Werkstatt Bibel

Werkstatt Bibel Die Werkstatt Bibel ist eine Ausstellung zum "Buch der Bücher" in Dortmund. Hier teilen wir, was uns gerade beschäftigt ... Der Bibel begegnen?

Dann auf in die Werkstatt Bibel! In unserer Bibelausstellung in Dortmund lernen Besucher Schwerpunkte aus dem Inhalt der Bibel und ihrer Geschichte kennen. Wir berichten über die wichtigste Erfindung des vergangenen Jahrtausends, den Buchdruck, schildern Hintergründe, die Martin Luther dazu bewegten, die Bibel zu übersetzen und zeigen wie die Bibel auch im 3. Jahrtausend noch Menschen erreicht - r

und um den Globus. Neben einer ausführlichen Führung durch die Ausstellung bieten wir Schulklassen, Konfirmanden- und Gemeindegruppen nach Absprache einen kreativen und altersgemäßen Zugang zu biblischen Texten. Ein Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Nehmt Kontakt mit uns auf und vereinbart einen individuellen Besuchstermin. Die Werkstatt Bibel ist eine Einrichtung des Amtes für missionarische Dienste der Ev. Kirche von Westfalen in Zusammenarbeit mit der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen. Auf dieser Facebook-Seite teilen wir Neuigkeiten, Hintergründe und Wissenswertes zur Bibel.

Es gibt vieles, was wir uns nicht richtig anschauen. Dinge, Ereignisse und Empfindungen, die wir nicht sehen wollen. Den...
01/06/2026

Es gibt vieles, was wir uns nicht richtig anschauen. Dinge, Ereignisse und Empfindungen, die wir nicht sehen wollen. Denn es fühlt sich besser an, wenn wir die Augen verschließen, vor dem, was unbehaglich ist. Es ist gut, dass es Menschen gibt, die das nicht zulassen. Die uns ermahnen, die Augen nicht zu verschließen.

Der Verfasser des Hebräerbriefes tut dies im aktuellen . Er ermahnt uns nicht nur hinzusehen, sondern uns mit den Leidenden zu identifizieren: “Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!“ Heb 13,3. Er spricht dabei vor allem über die Glaubensgeschwister, die als erste Christen verfolgt, unterdrückt und misshandelt wurden.

Auch heute gibt es Geschwister unserer Familie Mensch, die zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Doch der Monatsspruch behandelt nicht die Frage von Recht und Unrecht. Der Vers richtet sich an die Bereitschaft mitzufühlen. Sich in das Leid anderer hineinzuversetzen. In das Leid der Gefangenen, die Orientierung für einen Neuanfang suchen. In das Leid der Misshandelten, die den Taten anderer zum Opfer gefallen sind. In das Leid des Menschen neben uns, der in einem inneren Gefängnis sitzt und jemanden braucht, um den Weg in die Freiheit zu finden. Der Grund dafür ist, dass auch wir einen Gott haben, der nicht weg sieht. Ein Gott der Mensch geworden ist und so zum Mitgefangenen und Mitfühlenden wurde. Er hat uns so den Weg in die Freiheit gezeigt.

Mehr Einblicke in den Gemeinschaftsstand  , Oikos-Institut für Mission und Ökumene der EKvW und  . Bibeln, Kinderbibeln,...
15/05/2026

Mehr Einblicke in den Gemeinschaftsstand , Oikos-Institut für Mission und Ökumene der EKvW und .
Bibeln, Kinderbibeln, Bücher zur Bibel, Mini-Bücher, Bibel-Poster, Schoko-Upcyclingaktion, Exit FastFashion Wimmelbild, Kirche Kunterbunt, Infos zu ausleihbaren Ausstellungen und unserer Arbeit als regionale Bibelgesellschaften in und insgesamt.

Heute und morgen sind die   und das  im Einsatz bei der   von   der EKD in Siegburg. Kommt vorbei am gemeinsamen Stand m...
15/05/2026

Heute und morgen sind die und das im Einsatz bei der von der EKD in Siegburg. Kommt vorbei am gemeinsamen Stand mit dem Ev. Bibelwerk im Rheinland. Entdeckt das Bibel-Poster und viele andere Dinge rund um das Thema Bibel.

