25/08/2026
ORGELpunktSIEBEN:
Traugott Mayr zu Gast an der Beckerath-Orgel von St. Gertrud Cuxhaven, 4. September 2026, 19.00 Uhr
Mit einem vielseitigen Orgelprogramm lädt die St.-Gertrud-Kirche in Cuxhaven am Freitag, 4. September, um 19 Uhr zum Konzert ORGELpunktSIEBEN ein. Zu Gast ist der renommierte Organist und Kirchenmusiker Traugott Mayr. Der Eintritt ist frei.
Mayr, in Augsburg geboren, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater München evangelische Kirchenmusik sowie Konzertfach Orgel bei Prof. Martha Schuster. Prägende Impulse erhielt er in Meisterkursen unter anderem bei Ewald Kooiman, Ton Koopman, Marie-Claire Alain und Frédéric Blanc.
Von 1989 bis 2024 war Traugott Mayr Kantor an der Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren. Dort verantwortete er ein anspruchsvolles kirchenmusikalisches Programm mit Chor-, Orgel- und Oratorienkonzerten. Als Konzertorganist widmet er sich insbesondere der historischen Aufführungspraxis, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Musik Johann Sebastian Bachs. Im Gedenkjahr 2000 führte er Bachs gesamtes Orgelwerk in einem 16-teiligen Konzertzyklus auf. Weitere Schwerpunkte seines Repertoires liegen in der Orgelmusik der Romantik und Moderne, insbesondere bei französischen Komponisten. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn zu Orgelkonzerten und internationalen Orgelfestivals im In- und Ausland.
Ein Programm zwischen Barock und Romantik
Das Konzert in St. Gertrud spannt einen musikalischen Bogen vom norddeutschen und niederländischen Barock bis zur französischen Orgelromantik. Auf dem Programm stehen Werke von Vincent Lübeck, Jan Pieterszoon Sweelinck, Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Georg Böhm und Théodore Dubois.
Den Auftakt bildet Vincent Lübecks Praeambulum et Fuga ex E. Es folgen Sweelincks virtuoses Ballo del Granduca und Buxtehudes Ciacona e-Moll, BuxWV 160. Mit Bachs Concerto a-Moll, BWV 1065 erklingt anschließend eine Bearbeitung des Konzerts für vier Cembali. Das Werk umfasst die Sätze Ohne Satzbezeichnung, Largo und Allegro.
Georg Böhms Partita „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ führt anschließend in die Welt der Choralbearbeitung, bevor Bachs Fantasie und Fuge c-Moll, BWV 537 den barocken Schwerpunkt des Programms fortsetzt. Den Abschluss bildet Théodore Dubois' virtuose Toccata G-Dur aus den Douze pièces pour orgue.
Eine Orgel mit besonderem Klang
Die Orgel der St.-Gertrud-Kirche wurde zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von der renommierten Hamburger Orgelbauwerkstatt Rudolf von Beckerath gefertigt. Das Instrument zählt zu den herausragenden Orgeln seiner Zeit. Die Entscheidung der Gemeinde, ein qualitativ hochwertiges Instrument anzuschaffen, erweist sich auch nach über 70 Jahren als nachhaltig.
2023 wurde sie umfassend gereinigt und revidiert. Besonders charakteristisch ist ihr Klang: freundlich, hell und klar entfaltet er sich mit großer Präsenz im Kirchenraum. Die präzise Intonation der Pfeifen sorgt für ein ausgewogenes und zugleich farbenreiches Klangbild, dass das klangliche Erbe der Beckerath-Orgel bewahrt und erlebbar macht.
Mit Erfahrung, feinem Gehör und großem Gespür für das klangliche Erbe der Beckerath-Orgel trägt er dazu bei, deren besondere Klangschönheit zu bewahren und erlebbar zu machen.