KAAD Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für internationale Postgraduierte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für Postgraduierte und Wissenschaftler aus (Entwicklungs-) Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ost- und Südosteuropas. Durch Stipendien, Bildungsveranstaltungen sowie persönliche und spirituelle Begleitung fördert der KAAD seine Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Blick auf eine multiplikat

orische Tätigkeit in ihren Heimatländern. Dies geschieht in Kooperation mit Partnergremien und Vereinen von Alumni in diesen Ländern, mit dem Ziel einer (wissenschaftlichen) Netzwerkbildung und eines Beitrags zu einer ganzheitlichen Entwicklung, die die religiöse und interreligiöse Dimension einschließt. Stipendienprogramme
Das Stipendienprogramm 1 (Länderprogramme) richtet sich an Postgraduierte und durch Berufserfahrung ausgewiesene Personen, die sich aus ihren Heimatländern bewerben und zu Aufbaustudien oder Forschungsaufenthalten nach Deutschland eingeladen werden möchten. Hier kooperieren wir mit Partnergremien, die aus Vertretern der jeweiligen Heimatkirche und der Universitäten gebildet werden. Die Bewerbungen erfolgen aus den Heimatländern, in der Regel über die Partnergremien. Im Stipendienprogramm 2 fördern wir ausländische Studierende aus Entwicklungsländern, die sich bereits zum Studium in Deutschland aufhalten. Vorschlagsrecht haben hier die Katholischen Hochschulgemeinden. Das Osteuropaprogramm sieht – als Einladungsprogramm in Zusammenarbeit mit Partnergremien – meist kürzere Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland vor. Bewerbungen erwarten wir in der Regel aus den Heimatländern, vermittelt über unsere Partnergremien. Bitte beachten Sie, dass Fragen zum Bewerbungsverfahren nicht über die Facebook Seite beantwortet werden können. Wenden Sie sich hierfür bitte direkt an die auf unserer Homepage angegebenen Ansprechpersonen der entsprechenden Referate. Alumnivereine
Die Vereine und Ortsgruppen ehemaliger Stipendiaten/innen in ihren Heimatländern dienen der Stärkung der kirchlichen Präsenz in der jeweiligen Gesellschaft. In ihnen setzt sich die Bildungsarbeit des KAAD fort, ebenso der wissenschaftliche Austausch. Sie können auch Basis für gemeinsame (sozial orientierte) Projekte sein. Für den KAAD selbst sind sie eine unschätzbare Hilfe bei der Beratung und Vorbereitung von Stipendienbewerbern/innen sowie bei der Reintegration von zurückkehrenden Stipendiaten/innen in ihre Heimatländer. English
The Catholic Academic Exchange Service (KAAD) is the scholarship institution of the German Catholic Church for post-graduate students and scientists from (developing) countries in Africa, Asia, Latin America, the Near and Middle East, as well as Eastern and Southeastern Europe. KAAD supports his scholars in form of scholarships and educational programs and offers spiritual and personal assistance in view of future multiplying functions students will have in their home countries. This is based on cooperation with partner committees and associations of alumni in those countries and it aims at setting up (scientific) networks and at contributing to a holistic development, which includes religious and inter-religious dimensions. Scholarship Programs
Scholarship Program 1 is addressed to post-graduates and to academics living in their home countries who already gained professional experience and who are interested in postgraduate studies (or research stays) in Germany. This program is administered by regional partner committees, staffed by university professors and church representatives. Normally documents are submitted to the committee of the applicant’s home country. In Scholarship Program 2 we sponsor advanced foreign students from developing countries who are already enrolled in a German university. Scholarship candidates must be proposed by the corresponding Campus Ministry. The Eastern-Europe-Program – also administered by regional partner committees – focuses mainly on shorter study or research stays in Germany. Normally we expect that applicants reside in their home countries when applying to KAAD through the regional partner committee. Please note that we cannot reply to any questions concerning the application process via Facebook. In this case please directly contact the responsible person of the particular Department as listed on our Website. Alumni Associations
Alumni associations in our fellows' home countries represent KAAD in the local church and society. These associations organize academic seminars and offer a space of exchange to our alumni. They can also form the base for setting up social projects of different kinds. From the viewpoint of KAAD, alumni associations also serve as institutions where new fellows receive assistance to organize their studies in Germany. At the same time they can assist returning fellows in the process of professional re-integration.

