ZMD Landesverband Bayern

ZMD Landesverband Bayern ZMD-Landesverband Bayern wurde am 28. Januar 2018 in München gegründet. Herr Mohamed Abu El-Qomsan wurde als Vorstandsvorsitzender gewählt.

19/05/2026

Pressemitteilung
Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)
zu dem Terroranschlag auf das islamische Zentrum in San Diego in USA

Mit tiefer Trauer und schwerem Herzen haben wir die Nachrichten über den entsetzlichen Terroranschlag auf das islamische Zentrum in San Diego aufgenommen. Unsere Gedanken sind bei der Gemeinde, den Angehörigen der Ermordeten sowie allen Menschen, die durch dieses barbarische Hassverbrechen unermessliches Leid erfahren haben.

Den Verletzten dieses Verbrechens wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung sowie die Kraft, das Erlebte zu verarbeiten.

Der schreckliche Terroranschlag auf das Zentrum mit Moschee und islamischer Schule in den USA erinnert an den Terroranschlag vom 15. März 2019 in Christchurch, bei dem ein Rechtsextremist während des Freitagsgebets 51 Muslime ermordete und zahlreiche weitere verletzte.
„Der Angriff auf ein Gotteshaus ist nicht nur ein Angriff auf einzelne Menschen oder Gemeinschaften, sondern ein Angriff auf das Grundrecht, den eigenen Glauben frei und sicher ausüben zu können. Gotteshäuser müssen Orte der Einkehr, des Friedens und der Geborgenheit bleiben – unabhängig davon, welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Gläubige müssen sich hier jederzeit geborgen und sicher fühlen“, so Bouaissa weiter.

Mit großer Sorge beobachten wir seit Jahren eine zunehmende Zahl von Bedrohungen, und Übergriffen bis zu Anschlägen gegen muslimische Einrichtungen sowie gegen Musliminnen und Muslime selbst. Dabei werden körperliche und seelische Verletzungen von Menschen, bis hin zu ihrem Tod, billigend in Kauf genommen oder wie in diesem Fall gezielt beabsichtigt.

Die Täter fühlen sich zunehmend durch ein gesellschaftliches Klima legitimiert, das von rechtsextremen und rechtspopulistischen Kräften, aber auch durch Teile vermeintlich konservativer Politiker der etablierten Parteien, mitgetragen wird. Die fortwährende Gleichsetzung von Islam und Muslimen mit Extremismus sowie die Verbreitung des Narrativs, muslimisches Leben sei mit der hiesigen Werteordnung nicht vereinbar, haben dazu beigetragen, Ressentiments und Hass bis tief in die gesellschaftliche Mitte zu tragen.

Besonders besorgniserregend ist, dass Muslimfeindlichkeit vielerorts noch immer relativiert, marginalisiert oder gar geleugnet wird. Nicht selten werden diejenigen, die auf diese Entwicklung aufmerksam machen, selbst unter Generalverdacht gestellt und diffamiert. Dadurch wird gesellschaftliche Spaltung nicht überwunden, sondern noch weiter zementiert.

Nur dem mutigen und entschlossenen Eingreifen des Wachmanns Amin Abdallah ist es zu verdanken, dass vermutlich nicht noch weitaus mehr Menschen Opfer dieses schrecklichen Anschlags geworden sind. Sein Einsatz zum Schutz der Gläubigen sowie der Kinder und Jugendlichen der islamischen Schule verdient höchsten Respekt und Anerkennung.
Zugleich wirft diese Tat erneut die dringende Frage nach dem Schutz unserer Moscheen, Gemeinden und islamischen Einrichtungen – auch in Deutschland – vor den zunehmenden Folgen antimuslimischen Rassismus und extremistischer Gewalt auf.
„Wir fordern Politik und Gesellschaft – nicht nur in den USA, sondern ebenso hier in Deutschland – dazu auf, Muslimfeindlichkeit endlich als ernsthafte Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt anzuerkennen und ihr entschieden entgegenzutreten. Minderheiten zu schützen, Hass konsequent zu bekämpfen und ein friedliches Zusammenleben zu sichern, ist eine gesellschaftliche Verantwortung und Grundlage für unser gemeinsames Wertesystem“, so Bouaissa.

