St.Wulphardi Kirche in Freiburg Elbe

St.Wulphardi Kirche in Freiburg Elbe St. Jh. die evangelische St. Wulphardi-Kirche (Neubau von 1835 – 1837). Blohm entworfen hat. Der Bau der Kirche wird in der Hauptsache 1837 fertiggestellt.

Wulphardi-Kirche

Im Zentrum der Ortswurt erhebt sich auf dem erhöhten Standort des durch die Sturmflut von 1825 stark beschädigten Vorgängerhauses einer romanischen Basilika des 12. Es handelt sich um einen spätklassizistischen einschiffigen Backsteinsaal mit einem alles überragenden, weithin sichtbaren Dachreiter (Länge 30,30m, Breite 36,20m, Höhe bis zur Turmspitze 36,20m, über die noch die Wet

terfahne hinausragt), der 1838 nach dem Plänen des Stader Bauconducteurs Ernst Heinrich Blohm ausgeführt wurde. Den sparsam dekorierten Außenbau gliedern breite Rundbogenfenster und ein in Kämpferhöhe herumgezogenes Backgesteingesims. Der einheitlich gestaltete Innenraum ist durch eine umlaufende Empore mit integriertem Kanzelaltar bestimmt, den gleichfalls E.H. Darüber spannt sich eine flache, in kräftigen Farben bemalte Vontendecke. Aus diesem Grunde steht diese Jahreszahl über dem Hauptportal. Turm und Innenausstattung werden ein Jahr später vollendet. Seitdem steht die „neue“ St. Wulphardi-Kirche an der selben Stelle wie ihre Vorgängerin mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie nun wesentlich höher liegt. Musste man bis 1837 einige Stufen hinabsteigen, um zur Kirche zu gelangen, führt heute der Weg auf den höchsten Punkt der Warft und dann über mehrere Stufen ins Kircheninnere. Aus dem Schaden der 1825er Flut ist man klug geworden. Die 1962er Flut belegt diese Erkenntnis. In der Nacht vom 16./17. Feburar lagen Kirche und Ehrenmalplatz als rettende Insel dar. In den Jahren 1914 – 1919 erfolgte die Ausmalung des Kircheninneren und seiner Ausstattung durch Malermeister Ebeling. Nach dem Einbau einer modernen Heizung wird schließlich das Kircheninnere 1974-1975 einer umfassenden Renovierung unterzogen und der Deckenfries mühevoll saniert. Die Orgel
1581/83 ist nach Pratje in Freiburg schon eine Orgel bezeugt.

1619 und 1620 erfolgt eine Reparatur der Orgel durch Hans Scherer den Jüngeren aus Hamburg. Ein selbständiges Pedal war schon damals vorhanden. Ein ungenannter Hamburger ‚Orgelmacher’ erstellte 1640/41 vier neue Spanbälge, führte Reparaturen durch und stimmte das Werk ab.

1676-77 (78?) Reparatur oder Umbau durch Arp Schnitger (Stade) im Auftrag der Witwe Huß.

8. Juli 1791 erste genaue Nachrichten über die Gestalt des Freiburger Werkes in einem Gutachten. Die Manualwerke verfügten vermutlich über eine kurze Oktave. Außerdem hatte die Orgel einen Tremulant, 3 Ventile und 5 Bälge. Nach Röver (1898) stand das Werk einen Ton über normal.

1818/19 Reparatur durch Georg Wilhelm, Stade. Er liefert unter anderem ‚eine neue Gedacht Stimme’.

1919 Neuvermalung des Gebäudes: ’die ganze Orgel 3mal Mahagoni Angestrichen mit Gelben Verzierungen und unten Schwartz’.

1837/38 entfernt der Verdener Orgelbauer Peter Tappe die in einem Ausbau an der Nordseite des Langschiffes stehende Orgel, um sie im Anschluss an den Neubau der Kirche auf der Westempore neu zu errichten. Dabei geht Tappe nach einem Plan des Otterndorfer Organisten Johann Heinrich Böse vor. Unter anderem wird das Gehäuse stark verändert: ’Da die neue Kirche niedriger werden muss, so würde das ganze Werk etwas zusammen gerückt werden müssen’.

1899 erfolgt ein großer Umbau durch Heinrich Röver, Stade. Die Orgel erhält neue Laden. Regier- und Spielwerk werden pneumatisch. Die alten Prospektpfeifen bleiben stumm in der Fassade stehen. Die Orgel wird auf normale Tonhöhe gebracht, bei den alten Registern durch Ergänzen von Pfeifen in der großen Oktave.

7. Dezember 1986: Wiedereinweihung des durch die Orgelbaufirma Führer/Wilhemshaven restaurierten Instruments. Die Arbeiten orientieren sich an der ältesten, vollständig erhaltenen Disposition von 1791. (Nach: Golon/Kröncke – Historische Orgeln im Landkreis Stade, Stade 1983)
2002 wurde Frau Eva Rummel erste Pastorin in Freiburg.