Gestern endete in Bonn die 39. Jahresakademie des KAAD, die sich vier Tage lang aus unterschiedlichen Perspektiven mit d...
15/06/2026

Gestern endete in Bonn die 39. Jahresakademie des KAAD, die sich vier Tage lang aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage nach Zugehörigkeit in einer von Krisen geprägten Welt beschäftigte.

Manchmal zeigte sich die Frage nach Zugehörigkeit jedoch nicht in den Diskussionen, sondern in den Begegnungen selbst, denn die Jahresakademie des KAAD lebt von einer Voraussetzung, die KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ in seiner Predigt während des Internationalen Festgottesdienstes so formulierte: „Wer sich im KAAD zu Hause und wohl fühlen will, der sollte eine Person sein, die neugierig und bereit ist und die Courage hat, sich anderen Kulturen zu öffnen als der eigenen.“

Diese Offenheit prägt die Akademie seit vielen Jahren. Sie zeigt sich in der Bereitschaft aller Teilnehmenden zum Dialog über unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven und darin, sich auf Sichtweisen einzulassen, die den eigenen Erfahrungen nicht unmittelbar entsprechen.

Wir danken unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten, Alumni und Alumnae, den Stipendiatinnen und Stipendiaten unseres Schwesternwerks, dem Cusanuswerk, den Referentinnen und Referenten, den Gremienmitgliedern und all denjenigen, die während der gemeinsamen Zeit in Bonn dazu beigetragen haben, dass Zugehörigkeit nicht nur Gegenstand der inhaltlichen Auseinandersetzungen blieb.

Im Rahmen des musikalischen Festakts der 39. Jahresakademie des KAAD wurden gestern Abend Mitglieder des internationalen...
13/06/2026

Im Rahmen des musikalischen Festakts der 39. Jahresakademie des KAAD wurden gestern Abend Mitglieder des internationalen KAAD-Netzwerks geehrt. Der Abend wurde von Stipendiatinnen und Stipendiaten musikalisch gestaltet, die mit Solo-, Ensemble- und Chorbeiträgen aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen das Programm begleiteten.

Zu Beginn des Abends zeichnete der KAAD die langjährigen Vertrauensdozenten Prof. Dr. Konrad Vössing (Universität Bonn) und Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven, ehemaliger Direktor des Instituts für Theologie und Frieden des Deutschen Militärordinariates in Hamburg mit der Bene-Merenti-Medaille aus. Die Auszeichnung würdigt ihr langjähriges Engagement für die akademische Förderung und persönliche Begleitung internationaler Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Den Höhepunkt des Festakts bildete die Verleihung des 15. Preises der KAAD-Stiftung Peter Hünermann an die simbabwische Wissenschaftlerin Dr. Locardia Shayamunda. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihr gesellschaftliches und kirchliches Wirken für Gerechtigkeit und Frieden sowie ihr Engagement im Bereich der Umweltwissenschaften in Simbabwe.

Die promovierte Umweltwissenschaftlerin prägt seit vielen Jahren die Arbeit der Catholic Commission for Justice and Peace in Harare und gehört zu den zentralen Akteurinnen für Bildungs- und Gerechtigkeitsfragen in ihrem Land. Ihre Arbeit verbindet Fragen nachhaltiger Entwicklung mit Bildungs-, Menschenrechts- und Teilhabefragen und reicht von Projekten zur Klimaanpassung und ländlichen Entwicklung bis zur Stärkung lokaler Gemeinschaften.
Seit ihrer Rückkehr nach Simbabwe ist Locardia Shayamunda zudem eine wichtige Bezugsperson des KAAD-Netzwerks im Land. Als Vorsitzende des Partnerkomitees begleitet sie die Arbeit des KAAD vor Ort und stärkt durch ihre Erfahrung und Vernetzung den Austausch zwischen Kirche, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Der Preis trägt den Namen des langjährigen KAAD-Präsidenten und Ehrenpräsidenten Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Hünermann, der im Dezember 2025 verstorben ist. Mit ihm werden Alumni und Alumnae geehrt, die sich nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatgesellschaften durch wissenschaftliche Leistungen von gesellschaftlicher Relevanz oder durch besonderes kirchliches beziehungsweise zivilgesellschaftliches Engagement verdient gemacht haben.