„Ein Angriff auf ein Gotteshaus ist auch immer ein Angriff auf die gesamte Gesellschaft und auf die Werte von Freiheit und Menschenwürde, die sie tragen.“ , so Bouaissa
„Bemerkenswert ist auch die im Vergleich zu vergleichbaren anderen Ereignissen sehr zurückhaltende Berichterstattung in den Leitmedien und vor allem die vollkommen ausbleibende Anteilnahme der hiesigen Politik“, stellt Aladdin Beiersdorf El Schallah fest.
„Man kann hier von -dröhnendem Schweigen- sprechen“, so Beiersdorf El Schallah weiter.

Köln, 19.05.2026

Spendeaktion Moschee Othman in Aschaffenburg
16/03/2026

Spendeaktion Moschee Othman in Aschaffenburg

Unterstützen Sie uns beim Moscheebau in AschaffenburgIhre Unterstützung hilft uns, den Bau der neuen Moschee in Aschaffenburg weiter voranzubringen.Sie könne...

21/04/2025

„𝗜𝗺 𝗡𝗮𝗺𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 »𝗕𝗿ü𝗱𝗲𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗮𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻«, 𝗱𝗶𝗲 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝘂𝗺𝗳𝗮𝘀𝘀𝘁, 𝘃𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗮𝗻 𝗪ü𝗿𝗱𝗲.“*

In tiefer Trauer nimmt der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) Abschied von Papst Franziskus, einem außergewöhnlichen Brückenbauer zwischen den Religionen.

Seine Worte und Taten für Frieden, Gerechtigkeit und das Miteinander der Gläubigen bleiben ein leuchtendes Vermächtnis. Gemeinsam mit Großimam Ahmad Al-Tayyeb erhob er seine Stimme für eine Welt, die auf Respekt, Barmherzigkeit und der Brüderlichkeit aller Menschen gründet.

Der ZMD würdigt Papst Franziskus als eine Persönlichkeit, die glaubwürdig vorlebte, was interreligiöser Dialog bedeutet: ein aufrichtiges Zugehen aufeinander, getragen von Demut und Hoffnung.

„Gerade in einer Welt, die zunehmend von Spaltung geprägt ist, wird Papst Franziskus der Weltgemeinschaft fehlen. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.“
— Abdassamad El Yazidi, Vorsitzender des ZMD

Möge seine Erinnerung uns weiterhin inspirieren – als Menschen, als Gläubige, als Brüder und Schwestern in der einen Menschheitsfamilie. Ein Symbol für die Umarmung zwischen Ost und West, Nord und Süd.

*(Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen, Abu Dhabi, 2019, S. 3)
https://www.vatican.va/content/francesco/de/travels/2019/outside/documents/papa-francesco_20190204_documento-fratellanza-umana.html

̈derlichkeit ̈serdialog

Islamhass nimmt in Deutschland drastisch zu 😭Muslimische Gräber auf Waldfriedhof in Weiden geschändet
05/02/2025

Islamhass nimmt in Deutschland drastisch zu 😭
Muslimische Gräber auf Waldfriedhof in Weiden geschändet

Weiden (epd). Unbekannte Täter haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch am Waldfriedhof in Weiden zwölf muslimische Gräber geschändet und beschädigt. Ein politisches Motiv könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Kriminalpolizei Weiden am Mittwoch mit.

04/09/2024

PRESSEMITTEILUNG:

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) äußert große Besorgnis über den zunehmenden Rechtsruck speziell bei den Wahlen in Thüringen und Sachsen, aber auch in der Gesellschaft insgesamt. Steigender antimuslimischer Rassismus, hetzerische Rhetorik, sowie die jüngsten Entwicklungen im öffentlichen Diskurs.

Mit großer Sorge beobachten wir die Ergebnisse der Wahlen in Thüringen und Sachsen, die einen deutlichen Anstieg rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Kräfte zeigen. Diese Entwicklung bedroht nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch die Werte der Demokratie, Vielfalt und Toleranz, die unser Land prägen. Der ZMD steht fest an der Seite aller demokratischen Kräfte, die sich für eine offene, inklusive und friedliche Gesellschaft einsetzen.

