30/06/2024
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Vor 40 Jahren wurden 10
Baha’i-Frauen in Shiraz, Iran hingerichtet, weil
sie sich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einsetzten.
Die Kampagne der Baha'i ist allen Frauen im Iran gewidmet, die damals wie heute für die Gleichberechtigung der Geschlechter und für Freiheit kämpfen.
Letzte Woche lernte ich Yeganeh und ihren Mann F**d bei der Veranstaltung Baha'i zu „Our story is one“ kennen.
Yeganeh wurde dreimal im Iran inhaftiert. Der Grund war stets derselbe. Sie ist Bahai, hatte sich für Kinder eingesetzt. Zuletzt wurde sie im November inhaftiert und dabei auch körperlich schwer misshandelt. Das war aber erst die Untersuchungshaft. Zusammen mit 9 weiteren Frauen ist sie angeklagt. Es drohen lange Haftstrafen. Sie konnte mir ihrem Mann nach Deutschland fliehen.
Aufgrund ihres Glaubens werden die Baha‘i als Abtrünnige des Islam gesehen und dürfen seit Jahrzehnten nicht studieren oder im Staatsdienst arbeiten. Die Friedhöfe werden geschändet und ihre Geschäfte versiegelt. So werden sie leider systematisch ausgehungert. Es gibt eine online Untergrund Universität, die in kleinen Gruppen in Wohnzimmern zusammenkommen. Dort hat F**d Architektur studiert. Yeganeh hat eine Musikausbildung im Orffschen Schulwerk, da sie gerne mit Kindern arbeitet.
Nur gemeinsam können wir für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichbehandlung kämpfen.
Danke an Frau Jacob, die das Grußwort für Gleichberechtigung und der Stadt Essen - Das Stadtportal übermittelt hat. Baha'i International Community