Im Rahmen der 39. Jahresakademie des KAAD beschäftigten sich die thematischen Foren und das anschließende Barcamp heute ...
12/06/2026

Im Rahmen der 39. Jahresakademie des KAAD beschäftigten sich die thematischen Foren und das anschließende Barcamp heute mit den unterschiedlichen Dimensionen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung.

Die Diskussionen näherten sich dem Jahresthema aus unterschiedlichen politischen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Perspektiven. Im Forum „Exklusive Identitäten? Politische Dynamiken von Zugehörigkeit und Ausschluss“ diskutierten Denise Polaczuk (Paris-Lodron-Universität Salzburg) und Dr. Alejandro Pelfini (Universidad del Salvador, Buenos Aires) über politische Narrative, kollektive Identitäten und gesellschaftliche Mechanismen von Ein- und Ausschluss. Weitere Foren beschäftigten sich mit sozialer Herkunft und Klassenzugehörigkeit als Faktoren gesellschaftlicher Positionierung sowie mit religiösen Identitäten zwischen Gemeinschaft und Abgrenzung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf indigenen und ethnischen Perspektiven auf Ressourcen, Teilhabe und Anerkennung. KAAD-Alumna Rosa Zuloeta Bonilla (Universität Bonn) stellte ihre Forschung zu erneuerbaren Energieprojekten bei den Shipibo-Konibo im peruanischen Amazonasgebiet vor und thematisierte Fragen von Handlungsmacht, Mitsprache und Verantwortung. KAAD-Alumna Dr. Locardia Shayamunda (Justitia et Pax, Erzdiözese Harare) ergänzte diese Perspektive durch ihre Arbeit zu Landrechten indigener Gemeinschaften in Simbabwe und sprach über Zusammenhänge von Gerechtigkeit, Teilhabe und gesellschaftlicher Zugehörigkeit.

Geschlechterrollen und Männlichkeitsbilder standen im Zentrum eines weiteren Forums. KAAD-Alumna Prof. Dr. Serawit Bekele Debele (Universität Bayreuth) und Fabian Ceska (Detox Identity) beschäftigten sich mit gegenwärtigen Debatten über Männlichkeit, gesellschaftlichen Wandel und Identitätsbildung. Dabei wurde auch die Rolle sozialer Medien, antifeministische Strömungen und digitale Räume diskutiert, in denen Vorstellungen von Männlichkeit verhandelt werden.

Am Nachmittag brachten die Teilnehmenden im Barcamp „Identität im Spiegel der Krise“ eigene Themen und Fragestellungen ein und setzten die Diskussionen in selbstorganisierten Gesprächsrunden fort.

Den Abschluss des Tages wird der musikalische Festakt der Stipendiatinnen und Stipendiaten bilden. In diesem Rahmen wird auch der 15. Preis der KAAD-Stiftung Peter Hünermann an die simbabwische Wissenschaftlerin Dr. Locardia Shayamunda verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihr Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie ihre Arbeit im Bereich der Umweltwissenschaften.

Gestern wurde die 39. Jahresakademie des KAAD in Bonn eröffnet.Im Mittelpunkt der Eröffnung stand die Frage nach Zugehör...
12/06/2026

Gestern wurde die 39. Jahresakademie des KAAD in Bonn eröffnet.

Im Mittelpunkt der Eröffnung stand die Frage nach Zugehörigkeit in einer von Krisen, Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen geprägten Gegenwart.

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, Bischöflicher Beauftragter für den KAAD, nahm dabei weltweite Polarisierungen und neue Grenzziehungen in den Blick und fragte nach den Voraussetzungen eines friedlichen Zusammenlebens. KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ richtete den Blick auf die Ambivalenz von Zugehörigkeit. Gemeinschaften können Orientierung und Zusammenhalt stiften, zugleich aber auch Ausgrenzung hervorbringen. Die Jahresakademie fragt deshalb sowohl nach den Voraussetzungen gelingender Gemeinschaft als auch nach den Ursachen von Polarisierung und Ressentiment in gegenwärtigen Gesellschaften. KAAD-Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk stellte die Frage nach Identität und Zugehörigkeit in den Zusammenhang der internationalen Bildungsarbeit des KAAD und betonte die Bedeutung von Bildungszugängen, Begegnungen und wissenschaftlichem Austausch über kulturelle und nationale Grenzen hinweg.

