Evangelischer Kirchenkreis Barnim

Evangelischer Kirchenkreis Barnim Er ist Teil der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz EKBO.

Der Evangelische Kirchenkreis Barnim besteht aus 17 Kirchengemeinden, die in der Regel durch Zusammenschluss mehrerer Dorf- oder Ortsteilgemeinden gebildet wurden.

„Sind die sechseinhalb Wochen tatsächlich schon vorbei? Warum vergeht die Ferienzeit so viel schneller als die Schulzeit...
22/08/2026

„Sind die sechseinhalb Wochen tatsächlich schon vorbei? Warum vergeht die Ferienzeit so viel schneller als die Schulzeit?“, werden sich viele Kinder, aber auch die Eltern an diesem Wochenende fragen, während die Schulbücher eingeschlagen, die Stifte angespitzt und die Schulmappen gepackt werden.
Am Montag beginnt für knapp 22.000 Kinder im Barnim, wie meine Oma früher immer am Ende der Ferien sagte, wieder der „Ernst des Lebens“. Und fast 2.000 Kinder davon sind die Erstklässler, die mit ihren Familien heute ihre Einschulung feiern. Für sie beginnt mit der Schule ein neuer Lebensabschnitt. „Wird die Schule Spaß machen? Werde ich Freunde finden?“, fragen die Kinder, und die Eltern: „Wird sich unser Kind zurechtfinden in der neuen Umgebung, wie wird es sich entwickeln, kann es seine Gaben entfalten und den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden?“

Eine Geschichte erzählt von einem Gärtner und seiner Frau, die ein kleines Bäumchen pflanzten. Beide freuten sich zu sehen, wie es von Jahr zu Jahr heranwuchs, doch eines Tages meinten sie, es wäre doch ein wenig schief gewachsen, so könne es leicht das Gleichgewicht verlieren und sie beschnitten die schief gewachsene Seite. Nun wuchs das Bäumchen gerade in die Höhe, doch der Gärtner dachte, zu schnelles Wachstum sei gefährlich, und er beschnitt die oberen Äste. Da begann das Bäumchen, in die Breite zu wachsen, und wieder griff der Gärtner zur Schere.
Wie es denn richtig wachsen sollte, wusste das Bäumchen nun gar nicht mehr und so wuchs es ganz vorsichtig ein bisschen in die Höhe, ein bisschen in die Breite, ein bisschen schief nach allen Seiten.
Nach einigen Jahren war es ein recht anständiger Baum geworden, der aber irgendwie traurig aussah. Der Gärtner sagte: „Wer kann schon so wachsen, wie er will?“ Und seine Frau antwortete: „Wir wollten doch nur das Beste für unser Bäumchen.“

Ohne Frage: Auch wir wollen das Beste für unsere Kinder. Das ist die Herausforderung, vor der alle Lehrerkräfte, Erzieherinnen und Eltern immer wieder stehen: die Individualität der Kinder achten, Begabungen fördern und ihre Persönlichkeit sich entfalten lassen, und zugleich in notwendigem Maß unterstützen, auch Grenzen setzen und Richtungen weisen, damit unsere Kinder zu selbstbewussten, kritisch denkenden, sozial kompetenten, vor allem aber zu emphatischen, hoffnungsvollen und glücklichen Menschen heranwachsen.

Konstanze Werstat, Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Bernau, verheiratet, 3 Kinder

Fotos: ©Ev. Kirchenkreis Barnim, © Canva

ALLES NEU ! Was ist deine Superkraft? Habt ihr Lust auf einen unvergesslichen Tag voller Gemeinschaft, Inspiration und Ü...
17/08/2026

ALLES NEU ! Was ist deine Superkraft?

Habt ihr Lust auf einen unvergesslichen Tag voller Gemeinschaft, Inspiration und Überraschungen?