30/08/2019
Herzlichen Glückwunsch an unseren Küster : Günther Burwieck (y) :-) wie sind echt Stolz auf dich :-)Pastor Kern: "Günthe...
14/10/2015

Herzlichen Glückwunsch an unseren Küster : Günther Burwieck (y) :-)
wie sind echt Stolz auf dich :-)

Pastor Kern: "Günther Burwieck arbeitet nicht für die Kirche. Er ist Kirche."

sum. Freiburg. Als manchmal recht kantigen Mann mit einer "festen Meinung zu bestimmten Dingen" beschreibt Bürgermeister Herwart von der Decken den neunten Bürgerpreisträger aus der Schallenstiftung. Küster Günther Burwieck (70) aus Freiburg nahm diese besondere Ehrung am vergangenen Sonntag in der St. Wulpardi-Kirche entgegen.

1992 hat der Flecken Freiburg nach einem Verkauf von Flächen für den Deichbau die sogenannte „Schallenstiftung“ gegründet. Personen und Gruppen, die sich um das „Gemeinwohl schlechthin, die Kultur, Natur und Landschaft, das Vereinsleben, die Jugend- und Altenpflege und den Ruf des Flecken Freiburg“ verdient machen, können aus dieser Stiftung mit einem Bürgerpreis geehrt werden. In der 23-jährigen Geschichte wurde diese Auszeichnung nun zum neunten Mal vergeben.

Nach Auffassung der Jury hat Günther Burwieck den Bürgerpreis verdient. Wenn er nicht gerade seine Zeit in der Kirche, auf dem Friedhof oder im Gemeindehaus verbringt, findet man ihn irgendwo im Ort, wo er eigentlich immer einen „Schnack“ hält oder Trost spendet. Der aktive Rentner hat 1980 das Küsteramt übernommen und kann auf einen über 40-jährigen Dienst für die Gemeinschaft zurückblicken. Mit fünf Pastoren hat er zusammenarbeitet und rund 600 Taufen vorbereitet. „Das ist fast ein Drittel der Freiburger,“ erklärt Herward van der Decken. Von der Organisation von Vorträgen, der jährlichen Gemeindefahrt oder der monatlichem Seniorengruppe, „er hat alle Aufgaben voll im Griff“, lobt der Bürgermeister sein Gemeindemitglied.

Ganz besonders fällt der Hobby-Designer aber durch seine Erntedankfest-Dekoration auf. Mit einem Oldtimer-Trecker, riesigen Strohballen, bunten Herbstblumen, Unmengen an Kürbissen, Getreidekörnern und Gemüsesorten schafft es der Küster jedes Jahr auf ein Neues, die St. Wulphardi-Kirche gekonnt in Szene zu setzen und hunderte Besucher nach Freiburg zu locken. Pastor Harry Kern beschrieb es treffend: „Günther Burwieck arbeitet nicht bei der Kirche. Er ist Kirche.“

Der Küster nahm die Auszeichnung überrascht und mit bescheidenem Stolz entgegen. Er bedankte sich bei seinen Freunden und insbesondere seiner Frau Sigrid: „Sie nimmt immer Rücksicht auf meine Arbeit.“ Doch dann war er gleich wieder in seinem Element und wies darauf hin, was er für das kommende Jahr schon alles geplant hat. Abschließend brachte Günther Burwieck es auf den Punkt: „Man muss schon was bieten, um die Leute in das Haus zu holen.“

Unser Küster ,Hr. Günther Burwieck hat mal wieder all seine Phantasie und Liebe zum Detail eingesetzt um zum " Erntedank...
14/10/2015

Unser Küster ,Hr. Günther Burwieck hat mal wieder all seine Phantasie und Liebe zum Detail eingesetzt um zum " Erntedank 2015 " in der St.Wulphardi Kirche den Mitmenschen und Besuchern den Einlass zu gewähren.
In diesem Jahr hat es mich sehr gefreut zahlreiche Besucher in unserer Kirche vorzufinden die sich daran erfreut haben, alle Gaben still oder auch flüsternd bestaunt und kommentiert haben.

Mein besonderer Dank als Fotograf , gilt Hr. Günther Burwieck für diese Hingabe ,Verzauberung und Schönheit in der Erntezeit 2015.

