29/08/2022
Der diesjährige Teppich besteht nicht wie sonst immer aus Blumen. Aufgrund der Wasserknappheit und der damit einhergehenden Dürre sind die Blumen einfach nicht gewachsen.
Und genau das wollen wir dieses Jahr mit dem Teppich zeigen. Die Pflanzen verdorren, weil sie nicht genug Wasser bekommen. Wenn man den Blick vom Teppich weg zum Main hin bewegt, so kann man diese Wasserknappheit auch ganz deutlich sehen. Der Wasserstand in Main und Rhein ist aktuell so tief, dass überall sogenannte Hungersteine auftauchen. So einer, wie er auch auf unserem Teppich zu sehen ist. Diese Hungersteine wurden in den verschiedensten Jahren genutzt, um den tiefen Wasserpegel zu kennzeichnen, der zu Hungerdürren geführt hat. Und genauso ausgetrocknet wie die vielen Flüsse und Bäche ist auch der Bach des Teppichs, und so kennzeichnet hier der Hungerstein von 2022 den tiefen Wasserpegel.
Doch kann man eine Dürre nicht nur in der Natur sehen, sondern auch im Frieden. Seit langem war eine solche Friedensdürre uns Menschen in Europa nicht mehr so bewusst wie aktuell. Doch diese Dürre im Frieden müssen wir nicht hinnehmen, wir können uns aktiv für Frieden einsetzen und einen Weg aus der Dürre in den Frieden finden, hier wird es durch die Brücke symbolisiert, sie führt über den ausgetrockneten Fluss in den Frieden, den Frieden, den man überall auf der Welt braucht, sodass dann auch wieder die Blumen wachsen können.