Ein Mann besucht einen Mönch in einer kargen Wüstengegend. „Vater“, sagt er, „ich weiß, Gebet gehört zu deinem Lebensall...
10/05/2026

Ein Mann besucht einen Mönch in einer kargen Wüstengegend. „Vater“, sagt er, „ich weiß, Gebet gehört zu deinem Lebensalltag. Doch meine Gebete scheinen leer zu bleiben. Die meisten von ihnen bleiben unerhört.“ Der Mönch sah ihn an und reichte ihm einen Krug. „Komm eine Woche lang jeden Tag hierher. Gehe zu dem Brunnen, der hinter dem Hügel liegt, schöpfe Wasser und bring es mir.
Der Mann war folgsam, doch schon am ersten Tag merkte er, dass der Krug Risse hatte. So viele, dass nichts von dem Wasser den Mönch erreichte. Weil er dessen Autorität aber achtete, erfüllte er die Aufgabe. Doch am 7. Tag brach es aus ihm heraus: „Vater, die Aufgabe ist sinnlos. Nichts von dem, was ich trug, ist hier angekommen!“ „So ist es, wie mit deinem Gebet“ sagte der Mönch. „Das, was du im Blick hattest, brachte kein Ergebnis. Doch geh nun noch einmal den Weg und schau auf deine Füße.“ Da erst gingen dem Mann die Augen auf. Durch das Wasser, was er vergoss, waren auf der ganzen Strecke zarte Pflanzen gewachsen.

Wir feiern heute den Sonntag Rogate unter dem Wort aus Psalm 66,20. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Ein kraftvolles Wort. Doch auch dieser Beter wird erfahren haben, dass er die Wirkung seines Gebetes nicht immer sehen konnte.

Mit dieser Andacht endet unsere kleine Reihe der Früchte der Bibel. Wir können oft nicht kontrollieren, wo Früchte wachsen. Egal ob wir beten oder durch Taten Gottes Liebe in die Welt tragen, die Wirkung bleibt manchmal unsichtbar – und wird doch, durch Gottes Güte, auf unserem Weg fruchtbar sein.

(T: Timon Tesche)

Orangen? Die finden sich nicht in der Bibel! Sie wurden erst 1000 Jahre n. Chr. gezüchtet. Und doch liegen  seit den 198...
09/05/2026

Orangen? Die finden sich nicht in der Bibel! Sie wurden erst 1000 Jahre n. Chr. gezüchtet.
Und doch liegen seit den 1980er Jahren immer öfter Orangen auf den Tischen der jüdischen Pessach--Feiern. Eingeführt wurde der Brauch von der amerikanischen Professorin für jüdische Studien Susannah Henschel.
Jedes Lebensmittel auf dem Pessach-Tisch hat eine symbolische Bedeutung. Die Bitterkräuter erinnern an Unterdrückung, das Salzwasser an Tränen, das Lammfleisch an Verschonung.
Und die Orangen? Sie stehen symbolisch dafür, dass manches, was lange nicht denkbar war, dazu gehört: Zunächst als Symbol für den fruchtbaren Beitrag homosexueller Personen zum jüdischen Leben. Mittlerweile sind sie auf vielen Tischen das Symbol für alle, die unsere Gemeinschaft unterdrückt und ausschließt.

Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre steht in Sprüche 21,21. Die Orangen sind eine gute Erinnerung und Motivation, der Gerechtigkeit nachzujagen.

Heute ist Weltladentag. Das Thema heisst „fair fruchtet“. Fair gehandelte Früchte tragen dazu bei, dass Menschen Gerechtigkeit zuteil wird. Das tut auch die Orangen-Aktion “Süß statt bitter”: https://faire-orangen.de/ die das oikos Institut gemeinsam mit anderen ins Leben gerufen hat.

Orangen finden sich nicht in der Bibel – aber sie erinnern uns an Menschen, die unsere Gemeinschaft ausschließt, an die Möglichkeit, durch faire Konsumentscheidungen Gerechtigkeit zu schaffen und an den Genuss, der letztlich überall entsteht, wo sich Gerechtigkeit ausbreitet.

(T: Timon Tesche)

„Ich bin kein Prophet noch ein Prophetenjünger, sondern ich bin ein Rinderhirt, der Maulbeerfeigen ritzt.“ (Amos 7,14)So...
08/05/2026

„Ich bin kein Prophet noch ein Prophetenjünger, sondern ich bin ein Rinderhirt, der Maulbeerfeigen ritzt.“ (Amos 7,14)
So stellt sich Amos vor: kein Gelehrter, sondern ein Arbeiter für die Armen. Er kennt den Maulbeerfeigenbaum – eigentlich ein Baum für arme Menschen, die sich keinen „richtigen“ Feigenbaum leisten konnten. Dessen Früchte sind zwar essbar, aber nicht sehr wohlschmeckend. Sie werden erst genießbar, wenn sie angeritzt werden – ein unscheinbarer, mühsamer Dienst.

