R.O.S.E. Regional Organisierte Seelsorge Ehrenamtlicher

R.O.S.E. Regional Organisierte Seelsorge Ehrenamtlicher R.O.S.E. ist eine Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten.

07/06/2026
02/06/2026

Heute Ruhetag. Von allerhöchster Stelle so vorgesehen. Der islamische Freitag. Der jüdische Schabbat am Samstag. Und der christliche Sonntag. Am siebenten Tag sollst du ruhen.

Zeit für mich - für Familie und Freunde - für Natur und Tiere. Zeit für Gott. Und rund um die Uhr, die ganze Woche schon. Zeit von Gott für uns. Gottes Zeit in meinen Händen. Oder modern: Ich bin eingeladen, eine gute Worklife-Balance zu finden.

Meine Kollegin gab mir diese Zeiteinteilungsempfehlung: ein Drittel Arbeit, ein Drittel Freizeitak-tivitäten und ein Drittel absichtsloses Nichtstun. Absichtslos wohlgemerkt. Urlaub zum wieder Fitwerden für die Arbeit zählt da nicht. Keine einfache Aufgabe. Sie darf mich ruhig etwas fordern. Fördern um so mehr. Und Gott ist mit dabei.

/ Manfred Maria Büsing in "Nachtgedanken" auf NDR Niedersachsen

20/05/2026

Der Strafvollzug gerät zunehmend unter Druck: Gefängnisse werden voller, der Alltag härter. Was Seelsorge dabei leisten kann und warum sie immer wichtiger wird, erklärt Pfarrerin Susanne Büttner im Interview

20/05/2026

Gerne schwelge ich in Erinnerungen. Wenn ich dann an einen Urlaub in Frankreich denke, nehme ich mir frisches Weißbrot, drücke es zusammen und rieche daran. Wenn ich an Thailand denke, koche ich gern Pad-Thai. Das ist ein thailändisches Nudelgericht. Dazu trinke ein Chang-Bier.

Wenn ich an meine Silbermedaille beim Skilaufen als Kind denke, ärgere ich mich noch heute. Ich bekam nur keine Goldene, weil ich im Ziel ganz am Ende doch noch umgefallen bin. Es tröstete mich eine große Portion Spaghetti. Manchmal sehe ich mir eine Aufnahme davon an, und dann bekomme ich gleich wieder Appetit und vergesse den Sturz. Diese Medaille habe ich noch. Hin und wieder nehme ich sie in die Hand und ich erinnere mich an eine liebevolle Zeit mit Mami und Papi.

Ich war auch noch in einigen anderen Ländern und kann mich jederzeit dorthin träumen. Wenn es mir mal nicht gut geht, wenn die Zeit mich hetzt oder eine Krankheit mich bremst - dann erinnere ich mich gern an all das Schöne im Leben. Ich danke Gott dafür, dass ich diese Erinnerungen habe. Meine Gedanken können dann über Krankheit oder Stress hinweg springen.

Ich mache mir bewusst, dass es wieder anders werden kann. Schon morgen. Ja, morgen. Es beginnt ein neuer Tag, an dem Gott mich trägt und Schönes für mich bereithält. Und in meiner Bibel lese heute: „Euch soll es zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen. Dann wird er euch alles Übrige dazugeben. Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird. Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug.“ Wunderbar ist dieser Gedanke und ich komme an einem Abend wie heute schnell zur Ruhe.

/ Prädikantin Cathrin Jäkel in "Gesegneten Abend" auf NDR Schleswig-Holstein

14/05/2026

🌿 Die Seelsorgebank ist wieder da

Ab dem 7. Mai ist unsere Seelsorgebank auf dem Matthäusfriedhof in Borbeck wieder besetzt.

Ein Ort zum Reden, Schweigen, Erinnern oder einfach zum Dasein.
Ein Ort, an dem jemand Zeit hat und zuhört. 💛

📍 Matthäusfriedhof, Ketteler Straße
🕒 Im Mai: donnerstags, 15–16 Uhr
🪑 Erkennbar an den bunten Kissen

Jeder Mensch ist willkommen.

14/05/2026

'Mithilfe eines multiprofessionellen Teams aus psychotherapeutisch- und seelsorglich ausgebildeten Männern und Frauen durften wir Zeug*innen und Wegbegleiter*innen von berührenden Begegnungen und neu eröffneten Wegen sein!'
~
Erneut hat sich am ersten Maiwochenende eine Gruppe von neun Generationenpaaren im Gemeindehaus an der Zwinglistraße zu einem sogenannten Generationendialog getroffen. 'Im Mittelpunkt hat der 💬 Austausch über schwierige Themen und 💔 Verletzungen in der gemeinsamen Geschichte gestanden - mit dem Ziel, die 🫶 Verbindungen zwischen den Generationen zu klären und zu stärken', schreibt Iris Müller-Friege, Pfarrerin i.R. und frühere Klinikseelsorgerin mit mehreren Zusatzqualifikationen. 'Gerade in Zeiten zunehmender Entfremdung zwischen den Generationen und in den Familien bedeutet diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Frieden.' 🙏🕊

