KAAD Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für internationale Postgraduierte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für Postgraduierte und Wissenschaftler aus (Entwicklungs-) Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ost- und Südosteuropas. Durch Stipendien, Bildungsveranstaltungen sowie persönliche und spirituelle Begleitung fördert der KAAD seine Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Blick auf eine multiplikat

orische Tätigkeit in ihren Heimatländern. Dies geschieht in Kooperation mit Partnergremien und Vereinen von Alumni in diesen Ländern, mit dem Ziel einer (wissenschaftlichen) Netzwerkbildung und eines Beitrags zu einer ganzheitlichen Entwicklung, die die religiöse und interreligiöse Dimension einschließt. Stipendienprogramme
Das Stipendienprogramm 1 (Länderprogramme) richtet sich an Postgraduierte und durch Berufserfahrung ausgewiesene Personen, die sich aus ihren Heimatländern bewerben und zu Aufbaustudien oder Forschungsaufenthalten nach Deutschland eingeladen werden möchten. Hier kooperieren wir mit Partnergremien, die aus Vertretern der jeweiligen Heimatkirche und der Universitäten gebildet werden. Die Bewerbungen erfolgen aus den Heimatländern, in der Regel über die Partnergremien. Im Stipendienprogramm 2 fördern wir ausländische Studierende aus Entwicklungsländern, die sich bereits zum Studium in Deutschland aufhalten. Vorschlagsrecht haben hier die Katholischen Hochschulgemeinden. Das Osteuropaprogramm sieht – als Einladungsprogramm in Zusammenarbeit mit Partnergremien – meist kürzere Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland vor. Bewerbungen erwarten wir in der Regel aus den Heimatländern, vermittelt über unsere Partnergremien. Bitte beachten Sie, dass Fragen zum Bewerbungsverfahren nicht über die Facebook Seite beantwortet werden können. Wenden Sie sich hierfür bitte direkt an die auf unserer Homepage angegebenen Ansprechpersonen der entsprechenden Referate. Alumnivereine
Die Vereine und Ortsgruppen ehemaliger Stipendiaten/innen in ihren Heimatländern dienen der Stärkung der kirchlichen Präsenz in der jeweiligen Gesellschaft. In ihnen setzt sich die Bildungsarbeit des KAAD fort, ebenso der wissenschaftliche Austausch. Sie können auch Basis für gemeinsame (sozial orientierte) Projekte sein. Für den KAAD selbst sind sie eine unschätzbare Hilfe bei der Beratung und Vorbereitung von Stipendienbewerbern/innen sowie bei der Reintegration von zurückkehrenden Stipendiaten/innen in ihre Heimatländer. English
The Catholic Academic Exchange Service (KAAD) is the scholarship institution of the German Catholic Church for post-graduate students and scientists from (developing) countries in Africa, Asia, Latin America, the Near and Middle East, as well as Eastern and Southeastern Europe. KAAD supports his scholars in form of scholarships and educational programs and offers spiritual and personal assistance in view of future multiplying functions students will have in their home countries. This is based on cooperation with partner committees and associations of alumni in those countries and it aims at setting up (scientific) networks and at contributing to a holistic development, which includes religious and inter-religious dimensions. Scholarship Programs
Scholarship Program 1 is addressed to post-graduates and to academics living in their home countries who already gained professional experience and who are interested in postgraduate studies (or research stays) in Germany. This program is administered by regional partner committees, staffed by university professors and church representatives. Normally documents are submitted to the committee of the applicant’s home country. In Scholarship Program 2 we sponsor advanced foreign students from developing countries who are already enrolled in a German university. Scholarship candidates must be proposed by the corresponding Campus Ministry. The Eastern-Europe-Program – also administered by regional partner committees – focuses mainly on shorter study or research stays in Germany. Normally we expect that applicants reside in their home countries when applying to KAAD through the regional partner committee. Please note that we cannot reply to any questions concerning the application process via Facebook. In this case please directly contact the responsible person of the particular Department as listed on our Website. Alumni Associations
Alumni associations in our fellows' home countries represent KAAD in the local church and society. These associations organize academic seminars and offer a space of exchange to our alumni. They can also form the base for setting up social projects of different kinds. From the viewpoint of KAAD, alumni associations also serve as institutions where new fellows receive assistance to organize their studies in Germany. At the same time they can assist returning fellows in the process of professional re-integration.

Seit 2024 verbringen unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten die ersten drei bis sechs Monate ihres Aufenthalts in Deuts...
04/09/2026

Seit 2024 verbringen unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten die ersten drei bis sechs Monate ihres Aufenthalts in Deutschland im Benediktinerinnenkloster Angermund. Während sie in Düsseldorf einen Intensivsprachkurs in Deutsch besuchen, leben sie gemeinsam im Kloster und haben Zeit, schrittweise in Deutschland anzukommen.

Die Gemeinschaft spielt in diesen ersten Wochen eine zentrale Rolle: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten beginnen ihren Aufenthalt in Deutschland als Gruppe, teilen ihren Alltag und geben einander Halt. Einen Höhepunkt dieser Zeit bildet das jährliche Sommerfest zusammen mit den Schwestern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KAAD-Geschäftsstelle.

Ende August kamen die diesjährige Sprachkursgruppe, die Benediktinerinnen, KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, KAAD-Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk und das Team des KAAD zum Sommerfest zusammen. Das Fest begann mit einem Gottesdienst, den P. Langendörfer und Pfarrer Jan Opiéla feierten. Im Mittelpunkt stand Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“, dessen Bilder von Fürsorge und Begleitung an die Situation der neu eingereisten Stipendiatinnen und Stipendiaten ebenso anknüpften wie an das Förderverständnis des KAAD, das akademische Förderung mit persönlicher Begleitung und weltweiter Vernetzung verbindet.

