01/09/2025
Unsere Kirche St. Valentin in Venrath war am Sonntag gut gefüllt – viele Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gemeinsam zu erinnern, zuzuhören und innezuhalten.
Das Programm spannte einen eindrucksvollen Bogen: In Vorträgen erinnerten Peter Josef Gormanns und Rainer Merkens an die letzten Kriegstage in Venrath und Kaulhausen, an das Leid, aber auch an den Mut der Menschen. Originalberichte aus einem Tagebuch, Filmaufnahmen der Evakuierung und viele zeitgeschichtliche Dokumente wurden gezeigt, vorgelesen und erläutert. Eine kurze Andacht mit Gedenken an die Kriegstoten setzte einen stillen, würdevollen Akzent. Ein Thema war auch der Neubeginn und welchen Anteil die Vereine, Schule und Kirche an der Gestaltung eines neuen Miteinanders hatten.
Die begleitende Ausstellung mit 25 Schautafeln zeigte Tagebücher, Chroniken, Fotos und Dokumente aus jener Zeit. Viele Besucher blieben danach noch, um die Ausstellung anzuschauen und bei einem Austausch ins Gespräch zu kommen. Die musikalische Begleitung durch Horst Couson und Dominik Mercks verlieh dem Abend eine besondere Atmosphäre.
Der Abend hat gezeigt: Erinnern heißt nicht stehenzubleiben, sondern Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen – für Frieden, Freiheit und ein starkes Miteinander.
Wir danken auch allen weiteren Personen, die zum Gelingen beigetragen haben! Insbesondere: Jupp Gormanns für die gute Moderation und den Vortrag, Rainer Merkens für die Erläuterung der historischen Zusammenhänge und Mitwirkung bei der Zusammenstellung der Ausstellung., Petra Woelfer für die Gestaltung der würdigen Andacht zu Ehren der Kriegstoten, Ralf Kirsten und Claudia Fürst für die Vorbereitungen und alle Unterstützung, Petra Gormanns für die wunderschöne Dekoration der Kirche, René R. Wagner für die grafische Gestaltung der Ausstellungstafeln, Friederike Grates für die Initiative und die Gesantkonzeption der Ausstellung, Heinz-Josef Hermes fürs Fotografieren. Sehr gefreut haben wir uns über den Besuch des Bürgermeisters Stephan Muckel und des Ersten Beigeordneten der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen sowie Vertretern des Heimatverein der Erkelenzer Lande
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. September zu sehen. Montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, und sonntags jeweils 30 Minuten vor und nach den Gottesdiensten (11 Uhr). Kommt vorbei - es lohnt sich.