13/05/2026

„Was bin ich noch wert, wenn ich nichts mehr leisten kann?“

Das fragt sich Sabrina. Vor ein paar Jahren noch war sie aktiv, engagiert, immer da. Neben der Arbeit hat sie sich in ihrer Kirchengemeinde eingebracht, mit angepackt, organisiert, geholfen, wo sie nur konnte; sie war eine von denen, auf die man sich einfach verlassen konnte.

Doch dann wurde sie schwer krank. ME/CFS: Myalgische Enzephalomyelitis/ Chronisches Fatigue-Syndrom. Seitdem geht fast gar nichts mehr. Sie liegt fast nur noch im Bett. Selbst Zähneputzen fällt ihr schwer; einkaufen oder essen kochen, das ist ausgeschlossen. Das muss ihr erwachsener Sohn für sie machen.

Sabrina sagte mir: „Am schlimmsten ist: niemand fragt mehr nach mir. Auch nicht aus der Kirchengemeinde. Ich habe das Gefühl: ich bin nichts mehr wert. Weil ich mich nicht mehr einbringen kann, weil ich nichts leisten kann.“

Sabrina ist kein Einzelfall. Über 12.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (über 22.000 Menschen in Schleswig-Holstein / über 14.000 Betroffene in Hamburg) sind an ME/CFS erkrankt. Viele von ihnen werden nicht gesehen. Ihre Krankheit ist unsichtbar – und oft werden sie selbst damit auch.

Das trifft mich; und auch ich kenne das: Wer etwas beiträgt, in der Gesellschaft, in der Kirche, wird gesehen, wird geachtet. Aber was ist mit denen, die nichts mehr leisten können?

In der Bibel gibt es diesen einen Satz, von Gott. Er sagt: „Du bist mein geliebtes Kind.“ Und das sagt Gott übrigens, bevor irgendjemand irgendetwas geleistet hat.
Für mich heißt das: Dein Wert hängt nicht daran, was du tust. Sondern daran, dass du bist.

/ Radiopastorin Sarah Oltmanns in "Gesegneten Abend" auf NDR Schleswig-Holstein Sarah Oltmanns

09/05/2026

Ein tödlicher Unfall bei der Arbeit, auf der Autobahn oder ein Suizid: Wenn anschließend Notfallseelsorger vor der Tür der Angehörigen stehen, haben sie keine guten Nachrichten. Marika Weldert kennt diesen Moment aus beiden Perspektiven.

08/05/2026

Der Wunsch nach assistiertem Suizid hat zugenommen: Die VELDK reagiert auf die wachsende Anfragen aus der Praxis und stellt Seelsorgenden eine neue Handreichung für schwierige Gespräche zur Seite.

22/04/2026

Damit hatten sie im Seniorenheim nun wirklich nicht gerechnet. Eigentlich war’s nur ein Aufruf am schwarzen Brett. Die Angehörigen mögen doch bitte aus dem Urlaub Postkarten ins Heim schicken. Aber die Sache ging dann irgendwie viral, wie man heute so sagt. Jemand hat den Aufruf in den sozialen Netzwerken geteilt.

Hunderte von Ansichtskarten sind bisher im Seniorenheim St. Hedwig eingetrudelt. Pflegerin Mona staunt: Das ist unglaublich. Jede Karte bringt uns ein Stück Urlaub und ganz viel Abwechslung. Mehrmals die Woche sitzen die Senioren und Seniorinnen bei Kaffee und Kuchen zusammen, sichten die Post:

Eine Karte aus Hamburg. Da war ich auch schon! Oder eine vom Bodensee. Oh, schön ist es da. Es gibt auch Karten aus Griechenland, sogar aus Afrika, aus Frankreich. Die 89-jährige Emma schwärmt: Ach wie goldig war das, als unsere beiden Jungs in Südfrankreich schwimmen gelernt haben.

Das ist wirklich eine tolle Idee und sofort denke ich an die vielen, die auch dringend so eine Karte nötig hätten. Es gibt so viele, die sich nach ein paar guten Worten sehnen. Nach einem Gruß, einem Anstupser. Für sie ist das dann unendlich wertvoll.

Für mich ist das vielleicht gar keine so große Sache: also ein freundliches "guten Morgen", ein Zuwinken, eine Schale Beeren vor die Tür stellen. Eine Nachfrage - Wie geht’s denn? So oder eben eine traditionelle Postkarte aus dem Urlaub.

/ Thomas Hofer in "Zwischentöne" auf NDR Niedersachsen

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