KAAD Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für internationale Postgraduierte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für Postgraduierte und Wissenschaftler aus (Entwicklungs-) Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ost- und Südosteuropas. Durch Stipendien, Bildungsveranstaltungen sowie persönliche und spirituelle Begleitung fördert der KAAD seine Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Blick auf eine multiplikat

orische Tätigkeit in ihren Heimatländern. Dies geschieht in Kooperation mit Partnergremien und Vereinen von Alumni in diesen Ländern, mit dem Ziel einer (wissenschaftlichen) Netzwerkbildung und eines Beitrags zu einer ganzheitlichen Entwicklung, die die religiöse und interreligiöse Dimension einschließt. Stipendienprogramme
Das Stipendienprogramm 1 (Länderprogramme) richtet sich an Postgraduierte und durch Berufserfahrung ausgewiesene Personen, die sich aus ihren Heimatländern bewerben und zu Aufbaustudien oder Forschungsaufenthalten nach Deutschland eingeladen werden möchten. Hier kooperieren wir mit Partnergremien, die aus Vertretern der jeweiligen Heimatkirche und der Universitäten gebildet werden. Die Bewerbungen erfolgen aus den Heimatländern, in der Regel über die Partnergremien. Im Stipendienprogramm 2 fördern wir ausländische Studierende aus Entwicklungsländern, die sich bereits zum Studium in Deutschland aufhalten. Vorschlagsrecht haben hier die Katholischen Hochschulgemeinden. Das Osteuropaprogramm sieht – als Einladungsprogramm in Zusammenarbeit mit Partnergremien – meist kürzere Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland vor. Bewerbungen erwarten wir in der Regel aus den Heimatländern, vermittelt über unsere Partnergremien. Bitte beachten Sie, dass Fragen zum Bewerbungsverfahren nicht über die Facebook Seite beantwortet werden können. Wenden Sie sich hierfür bitte direkt an die auf unserer Homepage angegebenen Ansprechpersonen der entsprechenden Referate. Alumnivereine
Die Vereine und Ortsgruppen ehemaliger Stipendiaten/innen in ihren Heimatländern dienen der Stärkung der kirchlichen Präsenz in der jeweiligen Gesellschaft. In ihnen setzt sich die Bildungsarbeit des KAAD fort, ebenso der wissenschaftliche Austausch. Sie können auch Basis für gemeinsame (sozial orientierte) Projekte sein. Für den KAAD selbst sind sie eine unschätzbare Hilfe bei der Beratung und Vorbereitung von Stipendienbewerbern/innen sowie bei der Reintegration von zurückkehrenden Stipendiaten/innen in ihre Heimatländer. English
The Catholic Academic Exchange Service (KAAD) is the scholarship institution of the German Catholic Church for post-graduate students and scientists from (developing) countries in Africa, Asia, Latin America, the Near and Middle East, as well as Eastern and Southeastern Europe. KAAD supports his scholars in form of scholarships and educational programs and offers spiritual and personal assistance in view of future multiplying functions students will have in their home countries. This is based on cooperation with partner committees and associations of alumni in those countries and it aims at setting up (scientific) networks and at contributing to a holistic development, which includes religious and inter-religious dimensions. Scholarship Programs
Scholarship Program 1 is addressed to post-graduates and to academics living in their home countries who already gained professional experience and who are interested in postgraduate studies (or research stays) in Germany. This program is administered by regional partner committees, staffed by university professors and church representatives. Normally documents are submitted to the committee of the applicant’s home country. In Scholarship Program 2 we sponsor advanced foreign students from developing countries who are already enrolled in a German university. Scholarship candidates must be proposed by the corresponding Campus Ministry. The Eastern-Europe-Program – also administered by regional partner committees – focuses mainly on shorter study or research stays in Germany. Normally we expect that applicants reside in their home countries when applying to KAAD through the regional partner committee. Please note that we cannot reply to any questions concerning the application process via Facebook. In this case please directly contact the responsible person of the particular Department as listed on our Website. Alumni Associations
Alumni associations in our fellows' home countries represent KAAD in the local church and society. These associations organize academic seminars and offer a space of exchange to our alumni. They can also form the base for setting up social projects of different kinds. From the viewpoint of KAAD, alumni associations also serve as institutions where new fellows receive assistance to organize their studies in Germany. At the same time they can assist returning fellows in the process of professional re-integration.

Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens widmete das Cusanuswerk e.V. - Bischöfliche Studienförderung seine diesjährige J...
03/06/2026

Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens widmete das Cusanuswerk e.V. - Bischöfliche Studienförderung seine diesjährige Jahrestagung dem Thema „Freiheit“. Vom 29. bis 31. Mai 2026 kamen dazu siebenhundert aktuelle und ehemalige Geförderte sowie Gäste im niederländischen Baarlo zusammen. Mit dabei war auch eine Gruppe von KAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten aus Ägypten, Jordanien, Libanon, Armenien, Bhutan, Indonesien, Sambia, Ecuador und Peru. Begleitet wurde sie von KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ sowie den Referatsleitern Nils Fischer und Dr. Marko Kuhn.

Das Thema Freiheit wurde in Vorträgen, Science Notes und Diskussionen aus philosophischer, theologischer, naturwissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive reflektiert. Impulse wie die Überlegungen von Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski zum freien Diskurs als Herzstück der Demokratie oder die Reflexionen von Prof. Dr. Georg Braungart über Freiheit als eine Fähigkeit, die eingeübt und verantwortet werden muss, bildeten wichtige Bezugspunkte der Tagung.

Für die KAAD-Gruppe setzte sich die Debatte vor allem in den persönlichen Begegnungen fort. Im Austausch mit den Geförderten des Cusanuswerks stellten die KAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten viele Gemeinsamkeiten fest, insbesondere im Verständnis von Bildung, gesellschaftlicher Verantwortung und internationalem Engagement. Ein wiederkehrendes Gesprächsthema war dabei das entwicklungspolitische Engagement vieler Cusanerinnen und Cusaner: Über die „Initiative Teilen“ unterstützt das Cusanuswerk seit Jahrzehnten Bildungs- und Sozialprojekte im Globalen Süden. Im Rahmen der Tagung und auf dem Forum Cusanum, wo die KAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten den KAAD vorstellten, entstanden daraus zahlreiche Gespräche über internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Dr. Christoph Hegge. KAAD-Stipendiatin Nagy Abdelmalak aus Ägypten trug dabei die Lesung aus dem Buch Exodus auf Arabisch vor.

Der KAAD gratuliert dem Cusanuswerk herzlich zu seinem 70-jährigen Bestehen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit seinem Schwesterwerk.

In Zeiten wachsender Unsicherheit in Europa gewinnen internationale akademische Netzwerke neue Bedeutung. Sie schaffen R...
30/05/2026

In Zeiten wachsender Unsicherheit in Europa gewinnen internationale akademische Netzwerke neue Bedeutung. Sie schaffen Räume, in denen gesellschaftliche, politische und ethische Fragen auch unter den Bedingungen des Krieges weiter gemeinsam diskutiert werden können.

Vor diesem Hintergrund findet derzeit die KAAD-Alumni-Konferenz „Architektur des europäischen Sicherheitsraums: Erfahrungen der Ukraine und neue Risiken“ in Suceava/Rumänien statt. Ehemalige Geförderte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Partnerinnen und Partner des KAAD aus verschiedenen europäischen Ländern kommen zusammen, um über die Folgen des Krieges gegen die Ukraine und über neue Herausforderungen für die europäische Sicherheitsordnung zu diskutieren.

Der Krieg gegen die Ukraine hat nicht nur politische und militärische Fragen neu aufgeworfen, sondern auch Debatten über Stabilität, Solidarität und gemeinsame Werte in Europa verändert. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen deshalb nicht allein sicherheitspolitische Fragen im engeren Sinn. Die Tagung richtet den Blick bewusst auf gesellschaftliche, kulturelle und ethische Dimensionen aktueller Krisen: auf hybride Bedrohungen, Energie- und Informationssicherheit, auf den Umgang mit Kriegserfahrungen sowie auf die Bedeutung von Religion, Kultur und öffentlichem Diskurs in Zeiten politischer Unsicherheit.

