24/02/2026
**Immer und überall: Gedenktag am Ukraine-Tag – Krieg und Trauer aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen**
Am Ukraine-Gedenktag wurde der Ernst-Reuter-Platz zu einem offenen Ort des Erinnerns und des Austauschs. Der Krieg begann 2014 mit der Annexion der Krim und eskalierte 2022 zum großangelegten Angriff auf die Ukraine. Vier Jahre nach Beginn des großangelegten Angriffs auf die Ukraine standen die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Krieg und Gewalt prägen ihren Alltag – auch in Berlin, in Familien, Schulen und Freundeskreisen.
Im gläsernen Pavillon konnten Besucherinnen und Besucher in verschiedene Glasräume eintreten. Dort entstanden Schreibgespräche zu Trauer, Sehnsucht und dem Umgang mit Konflikten im Alltag. In der Mitte führte ein moderiertes Fishbowl-Gespräch die Stimmen zusammen – teils engagiert, nachdenklich und auch kontrovers. Jugendliche und Erwachsene hörten einander zu, stellten Fragen und teilten persönliche Erfahrungen. Der Ort war gut besucht, viele blieben und beteiligten sich.
Zum Abschluss um 17 Uhr würdigte Bezirksstadtrat Simon Hertel das Engagement der Beteiligten. Aus den Themenräumen wurden Stimmen verlesen, eine Kerzenaktion und ein gemeinsames Schweigen setzten einen stillen Akzent des Gedenkens. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Big-Band des Heinz-Berggruen-Gymnasiums. Die Begegnung führte gleich zu weiteren Verabredungen: Die Band tritt Mitte März im rbb-Live-Radiogottesdienst aus der Friedenskirche auf und ist auch beim Jazzfestival am 5. Juni in der Friedenskirche zu hören.
Zahlreiche Lehrkräfte signalisierten Interesse, künftig mit ihren Klassen teilzunehmen. Organisiert und umgesetzt wurde der Gedenktag von der Friedenskirche Charlottenburg auf Bitte des Jugendamts – getragen von ihrer Erfahrung in Gedenk- und Bildungsarbeit mit jungen Menschen.
Ein deutliches Zeichen blieb: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz, Würde und eine gewaltfreie Zukunft – immer und überall.