Herzlichst Bettina Martin

Alle hier eingestellen Bilder unterliegen meinem [email protected]
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Schon im 16. Jahrhundert ist für Freiburg eine Orgel von einem unbekannten Orgelbauer belegt, im 17. Jahrhundert erfolgt...
14/10/2015

Schon im 16. Jahrhundert ist für Freiburg eine Orgel von einem unbekannten Orgelbauer belegt, im 17. Jahrhundert erfolgten Reparaturen und Umbauten u.a. durch so berühmte Orgelbauer wie Hans Scherer (den Jüngeren) aus Hamburg und Arp Schnitger, der damals in Stade ansässig war. Aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind noch sechs Register (also Pfeifenreihen) erhalten, u.a. die sichtbaren Prinzipalregister. Lange Zeit waren diese sogenannten Prospektpfeifen stillgelegt. Eine erste vollständige Beschreibung der Orgel ist in einem Gutachten aus dem Jahr 1791 überliefert. In den Jahren 1818/19 war der Orgelbauer Georg Wilhelm aus Stade mit Erweiterungsarbeiten beschäft igt. Schon kurz darauf, im Jahr 1825 beschädigte eine große Sturmfl ut die gesamte Kirche. In der 1837 fertiggestellten neuen Kirche wird die Orgel auf der Westempore wieder aufgebaut und den neuen räumlichen Gegebenheiten angepasst.

Ein entscheidender Eingriff und Umbau sowohl des Pfeifenwerkes als auch der technischen Anlage erfolgte 1899 durch Heinrich Röver aus Stade. Zusammen mit der Kirche wurde die Orgel 1919 in ihre heutige farbliche Gestaltung gebracht. Eine Rückführung in Anlehnung an den baulichen Zustand von 1791 erfolgt 1986 durch die Fa. Alfred Führer aus Wilhelmshaven. Am 7. Dezember 1986 konnte die Wiedereinweihung dieses äußerlich wie klanglich farbenreichen Werkes aus fünf Jahrhunderten begangen werden. 2013 werden die durch „Bleifraß“ geschädigten historischen Pfeifen von Orgelbauer Bartelt Immer (Norden) ausgebessert.

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1581/83 ist in Freiburg bereits eine Orgel bezeugt (Pratje)

1619/1620 Reparatur durch Hans Scherer d. J. / ein selbstständiges Pedal war bereits vorhanden

1640/41 Reparatur und Bau vier neuer Bälge durch einen „Orgelmacher“ aus Hamburg

1676/77 (78?) Reparatur und Umbau durch Arp Schnitger im Auftrag der Witwe Huß

1767 soll Johann Daniel Busch eine Reparatur ausgeführt haben
8. Juli 1791 gibt es ein Gutachten zur Orgel mit Disposition:

I. Manual II. Brust Auch das 2te Clavier Pedal
Prinzipal 8' Prinzipal 4' Prinzipal 8'
Quintade 16' Gedackt 8' Subbaß 16'
Gedackt 8' Flöte 4' Gedackt 8'
Viol: de Gamb 8' Oktave 2' Oktave 4'
Oktave 4' Sesquialtera 2 fach Mixtur 4 fach
Rohrflöte 4' Scharff 3 fach Posaune 16'
Quinte 3' Hautbois 8' Trompete 8'
Oktave 2'
Mixtur
Trommet 8'

1818/19 Reparatur durch Georg Wilhelm

1836 wird die alte Kirche durch einen Sturm so stark beschädigt, dass man einen Kirchenneubau plant.

1837/38 Durch Neubau der Kirche bedingter Abbaus der Orgel durch Peter Tappe (Verden) und Aufstellung auf der Westseite der Empore.

Die bemerkenswerte Ausmalung der Kirche erfolgte 1914 – 1919 durch Ebeling, der auch die Orgel neu fasste.

1899 Umbau der Orgel durch Heinrich Röver (Stade): neue Laden, Spiel und Registertraktur
pneumatisch. Prospektpfeifen stumm, „normale“ Tonhöhe, Ergänzung der kurzen Oktave
Röver-Disposition:

Hauptwerk Oberwerk Pedal
Prinzipal 8‘ R Lieblich Gedeckt 8‘ + Prinzipalbaß 8‘ R
Bordun 16‘ R/+ Salicional 8‘ R Subbaß 16‘ ++
Gambe 8‘ R Geigenprinzipal 8‘ R/+ Gedacktbaß 8‘ ++
Hohlflöte 8‘ R Harmonieflöte 4‘ R Posaune 16‘ +
Quinte 2 273‘ ++ Flöte 4‘ +
Octave 4‘ ++
Octave 2‘ +
Mixtur 3fach R
Cornett 3fach R

++ = ganz alte Stimmen 16./17. Jh.
+ = alte Stimmen 17./18. Jh.
R = Heinrich Röver 1899

Manualumfang: c – f‘‘‘
Pedalumfang: C – d‘
Manualkoppel
Pedalkoppel I
1 Magazinbalg
Tonhöhe: normal

Restaurierung und Neubau der Orgel durch Fa. Alfred Führer 1986 mit Disposition von 1767

Die Orgel wird seit 2005 durch Orgelbau Bartelt Immer (Norden) gepflegt.

Nachdem das alte bleihaltige Pfeifenwerk aus dem 16. und 17. Jahrhundert durch Bleifraß befallen war, wurden 2013 die Schäden beseitigt und die Orgel durch Orgelbau Bartelt Immer (Norden) insgesamt gereinigt und überarbeitet.

Adresse

HauptStr. 24
Freiburg
21729

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