Das Programm verbindet unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Kontexten. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit den Auswirkungen des Krieges auf religiöses Denken, mit der Darstellung des Krieges in der ukrainischen Literatur, mit europäischen Perspektiven auf Sicherheit sowie mit dem Schutz ukrainischen Kulturerbes während des Krieges. Ergänzt werden die Vorträge durch ein gemeinsames World Café zum interdisziplinären Austausch.

Besonders sichtbar wird dabei die Rolle der KAAD-Alumni selbst. Die Konferenz wurde gemeinsam mit ukrainischen Alumni organisiert und findet aufgrund des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine in Rumänien statt.

Gerade unter den Bedingungen von Krieg und Unsicherheit setzen die Beteiligten damit ein Zeichen für die Fortführung wissenschaftlicher Kooperation, internationaler Vernetzung und grenzüberschreitenden Dialogs in Europa.

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae bringen sich in Gesellschaft und Kirche, in Wissenschaf...
29/05/2026

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae bringen sich in Gesellschaft und Kirche, in Wissenschaft und internationaler Zusammenarbeit in ganz unterschiedlichen Kontexten ein. Viele von ihnen verbinden akademische Arbeit mit gesellschaftlichem Engagement, übernehmen Verantwortung in ihren beruflichen Feldern und gestalten Debatten weit über ihre eigenen Fachbereiche hinaus mit.

Beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg wurde dies auch für viele Besucherinnen und Besucher sichtbar: auf Podien, in Workshops und in der interkulturellen Eucharistiefeier, vor allem aber auf der Kirchenmeile und in den vielen Begegnungen und Gesprächen während des Katholikentags.

Dort haben sich die KAAD-Geförderten über mehrere Tage hinweg mit großer Offenheit, Aufmerksamkeit und persönlichem Einsatz eingebracht. Dabei haben sie nicht nur ihre Forschung und Erfahrungen vorgestellt, sondern sich auch auf zahlreiche Gespräche und Begegnungen mit Besucherinnen und Besuchern der Kirchenmeile eingelassen.

Gerade darin zeigte sich vielleicht auch etwas vom Leitwort des Katholikentags „Hab Mut, steh auf“: die Bereitschaft, eigene Perspektiven öffentlich einzubringen und anderen Einblick in die Projekte und Fragen zu geben, an denen unsere Geförderten für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft arbeiten.

Dafür möchten wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni an dieser Stelle unseren großen Dank aussprechen.

„Nur Mut!“ – Gesprächsrunde in Sankt AugustinMorgen Abend diskutieren unsere Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, Dr. ...
28/05/2026

„Nur Mut!“ – Gesprächsrunde in Sankt Augustin

Morgen Abend diskutieren unsere Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, Dr. Max Leitterstorf, Bürgermeister von Sankt Augustin, und Markus Höfer, Kaplan im Katholischen Seelsorgebereich Sankt Augustin, in der HUMA Shoppingwelt über den Wert von Mut in bewegten Zeiten. Moderiert wird die Gesprächsrunde von der Journalistin und Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Nothelle.

Nora Kalbarczyk wird die Frage, was Mut heute konkret bedeuten kann, dabei auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen des diesjährigen Katholikentags in Würzburg reflektieren: etwa mit Blick auf interreligiösen Dialog, internationale Zusammenarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und die Bereitschaft, sich öffentlich in Debatten einzubringen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.

Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr.

Interessierte Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen:

„Nur Mut!“ – Hochkarätige Gesprächsrunde Ab 19:00 Uhr diskutieren prominente Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft in der HUMA Shoppingwelt über den Wert von Mut in bewegten Zeiten.

Nach dem Umzug im Frühjahr wurde heute die neue Geschäftsstelle des KAAD in der Bonner Königstraße offiziell eingeweiht ...
21/05/2026

Nach dem Umzug im Frühjahr wurde heute die neue Geschäftsstelle des KAAD in der Bonner Königstraße offiziell eingeweiht und gesegnet.