Und so spricht Amos dann auch als Prophet: klar, unbequem, auf der Seite derer, die übersehen werden.

Viele biblische Bücher später begegnet uns derselbe Baum bei Zachäus (Lukas 19). Der reiche Zöllner klettert auf einen Maulbeerfeigenbaum – einen Baum für arme Leute. Er sucht Überblick und Schutz. Aber Jesus bleibt bei ihm stehen. Er sieht Zachäus an, spricht ihn an und kehrt bei ihm ein. Dieses Ansehen wirkt wie ein Riss in der harten Schale: Zachäus wächst über sich hinaus, teilt, gibt zurück, was er genommen hat. Der vorher „ungenießbar“ war, wird fruchtbar.

Der Maulbeerfeigenbaum verbindet beide Geschichten: Amos und Zachäus. Wo Gott Menschen beruft und ansieht, entsteht Veränderung. Gerechtigkeit wird gesucht, zugesprochen – und beginnt zu wirken. Vielleicht dürfen wir, angeritzt von Jesu Anblick, selbst Baum werden: ein Ort von Schatten, Heilung und neuem Leben für viele.

(T: Stephan Zeipelt)

Mit Oliven ist das ja so eine Sache. Manche Menschen essen sie sehr gerne, andere wenden sich angewidert ab. Ich kenne n...
07/05/2026

Mit Oliven ist das ja so eine Sache. Manche Menschen essen sie sehr gerne, andere wenden sich angewidert ab. Ich kenne nur wenige Leute, die zu Oliven sagen: ab und zu esse ich sie auch mal.

Am Abend kam die Taube zu ihm zurück. Diesmal hatte sie in ihrem Schnabel ein frisches Blatt von einem Olivenbaum. Da wusste Noah, dass das Wasser auf der Erde weniger geworden war. (Gen 8,11)
Für Noah war es eine völlig andere Sache, als er das Blatt von einem Olivenbaum damals gesehen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass er vor Freude in die Luft gesprungen ist und einen lauten Jubelschrei losgelassen hat. Denn als die Taube mit dem Blatt im Schnabel zur Arche zurückkam, war klar, dass die Wasser der Sintflut so weit zurückgegangen waren, dass wieder Leben auf der Erde möglich war. Bäume und Sträucher hatten die Katastrophe überlebt, und als die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme die Pflanzen wieder erreicht hat, haben sie wieder Blätter ausgetrieben. Und wir können sicher sein, dass in dem Jahr auch wieder die ersten Früchte an den Bäumen und Sträuchern hingen – eben auch Oliven.

Und am Ende verspricht Gott, dass es immer Saat und Ernte geben wird, solange die Erde besteht. Gott stellt uns Menschen all das zur Verfügung, was wir zum Leben brauchen. Und das gilt für alle Menschen überall auf der Welt. Gott macht keine Unterschiede!

(T: Klaus Göke)

Wann geht es in einer Gesellschaft gerecht zu? Wie kann ein gutes Leben für alle aussehen, wo die einen schon mit Wenig ...
06/05/2026

Wann geht es in einer Gesellschaft gerecht zu? Wie kann ein gutes Leben für alle aussehen, wo die einen schon mit Wenig zufrieden sind, während andere überhaupt nicht genug bekommen können und immer noch mehr haben wollen?

Der Prophet Micha beschreibt im 4. Kapitel seines Buches das kommende Friedensreich Gottes. Darin werden viele Völker sich Gott zuwenden und keinen Krieg mehr gegeneinander führen. Und dann heißt es: „Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken“ (Micha 4,4 Lut17).
Wein gehörte damals zum täglichen Leben. Er stand für Gottes Segen und war ein Zeichen für Frieden und Wohlstand. Die Feige war wegen ihrer Süße und der vielen Möglichkeiten sie zu nutzen hochgeschätzt. Der Feigenbaum ist durch seine großen Blätter ein wunderbarer Schattenspender unter dem man sich gerne traf, um sich auszuruhen, zu reden und zu lachen.

