27/11/2022
Ökumenische Musik zur Adventszeit gibt es im musikalischen Adventskranz von Eugen Eckert 🕯️😍
Jeden Sonntag im Advent ab 06 Uhr: ein neues Video auf YouTube.com/EugenEckertMusik! ❤️
Von den Rändern dieser Erde (1. Advent) - Neue geistliche Musik zum Advent 2022
👉 https://youtu.be/XKI6VaD6Mw8 / t1p.de/raender
Eine wehmütige ukrainische Melodie liegt dem Adventslied „Von den Rändern dieser Erde“ zu Grunde. Mit ihr eröffne ich meine kleine Reihe von Advents- und Weihnachtsliedern im Dezember 2022. Wehmut hat mich schon lange befallen - angesichts des brutalen Überfalls des russischen Präsidenten und seiner Militärs auf die Ukraine vor inzwischen 10 Monaten. Die Folgen stehen uns seither vor Augen: Zerbombte Häuser, unschuldige Menschen ohne Wasser, ohne Strom – jetzt im Winter. Unzählige Menschen auf der Flucht - und so viele Tote. Die Welt hält den Atem an.
Welche Verheißung kann das erste Licht des Advents in diese unfassbare Dunkelheit bringen? In meinem deutschen Text knüpfe ich an Worte des Propheten Jeremia an, die seinerzeit dem jüdischen Volk nach einem verheerenden Krieg und vielen Deportationen gelten. Jeremia gibt wieder, was Gott spricht: „Seht, ich bringe sie aus dem Nordland, ich sammle sie von den Enden der Erde. Unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen. Als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich führe sie an Wasserbäche und auf geraden Wegen, auf denen sie nicht stürzen“ (Jer. 31, 8 ff).
In diesen Versen finde ich meine Hoffnung festgehalten – auf das Ende des Krieges in Europa und auf an allen anderen Orten, auf einen lebenswerten Neuanfang in Freiheit, auf die Kraft zum Wiederaufbau des Zerstörten. Das erste Licht des Advents verstehe ich als Verheißung dafür, dass es nicht immer dunkel bleiben wird, dass Mord und Totschlag nicht das letzte Wort behalten, sondern dass sich die Liebe Gottes durchsetzen wird mit ihrem wärmenden Licht.
Das Lied „Von den Rändern dieser Erde“ ist abgedruckt im Chor- und Bandbuch „Lass dein Licht leuchten“ (Nr. 6), auch im vierstimmigen Chorsatz von Winfried Heurich (Lahn-Verlag, Kevelaer, 2003).
Meinem Sohn Mathis danke ich erneut und von Herzen für die Aufnahmen an meinem Arbeitsort, der Frankfurter Stadionkapelle, den Schnitt und das Einstellen auf YouTube.