Evangelischer Kirchenkreis Barnim

Evangelischer Kirchenkreis Barnim Er ist Teil der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz EKBO.

Der Evangelische Kirchenkreis Barnim besteht aus 17 Kirchengemeinden, die in der Regel durch Zusammenschluss mehrerer Dorf- oder Ortsteilgemeinden gebildet wurden.

Wenn ich mit dem Rad nach Hause fahre, kann ich gut meinen Gedanken nachhängen. Oft kommt mir dort auch die zündende Ide...
30/05/2026

Wenn ich mit dem Rad nach Hause fahre, kann ich gut meinen Gedanken nachhängen. Oft kommt mir dort auch die zündende Idee für die nächste Kinderkirche oder die fällige Moment-mal-Kolumne. Heute aber denke ich über das Radeln selbst nach. Mein Sohn fährt jetzt auch Rad, das Laufrad hat ausgedient. Beim Üben wurde schnell klar: die Schwierigkeiten sind Anfahren und Bremsen. Aber wie das so ist, ich wusste plötzlich selber nicht, wie ich eigentlich anfahre. Beschreiben konnte ich es nicht, vormachen auf dem kleinen Rad auch nicht. Man macht es halt einfach, schwer zu erklären. Es ist ja so, wie im Leben überhaupt, denke ich, während ich mich radelnd an die Trainingseinheit erinnere. Das Anfahren, das in die Gänge kommen ist schwer. Wie hat man sich eigentlich wieder aufgerafft?

Gute Frage. Irgendwie ist man routiniert geworden in dem Ablauf, den man gar nicht richtig beschreiben kann. Aber auch Bremsen will gelernt sein im Leben. Mit Glück schießt man nur übers Ziel hinaus. Mit Pech fliegt man so richtig über den Lenker und kann sich amtlich verletzen. Aber wie wunderbar ist das Gefühl, wenn man fest im Sattel sitzt! Im Gleichgewicht, der Fahrtwind riecht nach dem See hinter den Bäumen und es geht leicht bergab. Jetzt geht es Richtung Sommer. Ich nehme Fahrt auf.

Dieses Wochenende ist Trinitatis, Christ*innen feiern am Sonntag die Dreieinigkeit Gottes. Damit endet im Kirchenjahr erst einmal die Zeit der großen Feste. Jetzt ein bisschen rollen lassen. Dann wieder Anschwung nehmen. Gemeindefeiern, Kinderfreizeit in den Ferien, Vorbereitungen für Schulbeginn und Erntedank sind dran. Ich mag es, wie mir die Feste im Jahreskreis Struktur und Orientierung geben. So sinniere ich beim Radfahren, komme von einem Gedanken zum Nächsten, schweife ab, der Wind bringt einen Gedankenfetzen zurück.

Anfahren hat seine Zeit, bremsen hat seine Zeit. Anschwung nehmen hat seine Zeit, rollen lassen hat seine Zeit. Üben hat seine Zeit, Routine hat seine Zeit. Alles hat seine Zeit im Jahreslauf.

Rahel-Christin Drewanz, Sozialpädagogin in der ev. Kirchengemeinde Wir-sind-Gemeinde. Basdorf, Wandlitz, Zühlsdorf

Fotos: © Ev. Kirchenkreis Barnim und Fundus, Immanuel Malcharzyk

Feiern Sie an Pfingsten die Ankunft des Heiligen Geistes? So mancher kann wenig damit anfangen. Doch es lohnt sich, dies...
23/05/2026

Feiern Sie an Pfingsten die Ankunft des Heiligen Geistes? So mancher kann wenig damit anfangen. Doch es lohnt sich, diesem Fest wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ich denke, wir brauchen den Heiligen Geist mehr denn je, weil wir uns verlaufen haben. Für die wichtigen Fragen dieser Erde und des Lebens haben wir letztlich keine Antwort.

Der Materialismus entfremdet uns von der Natur, unserem Mitmenschen und von uns selbst, ganz zu schweigen von Gott. Wer nur glaubt, was er sieht, hat wenig zu hoffen. Der Klimawandel schreitet schneller voran, als wir Bäume pflanzen könnten. Männer, die ihre besten Jahre im letzten Jahrtausend hatten, fahren nun die Welt nochmal richtig gegen die Wand. Man rüstet wieder auf. Hier im Land erstarken Meinungen, die ich ebenfalls der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts zugerechnet hatte. Eigentlich müssten wir doch weiter sein. Sind wir aber nicht. Mit dem Kopf haben wir schon vieles verstanden. Bringt uns aber nichts. Denn es kommt auf das Herz an. Nur wenn die Herzen verändert werden, haben wir eine Chance, dass es auf dieser Erde anders werden kann.

