23/01/2026
Erinnern heißt handeln: Am Dienstag, 27. Januar, erinnert Kassel an die Opfer des Nationalsozialismus. Um 14 Uhr laden die Stadt Kassel und die Jüdische Gemeinde zur Gedenkveranstaltung ins Foyer und auf den Vorplatz des INTERIM am Staatstheater ein, auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne.
Dieser Ort erzählt auch Kasseler Nachkriegsgeschichte: Von Ende 1947 bis Sommer 1949 war hier ein Camp „Displaced Persons“. Mehr als 2.000 jüdische Überlebende der Shoa fanden dort Zuflucht, Schutz und einen Neuanfang. Oberbürgermeister Sven Schoeller spricht, Historiker Wolfgang Matthäus gibt Einblicke in diesen wenig bekannten Teil der Stadtgeschichte.
Im Rahmen der Neugestaltung des Platzes ist außerdem ein neuer Erinnerungsort entstanden, der an diesem Tag vorgestellt wird. Mit dabei ist auch das Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben.
Kassel schaut hin
Der hauptamtliche Magistrat und Stadtverordnetenvorsteherin Martina van den Hövel‐Hanemann beteiligen sich an der Gedenkkampagne . Auf unserem Bild siehst du Stadtrat Norbert Wett, Stadtrat Heiko Lehmkuhl, Martina van den Hövel‐Hanemann, Oberbürgermeister Sven Schoeller, Stadträtin Simone Fedderke, Stadtkämmerer Matthias Nölke und Bürgermeisterin Nicole Maisch (von links nach rechts).
ist eine weltweite Social Media-Kampagne, die rund um den Internationalen Holocaust-Gedenktag daran erinnert, die Opfer nicht zu vergessen und sich klar gegen Hass, Antisemitismus und Holocaust-Leugnung zu stellen.
Gerade in Kassel, wo Geschichte an vielen Orten spürbar bleibt, ist Erinnerungskultur mehr als ein Termin im Kalender: Sie ist Teil davon, wie wir heute zusammenleben. Komm vorbei oder setz online ein Zeichen: Poste ein Foto mit und hilf mit, Erinnerung sichtbar zu halten.