Die anschließenden Hauptvorträge eröffneten zwei unterschiedliche Perspektiven auf das Tagungsthema. Prof. Dr. Barbara Schellhammer, Professorin für Intercultural Social Transformation an der Hochschule für Philosophie München, stellte die Vorstellung einer festen und unveränderlichen Identität infrage. Sie beschrieb Identität als eine fragile Balance zwischen Verankerung und Offenheit und fragte danach, wie Zugehörigkeit gelingen kann, ohne sich gegenüber dem Fremden abzuschließen.

Dr. David Kaulem, Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaft und Leadership an der Arrupe Jesuit University in Harare, beschäftigte sich mit der politischen Bedeutung von Identitäten und Zugehörigkeiten. Dabei warnte er davor, ethnische, nationale oder soziale Unterschiede als unveränderliche Gegebenheiten zu verstehen. Identitäten könnten Orientierung und Zusammenhalt stiften, würden jedoch problematisch, wenn sie zur Legitimation von Ausgrenzung oder Überlegenheit dienten.

Die Jahresakademie wird sich in den kommenden Tagen weiter mit der Frage beschäftigen, wie Zugehörigkeit in einer von Krisen, Konflikten und globalen Ungleichheiten geprägten Welt entsteht und wie Selbstbilder und Abgrenzungsmechanismen gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen. Aus unterschiedlichen fachlichen und internationalen Perspektiven werden dabei gegenwärtige Entwicklungen reflektiert und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Bereits im Vorfeld der Eröffnung hatten sich die Fachgruppen des KAAD mit dem Leitthema auseinandergesetzt und Fragen von Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung aus psychologischen, sprachlichen, religiösen und ressourcenbezogenen Perspektiven diskutiert.

Morgen beginnt die 39. Jahresakademie des KAAD in Bonn.Unter dem Titel „Selbstbildnisse und Abgrenzungen: Auf der Suche ...
10/06/2026

Morgen beginnt die 39. Jahresakademie des KAAD in Bonn.

Unter dem Titel „Selbstbildnisse und Abgrenzungen: Auf der Suche nach Zugehörigkeit in einer krisenhaften Welt“ kommen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Alumni sowie Gäste aus Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft zusammen.

Im Mittelpunkt stehen Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Diskutiert werden unter anderem politische Dynamiken des Ein- und Ausschlusses, mehrsprachige Lebenswelten, religiöse Zugehörigkeiten sowie Fragen von Gesundheit, Körper, Ressourcenverteilung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Während im Haus Venusberg die letzten Vorbereitungen laufen, freuen wir uns auf die Ankunft der Teilnehmenden und auf vier Tage intensiver Diskussionen und Begegnungen.
In den kommenden Tagen geben wir hier Einblicke in die Jahresakademie 2026.

Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens widmete das Cusanuswerk e.V. - Bischöfliche Studienförderung seine diesjährige J...
03/06/2026

Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens widmete das Cusanuswerk e.V. - Bischöfliche Studienförderung seine diesjährige Jahrestagung dem Thema „Freiheit“. Vom 29. bis 31. Mai 2026 kamen dazu siebenhundert aktuelle und ehemalige Geförderte sowie Gäste im niederländischen Baarlo zusammen. Mit dabei war auch eine Gruppe von KAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten aus Ägypten, Jordanien, Libanon, Armenien, Bhutan, Indonesien, Sambia, Ecuador und Peru. Begleitet wurde sie von KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ sowie den Referatsleitern Nils Fischer und Dr. Marko Kuhn.

Das Thema Freiheit wurde in Vorträgen, Science Notes und Diskussionen aus philosophischer, theologischer, naturwissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive reflektiert. Impulse wie die Überlegungen von Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski zum freien Diskurs als Herzstück der Demokratie oder die Reflexionen von Prof. Dr. Georg Braungart über Freiheit als eine Fähigkeit, die eingeübt und verantwortet werden muss, bildeten wichtige Bezugspunkte der Tagung.

