26/05/2022
Herzliche Einladung!
Heute! 20 Uhr St. Markuskirche Chemnitz
"Undzer Shtetl brent..."
Interkulturelle Kammeroper von Ralf Soiron & Christian von Götz
Jom Kippur 1939: Die N***s sind in Krakau. Der Komponist Mordechai Gebirtig, der sich vor Pogrom, Plünderung und
Tod fürchtet, verbarrikadiert sich in seiner Tischlerwerkstatt. Doch er gewährt einem geflüchteten und verprügelten Kind Zuflucht. Dieses halbtote Mädchen verlacht seine „mojre-schchojre“ (Traurigkeit) und erklärt Gebirtig, er solle seine Lieder aufschreiben, damit sie erhalten blieben. Er widerspricht: „Was nicht aufgeschrie-
ben ist, kann nicht verbrennen.“ Immer wieder halluziniert das Mädchen. Dann spricht sie mit fremden Stimmen. Gebirtig glaubt, dass ein Dibbuk in ihr stecken würde, der feindliche Geist eines toten Mannes. Der Dibbuk off enbart schrecklichste Visonen: Bilder der kommenden Shoah. Doch das Mädchen stirbt und mit ihr der
Dibbuk. Als er das Mädchen im Lehmboden seiner Werkstatt beerdigt, betet Gebirtig für sie das Kaddisch und beginnt mit
dem Notat seiner Lieder. „Ikh glojb in der sunn, afile wen si schejnt nikht.“.
Eine Produktion von MUSIKDEBATTE KÖLN
Eintritt: 10€ / 8€
Undzer Shtetl brent - Kammeroper von Musikdebatte Köln