Gemeinsam mit Gästen aus Kirche, Wissenschaft und langjährigen Partnerinstitutionen wurden die Räume von unserem Präsidenten, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, unter Gottes Segen gestellt. In den Gebeten der Haussegnung standen besonders Gemeinschaft, gegenseitiges Verstehen und die Verantwortung füreinander im Mittelpunkt. Diese Anliegen prägen nicht nur die internationale Arbeit des KAAD, sondern auch das Miteinander unseres Bonner Teams.

In ihrer Begrüßung erinnerte Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk daran, dass die Arbeit des KAAD weit über organisatorische Abläufe hinausreiche. Sie lebe von Begegnung, Vertrauen, Glauben und internationaler Zusammenarbeit. Räume seien deshalb nie nur funktionale Orte, sondern prägten auch, wie Gemeinschaft, Gastfreundschaft und Austausch entstehen können.

In ihrem Grußwort bezeichnete Dr. Beate Gilles, Generalsekretärin des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz, die Geschäftsstelle des KAAD als einen „Maschinenraum“, in dem internationale Zusammenarbeit ermöglicht, begleitet und organisiert werde. Gerade für eine Institution, die weltweit Brücken zwischen Menschen, Hochschulen und Gesellschaften baue, seien gute Räume des Arbeitens und der Begegnung von besonderer Bedeutung.

Dr. Frauke Hartung, Oberin der -Schwesternschaft Bonn, in deren Haus sich die neue Geschäftsstelle befindet, hob die Bedeutung von Begegnung und Brückenbauen hervor und zeigte sich erfreut darüber, dass der „Geist des KAAD“ nun in die Räume der DRK-Schwesternschaft einziehe.

Zur Einweihung begrüßte der KAAD weitere Vertreterinnen und Vertreter des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz, des Cusanuswerks, der Görres-Gesellschaft, der Diözesanstelle Weltkirche – Weltmission des Erzbistums Köln, des Bundesverbands Katholische Kirche an Hochschulen, der Pax-Bank sowie von German Doctors.

Die Einweihung der neuen Geschäftsstelle markiert damit nicht nur den Abschluss des Umzugs, sondern auch die bewusste Verortung des KAAD an einem neuen Ort im akademischen Zentrum Bonns.
Wir danken allen Gästen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, die diesen Tag gemeinsam mit uns gestaltet haben.

Im Rahmen des Seminarprogramms „Bewahrung der Schöpfung: Glaube und Ökologie in Zeiten des Klimawandels“ setzten sich di...
19/05/2026

Im Rahmen des Seminarprogramms „Bewahrung der Schöpfung: Glaube und Ökologie in Zeiten des Klimawandels“ setzten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten des KAAD während des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg mit Fragen globaler Gesundheit, Entwicklungspolitik, psychischer Gesundheit und interreligiöser Verständigung auseinander. Diskussionen, Workshops, gemeinsame Gottesdienste und zahlreiche Gespräche innerhalb der Gruppe prägten dabei die Tage in Würzburg.

Ergänzt wurden Seminarprogramm und Veranstaltungen des KAAD durch den Stand auf der Kirchenmeile, wo die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschungsprojekte und gesellschaftlichen Initiativen in kurzen Drei-Minuten-Präsentationen vorstellten. Die vorgestellten Projekte reichten von nachhaltigem Ressourcenmanagement und Umweltfragen über Menschenrechte und Lehrerbildung bis hin zu psychischer Gesundheit, gesellschaftlicher Teilhabe und internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Die Forschungsarbeiten standen dabei in engem Zusammenhang mit konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen in den jeweiligen Herkunftsländern der Stipendiatinnen und Stipendiaten.

So stellte etwa ein Stipendiat aus Bangladesch seine Forschung zu Umweltbelastungen durch die Textilindustrie und zu nachhaltigem Wasser- und Ressourcenmanagement vor. Ausgangspunkt seiner Arbeit waren persönliche Erfahrungen aus Dhaka, wo Wasserknappheit und Umweltverschmutzung den Alltag vieler Menschen prägen. Eine andere Stipendiatin sprach über Bildungsungleichheit und Menschenrechte in Pakistan sowie über ihre Arbeit mit Kindern, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt.

