03/09/2026
Die heiligen Jungfrauen und Märtyrerinnen Dorothea, Euphemia, Erasmia und Thekla lebten in Aquileia im Norden Italiens zur Zeit der frühen Christenverfolgungen. Euphemia und Dorothea waren Töchter des wohlhabenden Heiden Valentius, während dessen christlicher Bruder Valentinianus die Töchter Thekla und Erasmia hatte.
Valentinianus unterwies die vier jungen Frauen heimlich im christlichen Glauben und führte sie zum heiligen Hermagoras, dem ersten Bischof von Aquileia, der sie taufte. Von da an weihten sie ihr Leben Christus und wollten ihm in Reinheit dienen.
Als Valentius vom Glauben seiner Töchter erfuhr, geriet er in Zorn. Dorothea und Euphemia flohen zu ihrem Onkel und ihren Cousinen, doch ihr Versteck wurde verraten. Alle vier wurden vor den Statthalter Sebastus geführt, der von ihnen verlangte, den heidnischen Göttern zu opfern. Trotz schwerer Misshandlungen bekannten Dorothea, Euphemia, Erasmia und Thekla standhaft Christus und wurden zum Tod durch das Schwert verurteilt.
Valentius selbst führte die vier auf einen Turm, den er einst zum Schutz seiner Töchter hatte errichten lassen. Dort erinnerte er sie an das weltliche Leben, das sie hätten führen können. Sie antworteten, dass sie von Christus eine ewige Wohnung erwarteten, in der weder Krankheit noch Tod herrschen.
Daraufhin enthauptete Valentius die vier Jungfrauen am 03. September 64 und ließ ihre Leiber in den Fluss Natissa werfen. Die Passio berichtet, dass daraufhin Feuer vom Himmel fiel und ein Erdbeben Aquileia erschütterte.
In der folgenden Nacht bargen der heilige Hermagoras, Valentinianus und die Gläubigen die Reliquien der Märtyrerinnen und bestatteten sie ehrenvoll. Ihr Grab wurde zu einem Ort der Verehrung.