Der Evangelische Kirchenkreis Barnim lädt euch herzlich zum diesjährigen Kreiskirchentag in die wunderschöne, historische Kulisse des Klosters Chorin ein! ⛪️🌿

Das erwartet euch:

🎺 11:00 Uhr: festlicher Gottesdienst mit großartiger Bläsermusik, Gesang, liturgische Tanzperformance & anschließender Mittagsmusik auf dem Klosterhof
🎪 buntes Treiben: Marktstände, Eine-Welt-Laden, Klosterführungen und viele spannende Mitmach-Aktionen im Kreuzgang
🧒 für Kids & Familien: Basteln, Verkleiden, Klettern und sogar „Fliegen“ – entdeckt eure verborgenen Superkräfte! ⚡️
🍰 Genuss pur: Herzhaftes von „Brot und Hoffnung e.V.“ aus Eberswalde und leckerer Kuchen im Zirkuszelt von der Notfallseelsorge. ☕️
🎭 großes Finale: Lachen und Kopfkino garantiert beim spontanen Impro-Theater „samt & sonders“!
🙏 Segenszelt: Ein ruhiger Ort für Innehalten, persönliche Segnungen und vertrauliche Gespräche.

Klingt gut? Dann kommt vorbei! 👇

📅 Wann? Sonntag, 6. September 2026 | 11:00 - 16:00 Uhr
📍 Wo? Kloster Chorin
💸 Eintritt? FREI für alle Besucher:innen des Kirchentags!

👉 Alle weiteren Infos findet ihr auf www.kirche-barnim.de/chorinfest

Wir freuen uns auf einen Tag voller Energie und starker Gemeinschaft mit euch!

An den Jahresringen einer Baumscheibe kann man das Wachsen eines Baumes ablesen und dürre oder saftige Jahre unterscheid...
15/08/2026

An den Jahresringen einer Baumscheibe kann man das Wachsen eines Baumes ablesen und dürre oder saftige Jahre unterscheiden. Interessant dabei ist, dass die schmalen Jahresringe aus den „schlechten“ Jahren dem Baum mehr Halt
geben als die breiten Jahresringe aus den „guten“ Zeiten. Auch wir Menschen leben in wachsenden Ringen. Was liegt da in einem Jahresring, im Kreis eines Jahres alles drin? Vieles wiederholt sich.
Nach der Ferienzeit des Sommers beginnt die Schulzeit wieder. Es gibt Festzeiten und Zeiten besonderer Anstrengung. Es gibt frohe und schwierige Wachstumsabschnitte, Erfolg und Misserfolg. Manche Jahresringe sind durch besondere Ereignisse geprägt: Die Geburt eines Kindes, der Beginn der Kindergartenzeit, der Schulanfang, ein Wechsel der Schule oder der
Arbeitsstelle, ein Umzug, eine schwere Krankheit usw.

Vielleicht tragen gerade die „schlechten“ Jahre in unseren Jahresringen dazu bei, dass wir reifer werden, dazu lernen, mehr Verständnis für andere entwickeln, dankbarer und demütiger werden.

In der Bibel können wir lesen, Gott möchte, dass wir in den verschiedenen Situationen unserer Jahresringe, in den guten und schlechten Zeiten aufeinander achten, zusammenhalten und Liebe an andere weitergeben. Er will,
dass wir unsere Gaben zum Dienst für andere einsetzen. Was hindert uns daran? Sind es der Mangel an Stille, der Stress oder die täglichen Sorgen? Gott erwartet, dass wir als guter Baum Frucht bringen.

So bittet der berühmte Liederdichter Paul Gerhardt in seinem Lied: „Geh aus mein Herz und suche Freud “ in einer Strophe: „Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir wird ein guter Baum und lass mich Wurzel treiben.“

Brunhilde Börner, Oberin i.R. im Missionshaus Malche e.V. in Bad Freienwalde, Prädikantin und Religionslehrerin

Fotos: ©privat,©Canva

Ich war neulich im Wald, da habe ich sie schuften sehen: Ihre kleinen schwarzen Körper trugen Lasten, die größer und sch...
08/08/2026

Ich war neulich im Wald, da habe ich sie schuften sehen: Ihre kleinen schwarzen Körper trugen Lasten, die größer und schwerer waren als sie selbst. In Straßen organisiert trugen sie Nahrung und Baumaterialien in den Ameisenhaufen hinein und kamen ohne Ballast wieder heraus. Sie waren gut organisiert. Jede Ameise schien genau zu wissen, wo lang sie zu gehen hatte und was ihr nächster Arbeitsschritt war. Sie übergaben sich gegenseitig Waren und arbeiteten hervorragend zusammen.

