Dillinger Franziskanerinnen Deutsche Provinz

Dillinger Franziskanerinnen Deutsche Provinz Wir Dillinger Franziskanerinnen sind eine Ordensgemeinschaft. Gegründet wurden wir 1241 in Dillingen an der Donau.

Wir leben nach dem Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi.

Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu sieb...
13/09/2026

Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?”Jesus sagte zu ihm: "Ich sage dir: nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. "Matthäus, 18,21-35

Siebzigmal siebenmal.

So oft sollen wir vergeben, sagt Jesus. - Ganz schön viel.

Doch Vergeben ist nicht immer leicht. Manche Verletzungen sitzen tief.
Manches lässt sich nicht einfach vergessen. Und manches braucht Zeit.

Vergebung heißt auch gar nicht unbedingt: „Es war nicht so schlimm.“

Vielleicht bedeutet sie aber: "Ich will nicht, dass das, was geschehen ist, für immer Macht über mich hat."

Vergebung macht nicht ungeschehen. Sie entschuldigt nicht alles.
Und sie bedeutet auch nicht, dass alles wieder werden muss wie vorher.

Aber sie kann etwas lösen.
In uns.
Zwischen uns.

Siebzigmal siebenmal.

Vielleicht auch deshalb so oft, weil Vergebung selten mit einem einzigen Entschluss erledigt ist. Manchmal müssen wir immer wieder neu loslassen.

Und manchmal sind wir selbst diejenigen, die darauf hoffen, dass uns jemand vergibt.

10/09/2026
Jeder trägt Verantwortung für sich selbst. Ich möchte niemandem zu nahe treten, mich nicht in fremde Angelegenheiten mis...
06/09/2026

Jeder trägt Verantwortung für sich selbst. Ich möchte niemandem zu nahe treten, mich nicht in fremde Angelegenheiten mischen.

Und doch: Christliches Leben ist Leben in Verbundenheit mit meinen „Brüdern und Schwestern“. Es kann mir nicht egal sein, was sie tun.

Eine Fehlentwicklung diskret ansprechen ist vielleicht einer der wichtigsten und schwierigsten Dienste, den ich einem Mitmenschen leisten kann (oder der mir geleistet wird).

Gott will uns als Gemeinschaft. Wo wir in Christi Namen versammelt sind, da ist er mitten unter uns.

pause machensich unterbrechen loslassenleer werdendurchatmenin der Gegenwart seinIn Psalm 46,11 steht „Lasst ab und erke...
22/08/2026

pause machen

sich unterbrechen

loslassen

leer werden

durchatmen

in der Gegenwart sein

In Psalm 46,11 steht „Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin!“ – Wenn ich von all meinen Gedanken ablasse, frei werde, mach ich Gott Platz. Schaffe ich weiten Raum in mir.

Pausenzeiten braucht jede/r!
Gönne sie Dir!

Wir machen auch Pause!

16/08/2026
Am 15. August feiern wir das „Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel“.  Auch wenn wir davon keinen Hinweis in der Bibel f...
15/08/2026

Am 15. August feiern wir das „Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel“. Auch wenn wir davon keinen Hinweis in der Bibel finden, ist es das älteste Marienfest.

Man war sicher, dass Maria zuerst die Auferstehung von den Toten erfahren durfte. So hat sie das empfangen, was uns allen versprochen ist: Nach unserem Tod die Herrlichkeit Gottes zu erfahren. An Maria können wir die Großtaten Gottes erkennen und sehen, was auch uns einmal geschenkt wird: nämlich ewiges Leben bei Gott.

Leben nach dem Tod!

Eine der vielen Legenden über die „Entschlafung Mariens“, wie das Fest in der Ostkirche genannt wird, erzählt von einem Wunder: Als der zweifelnde Thomas das Grab Marias öffnen lässt, da findet er nur mehr Rosen vor, die einen lieblichen Wohlgeruch verbreiten. Was bleibt zurück von einem Menschen, der sich ganz Gott anvertraut hast? Maria zeigt es uns: Der Duft der Liebe Gottes, der hineinweht in diese Welt. Wer so eine Rose betrachtet, ihren Duft, ihre Farbe in sich aufnimmt, in dessen Herz wird selbst ein Lobpreis auf den Schöpfer aufsteigen.

Vielleicht kommt daher der Brauch, mitten im Hochsommer, wenn alles reif ist zur Ernte, Kräuter und Blumen zu sammeln, daraus einen Büschel zu binden und diesen zum Segnen in die Kirche zu bringen. Diese Kräuterbüschel oder Würzbürde sind Zeichen des Dankes dafür, dass Gott alles wachsen und reifen lässt, was wir für unsere Gesundheit an Leib und Seele nötig haben. Man bittet, Gott möge ihn segnen und damit allen, die ihn in ihrer Wohnung haben, Freude, Heil und Segen zukommen lassen.

Leben vor dem Tod!

Ausgesandt zu den MenschenWir gratulieren Sr. Stefanie Harrer!Zusammen mit zwei Kolleginnen wurde sie offiziell ausgesan...
06/08/2026

Ausgesandt zu den Menschen

Wir gratulieren Sr. Stefanie Harrer!

