22/09/2025
Der Diözesanrat trauert um Prälat Josef Sauerborn.
Dankbar erinnern wir uns daran, dass Sauerborn sich von 2004 bis 2020 als Bischofsvikar im Diözesanrat engagiert hat. Der langjährige Künstlerseelsorger des Erzbistum Köln und frühere Leiter der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat ist am 19. September 2025 im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.
"Herr gib ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Lass ihn ruhen in deinem Frieden. Amen"
+++ Prälat Josef Sauerborn verstorben +++
Der langjährige Künstlerseelsorger des Erzbistum Köln und frühere Leiter der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat, Prälat Josef Sauerborn, ist in der vergangenen Nacht im Alter von 77 Jahren verstorben. Der emeritierte Domkapitular hatte erst vor wenigen Tagen (16. September) Geburtstag; er verstarb nun nach langer, schwerer Krankheit. Der Diözesanrat der Katholiken gedachte seines langjährigen Bischofsvikars und Geistlichen Beirats im Rahmen des Thomas-Morus-Empfangs, der heute im Maternushaus, Köln, stattfand.
Mit Erreichen seines 75. Lebensjahres hatte Sauerborn sein Amt als aktiver Domkapitular und Künstlerseelsorger abgegeben. Er stammte selbst aus einem Künstlerhaushalt und war deshalb immer offen und sensibel für die Kreativität und Visionen, aber auch für die Sorgen und Nöte von Künstlern. Zum Eintritt in den Ruhestand sagte er vor zwei Jahren Kirchenzeitungs-Chefredakteur Robert Boecker: „In Zeiten, in denen eher Kirchen geschlossen als neue Gotteshäuser gebaut werden, ist die Kirche als Auftraggeber für Künstler immer weniger wichtig geworden.“ Die Auftragslage für Kunstschaffende sei sehr überschaubar, so Sauerborn damals. „Umso wichtiger ist es für die Kirche, mit den Frauen und Männern, die sich aus nachvollziehbaren Gründen als freischaffende Künstlerinnen und Künstler verstehen, im Gespräch zu bleiben – mit den Menschen, die in der Kunst ihre Existenz sehen, für die das eigene Leben und die Kunst nicht voneinander zu trennen sind. “
Nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, auch Orte für die Kunst lagen dem Seelsorger am Herzen, besonders auch das Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums, dessen Besuch für ihm immer „ein Highlight“ war. Für den Kölner Dom - die offizielle Seite bleibe unter anderem seine Predigt zur Einweihung des Richter-Fensters am 20. August 2007 in prägender Erinnerung, heißt es in einem Nachruf des Domkapitels: „Sauerborn kam im feierlichen Gottesdienst von der Schöpfungsgeschichte und dem Satz ,Es werde Licht‘ über den Dom als ,Kathedrale des Lichts‘ auf das Richter-Fenster zu sprechen. Das neue Fenster verdränge nicht, es mache sich nicht breit, sondern binde sich ,in seiner so anderen und eigenen ästhetischen Sprache‘ in die große Tradition der Jahrhunderte ein, die der Kölner Dom umfange, so Sauerborn. ,In seiner überwältigenden Farbenfülle ist es selbst eine Symphonie des Lichts, in der alle Farben des Doms erklingen‘, zitiert der Nachruf den jetzt Verstorbenen.
Prälat Josef Sauerborn war 1974 von Joseph Kardinal Höffner zum Priester geweiht worden. Nach der Kaplanszeit in Bonn war er als Religionslehrer und Subsidiar in Wuppertal tätig. Neun Jahre lang war Sauerborn Pfarrer von Kessenich und leitete schließlich von 1992 bis 2004 die Abteilung Erwachsenenseelsorge im Generalvikariat. Anschließend wurde er Bischofsvikar für den Diözesanrat. Außerdem war Prälat Sauerborn Spiritual am Erzbischöflichen Priesterseminar.
Neben seiner Arbeit als Künstlerseelsorger war Sauerborn auch Vorsitzender der Kunstkommission. Diese berät die Gemeinden bei allen künstlerischen Prozessen, die im Innern der Kirche stattfinden, zum Beispiel wenn es um die Versetzung des Altars oder die grundlegende Umgestaltung des Kirchenraums geht.
„Das Domkapitel blickt dankbar auf Prälat Sauerborns Leben zurück, auf seinen treuen Dienst am Dom, auf seine ruhige, reflektierte und ausgleichende Art und auf seinen großen Sachverstand, mit dem er die Seelsorge und die künstlerische Gestaltung der Kölner Kathedrale mitgestaltet hat. Möge er in Frieden ruhen“, heißt es in der Mitteilung des Domkapitels.
Im allen Domgottesdiensten wird an diesem Wochenende des Verstorbenen gedacht. Die Exequien finden am Dienstag, 30. September, um 10 Uhr statt.
Möge Prälat Sauerborn nun im Frieden und in der Liebe Gottes ruhen.🕯🙏
(Foto: Robert Boecker)