09/02/2026
Um die Gefahr, die gegenwärtig von rechtsaußen droht, deutlich zu machen, habe ich zwei Zitate von Joseph Goebbels vorgelesen. Am 30. April 1928 hatte er im „Völkischen Beobachter“ Folgendes angekündigt: „Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. (…) Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen 60 oder 70 Agitatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden. Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!“
Am 4. April 1940 meldete Goebbels dann Vollzug: „Bis jetzt ist es uns gelungen, den Gegner über die eigentlichen Ziele Deutschlands im Unklaren zu lassen, genauso wie unsere innenpolitischen Gegner bis 1932 gar nicht gemerkt haben, wohin wir steuerten, dass der Schwur auf die Legalität nur ein Kunstgriff war. (…) Man hat uns gelassen, man hat uns durch die Risikozone ungehindert durchgehen lassen, und wir konnten alle gefährlichen Klippen umschiffen.“
Man muss sich solche Worte vergegenwärtigen, um zu verstehen, wie sehr Kommentare in den sozialen Medien ernstzunehmen sind, die Drohungen gegen Andersdenkende im Falle der Machtübernahme aussprechen. Ich bin überzeugt: die demokratischen Kräfte werden stärker sein…