Das Sitzen unter einem Weinstock und einem Feigenbaum, das Frieden, Wohlergehen und Lebensglück symbolisiert, ist in Michas Vision jedem Menschen geschenkt. Nicht mehr und nicht weniger! Es ist kein Reichtum von unendlich hohen Geldsummen auf dem Konto, keine Yacht, kein riesiges Anwesen, auf dem Wenige den Wohlstand genießen, während andere für sie schuften müssen. Für Raffzähne, die nie genug bekommen können, ist hier kein Platz, aber alle haben so viel, wie für ein gutes Leben nötig ist. Alle leben in Frieden und können das Leben genießen! Wir alle können durch unsere Lebensweise und durch unser Engagement daran mitwirken, unsere Gesellschaft in diesem Sinne „gerechter“ werden zu lassen!

(T: Margot Bell)

Wir haben in dieser Reihe schon ein paar Früchte der Bibel bestaunt. Heute serviert uns Paulus eine Ernte, die man nicht...
05/05/2026

Wir haben in dieser Reihe schon ein paar Früchte der Bibel bestaunt. Heute serviert uns Paulus eine Ernte, die man nicht wiegen kann, die das Leben aber unendlich viel reicher macht. Ein Blick in den „Urtext“ biblischer Botanik (Psalm 1) zeigt uns das Fundament: Der Glaubende ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist. Er streckt seine Wurzeln tief in die Erde, um auch in Dürrezeiten saftig zu bleiben. Galater 5,22f. zeigt nun, was an den Zweigen dieses Baumes hängt: das Buffet des Heiligen Geistes: _„Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.“_ (Gute Nachricht Bibel)

Diese Begriffe sind mehr als bloße Tugenden; sie sind Lebensqualität:
• Liebe und Freude sind der Motor, der uns antreibt.
• Friede und Geduld bilden das Ruhekissen in einer hektischen Welt.
• Freundlichkeit, Güte und Treue sind der Klebstoff unserer Beziehungen.
• Bescheidenheit und Selbstbeherrschung schenken uns innere Freiheit.

Das Wort „Frucht“ ist pure Seelsorge: Eine Frucht macht man nicht, sie wächst. Du kannst dich nicht zur Freude zwingen, wenn es dunkel ist, oder Geduld am Fließband produzieren. Gott sagt: „Du musst nicht funktionieren, du darfst reifen.“ Diese Gaben sind keine To-do-Liste, sondern das Ergebnis deiner Verbindung zur Quelle. Gott sorgt für die Bewässerung. Wenn du an ihm bleibst, wächst in dir eine Fülle, die du selbst nie hättest pflanzen können. Der Gärtner ist am Werk – lass dich einfach beschenken.

(T: Stephan Zeipelt)

70 Jahre lange ist unser Apfelbaum groß gewachsen, hat Blätter, Blüten und vor allem Äpfel produziert. In den letzten 10...
04/05/2026

70 Jahre lange ist unser Apfelbaum groß gewachsen, hat Blätter, Blüten und vor allem Äpfel produziert. In den letzten 10 Jahren ist er immer mehr kaputt gegangen. Erst sind einzelne Äste abgebrochen, dann ist die Rinde zurück gegangen und die Hitzesommer der letzten Jahre haben dann das ihrige getan. Nach dem Absägen konnten wir sehen, wie sehr er von innen geschädigt war. Schon der Prophet Joel schreibt „Der Weinstock steht jämmerlich und der Feigenbaum kläglich, auch die Granatbäume, Palmbäume und Apfelbäume, ja, alle Bäume auf dem Felde sind verdorrt. So ist die Freude der Menschen zum Jammer geworden.“ Joel1,12
Fehlendes Wasser und Hitze setzt Pflanzen schwer zu, durch den menschengemachte Klimawandel werden solche Naturkatastrophen häufiger. Joel warnte schon im Alten Testament vor Dürren und davor, dass wir direkt vom Wetter abhängig sind. Wir haben es in der Hand, durch unseren Lebensstil, durch unsere (politischen) Entscheidungen dem Klimawandel entgegenzutreten und Joels Warnung zu hören.

Und wenn wir scheitern? Wenn wir das Ganze nicht mehr aufhalten können? Wir sind doch so klein! Eine*r von uns kann allein doch gar nichts ändern“
Wenn die Verzweiflung überhand nimmt, dann haben wir immer noch Hoffnung: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther gesagt haben.

Text: Maxie Kordes

Adresse

Olpe 35
Dortmund
44135

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