Das offene Format der Kurzpräsentationen führte auf der Kirchenmeile immer wieder zu unmittelbaren Gesprächen zwischen den Stipendiatinnen und Stipendiaten und den Besucherinnen und Besuchern. Manche interessierten sich zunächst spontan für Herkunftsländer oder Studienfächer, andere fragten gezielt nach den gesellschaftlichen Hintergründen einzelner Forschungsprojekte oder diskutierten weiterführende wissenschaftliche und politische Fragen. So entstanden aus kurzen Begegnungen häufig längere Gespräche über globale Zusammenhänge, persönliche Erfahrungen, internationale Verantwortung und die Rolle von Wissenschaft in gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

Für viele der Stipendiatinnen und Stipendiaten wurde der Katholikentag damit zu einem Ort, an dem ihre Forschung und ihre Erfahrungen sichtbar und zum Ausgangspunkt gemeinsamer Gespräche wurden. Die Begegnungen auf der Kirchenmeile eröffneten ihnen so die Möglichkeit, nicht nur über ihre wissenschaftliche Arbeit zu sprechen, sondern auch über die gesellschaftlichen Fragen und persönlichen Erfahrungen, die hinter ihren Projekten stehen.

Psychische Gesundheit, Einsamkeit und die Frage nach echter Gemeinschaft gehören zu den Themen, denen der KAAD in seiner...
17/05/2026

Psychische Gesundheit, Einsamkeit und die Frage nach echter Gemeinschaft gehören zu den Themen, denen der KAAD in seiner Bildungsarbeit zunehmend Raum gibt. Gerade viele junge Erwachsene erleben Leistungsdruck, soziale Unsicherheit und das Gefühl fehlender Zugehörigkeit als prägende Erfahrungen. Für internationale Studierende kommen häufig räumliche Distanz zu Familie und Freunden, interkulturelle Herausforderungen und fehlende Netzwerke hinzu.

Bereits im vergangenen Jahr widmete der KAAD dem Themenfeld der psychischen Gesundheit von Studierenden ein mehrtägiges Seminar. Daran knüpfte beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg auch die Werkstatt „Komm raus aus der Cloud! Einladung zum Gespräch über Einsamkeit und Gemeinsamkeit“ an, die der KAAD gemeinsam mit Sant’Egidio und dem Bundesverband Katholische Kirche an Hochschulen gestaltete.

Im Format eines World Cafés kamen junge Erwachsene an sechs Thementischen miteinander ins Gespräch. Dabei ging es unter anderem um Einsamkeit im Alltag, Leistungsdruck, Spiritualität, Familie, gesellschaftliche Verantwortung und Wege in die Gemeinsamkeit. Begleitet wurde der Austausch von Anke Kendlbacher und Cornelia Paasch (Sant’Egidio), Leon Lindstedt (Arbeitsgemeinschaft Theologiestudierende), Raphael Röwekamp (KSHG Münster), Prof. Dr. Christoph Käppler (Professor für Soziale und Emotionale Entwicklung an der TU Dortmund), KAAD-Alumna Lisa Maria Wirjantoro sowie Nils Fischer, Referatsleiter Naher und Mittlerer Osten des KAAD.

Die Gespräche kreisten immer wieder um Fragen, die viele junge Erwachsene beschäftigen: Wann fühle ich mich wirklich zugehörig? Was hilft gegen das Gefühl, unsichtbar zu sein? Wie entstehen echte Begegnungen in einer Zeit digitaler Dauervernetzung? Diskutiert wurde über Einsamkeit im Studium, über soziale Medien und Selbstbilder, über Migration, Fremdsein und neue Gemeinschaften, aber auch über Spiritualität, Freundschaft, ehrenamtliches Engagement und Zuhören als Ausdruck von Menschlichkeit und gegenseitiger Aufmerksamkeit.

Dass psychische Gesundheit und soziale Isolation für viele internationale Studierende zu zentralen Themen geworden sind, greift der KAAD inzwischen auch in einer digitalen Workshop-Reihe zu Mental Health auf. Dort können die Stipendiatinnen und Stipendiaten Belastungen und Erfahrungen aus dem Studienalltag offen formulieren und gemeinsam mit Fachleuten für psychische Gesundheit reflektieren. Zugleich sollen konkrete Hilfestellungen und Strategien zur Selbstfürsorge vermittelt werden.

