Orthodoxe Kirchengemeinde Prophet Elias zu Frankfurt

Orthodoxe Kirchengemeinde Prophet Elias zu Frankfurt Auf die Gebete deines heiligen Propheten,
Herr Jesus Christus, unser Gott,
erbarme dich unser. Amen.

14/06/2026
12/06/2026
An Allerheiligen feiert die Kirche die Frucht des Heiligen Geistes in der Welt. Eine Woche nach Pfingsten gedenken wir a...
07/06/2026

An Allerheiligen feiert die Kirche die Frucht des Heiligen Geistes in der Welt. Eine Woche nach Pfingsten gedenken wir aller Heiligen aller Zeiten und aller Orte; der bekannten und unbekannten, der Apostel, Märtyrer, Hierarchen, Mönche, Gerechten, Narren um Christi willen und aller jener, deren Namen allein Gott kennt.

Die Heiligen sind nicht nur Vorbilder vergangener Zeiten. Sie sind lebendige Zeugnisse der Vergöttlichung (θέωσις), zu der jeder Christ berufen ist. Der heilige Athanasios der Große schreibt:

„Denn Gott wurde Mensch, damit der Mensch vergöttlicht werde.“

Durch die Gnade Gottes wird der Mensch verwandelt und zur Gemeinschaft mit Ihm geführt. Die Heiligen zeigen uns, dass das Evangelium nicht bloße Lehre, sondern gelebte Wirklichkeit ist.

Über die Glaubenshelden sagt der Apostel Paulus:

„Durch den Glauben bezwangen sie Königreiche, übten Gerechtigkeit, erlangten Verheißungen, verschlossen Löwen den Rachen, löschten die Gewalt des Feuers aus, entrannen der Schärfe des Schwertes, wurden stark aus der Schwachheit und mächtig im Kampf.“

Und weiter:

„Andere haben Spott und Schläge erduldet, ja sogar Ketten und Kerker. Gesteinigt wurden sie, verbrannt, zersägt, mit dem Schwert umgebracht; sie zogen in Schafspelzen und Ziegenfellen umher, notleidend, bedrängt, misshandelt. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in den Höhlen und Schluchten des Landes.
“ (Hebr 11)

Die Heiligen sind unsere Brüder und Schwestern in Christus, Glieder desselben Leibes und Fürsprecher vor dem Throne Gottes. Ihr Leben erinnert uns daran, dass Heiligkeit nicht die Ausnahme, sondern die Berufung jedes Christen ist.

„Seid heilig, denn ich bin heilig.“ (1 Petr 1, 16)

Ἅγιοι Πάντες, πρεσβεύσατε ὑπὲρ ἡμῶν!

Der heilige Hieromärtyrer Bonifatius, der Apostel der Deutschen, wurde um das Jahr 675 in Crediton in Devon im heutigen ...
05/06/2026

Der heilige Hieromärtyrer Bonifatius, der Apostel der Deutschen, wurde um das Jahr 675 in Crediton in Devon im heutigen England geboren und trug ursprünglich den Namen Wynfrith. Schon in jungen Jahren trat er in das klösterliche Leben ein und widmete sich dem Gebet, dem Studium der Heiligen Schrift und der Verkündigung des Evangeliums. Von tiefer Liebe zu Christus erfüllt, verließ er seine Heimat, um den Völkern Germaniens das Licht des christlichen Glaubens zu bringen.

Im Auftrag der Kirche wirkte er jahrzehntelang als Missionar, gründete Klöster, ordnete das kirchliche Leben neu und führte zahllose Menschen zu Christus. Besonders verbunden ist sein Name mit Fulda, dessen berühmtes Kloster durch seinen geistlichen Schüler, den heiligen Sturmius, gegründet wurde und wo sich bis heute seine heiligen Reliquien befinden.

Am 5. Juni 754 erlitt der heilige Bonifatius bei Dokkum im heutigen Friesland (Niederlande) das Martyrium. Während er auf die Ankunft von Neugetauften wartete, wurde er gemeinsam mit seinen Gefährten von Heiden angegriffen und erschlagen. Statt sich zu verteidigen, ermahnte er seine Begleiter, das Martyrium in Frieden anzunehmen und auf Christus zu vertrauen.