Ich fand Ameisen schon immer faszinierend. Sogar die Bibel widmet ihnen eine Stelle. In Sprüche 30 heißt es: „Die Ameisen – kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise.“ Im Sommer sammeln die Ameisen alles, was sie brauchen. Sie sammeln Nahrung und Baumaterialien für ihren Ameisenhaufen. Sie arbeiten gemeinschaftlich, gehen auf ihrer ellenlangen Straße ihrem Tagwerk nach. (Und wir sind alle froh, wenn diese Straße im Wald oder Garten bleibt und nicht auf einmal durch unsere Küchen oder Flure führt.) Im Sommer sammeln die Ameisen all das Schöne und Schmackhafte, was die Welt ihnen zu bieten hat: Honigtau, Insekten, Zucker und Sonnenstrahlen. Im Winter arbeiten sie nicht. Da fallen die Ameisen in Winterstarre. Sie fangen erst wieder an sich zu bewegen, wenn das Wetter wärmer wird. Vielleicht haben Ameisen etwas Wichtiges verstanden. Sie leben und genießen die Sommer ihres Lebens. Sie genießen die warmen, sonnigen Zeiten, in denen es alles im Überschuss gibt. Denn sie wissen, dass der nächste Winter kommen wird.

Ich glaube ich möchte leben, wie eine Ameise. Ich möchte in den Sommern meines Lebens Erinnerungen sammeln, Wärme, Liebe. Ich möchte die Sommer meines Lebens genießen. Weil ich darum weiß, dass es nicht immer Sommer bleibt und auch in meinem Leben wieder Zeiten der Winterstarre anstehen werden. Im Gegensatz zu den Ameisen, weiß ich nur nie, wann das sein wird. Aber dann möchte ich wie die Ameisen darum wissen, dass jedem noch so kalten Winter wieder ein Sommer folgt.

Friederike Feldmann, Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Eberswalde und Krankenhausseelsorgerin im GLG Werner-Forßmann-Krankenhaus (Eberswalde)

Fotos: ©privat,©Canva

Frühstück mit Netflix, abwaschen mit Podcast, Auto fahren mit Hörbuch und zum Einschlafen der laufende Fernseher. Unser ...
01/08/2026

Frühstück mit Netflix, abwaschen mit Podcast, Auto fahren mit Hörbuch und zum Einschlafen der laufende Fernseher. Unser Gehirn bekommt durch Schule, Arbeit und Freizeitangebote gut zu tun. Und unsere wenig impulsarmen Freiräume stopfen wir dann auch noch mit massig Informationen zu. Wann hat unser Gehirn Zeit, um Informationen zu sortieren und zu verarbeiten? Na nachts, werden viele jetzt denken. Das ist definitiv zu wenig. Diese enorme Fülle an Input belastet uns eher, als dass sie uns nützt.

Wie lange können wir noch Stille aushalten ohne zum Handy, zur Fernbedienung oder zur Zeitschrift greifen? Können wir noch „nur“ essen, „nur“ sitzen, „nur“ warten? Das braucht aber unser Gehirn, um nicht in ständiger Überforderung zu sein. Ganz in dem Augenblick zu sein, in dem wir uns gerade befinden. Also „nur“ essen gibt es dann so nicht. Den Geschmack und Geruch wahrnehmen. In Ruhe kauen, was wir vorher geschnitten haben. Klingt nach meditativem Mist, ist aber eigentlich zurück zum Ursprung. Beobachten Sie mal ein Kleinkind, das zum ersten Mal etwas alleine isst. Das macht es mit allen Sinnen und ganz bewusst. Damit hat das Gehirn viel zu tun, kommt aber nicht in eine Überlastungsgefahr. Diese Überlastung ist auch überhaupt nicht neu.