Im Rahmen des Seminarprogramms „Bewahrung der Schöpfung: Glaube und Ökologie in Zeiten des Klimawandels“ setzten sich un...
17/05/2026

Im Rahmen des Seminarprogramms „Bewahrung der Schöpfung: Glaube und Ökologie in Zeiten des Klimawandels“ setzten sich unsere Stipendiatinnen und -Stipendiaten beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg auch mit Fragen religiöser Verständigung und des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft auseinander.

Am Donnerstag moderierte Dr. Nora Kalbarczyk das Gespräch „Für eine Kultur des Dialogs: Das Dokument von Abu Dhabi. Ein Meilenstein und seine politisch-religiösen Folgen“. Mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und Direktor des Zentrums für Islamische Theologie Münster) und Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick (Goethe-Universität Frankfurt am Main / ZdK) sprach sie über christlich-muslimischen Dialog vor dem Hintergrund des Konzilstextes „Nostra Aetate“ sowie dessen Bedeutung für christlich-islamische Beziehungen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Erklärung über die Geschwisterlichkeit aller Menschen, die Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb 2019 in Abu Dhabi unterzeichneten, sowie deren Bedeutung für gegenwärtige Formen interreligiöser Verständigung. Zur Sprache kamen dabei unter anderem Fragen nach religiöser Autorität, Religionspluralismus, Religionsfreiheit und der theologischen Tragfähigkeit des Begriffs der „Geschwisterlichkeit aller Menschen“ sowie die Reichweite interreligiöser Verständigungsprozesse innerhalb religiöser Gemeinschaften selbst.

Bei allen unterschiedlichen Akzentsetzungen blieb der Gedanke zentral, dass sich interreligiöser Dialog nicht in symbolischen Begegnungen oder diplomatischen Gesten erschöpft. Er bleibt ein anspruchsvoller Prozess, der Selbstkritik, historisches Bewusstsein und die Bereitschaft verlangt, Unterschiede auszuhalten und echten Austausch und Verständigung zu suchen.

Am Freitag knüpfte daran der Workshop „Unsere Spiritualität und unser Alltag in Deutschland“ an, den der KAAD gemeinsam mit dem Gesprächskreis Christen und Muslime beim ZdK gestaltete. Muslimische und christliche Studierende tauschten sich dort über ihren Alltag in Deutschland, über Erfahrungen von Zugehörigkeit und Fremdheit sowie über die Bedeutung religiöser und moralischer Überzeugungen im täglichen Leben aus.
Begleitet wurden die Tage zudem von gemeinsamen spirituellen Erfahrungen, darunter die interkulturelle Abendmesse „Als Gemeinschaft der Ermutigten ein Hoffnungszeichen sein“, die gemeinsam vom KAAD, dem Cusanuswerk und dem Bundesverband Katholische Kirche an Hochschulen gestaltet wurde, sowie das Taizé-Abendgebet „Nacht der Lichter“ im Würzburger Dom. In der Verbindung von persönlichem Austausch und gemeinsam erlebter Spiritualität entstanden innerhalb der Gruppe neue Formen gegenseitigen Verständnisses und der Verbundenheit über religiöse und kulturelle Unterschiede hinweg.

Am 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg gehörte für die KAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten die Veranstaltung „Nüt...
17/05/2026

Am 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg gehörte für die KAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten die Veranstaltung „Nützlich, sinnvoll, wirksam? Entwicklungspolitik auf dem Prüfstand“ zu den besonders wichtigen Programmpunkten. Moderatorin Daniela Ordowski diskutierte dabei mit Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan MdB, Dr. Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer von Misereor, sowie Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS), über die Zukunft internationaler Entwicklungszusammenarbeit in Zeiten globaler Krisen und wachsender politischer Spannungen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag darauf, wie Entwicklungszusammenarbeit angesichts knapper werdender Ressourcen langfristig ausgerichtete werden sollte, um wirksam zu bleiben und welche Verantwortung internationale Partnerschaften für Ernährungssicherheit, nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliche Stabilität haben. Dabei wurde auch kritisch auf paternalistische Strukturen innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit verwiesen und die Bedeutung lokaler Verantwortung, langfristiger Kooperationen und verlässlicher internationaler Netzwerke hervorgehoben.
Mehrfach wurde betont, dass nachhaltige Entwicklung nicht allein durch kurzfristige Hilfsmaßnahmen erreicht werden kann, sondern langfristige Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und lokale Infrastruktur voraussetzt. Zugleich wurde die besondere Rolle kirchlicher Organisationen hervorgehoben, die durch ihre lokalen Netzwerke vielerorts auch in Krisenregionen präsent sind und Entwicklungszusammenarbeit über lange Zeiträume begleiten.
Im Anschluss an die Veranstaltung ergab sich für die internationale KAAD-Gruppe zudem ein Zusammentreffen mit Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan. Für viele der Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich selbst in Forschung, Lehre oder gesellschaftlichem Engagement mit Fragen globaler Entwicklung beschäftigen, wurde dies zu einem besonderen Moment des Katholikentags.

