20/02/2026
Haina. Mit einem festlichen „Blaulichtgottesdienst“ in der Winterkirche des Klosters Haina eröffnete der Kreisfeuerwehrverband Waldeck-Frankenberg den Veranstaltungsreigen zu seinem 50-jährigen Bestehen.
Unter den 260 Besuchern waren neben dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Vertreter der Kommunen und der Blaulichtfamilie (THW, DRK, Notfallseelsorge, Feuerwehr, Rettungshundestaffel, Polizei und Jugendfeuerwehr) sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und der Jugendwehren samt weiteren Freunden.
„Vor so einer vollen Kirche habe ich lange nicht mehr gesessen“, freute sich Pfarrerin Sabrina Niemeyer von der Polizeiseelsorge im Landkreis. Bei ihrer Begrüßung betonte sie die permanente Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute und ihr Verantwortungsgefühl beim Dienst am Nächsten, dann baten Kreisverbandsvorsitzender Gordon Kalhöfer und Kreisstabführer Frank Parlow beim Verlesen von Psalm 121 um himmlische Hilfe bei allen Erdennöten.
Die Jugendfeuerwehr Haina/Löhlbach hatte als kleines Theaterstück (Leitung: Til Seitz und Natascha Ernst) das Gleichnis vom barmherzigen Samariter vorbereitet, in dem ein verachteter Samariter einem Überfallenen hilft und so zum Beispiel konkreter Nächstenliebe wird.
In ihrer Predigt befassten sich Pfarrerin Niemeyer, die selber Mitglied der FFW ist, und Gerhard Biederbick, Kreisbrandinspektor des LK, mit den Aufgaben der Blauröcke.
„Der Einsatz bei der Feuerwehr verlangt Haltung, Achtung und Respekt“, sagte Niemeyer, „man hilft sich gegenseitig und steht füreinander ein, wenn es darauf ankommt.“
Biederbick erinnerte an schwere Verkehrsunfälle, Brände und Anschläge.
„Niemand ist immer stark und niemand kann alles wegstecken“, sagte er. Es sei keine Schwäche, sich bei der Einsatznachbesprechung und der Seelsorge Hilfe zu holen.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, den Menschen zu helfen“, fuhr er fort und verwies auf die Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern der Blaulichtfamilie.
„Unser Verband lebt von Menschen, die einander achten und respektieren“, ergänzte Niemeyer. „Mit dieser Haltung können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken.“
Beim Fürbittengebet beteiligten sich Vertreter aller Hilfsorganisationen.
Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes übernahm der Musikzug Gemünden (Leitung: Manuel Schäfer). Im Anschluss gab es für alle Gulaschsuppe und kalte Getränke.
Marise Moniac (HNA)