20/12/2017
I bims – das sind Gottes Worte aus dem brennenden Dornbusch. Die Geschichte steht in der Bibel: Mose hütet die Schafe seines Schwiegervaters Jitro in der Wüste in Midian. Plötzlich, ein Feuer. Der Dornbusch brennt, ohne zu verbrennen. Mose bekommt einen Auftrag, und will sich rückversichern:
"Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt."
Gott stellt sich vor und sagt: I bims.
Das ist sein Name: Ich bin. I bims. Es ist ein Name, und es ist die stärkste Art der Aussage, die wir mit Worten überhaupt machen können. Nicht über etwas reden, nicht uns selbst nur beschreiben, sondern beim eigenen Sein anfangen: Ich bin. In seiner Einfachheit ist das ein großartiger Satz. Man sagt: Für kleine Kinder stellt das eine eigene Entwicklungsstufe dar, wenn sie sich selbst als Subjekt in ihrem eigenen Da-Sein wahrnehmen können. Ich bin. In der Regel gehen diese Sätze bei uns noch weiter: Ich bin da. Ich bin hungrig. Ich bin verliebt. Ich bin Steffen. Oder so. Gott sagt das so: Ich bin, der ich bin. Und wir ahnen: Jedes weitere Wort würde Gott kleiner machen.
In der Krippe stellt sich Gott wieder vor und macht sich selbst kein. Als Kind, Mensch geworden und den Menschen gegeben. Jesus wird später die sieben bekannten Ich bin…-Sätze sagen. "Ich bin der Weinstock und die Reben. Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin das Licht der Welt." �I bims–Sätze sind das, so einfach wie großartig.
Und sie lassen keinen Zweifel daran: Das Kind in der Krippe, der Prophet aus Nazareth, der Mann am Kreuz, der Auferstandene – das ist der gleiche, der aus dem Dornbusch gesagt hat: "Ich bin, der ich bin." Der aus dem Dornbusch spricht, ist der, der uns bei der Taufe versprochen hat: "Ich bin – bei dir."