31/08/2020
Es ist still geworden im CheckPoint: Wie so viele Einrichtungen und generell das öffentliche Leben war auch der CheckPoint von den Maßnahmen betroffen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffen wurden. Seit März sind die Räume für Besucher geschlossen. Und wir müssen leider bekanntgeben, dass sie für immer geschlossen bleiben werden.
Die Gründe dafür sind vielfältig. So stellte uns zum Beispiel die personelle Situation vor echte Herausforderungen. Es wurden für die Arbeit im CheckPoint dringend neue Mitarbeiter gebraucht. Ab Herbst 2019 fanden sich zwar ein paar Engagierte aus der Erlöserkirchgemeinde, mit deren Hilfe zuletzt der CheckPoint an zwei Nachmittagen geöffnet und zudem noch Hausaufgabenhilfe angeboten werden konnte. Aber das war nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
Wir mussten im Gegenzug aber auch feststellen, dass die Angebote im CheckPoint weniger angenommen wurden. Es waren regelmäßig nicht mehr als fünf Kinder zu Besuch; häufig kamen nur ein oder zwei Kinder. Selbst an den sonst immer gut besuchten Nachmittagen, die durch das McTurtle-Programm der Heilsarmee gestaltet wurden, waren kaum mehr Kinder da.
Die Corona-bedingte Schließung im März hat das Wachsen bzw. Leben dieses doch zarten Pflänzchens CheckPoint dann völlig zum Stillstand gebracht. Als später erste Lockerungen der Coronabeschränkungen erfolgten, konnten wir insbesondere mit Blick auf die wenigen, noch dazu nur ehrenamtlichen Mitarbeiter im CheckPoint nicht die Räumlichkeiten im CheckPoint wieder so öffnen, dass den erforderlichen Hygienestandards hätte Rechnung getragen werden können.
In dieser Situation haben wir – also die Projektbeteiligten und der Vorstand der Erlöserkirche in Chemnitz – uns dann bewusst die Frage gestellt, ob es eine Zukunft für CheckPoint geben kann bzw. soll. Würden wir CheckPoint im Falle einer Neueröffnung nach der Corona-Schließung überhaupt wieder beleben können? Welche Perspektive sehen wir für dieses Angebot? Die genannten Tatsachen (wenig Mitarbeiter, kaum Nachfrage bei den Kindern) haben uns dabei nicht sehr zuversichtlich gestimmt. Daneben spielen natürlich auch wirtschaftliche Fragen eine Rolle (wenn auch nicht die allein entscheidende).
Wir sehen natürlich, dass in Hilbersdorf durchaus Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche nötig sind. CheckPoint scheint aber nicht mehr das geeignete Mittel zu sein. Daher werden wir uns von CheckPoint verabschieden.
Unseren Auftrag, in der Nachbarschaft präsent zu sein, wollen und werden wir trotzdem engagiert weiter wahrnehmen. Wir werden hierfür neue Perspektiven entwickeln und andere Schwerpunkte setzen, auch in Zusammenarbeit mit der neuen Pastorin Christine Meyer-Seifert, die im Oktober diesen Jahres ihre Arbeit auf dem Gemeindebezirk der Erlöserkirche beginnt.
An dieser Stelle ist nun aber noch einmal Gelegenheit DANKE zu sagen für all die Unterstützung, die CheckPoint in den vergangenen Jahren erfahren hat.
Ohne diese Unterstützung – sei es durch aktive Mitarbeit vor Ort, Spenden, Geschenke, Gebete oder all die anderen kleinen und großen Gesten – wäre dieses Angebot nicht möglich gewesen und CheckPoint nicht das, was es war: ein willkommener Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche in Hilbersdorf.
Es würde diesen Rahmen sprengen, alle Beteiligten aufzuzählen, die zum Gelingen von CheckPoint beigetragen haben. Ihr dürft aber gewiss sein, dass Dank Eurer Hilfe Kinderherzen berührt und deren Welt – zumindest für einen Augenblick, wenn nicht sogar für die Ewigkeit – eine bessere geworden ist.