David, der einmal ein bedeutender König von Israel war, kam schon damals zu folgender Erkenntnis: Ich bin zur Ruhe gekommen, mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein kleines Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir! Nachzulesen in der Bibel, Psalm 131, Vers 2. David kommt zur Ruhe im Gebet. Er nimmt sich Auszeiten und kommt dadurch in der Stille auch zu sich. Das Gehirn kann anfangen Geschehnisse einzuordnen und zu verarbeiten. Es ist also absolut notwendig mal still zu werden, den Blick schweifen zu lassen, abzuwaschen ohne Netflix und Co., Wäsche zusammenzulegen ohne Podcast oder Hörbuch. Nicht immer, aber öfter.

Jana Völker, Gemeindepädagogin in den Kirchengemeinden Finow und Schorfheide

Wo gehen wir hin?Top-Leistungen in Klassenzimmern oder Bildungschaos? Wirtschaftliche Höhenflüge oder düstere Prognosen?...
25/07/2026

Wo gehen wir hin?
Top-Leistungen in Klassenzimmern oder Bildungschaos? Wirtschaftliche Höhenflüge oder düstere Prognosen? Gesellschaftskrise - ja oder nein? Fußball oder nicht? Dieser oder jener Nachbar oder Politiker? Top und Flop sind unter uns klar häufig verteilt. – Und aus dieser eindeutigen Zuordnung möchten wir, wenn irgend möglich, nicht herausmüssen. Historisch gesehen kommen wir aus einer Kleinstaaterei und leben auch heute nicht ungerne in unseren Nischen. Es könnte ja sein, dass ich etwas anderes kennenlerne - bloß das nicht. Abgrenzung schafft eine starke Identität und befreit von der Mühe, mal hinauszusehen.

Etwas sarkastisch, aber auch verständnisvoll im Blick auf eine Zeit formuliert, die es einem nicht leicht macht, auf den anderen zuzugehen. Es könnte ja sein, dass ich von meinen gewohnten Festlegungen abweichen muss, weil ich mir ein eigenes Bild mache! Diesen oder jenen vor den Kopf stoße, weil ich plötzlich diesen oder jenen Feind verstehe. Oder gar sehe, wofür ich vorher blind war! Wer bin ich dann noch, ohne meine vertraute Abgrenzung? – Und in der Tat, manche Erkenntnis-Prozesse tun weh und es ist verständlich, wenn man nicht daran rühren will.

Aber leichter wird es, wenn wir uns entscheiden, unsere Menschenwürde darin zu sehen, mit offenem Blick unterwegs zu sein, beweglich und ansprechbar zu bleiben, als es in dem „Ham wa immer so gemacht“ zu suchen. Wenn wir Gewohntes aufgeben, weil wir einen selbständigen Gedanken oder ein eigenes Urteil gewagt haben, ist das eine große, mutige und menschenwürdige Leistung. Wir können dann mit Stolz und Respekt auf uns selbst und unser Leben sehen. Und vielleicht anderen Mut dazu machen. Hier ist der Weg das Ziel. Und immer auch gut, bei sich selber anzufangen und zuzugeben: Ich hab´ mich auch schon mal geirrt. Das ist Größe.

Ulrich Hildebrandt, Pfarrer der Evangelischen Lukaskirchengemeinde Oberbarnim

Fotos: ©Ev. Kirchenkreis Barnim,©canva

Menschen aus dem Gefängnis zu befreien, klingt entweder kriminell oder wundersam. Bei mir fühlte es sich in der vergange...
18/07/2026

Menschen aus dem Gefängnis zu befreien, klingt entweder kriminell oder wundersam. Bei mir fühlte es sich in der vergangenen Woche wie ein kleines Wunder an.

