18/05/2026
Hochzeit: Imam Ali (A.S.) und Bibi Fatema Zahra (S.A.)
1. Dhu al-Hijjah 1447
Mo., 18. Mai 2026
Gott schenkte dem Islam im Jahr 2 der Hidschra den Sieg in der Schlacht von Badr. Zwei Monate nach der Schlacht heirateten Fatima Zahra, die Tochter von Muhammad Mustafa, und Ali, der Sohn von Abu Talib.
Fatima Zahra war erst fünf Jahre alt, als ihre Mutter – Khadija, möge Gott sie segnen – starb. Von da an übernahm ihr Vater, Muhammad Mustafa, der Gesandte Gottes, auch die Pflichten einer Mutter für sie. Der Tod ihrer Mutter hatte eine Leere in ihrem Leben hinterlassen, aber ihr Vater füllte diese mit seiner Liebe und Zärtlichkeit.
Muhammad, der Gesandte Gottes, widmete der Erziehung und dem Aufwachsen seiner Tochter größte Aufmerksamkeit. Wenn er das Ideal für alle Männer war, so musste seine Tochter das Ideal für alle Frauen sein – und das war sie. Er machte sie zum Ideal der Weiblichkeit im Islam. Sie war die Personifikation von Hingabe und Gehorsam gegenüber dem Schöpfer und die Verkörperung aller himmlischen Reinheit und Heiligkeit. In Charakter und Persönlichkeit wies sie eine ganz erstaunliche Ähnlichkeit mit ihrem Vater auf. Fatima, die Tochter, war das Ebenbild von Muhammad, dem Vater.
Durch ihren Gehorsam und ihren Dienst vor Gott stieg Fatima Zahra zu den höchsten Rängen in Seiner Gunst auf, wie es der Al-Qur’an al-Majid bezeugt. Gott verlieh ihr die höchsten Ehren, und der Prophet des Islam brachte ihr seinerseits das Zeichen größten Respekts entgegen – einen Respekt, den er zu Lebzeiten keinem anderen Mann und keiner anderen Frau entgegenbrachte.
Als Fatima heranwuchs, hielten zwei alte Gefährten – erst der eine, dann der andere – bei ihrem Vater um ihre Hand an. Doch er wandte sich angewidert von ihnen ab und sagte:
„Diese Angelegenheit der Heirat meiner Tochter Fatima liegt in den Händen Allahs Selbst, und Er allein wird einen Ehepartner für sie auswählen.“
Allah traf wie vorgesehen Seine Wahl. Er wählte Seinen Diener, Ali ibn Abi Talib, als Ehepartner für die Tochter Seines am meisten geschätzten Dieners, Muhammad Mustafa. Er wünschte, Fatima bint Muhammad und Ali ibn Abi Talib verheiratet zu sehen.
Zwei Monate nach der Schlacht von Badr, also im Monat Dhul-Qa'da (dem 11. Monat) des Jahres 2 n. H. (nach der Hidschra), suchte Ali Muhammad Mustafa auf und sagte: „O Gesandter Gottes, du hast mich wie dein eigenes Kind aufgezogen. Du hast mich mit deinen Gaben, deiner Großzügigkeit und deiner Güte überwältigt. Ich verdanke dir alles in meinem Leben. Nun Bitte ich dich um eine weitere Güte.“
Der Gesandte verstand, was Ali sagen wollte. Sein Gesicht erhellte sich mit einem breiten Lächeln und er bat Ali, einige Augenblicke zu warten, bis er die Antwort seiner Tochter eingeholt hatte. Er betrat das Haus, erzählte Fatima, dass Ali um ihre Hand anhalte, und fragte sie nach ihrer Antwort. Sie schwieg. Er deutete ihr Schweigen als Zustimmung, kehrte zu Ali zurück, teilte ihm mit, dass sein Antrag angenommen worden sei, und hieß ihn, die Hochzeitsvorbereitungen zu treffen.
Am letzten Tag des Monats Dhul-Qa'da (dem 11. Monat) lud Muhammad Mustafa, der Gesandte Gottes, die Muhajirun und die Ansar zu einem Bankett anlässlich der Hochzeit seiner Tochter ein. Er selbst war der Gastgeber. Als alle Gäste eingetroffen und platziert waren, holte er noch einmal das formelle Einverständnis seiner Tochter für die Ehe mit Ali ibn Abi Talib ein.
Muhammad Mustafa lobte Allah und dankte Ihm für all Seine Gnade. Dann verlas er die Hochzeitspredigt, erklärte Ali und Fatima zu Mann und Frau und erbat den Segen Allahs für sie beide. Alle Gäste gratulierten dem Gesandten zu diesem überaus freudigen Anlass. Nach dieser Zeremonie speisten die Gäste Lammfleisch, Brot, Datteln und Milch.
Einige Tage später, im Monat Dhu al-Hijjah (dem 12. Monat), musste Fatima Zahra von ihrem Elternhaus Abschied nehmen, um in das Haus ihres Ehemannes zu ziehen. Ihr Vater half ihr beim Aufsitzen auf sein Reitkamel. Medina widerhallte von den Rufen „Allah-o-Akbar“. Salman der Perser hielt die Zügel des Kamels und ging voraus, während er den Koran rezitierte. Der Gesandte Gottes ging auf der einen Seite des Kamels und Hamza, der Löwe Gottes, auf der anderen. Alle jungen Reiter der Banu Haschim ritten mit glänzenden [Waffen] als Eskorte der Braut mit...