In den vergangenen Tagen war der KAAD gemeinsam mit 41 seiner Stipendiatinnen und Stipendiaten beim 104. Deutschen Katho...
17/05/2026

In den vergangenen Tagen war der KAAD gemeinsam mit 41 seiner Stipendiatinnen und Stipendiaten beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg vertreten. Neben eigenen Veranstaltungen auf dem Katholikentag begleitete ein gemeinsames Programm die Teilnahme der Gruppe: Unter dem Thema „Bewahrung der Schöpfung: Glaube und Ökologie in Zeiten des Klimawandels“ besuchten die Teilnehmenden Veranstaltungen zu nachhaltiger Entwicklung, Entwicklungspolitik, interreligiösem Dialog und gesellschaftlichem Wandel.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei am Freitag auf dem Podium „Globale Gesundheit: eine Frage der Gerechtigkeit? – Warum es mehr Mut, Solidarität sowie Bildung und Forschung braucht“, das der KAAD gemeinsam mit medmissio und der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) veranstaltete. Im Mittelpunkt stand die Frage, wer weltweit Zugang zu medizinischer Versorgung und Unterstützung erhält und welche Krankheiten und betroffenen Menschen übersehen werden.

Die KAAD-Alumna Dr. Fabiana Faleiros, Rehabilitationswissenschaftlerin an der Universidade de São Paulo (USP), sprach dabei über ihren eigenen Bildungsweg und über die Bedeutung von Bildung für gesellschaftliche Teilhabe und globale Gesundheit. „Bildung hat mein Leben verändert“, sagte sie mit Blick auf ihre Herkunft aus einer einfachen Familie in Brasilien. Mit Unterstützung eines KAAD-Stipendiums promovierte sie an der TU Dortmund in Rehabilitationswissenschaften und kehrte anschließend nach Brasilien zurück, wo sie heute als Professorin an der Universität von São Paulo tätig ist.

Dort gründete sie die Forschungsgruppe „Neurorehab“, die unter anderem digitale und mehrsprachige Angebote für Menschen mit Behinderung, Angehörige und Fachkräfte entwickelt. Ihre Biographie wurde so zu einem Ausgangspunkt der weiteren Diskussion über Bildung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

An der Diskussion beteiligten sich Staatssekretär Dr. Georg Kippels MdB, der Würzburger Infektiologe und Tropenmediziner Prof. Dr. August Stich sowie Felicitas Schwermann, Ärztin und Beraterin für Globale Gesundheit. Sie verdeutlichte anhand der Lepra-Erkrankung, wie Krankheit mit sozialer Ausgrenzung, Armut und fehlendem Zugang zu Gesundheitsversorgung verbunden sein kann.

Wiederholt wurde betont, dass Gesundheitsbildung häufig nachhaltiger wirkt als rein medizinische Interventionen, weil sie Menschen befähigt, Krankheiten vorzubeugen, Risiken zu erkennen und eigenverantwortlich zu handeln. Bildung erschien in der Diskussion deshalb nicht nur als Zugang zu Wissen, sondern als Voraussetzung dafür, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu können. Gesundheit, so die Diskussion, könne nicht isoliert betrachtet werden, sondern sei eng mit Kommunikation, sozialer Gerechtigkeit, Frieden und nachhaltiger Entwicklung verbunden.

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