Auch wenn es kein Gefängnis war, sondern offiziell „Aufnahmeeinrichtung am BER“ heißt. Das Gebäude verheißt dennoch kein freundliches Willkommen. Der Blick auf das Rollfeld vermittelt eher den Eindruck, dass der nächste Schritt die Abschiebung bedeutet. Die Türen, die sich nach dem Betreten hinter einem schließen, tragen ihr Übriges dazu bei. Es wirkte auf mich schon unglaublich beängstigend, obwohl ich wusste, dass ich jederzeit wieder gehen darf.

Die Mitarbeitenden vor Ort waren glücklicherweise sehr offen und freundlich. Sie wussten, dass ein Pfarrer kommt, um einen jungen Menschen abzuholen. Dieser war am Vortag festgenommen worden, weil Bundespolizisten bei der Ausweiskontrolle kein gültiges staatliches Dokument vorfanden, sondern „nur“ den gesiegelten Hinweis auf ein Kirchenasyl. Zur Klärung wurde die von unserer Kirchengemeinde aufgenommene Person in die Einrichtung am BER gebracht. Dort war man sich der Situation des geflüchteten Menschen erfreulicherweise bewusst und erlaubte mir, ihn mitzunehmen.

Also strenggenommen kein Gefängnis und auch keine Befreiung – und trotzdem unendliche Freude nach einer sorgenvollen Nacht. Eben doch ein kleines Wunder.

Lucas Ludewig, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Basdorf-Wandlitz-Zühlsdorf

Fotos: ©Ev. Kirchenkreis Barnim, ©privat

Letzten Mittwoch gab es Zeugnisse für die Brandenburger Schülerinnen und Schüler. Für manche kein schöner Tag. Wie werde...
11/07/2026

Letzten Mittwoch gab es Zeugnisse für die Brandenburger Schülerinnen und Schüler. Für manche kein schöner Tag. Wie werden die Eltern reagieren, wenn das Zeugnis weit hinter den Erwartungen zurückfällt? Bin ich dann noch gut genug, um geliebt zu werden? Die Stimmung ist schnell vermiest, wenn die Noten schlecht sind und sich Selbstzweifel und Versagensängste einstellen.

Mitten in diese Zeit geht der Song „Gut genug“ von KitschKrieg mit Blumengarten & Shirin David viral. Millionen Aufrufe auf allen möglichen Social-Media-Kanälen. Als ich das erste Mal diesen Song hörte und auf den Text achtete, war ich geplättet. Zärtlich behutsam wiederholt Sänger Rayan vom Künstlerduo Blumengarten mit seiner hohen Stimme tröstende Worte: „Du bist gut genug. Ich weiß nicht, was die Welt dir sagt. Bleib einfach nur du.“ Was für ein Zuspruch für alle! Unterlegt mit pulsierenden Rhythmen rappt dann Shirin David von ihren enttäuschten Erwartungen an sich selbst, ihren Zweifeln und negativen Gedanken. Diese Gedanken sind auch mir nicht unbekannt. Und genau in diesen Momenten tut es gut, Wertschätzung zu erfahren, Zuspruch, Stärkung. Und so singt Rayan auch für mich „Du bist gut genug“.

In der Bibel gibt es einen Satz, der mich seit meiner Taufe begleitet: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1. Johannes 4,16). Gottes Wesen ist Liebe, und die Verbindung zu ihm geschieht durch ein Leben in dieser bedingungslosen Liebe auch zu meinen Mitmenschen. Genau das macht dieser Song „Gut genug“. Auch wenn mir nicht alles gelingt, ich Versagensängste habe, bin ich gehalten in der Liebe. Das zu spüren wünsche ich besonders denen, den es in diesen Tagen nicht so gut geht.

Tino Kotte, Lektor der Evangelischen Kirchengemeinde Finow

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Eisenbahnstraße 84
Eberswalde
16225

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