24/12/2023
Heiligabend, Heilige Nacht - Ein Nachdenken über die Welt
In der stillen, Heiligen Nacht, wenn die Welt zur Ruhe kommen sollte, sind meine Gedanken bei jenen, die keinen Frieden finden. Während viele von uns den Zauber dieser Zeit erleben, gibt es Orte, an denen Unruhe und Angst herrschen.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
Im Gazastreifen, wo Angriffe das tägliche Leben überschatten, denke ich an die Menschen, die unter Not und Hunger leiden. Die Hilfsgüter, die sie kaum erreichen, während sie ständig den Tod fürchten müssen. Ihre stille Nacht ist durchdrungen von Sorgen und der Angst vor dem nächsten Angriff.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
Auch in der Ukraine lässt der Konflikt keinen Raum für Frieden. Angriffe sind dort eine alltägliche Realität. Menschen können nicht zur Ruhe kommen; ihre Nächte sind weit entfernt von Stille und Frieden.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
Selbst hierzulande spüre ich die Unruhe der Menschen. Die Angst vor den Entwicklungen in fernen Ländern, die Ohnmacht, kaum etwas beeinflussen zu können. Der Hass, der sich in unserer Mitte breitmacht, sei es gegenüber Palästinensern oder Israelis, zeigt, dass eine Einigung in weite Ferne gerückt scheint. Jeder beschuldigt den anderen, doch niemand findet einen gemeinsamen Weg.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
In Geesthacht, bei der Essensausgabe, sehe ich die wachsende Not. Die Schlangen werden länger; immer mehr Familien sind auf Hilfe angewiesen. Die Bedürftigkeit steigt, und ich sehe die Kinder, die mit ihren Eltern kommen, in der Hoffnung auf ein kleines Weihnachtswunder.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
In dieser Heiligen Nacht denke ich an Jerusalem, die umkämpfte Stadt, die Wiege der monotheistischen Religionen. Juden, Christen und Muslime, alle mit heiligen Stätten dort, und doch kein Frieden in Sicht. Keine Anerkennung des anderen, kein friedliches Miteinander.
Stille Nacht, Heilige Nacht…..
In dieser stillen, Heiligen Nacht wünsche ich mir mehr Frieden, mehr Verständigung zwischen den Völkern. Eine gemeinsame Suche nach Frieden und Verständnis. Das ist mein Wunsch für diese Nacht, für eine Welt, in der das Heilige wieder seinen Platz findet. Möge der Heiland, der vor 2000 Jahren geboren wurde, uns allen den Weg zu diesem Frieden weisen.
Amen.