09/11/2025
Heute wird in ganz Deutschland und Teilen Europas wieder um tote Juden getrauert. Jahrelang (bis zum Oktober 2023) konnte man landesweit sehr ähnliche Reden von Politikern, NGO's u.a. hören. Schon 2022 wiesen wir am 9.11. darauf hin, dass uns insbesondere der Antisemitismus von muslimischer Seite, aber auch der latent vorhandene Antisemitismus vom sogenannten Bildungsbürgertum große Sorgen bereitet. Die damalige Zuordnung aller nichtaufgeklärten antisemitischen Straftaten zum rechten Spektrum in der Kriminalstatistik entsprach nicht unserer Wahrnehmung.
Um die toten Juden wird auch heute aus Pflichtgefühl getrauert (auch von Antisemiten), frei nach dem Motto: "Nur ein toter Jude ist ein guter Jude."
Die Trauerreden haben meist nur symbolischen Charakter, denn für die noch lebenden Juden in Deutschland und Europa haben nur wenige der politisch Handelnden heute wirklich etwas übrig.
Wichtiger als das Einstehen für lebende Juden, ist es den Woken das Wort "Jude" zu gendern zu Jud:innen. Wir sind Juden und Jüdinnen, aber mit Sicherheit keine Gendersubjekte! Weder im jiddischen noch hebräischen gibt es eine Gendersprache!
Politisch links-grün verortete Richter gratulieren Antisemiten, die öffentlich israel-und judenfeindliche Parolen skandieren, zu ihrer Haltung.
Der israelische Botschafter in Deutschland Ron Prosar sprach jüngst in einem Interview über rechten, linken und islamischen Antisemitismus. Er sieht die größte Gefahr für Juden mittlerweile vom linken Antisemitismus ausgehend.
Besonders despektierlich ist, dass selbst hochrangige Politiker das Judentum noch immer auf die Religion reduzieren! Die N***s haben das nicht getan, sondern sich an der Herkunft orientiert, weshalb auch zum Christentum konvertierte Juden nicht sicher vor den N***s im 3. Reich waren.
Es gibt so viele ethnische Juden (in Israel und weltweit), die säkular sind! Sie sind nicht religiös, identifizieren sich aber mit der jüdischen Herkunft und Kultur. Juden in Deutschland sind auch nicht per se Migranten (aus Osteuropa oder Israel), nein es gibt auch deutsche säkulare Juden, die in Gemeinden organisiert sind oder auch nicht.
Trotz aller "nie wieder"-Beteuerungen ist das Leben für in Deutschland und Europa lebende Juden mittlerweile weder sicher noch angenehm; es ist oft nur zu ertragen, wenn man sich nicht als Jude zu erkennen gibt!
Shalom!