07/05/2021
Novene zur Hinführung auf Pfingsten mit Impulsen von Pater Hans Buob SAC
"Komm Heiliger Geist und erneuere die Herzen der Menschen"
von Freitag, 14.05.2021 bis Samstag, 22.05.2021, täglich ab 19 Uhr
"Komm herab, o Heiliger Geist"... so beten wir oft in den Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Aber - meine ich das wirklich ernst? Oder möchte ich nicht viel lieber beten:
"Komm herab und durchwehe unsere Welt ..... aber bitte so, wie es mir gefällt. In vorgezeichneten und planbaren Bahnen und nicht zu impulsiv, bitte!"
Aber so ist Gottes Geist nicht!
Nicht umsonst sind in der Pfingsterzählung Sturmwind und Feuer seine Begleiterscheinungen. Diese Elemente lassen nichts, was sie ergreifen, an seinem Ort und in seinem Zustand.
Wer also an den Heiligen Geist glaubt und in diesem Glauben um das Kommen dieses Geistes bittet, der muss wissen, dass er damit Gott herbeiruft, um sich in seinen Gewohnheiten, seinen ausgetretenen Wegen, seiner Selbstgerechtigkeit und Selbstgenügsamkeit aufwirbeln zu lassen.
Was wir an Pfingsten feiern ist nicht nur eine Erinnerung an das große Pfingstereignis, sondern, dieses Ereignis wird in der Feier der Hl. Messe wirkliche Gegenwart. Heiliger Geist ist die Frucht der Erlösung. In der Eucharistie wird Tod und Auferstehung Gegenwart und deshalb auch die Ausgießung des Heiligen Geistes. Er wird uns in alle Wahrheit einführen, verspricht Jesus vor seinem Leiden. Deshalb brauchen wir Ihn in der Kirche von Deutschland gerade jetzt!
In der Pfingstnovene erfahren wir, wie der Heilige Geist wirkt, was für Ihn Hindernisse sind, was Ihn anzieht. Und wir flehen um sein Kommen in uns, in die Kirche in Deutschland und in die ganze Welt.
Anmeldefrist zum Online-Seminar: Mittwoch, 12.05.2021
Warum beten wir die Pfingstnovene?
"Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch."
Einheitsübersetzung, Johannes 14, 16-20
Alfred Delp, der 1945 ermordete Jesuitenpater und Theologe, hat in seinen „Meditationen zur Pfingstsequenz“ das Wort vom „Tröster Geist“ zeitgemäß beschrieben.
„Das Trösten besteht nun nicht im billigen Wegreden der trostlosen Lage. Sondern entweder im Schaffen neuer Zustände, über die der Geist wieder sich freuen kann, zufrieden sein kann. Der echte Tröster muss entweder diese neue Lage schaffen oder die alte Lage in solche echten Zusammenhänge bringen, in denen der Kümmerlichkeitscharakter schwindet, die ganze Lage einen echten Sinn bekommt. Beides aber ist gerade das Werk des Geistes an uns.“
Der Heilige Geist, so führt Alfred Delp weiter aus, gibt den Seinen Kraft in den drei Grundnöten der kümmerlichen Kreatur: Erstens in der Arbeit, zweitens im Feuersturm der Bedrängnis und drittens im großen Weinen.
Diese Beschreibung trifft nicht nur auf die Endphase des Zweiten Weltkriegs, sondern auch heute noch zu.