Für die KAAD-Gruppe setzte sich die Debatte vor allem in den persönlichen Begegnungen fort. Im Austausch mit den Geförderten des Cusanuswerks stellten die KAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten viele Gemeinsamkeiten fest, insbesondere im Verständnis von Bildung, gesellschaftlicher Verantwortung und internationalem Engagement. Ein wiederkehrendes Gesprächsthema war dabei das entwicklungspolitische Engagement vieler Cusanerinnen und Cusaner: Über die „Initiative Teilen“ unterstützt das Cusanuswerk seit Jahrzehnten Bildungs- und Sozialprojekte im Globalen Süden. Im Rahmen der Tagung und auf dem Forum Cusanum, wo die KAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten den KAAD vorstellten, entstanden daraus zahlreiche Gespräche über internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Dr. Christoph Hegge. KAAD-Stipendiatin Nagy Abdelmalak aus Ägypten trug dabei die Lesung aus dem Buch Exodus auf Arabisch vor.

Der KAAD gratuliert dem Cusanuswerk herzlich zu seinem 70-jährigen Bestehen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit seinem Schwesterwerk.

In Zeiten wachsender Unsicherheit in Europa gewinnen internationale akademische Netzwerke neue Bedeutung. Sie schaffen R...
30/05/2026

In Zeiten wachsender Unsicherheit in Europa gewinnen internationale akademische Netzwerke neue Bedeutung. Sie schaffen Räume, in denen gesellschaftliche, politische und ethische Fragen auch unter den Bedingungen des Krieges weiter gemeinsam diskutiert werden können.

Vor diesem Hintergrund findet derzeit die KAAD-Alumni-Konferenz „Architektur des europäischen Sicherheitsraums: Erfahrungen der Ukraine und neue Risiken“ in Suceava/Rumänien statt. Ehemalige Geförderte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Partnerinnen und Partner des KAAD aus verschiedenen europäischen Ländern kommen zusammen, um über die Folgen des Krieges gegen die Ukraine und über neue Herausforderungen für die europäische Sicherheitsordnung zu diskutieren.

Der Krieg gegen die Ukraine hat nicht nur politische und militärische Fragen neu aufgeworfen, sondern auch Debatten über Stabilität, Solidarität und gemeinsame Werte in Europa verändert. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen deshalb nicht allein sicherheitspolitische Fragen im engeren Sinn. Die Tagung richtet den Blick bewusst auf gesellschaftliche, kulturelle und ethische Dimensionen aktueller Krisen: auf hybride Bedrohungen, Energie- und Informationssicherheit, auf den Umgang mit Kriegserfahrungen sowie auf die Bedeutung von Religion, Kultur und öffentlichem Diskurs in Zeiten politischer Unsicherheit.

Das Programm verbindet unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Kontexten. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit den Auswirkungen des Krieges auf religiöses Denken, mit der Darstellung des Krieges in der ukrainischen Literatur, mit europäischen Perspektiven auf Sicherheit sowie mit dem Schutz ukrainischen Kulturerbes während des Krieges. Ergänzt werden die Vorträge durch ein gemeinsames World Café zum interdisziplinären Austausch.

Besonders sichtbar wird dabei die Rolle der KAAD-Alumni selbst. Die Konferenz wurde gemeinsam mit ukrainischen Alumni organisiert und findet aufgrund des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine in Rumänien statt.

Gerade unter den Bedingungen von Krieg und Unsicherheit setzen die Beteiligten damit ein Zeichen für die Fortführung wissenschaftlicher Kooperation, internationaler Vernetzung und grenzüberschreitenden Dialogs in Europa.

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae bringen sich in Gesellschaft und Kirche, in Wissenschaf...
29/05/2026

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae bringen sich in Gesellschaft und Kirche, in Wissenschaft und internationaler Zusammenarbeit in ganz unterschiedlichen Kontexten ein. Viele von ihnen verbinden akademische Arbeit mit gesellschaftlichem Engagement, übernehmen Verantwortung in ihren beruflichen Feldern und gestalten Debatten weit über ihre eigenen Fachbereiche hinaus mit.

Beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg wurde dies auch für viele Besucherinnen und Besucher sichtbar: auf Podien, in Workshops und in der interkulturellen Eucharistiefeier, vor allem aber auf der Kirchenmeile und in den vielen Begegnungen und Gesprächen während des Katholikentags.

Dort haben sich die KAAD-Geförderten über mehrere Tage hinweg mit großer Offenheit, Aufmerksamkeit und persönlichem Einsatz eingebracht. Dabei haben sie nicht nur ihre Forschung und Erfahrungen vorgestellt, sondern sich auch auf zahlreiche Gespräche und Begegnungen mit Besucherinnen und Besuchern der Kirchenmeile eingelassen.