Die Wahlergebnisse in Thüringen und Sachsen sind auch das Ergebnis rassistischer Rhetorik der AfD. Zahlreiche etablierte demokratische Parteien haben zwar immer wieder betont, eine klare Brandmauer zur AfD aufbauen zu wollen, jedoch haben sie zunehmend Teile der rassistischen Rhetorik der AfD übernommen – und damit ungewollt vor allem Wahlwerbung für die AfD betrieben.

Besonders bestürzt zeigt sich die Religionsgemeinschaft über die Veröffentlichung des jüngsten Videos des bayerischen Innenministeriums, das auf unverantwortliche Weise Ängste und Vorbehalte in der Gesellschaft schürt, indem es die vermeintliche „Salafismusfalle“ in einer Art und Weise thematisiert, die an dunkelste Zeiten der deutschen Geschichte erinnern. Anstatt in einer geeigneten Weise über die tatsächlich vorhandenen Gefahren von Radikalisierung aufzuklären und zu einem konstruktiven Dialog beizutragen, wirkt das Video in einer Zeit zunehmender Polarisierung und Misstrauens wie ein Brandbeschleuniger. Für den geneigten Konsumenten dieses Videos ist mitnichten eine Differenzierung zwischen „normalen“ Muslimen und Extremisten zu erkennen. Vielmehr wird hier suggeriert, dass Muslime zwangsläufig extremistisch veranlagt sind oder zu Extremisten mutieren. Das Video fördert die Spaltung der Gesellschaft, anstatt Brücken zu bauen und Integration in die hiesige Gesellschaft zu fördern bzw. zu stärken. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

Daher zeigt sich der Vorsitzende des ZMD, Abdassamad El Yazidi, erleichtert, dass am Ende die Vernunft gesiegt hat und das Video aus dem Verkehr gezogen wurde.

In der heutigen Gemengelage ist es umso wichtiger, verantwortungsvoll zu kommunizieren und auf eine Weise zu handeln, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, anstatt ihn zu gefährden und zu spalten.
Der ZMD ruft daher alle politischen Akteure sowie die Zivilgesellschaft auf, sich gegen jede Form der Hetze und des Extremismus zu stellen – sei es religiöser oder politischer Natur – und gemeinsam für eine friedliche und gerechte Zukunft einzutreten. Den ansonsten gewinnen nur die Extremisten auf allen Seiten.

Köln, 04. September 2024 / 01. Rabi al-Awwal 1446

26/08/2024

PRESSEMITTEILUNG:

ZMD verurteilt den tödlichen Messeranschlag in Solingen erneut aufs Schärfste

Unmittelbar nach dem erschütternden terroristischen Messeranschlages in Solingen mit drei Toten und acht Verletzten beim Stadtfest gab der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) eine Mitteilung in den sozialen Medien heraus. Ergänzend heute folgende Erklärung:

"Wir verurteilen diesen abscheulichen Anschlag aufs Schärfste. Wir sind erschüttert und schockiert über den tödlichen Messerangriff auf friedliche Bürgerinnen und Bürger in Solingen. Wir trauern mit den Hinterbliebenen und Angehörigen und beten für die Opfer und die baldige Genesung der Verletzten.

Dieser feige Anschlag ist ein feindlicher und menschenverachtender Akt gegen unsere freie Gesellschaft. Deshalb müssen wir alles dafür tun, die Wertegrundlage unserer freien, offenen und vielfältigen Gesellschaft zu schützen. Hass, Hetze, Extremismus und Radikalismus jeglicher Couleur dürfen in Deutschland keinen Platz haben."

Köln/Berlin, 25. August 2024

Entsetzt verfolgen wir die Nachrichten aus Solingen. Dort hat es auf der Veranstaltung „Leben braucht Vielfalt“ zum 650 ...
24/08/2024

Entsetzt verfolgen wir die Nachrichten aus Solingen. Dort hat es auf der Veranstaltung „Leben braucht Vielfalt“ zum 650 Stadtgeburtstag eine Messerattacke gegeben, die mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte forderte.
Dies macht uns fassungs- und sprachlos. Es ist unerklärlich Wir hoffen, dass der Täter schnell gefasst wird und mit aller Härte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen wird. Hinweise unverzüglich an die Polizei 110 melden.

Unsere Gedanken und unsere Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Adresse

Cologne
50705

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00

Telefon

+13039885880

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von ZMD Landesverband Bayern erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Kultstätte Kontaktieren

Nachricht an ZMD Landesverband Bayern senden:

Teilen