andachtsraum positioniert, der auch bei geschlossener Kirche, einen täglichen Zugang zum Gotteshaus und damit der persönlichen Andacht gewährleistet. Die vier Fenster des Chorraumes stammen vom Künstler E. Gaiser aus dem Jahr 1949 und zeigen Elemente der Dreifaltigkeit (Das Auge Gottes, Taube als Symbol für den Hl. Geist, Kreuz für Christus sowie die Symbole Alpha und Omega). Die Orgel aus dem Jahr 1966 befindet sich auf der Empore gegenüber des Altaraumes. Die drei Glocken der Kirche stammen aus dem Jahr 1957 und tragen die Namen:
- Hl. Johannes (Trauerglocke)
- Hl. Maria (Glocke zum Angelus-Gebet 3 x täglich)
- Hl. Paulus (Glocke zur Wandlung)
An allen Sonn u. Feiertagen bzw. Messen läuten alle 3 Glocken gemeinsam. Geschichte der Kapellen und Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist in Gernsdorf
Die Kapellengemeinde St. Johannes Evangelist bis 1946.

700 – 900 n. Chr. Die bereits christlichen Franken besiedeln den heutigen Ortskern von Gernsdorf vermutlich während einer Ausbauperiode infolge der „Fränkischen Landnahme“.
1300 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Gernsdorf (Gernstorff) im Abgabeverzeichnis des Propstes von Amöneburg. ab 1349 Die Orte Gernsdorf, Rudersdorf und Salchendorf werden, im Mainzer Archidiakonats register, als Filialgemeinden (Kapellenorte) der Kirche zu Irmgarteichen genannt. Ab dieser Zeit wurde Irmgarteichen eine, von der Mutterpfarrei St. Martin in Netphen, unabhängige und eigenständige Pfarrei.
1452 Das Abgabenregister der Irmgarteicher Kirche führt Einnahmen aus Gernsdorf auf.
1504 Die Gernsdorfer Gemeinde zahlt Abgaben an den Marienaltar der St. Martin-Kirche in Siegen.
1533 Der Siegener Graf Wilhelm von Nassau führt die lutherische Konfession in der gesamten Grafschaft Nassau – Dillenburg – Siegen ein. 1561 Erwähnung der, deutlich älteren, baufälligen Gernsdorfer Kapelle nach einer Visitation (Untersuchung) des Irmgarteicher Pfarrers. Zitat “:….. die Kapellen in Gernsdorf und Rudersdorf verfielen ganz….“
1577 Die Gernsdorfer Kapelle besitzt laut Rechnungsbuch des Irmgarteicher Pfarrers 11 Gulden Hauptgeld sowie ein Feld am Hasenberg im Wert von 6 Gulden. In diesem Jahr wird die calvinistische Konfession in der Grafschaft Nassau-Siegen eingeführt.
1578 Der calvinistische Pfarrer in Irmgarteichen beschwert sich das die Gerndorfer und Rudersdorfer ihrer Abgabenpflicht für die Bedienung der Kapellen nicht nachkämen.
1618 Beginn des Dreißigjährigen Krieges.
1624 Unter Graf Johann VIII. von Nassau-Siegen wird Gernsdorf nach mehreren Konfessionswechseln zunächst 1624, und im Jahr 1648, nach Abschluss des „Westfälischen Frieden“ , wieder katholisch.
1666 Es wird vom Bau einer Kapelle berichtet. (Vermutlich handelt es sich hier um die Instandsetzung oder den Umbau der 1561 erwähnten, baufälligen, Kapelle)
1726 Im Kirchspiel Irmgarteichen werden 7 Schulen (darunter eine in Gernsdorf) erwähnt. Der Unterricht fand ausschließlich in den Wintermonaten statt, da hier der Großteil der Arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft ruhte.
1814 Bau einer Kapelle, da die alte aus dem 16. Jahrhundert, bei einem Brand, der einen Großteil des Dorfes vernichtete, zerstört wurde. Lediglich einige Häuser am Bichelbach hielten dem Feuer stand.
1856 Neubau der Kapelle am Hasenberg, da die wenige Jahrzehnte zuvor errichtete Kapelle für die wachsende Einwohnerzahl nicht mehr ausreichte. Die neue Kapelle wird im Jahr 1859 geweiht.
1902 Neubau der katholischen Volkschule (heute Dorfgemeinschaftshaus)
1922 Der Friedhof am Hasenberg wird angelegt. Bis dahin wurden die katholischen Einwohner des Dorfes in Irmgarteichen und die evangelischen Einwohner in Netphen bzw.Deuz bestattet. Die Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist von 1946 bis in die Gegenwart. (Erster Kirchenneubau des Siegerlandes nach dem 2. Weltkrieg)