Der Prophet Jeremia weissagte vor 2.500 Jahren, dass Gott uns ins Herz schreiben möchte. Als Christin gehe ich davon aus, dass der Heilige Geist uns ins Herz schreibt und uns damit verändert. Er wird auch Geist der Wahrheit genannt und Tröster. Es ist die Kraft des Glaubens und der Inspiration, über die wir nicht verfügen können. Der Heilige Geist ist die dritte Person des dreieinigen Gottes. Im Hebräischen heißt sie Ruach und ist weiblich. Ich stelle mir diese Person als die weibliche Seite Gottes vor. Vornehm ist sie und leise und meistens schon am Werk, bevor wir es bemerken. Sie drängt sich nicht auf, lässt sich aber einladen. Wo sie einzieht, da erblühen Hoffnung und Weisheit, Gerechtigkeit und Friede.

In Lobetal begehen wir dieses Pfingstwochenende mit einem 24-Stunden-Gebet unter dem Motto „Komm, Heiliger Geist!“. Es gibt uns die Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen und dem Heiligen Geist Raum zu geben. Sie ist vermutlich schon am Werk. Es liegt an uns, die Zeichen zu erkennen.

Vera Hahn, Pfarrerin der Evangelischen Anstaltskirchengemeinde Lobetal, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

Foto: Vera Hahn privat

Am Donnerstag war wieder Christi Himmelfahrt. Das ist einer von wenigen verbliebenen christlichen Feiertagen, die gegenw...
16/05/2026

Am Donnerstag war wieder Christi Himmelfahrt. Das ist einer von wenigen verbliebenen christlichen Feiertagen, die gegenwärtig in der ganzen Bevölkerung von Bedeutung sind. Denn viele, vor allem Männer, freuten sich schon länger auf Spaziergänge mit Bollerwagen, Radtouren oder Kutschfahrten. Manch einer behauptet, diese seien teilweise mit Alkoholkonsum auf erhöhtem Niveau und Konflikten mit den Partnerinnen nach der (später als vereinbart erfolgten) Rückkehr verbunden gewesen. Einige Menschen wählten die womöglich konfliktarme Alternative und haben den freien Frühlingstag für gemeinsame Familienausflüge genutzt. Und es gibt Menschen, zu denen auch ich gehöre, die sich üblicherweise an Christi Himmelfahrt auf den Weg machen, Andachten oder Gottesdienste zu besuchen.

Die beliebtesten Aktivitäten dieses Tages haben eine auffällige Gemeinsamkeit: Viele Menschen zieht es nach draußen in die Natur. Auch viele Gottesdienste finden an diesem Tag unter freiem Himmel statt oder sind eingebunden in gemeinsame Spaziergänge oder Fahrradtouren. Das mag am meist guten Wetter dieser Jahreszeit liegen, passt aber auch gut zu der christlichen Bedeutung dieses Feiertages.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir Christen an die Rückkehr von Jesus Christus zu Gott. Das bedeutet aber nicht, dass dieser einfach von der Erde weggenommen wurde. Traditionell nennen wir zwar den Ort, an dem Gott ist, „Himmel“. Gott aber ist überall – im Himmel, auf der Erde, mitten unter uns. Wenn wir Gott finden wollen, müssen wir also nicht über die Wolken oder gar in den Weltraum fliegen. Es reicht, wenn wir seine Schöpfung, seine Geschenke an uns und unsere Mitmenschen betrachten. Vor unseren eigenen Haustüren können wir jederzeit damit anfangen.
Ich würde nicht so weit gehen wollen zu behaupten, dass alle Menschen an Himmelfahrt insgeheim auf Gottsuche waren. Trotzdem scheint die Suche nach etwas Größerem, das wir nicht begreifen können, eine Gemeinsamkeit zu sein, die uns Menschen trotz aller Unterschiede eint.

Egal, wo Sie den Tag verbracht haben, und ob Sie bewusst Ausschau gehalten haben: Haben Sie Gott vielleicht gefunden? Falls nicht – bleiben Sie auf der Suche!

Lorenz Thor (23) ist Vikar in der Evangelischen Kirchengemeinde Beiersdorf-Grüntal-Trampe

14/05/2026

Was ist eigentlich mit Himmelfahrt? Unsere Kolleginnen vom Kirchenkreis Reinickendorf haben da was für Euch!

Das Ergebnis einer schlaflosen Nacht ist in der Regel ein Tag, an dem ich ein bisschen neben mir stehe. Ich werde dünnhä...
09/05/2026

Das Ergebnis einer schlaflosen Nacht ist in der Regel ein Tag, an dem ich ein bisschen neben mir stehe. Ich werde dünnhäutig und kann nicht viel überschauen. Es ist nicht schlimm, weil es keine Dauersituation ist, aber schön ist es nicht.

