30/04/2022
Guten Tag,
nach mehr als 20 Jahren verlasse ich heute die Evangelische Apostel – Kirchengemeinde Gelsenkirchen.
Ab dem 1. Mai 2022 arbeite ich im sogenannten „Pastoralen Dienst im Übergang“.
Ich gehe jeweils für ein bis anderthalb Jahre in eine Kirchengemeinde und vertrete dort die freie Pfarrstelle.
Gleichzeitig gestalte ich mit dem Presbyterium dieser Kirchengemeinde die gemeindliche Arbeit so, dass für die pastorale und gemeindliche Arbeit in der Kirchengemeinde Menschen gewonnen werden können, die diese Arbeit dann gern und gut erledigen.
Die Gemeinde gewinnt durch Menschen wie mich Zeit, in Ruhe überlegen zu können, wie sie zukünftig arbeiten möchte.
Ist diese Aufgabe in einer Kirchengemeinde erledigt, wird mir ein neuer Auftrag in einer anderen Kirchengemeinde übertragen.
Mein 1. Einsatzort ist der Kirchenkreis Hagen. Dort werde ich in der Auferstehungskirchengemeinde Hagen meinen pastoralen Dienst versehen und mit den Presbyterien der Auferstehungskirchengemeinde und der Jakobus – Kirchengemeinde Breckerfeld gemeinsam überlegen, in welcher Weise man zukünftig pfarramtlich verbunden sein kann.
Ich bin in den vergangenen Jahrzehnten sehr gern hier in Gelsenkirchen gewesen.
Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und habe mich von den Christinnen und Christen in der Apostel – Kirchengemeinde Gelsenkirchen und vor allem in Bismarck und im Haverkamp in meiner Arbeit immer getragen und unterstützt gefühlt.
Das macht mich sehr, sehr dankbar.
Gleichzeitig verändert sich unsere familiäre Situation: unsere Kinder, die hier aufgewachsen sind, sind nun alle aus dem Haus.
Das hat auch bei mir den Gedanken ausgelöst, noch einmal aufbrechen zu wollen.
Vor mir liegen noch 9 Jahre Kirchlicher Dienst.
Diese Zeit möchte ich nutzen, um noch einmal etwas Neues zu machen.
Unsere Kirche und auch die Apostel – Kirchengemeinde geht schwierigen Zeiten entgegen.
Auf die Herausforderungen unserer Zeit muss auch unsere Kirche so reagieren, dass sie sich verändert.
Wenn sie weiter nur tut, was sie immer schon gemacht hat, wird sie die Menschen verlieren.
Doch es ist nicht leicht, diese Veränderungen zu gestalten.
Unsere Landeskirche bietet deshalb den Kirchengemeinden, die sich verändern wollen, die Möglichkeit, bei diesen Veränderungen Zeit zu haben.
Der „Pastorale Dienst im Übergang“ verschafft den Kirchengemeinden diese Zeit.
Ich bringe für diesen Dienst aus den vergangenen Jahren meiner Tätigkeit beides mit: die pastorale Kompetenz und die beratende Kompetenz. Beide Kompetenzen sind in diesen Prozessen der Veränderung gefragt.
Für mich ist dieser Dienst deshalb der richtige Ort, um dazu beizutragen, dass unsere Kirche auch in Zukunft wichtig für die Menschen ist.
Ich schaue auf die Zeit, die hier an diesem Ort hinter mir liegt, mit einem Gefühl von Erntedank zurück.
In den vergangenen Wochen und Monaten durfte ich vieles „ernten“, das ich mit anderen gemeinsam zum Teil vor vielen, vielen Jahren gesät habe.
Zugleich spüre ich, dass die Aufgaben, die sich hier stellten, nun auch erledigt sind.
Der Blick zurück fühlt sich „rund“ an.
Deshalb freue ich mich auf die neue Herausforderung und die Menschen, die mir dort begegnen.
Ich danke allen, die mich in meiner Zeit in dieser Gemeinde unterstützt haben.
Und ich bitte diejenigen, denen ich nicht gerecht geworden bin, um Entschuldigung.
Mit diesem Post gebe ich auch die Verantwortung für den Facebook – Auftritt der Kirchengemeinde ab.
Wer wissen möchte, wie es mit mir weitergeht, kann sich gern mit meinem persönlichen Facebook – Auftritt befreunden.
Bis wir uns wiedersehen, halte Gott Sie und euch alle in seiner Hand.
Auf Wiedersehen.
Norbert Deka