1946 Pfarrer Paul Geihe aus Schlesien wird Vikar in Gernsdorf.
24.04.1948 Erster Spatenstich zum Kirchenneubau der St. Johannes Evangelist Kirche in Gernsdorf durch Pfarrer Paul Geihe.
18.04.1949 Grundsteinlegung durch Dechant Anton Gabriel.
10.06.1951 Nach 3 Baujahren, und insgesamt 36.268 Baustunden (davon 10.000 Stunden Nachtarbeit im Scheinwerferlicht), fast ausschließlich in ehrenamtlicher Tätigkeit der Dorfbewohner, wurde die Kirche durch den damaligen Erzbischof von Paderborn, den späteren Kardinal, Dr. Lorenz Jäger geweiht und der Gemeinde zur Nutzung übergeben.
1957 Die drei Glocken der Gernsdorfer Kirche werden feierlich geweiht.
1966 Erste Renovierung der Gernsdorfer Kirche inkl. Anschaffung einer neuen Kirchenorgel.
1975 Umbau der Kirche nach den Vorgaben des 2. Vatikanischen Konzils. Es erfolgen der Anbau der Sakristei und der Einbau einer neuen Heizung.
1981 Nach Jahrhunderten der Zugehörigkeit zur Kirche in Irmgarteichen, wird die katholische Kirchengemeinde Gernsdorf, neue Pfarrvikarie, der Pfarrgemeinde Rudersdorf.
1982 Weihe des neuen Altares durch den Paderborner Weihbischof Leo Drewes
1986 Die katholische Grundschule Gernsdorf wird aufgelöst und mit der neuen katholischen Grundschule in Rudersdorf zusammengelegt.
1987 Der katholische Kindergarten St. Johannes wird gebaut. Der heutige Kirchenchor „VIVACE“ wird als Jugendchor der Messdienergruppen aus Gernsdorf und Rudersdorf gegründet.
1993 Erneuerung des Innenanstrichs in der Kirche
1995 Neubau des Pfarrheims St. Johannes
2003 Die katholische Kirchengemeinde gehört zum neu errichteten „Pastoralverbund Südliches Siegerland“
2009 Die komplette Außensanierung der Kirche wird abschlossen.
2017 Abschluss umfassender Innenrenovierungs- u. Umbaumaßnahmen an der St. Johannes Kirche. Die Neueinsegnung fand am 23. Juli 2017 statt. https://kirche-gernsdorf.de/

WortWechsel – Thema am 25.6.:Mensch sein im Zeitalter der KI.Auf der Suche nach dem, was uns wirklich ausmacht.Künstlich...
16/06/2026

WortWechsel – Thema am 25.6.:

Mensch sein im Zeitalter der KI.
Auf der Suche nach dem, was uns wirklich ausmacht.

Künstliche Intelligenz schreibt Texte, komponiert Musik und führt Gespräche, die sich erstaunlich echt anfühlen. Manche sind fasziniert, andere verunsichert. Was bedeutet es da heute eigentlich noch, Mensch zu sein?

WortWechsel ist ein moderiertes Gesprächsformat, das Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und gemeinsames Nachdenken bietet.

Herzliche Einladung!
09/06/2026

Herzliche Einladung!

Vor 75 Jahren - Kirchenweihe in Gernsdorf! Die Kirche St. Johannes Evangelist in Gernsdorf ist kurz nach Ende des Zweite...
05/06/2026

Vor 75 Jahren - Kirchenweihe in Gernsdorf!

Die Kirche St. Johannes Evangelist in Gernsdorf ist kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, weitgehend in Eigenleistung der Bevölkerung, errichtet worden und ist der erste Neubau einer Kirche nach dem Krieg im Siegerland.

Der erste Spatenstich fand am 28. April 1948 statt, die Grundsteinlegung am 18. April 1949. Nach 3 Baujahren, mit insgesamt 36.268 Baustunden (davon 10.000 Stunden Nachtarbeit im Scheinwerferlicht), fast ausschließlich ehrenamtlich geleisteter Tätigkeit der Dorfbewohner, wurde die Kirche am 10. Juni 1951 durch den damaligen Erzbischof von Paderborn, dem späteren Kardinal Lorenz Jaeger geweiht und der Gemeinde zur Nutzung übergeben.