Chris Martin, der Sänger der britischen Band Coldplay, erlebte im November 2023 eine solche schlaflose Nacht. Das Ergebnis – möglicherweise kombiniert mit einem ermüdeten Zustand am Folgetag – war ein eindringliches Gebet. WE PRAY, so heißt das Lied, das Chris Martin mitten in der Nacht aufschrieb. Ein Gebet angesichts der vielen Krisen und Konflikte dieser Welt. „And so we pray..“ (Und so beten wir). Gerade in schwierigen Zeiten sollten wir, so lädt uns Chris Martin ein, beten, beten mit jedem Atemzug. (we pray with every breath / Though I'm in the valley of the shadow of death) And so we pray:

Wir beten für Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für die zu unrecht Verklagten – damals konkret im Fall des Teenagers Virgilio Agullar Mendez, der fälschlicherweise verklagt wurde für den Tod eines Polizisten. Dieser erlitt einen Herzstillstand, nachdem er den Teenager festgehalten hatte, weil er „verdächtig aussah“. Das Gebet, der Protest und die Unabhängigkeit des Gerichts wirkte - Virgilio wurde Anfang 2024 aus der Haft entlassen.

Wir beten auch jetzt, gerade für die, die aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe vorverurteilt werden. Wir beten für Frieden und Freiheit. Chris Martin stimmt in das „Baraye“ ein, das Protestlied der mutigen Menschen im Iran, die auf die Straßen gingen für Frieden und Freiheit - 2023 vereint durch das Lied „Baraye“ - „für Frau, Leben und Freiheit“. Wir beten für die, die es schwer haben, mit der Welt und mit sich selbst. Wir beten im Vertrauen darauf, dass Gott unser Gebet hört.

Morgen ist Sonntag Rogate (lateinisch für „Betet“). Der Sonntag lädt zum Gebet ein. Und so beten wir, bete ich, morgen im Gottesdienst und heute vorm Schlafen, auch nachts, wenn ich nicht schlafen kann. Mit jedem Atemzug - für Gerechtigkeit und Teilhabe, für Frieden und eine offene und tolerante Gesellschaft. Für uns alle.

Birgitte Koppehl, Pfarrerin in den Evangelischen Gesamtkirchengemeinden Barnim Nord und
Biesenthal-Barnim

Foto: Birgitte Koppehl © Kirchenkreis Barnim

Beim Ausheben der Baugrube an der Johanniskirche Eberswalde wurde eine sowjetische 100kg-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkri...
06/05/2026

Beim Ausheben der Baugrube an der Johanniskirche Eberswalde wurde eine sowjetische 100kg-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Hier sind alle Informationen zu Bombenentschärfung am Samstag, dem 9. Mai 2026 ab 8 Uhr:

Das offizielle Internetportal der Stadt Eberswalde. Eberswalde macht mehr - Tradition trifft Moderne.

06/05/2026

In Eberswalde ist bei Schachtarbeiten an der Johanniskirche eine Bombe gefunden worden. Noch ist unklar, ob vor Ort entschärft werden muss. Wie es weitergeht.

Derzeit erlebe ich in meinem Umfeld immer häufiger 18-jährige Menschen in Unruhe und Besorgnis. Der Grund dafür ist das ...
02/05/2026

Derzeit erlebe ich in meinem Umfeld immer häufiger 18-jährige Menschen in Unruhe und Besorgnis. Der Grund dafür ist das neue Wehrdienstgesetz, welches am Beginn des Jahres in Kraft getreten ist. Von Wehrpflicht ist da oft die Rede. Dies braucht eine genauere Betrachtung. In jedem Fall teile ich die teilweise ängstlichen Fragen der jungen Generation, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Die Bundesregelungen sehen vor, dass 18-jährige junge Männer einen Fragebogen ausfüllen müssen, in dem ihre Bereitschaft für einen Dienst in der Truppe abgefragt wird. Die sich verändernde Welt, mit schockierenden Kriegen auch in unserer Nähe, mit immer neuen Konflikten und Kriegstreibern hat zur aktuellen Debatte um den „neuen Wehrdienst“ und die gesellschaftliche Verantwortung für Sicherheit, Frieden und Freiheit geführt.

Christlicher Glaube weiß um die tragische Realität von Gewalt – und zugleich um die Pflicht, Leben zu schützen. Daraus erwächst Verantwortung: Menschen lassen sich in die Pflicht nehmen, für Freiheit, Frieden und Sicherheit einzustehen. Das geschieht innerhalb wie außerhalb der Bundeswehr.

Im Blick auf den Wehrdienst muss die Freiwilligkeit Vorrang haben vor jedem staatlichen Zwang. Es braucht die Möglichkeit von gleichwertigen Ersatz- und Friedensdiensten. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung bleibt Ausdruck christlicher Gewissensfreiheit. Das ist wichtig.

Wichtig ist genauso, dass wir den jungen Menschen mit umfassenden Beratungsangeboten zur Seite stehen. Längst vergangen schien die Auseinandersetzung mit der Frage der Wehrpflicht. Was bedeutet das heute? Welche Alternativen gibt es? Wie wichtig ist es, genau hier nur dem eigenen Gewissen zu folgen? Lassen wir die junge Generation mit diesen Fragen nicht allein!

Christoph Brust, Pfarrer in Biesenthal und Vorsitzender der Kollegialen Leitung im Ev. Kirchenkreis Barnim

Adresse

Eisenbahnstraße 84
Eberswalde
16225

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Montag 09:00 - 12:00
Dienstag 09:00 - 12:00
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