Durch sein apostolisches Wirken, seine unerschütterliche Treue zur Kirche und sein heiliges Ende wurde Bonifatius zu einem der großen Missionare Europas und zum geistlichen Vater vieler Völker.

Heiliger Hieromärtyrer Bonifatius, Apostel der Deutschen, bitte Gott für uns! ☦️

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Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Braus...
31/05/2026

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.

„Ohne Versuchungen wird der Mensch nicht gerettet.“Der heilige Ieronymos von Simonopetra wurde 1871 in Kleinasien gebore...
09/05/2026

„Ohne Versuchungen wird der Mensch nicht gerettet.“

Der heilige Ieronymos von Simonopetra wurde 1871 in Kleinasien geboren. Schon als Kind zog es ihn nicht zu Ruhm, Besitz oder Bequemlichkeit, sondern zur Kirche, zu den Gottesdiensten, zur Stille und zum Gebet. Mit sieben Jahren kannte er bereits den Akathistos-Hymnos an die Gottesmutter auswendig; die Heiligen wurden früh seine Freunde.

Mit siebzehn Jahren trat er in das Kloster Simonopetra auf dem Heiligen Berg Athos ein. Dort lebte er in strengem Gehorsam, Armut, Nachtwachen, Fasten und unaufhörlichem Gebet. Er schlief kaum, ruhte oft nur sitzend, war schweigsam, sanft und voller innerer Nüchternheit. Dennoch wurde er nicht hart gegenüber anderen: Je strenger er mit sich selbst war, desto barmherziger war er mit den Verwundeten.

Später wurde er Abt, doch Neid, Verleumdung und Unverständnis führten zu seiner Verbannung. Was menschlich wie eine Niederlage aussah, wurde geistlich zu seiner Krone: In Athen, im Metochion der Analipsis, wurde der Ort seiner Verbannung zu einem Ort der Heilung. Tag und Nacht nahm er Menschen zur Beichte an, tröstete, betete, heilte Wunden der Seele und führte zahllose Menschen zu Christus.

Er sagte: „Ohne Versuchungen wird der Mensch nicht gerettet.“
Und er lebte es selbst: ohne Bitterkeit, ohne Selbstrechtfertigung, ohne Hass.

Am 6. Januar 1957 entschlief er nach der Göttlichen Liturgie und der Großen Wasserweihe friedlich im Herrn. Zurück blieb nicht der Ruhm eines Gelehrten, sondern der Duft eines heiligen Lebens: Demut, Gebet, Barmherzigkeit und völlige Hingabe an Christus.

Der heilige Ieronymos lebte als irdischer Engel und himmlischer Mensch.

Heiliger Vater Ieronymos, bitte Christus für uns.

Der heilige Johannes der Theologe ist der Apostel der göttlichen Liebe und der tiefsten Mysterien Gottes. Beim Letzten A...
08/05/2026

Der heilige Johannes der Theologe ist der Apostel der göttlichen Liebe und der tiefsten Mysterien Gottes. Beim Letzten Abendmahl ruhte er an der Brust Christi, weil sein Herz fähig geworden war, die Liebe des fleischgewordenen Logos zu empfangen. Während alle aus Angst flohen, blieb Johannes unter dem Kreuz seines Herrn stehen und wurde würdig befunden, die allheilige Gottesgebärerin in seine Obhut zu empfangen.

In seinen Briefen offenbart er das Herz der Theologie mit den Worten: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1 Joh 4,16). Für die Kirche ist Liebe deshalb kein bloßes Gefühl, sondern Teilhabe am ungeschaffenen Leben Gottes selbst.

Darum erhebt sich sein Evangelium wie ein Adler über die anderen: Johannes beginnt nicht in Bethlehem oder auf der Erde, sondern führt uns unmittelbar in das ewige Mysterium des Logos hinein: „Im Anfang war das Wort.“ Er betrachtet Christus nicht nur aus historischer Perspektive, sondern offenbart ihn als den ewigen Sohn Gottes.

Und derselbe Jünger, der an der Brust Christi ruhte, wurde später würdig befunden, auf Patmos die letzten Geheimnisse der Geschichte zu schauen. In der Offenbarung sah er den Sieg Christi, die himmlische Liturgie, das Gericht und die Vollendung aller Dinge. So wurde Johannes zum Evangelisten der Liebe und zum Propheten des Weltendes.

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