Mehr dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannes_Evangelist_(Gernsdorf)

Fronleichnam
04/06/2026

Fronleichnam

Gottesdienst und Prozession rund um den "Leib Christi"

Fronleichnam 2026 in Rudersdorf ...Morgens halb sechs im Siegerland! 🙂
04/06/2026

Fronleichnam 2026 in Rudersdorf ...
Morgens halb sechs im Siegerland! 🙂

Gemeinsamer Pfarrbrief für den Pastoralen Raum Südliches Siegerland im Juni 2026.Zum Pfarrbrief:https://pr-suedliches-si...
02/06/2026

Gemeinsamer Pfarrbrief für den Pastoralen Raum Südliches Siegerland im Juni 2026.

Zum Pfarrbrief:
https://pr-suedliches-siegerland.de/wp-content/uploads/sites/56/2026/05/Pfarrbrief-Juni-2026-Website.pdf

Geistliches Wort von Pastor Michael Kammradt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder,

in dem Buch „Für den geistigen Hunger zwischendurch“ von Wolfgang Raible fand ich folgende Geschichte nach Lutz Hoffmann: „Zwei alte Wassermühlen hatten jahrhundertelang Mehl gemahlen und ihre feste Kundschaft gehabt – bis in der Umgebung elektrisch betriebene Mühlen auftauchten, die das Korn billiger, schneller und feiner zu Mehl verarbeiten. Die beiden Mühlen reagieren nun unterschiedlich auf diese Störung. Die eine Mühle wird völlig umgebaut. An die Stelle des wassergetriebenen Rades treten Elektromotoren, das alte Mahlwerk wird durch eine moderne Maschine ersetzt. Die andere Mühle lässt alles beim Alten, gibt jedoch das Mahlen von Mehl auf und lässt ihren ächzenden Leerlauf von neugierigen Touristen gegen gutes Geld bewundern. Bei der ersten Mühle hat sich das Erscheinungsbild völlig geändert. Aber die alten Ziele sind gerettet. Es wird weiter Mehl gemahlen. Bei der anderen Mühle ist alles geblieben, wie es immer war. Doch der Schein trügt, denn die früheren Ziele sind aufgegeben worden; an die Stelle des Mahlens von möglichst viel Mehl ist das Anschauen durch möglichst viele Neugierige getreten.“

Am 10. Juni wird unsere Kirche in Gernsdorf 75 Jahre alt. 1951 wurde sie vom damaligen Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger geweiht. Sie gilt als der erste Kirchenneubau im Siegerland nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor rund zehn Jahren erhielt sie vor allem im Altarraum ein „update“, der den pastoralen Bedürfnissen unserer Zeit angepasst wurde. So verschwand die steile und mehrstufige Treppe in den Altarraum, die den Priester am Altar weit weg von der mitfeiernden Gemeinde entrückt hat. Der Altar wurde nach vorne Richtung Kirchenschiff gezogen, so dass hinter dem Altar ein Chorraum entstand, der sich für Gottesdienste in kleiner Runde eignet (beispielsweise für Werktagsmessen). In der Mitte des neugeschaffenen Chorraums befindet sich das Taufbecken. Die halbkreisförmige Sitzmöglichkeit im Chorraum bietet die Chance, Taufgottesdienste in einer besonders dichten Atmosphäre mitzufeiern. Zudem nutzt die Kleinkindergottesdienstgruppe den Altarraum für ihre monatlichen familien- und kindgerechte
Wortgottesfeiern.
Der begonnene Transformationsprozess in Pastoral und Verwaltung in unserem Erzbistum stellt uns auch vor die Herausforderung, uns Gedanken über unsere Kirchen zu machen. Wenn unsere Kirchen nicht zu musealen Anschauungsobjekten oder gar zu Bauruinen werden sollen, braucht es fantasievolle Ideen, Kooperationsbereitschaft und Tatkraft, um sie den Erfordernissen und geistlichen Bedürfnissen unserer Zeit anzupassen.

Am Sonntag, den 7. Juni, wollen wir 75 Jahre Kirchweihe St. Johannes Evangelist, Gernsdorf mit einem Familiengottesdienst feiern.

Im Namen des gesamten Pastoralteams wünsche ich Ihnen Gottes Segen.

Ihr Michael Kammradt, Pastor

"Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist."
31/05/2026

"Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist."

Das Hochfest nach Pfingsten

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Sankt/Johann/Straße 10
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