Gerade darin zeigte sich vielleicht auch etwas vom Leitwort des Katholikentags „Hab Mut, steh auf“: die Bereitschaft, eigene Perspektiven öffentlich einzubringen und anderen Einblick in die Projekte und Fragen zu geben, an denen unsere Geförderten für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft arbeiten.

Dafür möchten wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni an dieser Stelle unseren großen Dank aussprechen.

„Nur Mut!“ – Gesprächsrunde in Sankt AugustinMorgen Abend diskutieren unsere Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, Dr. ...
28/05/2026

„Nur Mut!“ – Gesprächsrunde in Sankt Augustin

Morgen Abend diskutieren unsere Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, Dr. Max Leitterstorf, Bürgermeister von Sankt Augustin, und Markus Höfer, Kaplan im Katholischen Seelsorgebereich Sankt Augustin, in der HUMA Shoppingwelt über den Wert von Mut in bewegten Zeiten. Moderiert wird die Gesprächsrunde von der Journalistin und Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Nothelle.

Nora Kalbarczyk wird die Frage, was Mut heute konkret bedeuten kann, dabei auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen des diesjährigen Katholikentags in Würzburg reflektieren: etwa mit Blick auf interreligiösen Dialog, internationale Zusammenarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und die Bereitschaft, sich öffentlich in Debatten einzubringen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.

Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr.

Interessierte Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni und Alumnae sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen:

„Nur Mut!“ – Hochkarätige Gesprächsrunde Ab 19:00 Uhr diskutieren prominente Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft in der HUMA Shoppingwelt über den Wert von Mut in bewegten Zeiten.

Nach dem Umzug im Frühjahr wurde heute die neue Geschäftsstelle des KAAD in der Bonner Königstraße offiziell eingeweiht ...
21/05/2026

Nach dem Umzug im Frühjahr wurde heute die neue Geschäftsstelle des KAAD in der Bonner Königstraße offiziell eingeweiht und gesegnet.

Gemeinsam mit Gästen aus Kirche, Wissenschaft und langjährigen Partnerinstitutionen wurden die Räume von unserem Präsidenten, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, unter Gottes Segen gestellt. In den Gebeten der Haussegnung standen besonders Gemeinschaft, gegenseitiges Verstehen und die Verantwortung füreinander im Mittelpunkt. Diese Anliegen prägen nicht nur die internationale Arbeit des KAAD, sondern auch das Miteinander unseres Bonner Teams.

In ihrer Begrüßung erinnerte Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk daran, dass die Arbeit des KAAD weit über organisatorische Abläufe hinausreiche. Sie lebe von Begegnung, Vertrauen, Glauben und internationaler Zusammenarbeit. Räume seien deshalb nie nur funktionale Orte, sondern prägten auch, wie Gemeinschaft, Gastfreundschaft und Austausch entstehen können.

In ihrem Grußwort bezeichnete Dr. Beate Gilles, Generalsekretärin des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz, die Geschäftsstelle des KAAD als einen „Maschinenraum“, in dem internationale Zusammenarbeit ermöglicht, begleitet und organisiert werde. Gerade für eine Institution, die weltweit Brücken zwischen Menschen, Hochschulen und Gesellschaften baue, seien gute Räume des Arbeitens und der Begegnung von besonderer Bedeutung.

Dr. Frauke Hartung, Oberin der -Schwesternschaft Bonn, in deren Haus sich die neue Geschäftsstelle befindet, hob die Bedeutung von Begegnung und Brückenbauen hervor und zeigte sich erfreut darüber, dass der „Geist des KAAD“ nun in die Räume der DRK-Schwesternschaft einziehe.

Zur Einweihung begrüßte der KAAD weitere Vertreterinnen und Vertreter des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz, des Cusanuswerks, der Görres-Gesellschaft, der Diözesanstelle Weltkirche – Weltmission des Erzbistums Köln, des Bundesverbands Katholische Kirche an Hochschulen, der Pax-Bank sowie von German Doctors.

Die Einweihung der neuen Geschäftsstelle markiert damit nicht nur den Abschluss des Umzugs, sondern auch die bewusste Verortung des KAAD an einem neuen Ort im akademischen Zentrum Bonns.
Wir danken allen Gästen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, die diesen Tag gemeinsam mit uns gestaltet haben.

Adresse

KönigStr. 86
Bonn
53115

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 16:00

Telefon

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