Zusammen mit zwei Kolleginnen wurde sie offiziell ausgesandt, um in der Erzdiözese München seelsorglich zu wirken. Sr. Stefanie spürte den Impuls zu einem beruflichen Neuanfang und wird nun Teil des Münchner pastoralen Teams der Seelsorge für Menschen mit Behinderung.

Generalvikar Christoph Klingan und Msgr. Klaus Peter Franzl feierten mit Angehörigen, Freunden und Mitschwestern und mit Menschen, die den drei Frauen beruflich verbunden sind, einen sehr ansprechenden Gottesdienst und hieß sie herzlich willkommen. Die drei Gemeindereferentinnen sprachen ihr „Ich bin bereit!“ und empfingen ihre Ernennungsurkunden.

Wir wünschen Sr. Stefanie und ihren Kolleginnen Gottes Segen für ihren Einsatz in der Erzdiözese München – dass sie gute Wegbegleiterinnen sind für die Menschen in ihrem Verantwortungsbereich.

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„Lass uns hier drei Hütten bauen“ – ein geflügelter Ausspruch in meiner Familie. Wenn wir etwas Besonderes erlebten, was...
06/08/2026

„Lass uns hier drei Hütten bauen“ – ein geflügelter Ausspruch in meiner Familie. Wenn wir etwas Besonderes erlebten, was wir nicht in Worte fassen konnten, dann sagte jemand: „Lass uns hier drei Hütten bauen“.

Könnte es doch immer so ein!

Diese Situation / diesen Moment / diesen Ort festhalten für immer.
Doch die Erfahrung zeigt: Auch der schönste Moment geht vorüber und der Alltag kommt wieder.

„Lass uns hier drei Hütten bauen“ – so heißt es im Evangelium (Mt 17, 1–9) zum Fest Verklärung des Herrn am 6. August.

Jesus nimmt drei Jünger mit auf einen Berg. Dort geschieht etwas - für die Jünger einmalig, wunderbar, unaussprechlich: Jesus wird vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtet wie die Sonne, seine Kleider werden weiß wie das Licht.

Es war wie „der Himmel auf Erden“. Unglaublich! Unvorstellbar! So sollte es bleiben – also festhalten: „Lass uns hier drei Hütten bauen“.

Doch auch dieser Moment geht vorbei, wie so viele besonderer Momente.

Das Besondere, das Tiefbewegende kann ich nicht festhalten. Doch! Es verwandelt mich.
In ihrem Alltag begleitet die Jünger das Erlebnis noch.

Wie ein Foto im Speicher meines Handys sind Erfahrungen in meinem Herzen gespeichert.
Momente des „Himmels auf Erden“ kommen nicht oft, nicht inflationär. Sie sind etwas Besonderes.

Darum: Lass uns drei Hütten bauen für diese besonderen Momente des Lebens. Geben wir diesen besonderen Momenten eine Heimat in unserem Herzen.

Sr. Isabel Westphalen, OSF

Heute feiert die franziskanische Familie das Portiuncula-Fest. Drei Kilometer unterhalb von Assisi findet sich eine Kape...
02/08/2026

Heute feiert die franziskanische Familie das Portiuncula-Fest. Drei Kilometer unterhalb von Assisi findet sich eine Kapelle, die Kapelle „Portiuncula“. Diese Kapelle ist berühmt, weil dort die franziskanische Bewegung ihren Ursprung nahm und Franziskus am 3. Oktober 1226 im Kreis seiner Brüder starb.

Zurzeit des Franziskus lag die Kapelle als Ruine in einem Steineichenwald. Der Überlieferung zufolge stellte Franziskus sie und zwei weitere Kapellen im Umkreis mit eigenen Händen wieder her, nachdem er Jesus vom Kreuz von San Damiano her sprechen hörte: „Siehst du nicht, dass mein Haus verfällt? … stelle es wieder her.“

Jedes Jahr an Pfingsten hielten die Minderbrüder hier in Portiuncula ihre Kapitel ab, die sogenannten „Mattenkapitel“. Sie kamen zu Fuß und lagerten sich auf Strohmatten, auf denen sie auch schliefen; daher der Name des Treffens.

Auch wir Dillinger Franziskanerinnen treffen uns für zwei Wochen zum Generalkapitel hier in Dillingen/ Donau. Es nehmen gewählte Vertreterinnen zusammen mit den Provinzleiterinnen aus den Provinzen in Brasilien, Indien und Deutschland und die Konventoberin aus Nordamerika mit uns Schwestern der Generalleitung an diesem Treffen teil. Neben der Begegnung stehen auch aktuelle Fragen an, z. B. wie wir gut in die Zukunft gehen können beim Rückgang der Mitgliederzahlen, wie wir Interkulturalität leben können und wie wir gute Wege angesichts von (spirituellem) Machtmissbrauch gehen können.

Schwestern, lasst uns anfangen!

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Adresse

Kardinal-von-Waldburg-Str. 2
Dillingen An Der Donau
89407

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