Den Gottesdienst gestalteten die Geförderten mit ihrem neu gegründeten Chor sowie mit einem Hymnus der koptischen Kirche, den ein Stipendiat aus Ägypten auf Koptisch, Griechisch und Arabisch sang, sowie mit Fürbitten in verschiedenen Muttersprachen und auf Englisch.

Im Anschluss stellte Sr. Emmanuela Kohlhaas OSB den Alltag und das geistliche Leben der Benediktinerinnen vor. Nora Kalbarczyk betonte, dass für den KAAD nicht nur zählt, was die Stipendiatinnen und Stipendiaten studieren, sondern auch, was sie mit ihrem Wissen für andere tun wollen und wie sie sich als Menschen entwickeln. Sie ermutigte die Sprachkursgruppe, die Zeit in Deutschland für Begegnungen über Fach- und Ländergrenzen hinweg zu nutzen und ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch für andere einzusetzen. Für ein anschließendes Grillen hatte die Gruppe Gerichte aus ihren Herkunftsländern zubereitet.

In ihrem Blog berichten die Benediktinerinnen ausführlicher über das Sommerfest. Der Link findet sich im ersten Kommentar.

Für ihren weiteren Weg in Deutschland wünschen wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten Neugier, Mut und viele gute Begegnungen, die sie fachlich und persönlich weiterbringen und in ihrem Engagement für andere bestärken.

Unter   stellen wir Stipendiatinnen und Stipendiaten vor und zeigen, wie sich biografische und gesellschaftliche Hinterg...
31/08/2026

Unter stellen wir Stipendiatinnen und Stipendiaten vor und zeigen, wie sich biografische und gesellschaftliche Hintergründe in ihren Forschungsthemen widerspiegeln und welche gesellschaftlichen Perspektiven sie damit verbinden.

Nina Bazikoshvili aus Georgien ist Juristin und war über viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen tätig. Sie arbeitete unter anderem in der öffentlichen Verwaltung, in Unternehmen und im Gesundheitswesen. Von 2022 bis 2024 leitete sie bei der Reforms and Research Group in Tbilisi den Programmbereich Menschenrechte und Justiz und verantwortete dort auch Forschungsprojekte zu Justizreformen.

Heute promoviert die KAAD-Stipendiatin an der Universität Regensburg und ist zugleich als Affiliated Researcher am Institute for East European Law in Regensburg tätig. In ihrer Dissertation untersucht sie die Verfahren zur Ernennung von Richterinnen und Richtern in Deutschland, Polen, Georgien und Ungarn. Im Zentrum steht die Frage, in welchem Verhältnis diese Verfahren zu dem in Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Recht auf ein faires Verfahren und dem damit verbundenen Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht stehen. Damit ist die Ernennung von Richterinnen und Richtern nicht allein eine institutionelle Frage. Unregelmäßigkeiten oder politische Einflussnahme bei der Besetzung richterlicher Ämter können unmittelbar die Bedingungen betreffen, unter denen Menschen ihr Recht vor Gericht wahrnehmen.

Nina Bazikoshvili vergleicht dafür die rechtlichen und institutionellen Strukturen der vier Länder. Sie analysiert Verfassungen und Gesetze, die jeweilige Praxis sowie die Rechtsprechung nationaler und internationaler Gerichte. Eine besondere Rolle spielt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit seiner Rechtsprechung. Darüber hinaus berücksichtigt Nina Bazikoshvili internationale Standards der Venedig-Kommission und der United Nations.

Die rechtswissenschaftliche Analyse verbindet sie mit empirischen Methoden: Befragungen zur öffentlichen Wahrnehmung sowie Gespräche mit Richterinnen und Richtern, juristischen Fachleuten und weiteren Expertinnen und Experten sollen erfassen, wie die Ernennungsverfahren in der Praxis wahrgenommen werden und welches Vertrauen ihnen von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen entgegengebracht wird.

Ziel ihrer Forschung ist es, systemische Risiken und Unterschiede zwischen den vier Ländern zu identifizieren und daraus Empfehlungen für den Schutz richterlicher Unabhängigkeit und rechtsstaatlicher Standards zu entwickeln.

Die Themen, mit denen sich unsere Geförderten in Studium und Forschung beschäftigen, sind häufig von den gesellschaftlic...
27/08/2026

Die Themen, mit denen sich unsere Geförderten in Studium und Forschung beschäftigen, sind häufig von den gesellschaftlichen Bedingungen in ihren Herkunftsländern geprägt. Auch ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen können ihr wissenschaftliches Interesse beeinflussen.

Unter stellen wir Stipendiatinnen und Stipendiaten vor und zeigen, wie sich solche Hintergründe in ihren Forschungsthemen widerspiegeln und welche gesellschaftlichen Perspektiven unsere Geförderten damit verbinden.

Madiha Raziq aus Pakistan beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und ihre Rechte politisch, rechtlich und gesellschaftlich geschützt werden können. Nach einem weiterführenden Studium im Fach Englisch arbeitete sie mehrere Jahre als Lehrerin in Pakistan und setzte sich dabei auch mit den Lebensbedingungen von Kindern und dem Schutz ihrer Rechte auseinander. Um diese Fragen wissenschaftlich zu vertiefen, nahm sie an der Hochschule Fulda den Masterstudiengang „Human Rights in Politics, Law and Society“ auf. Dort untersucht die KAAD-Stipendiatin heute, wie Kinderrechte geschützt und bestehende Schutzlücken erfasst werden können.

Dabei richtet sie ihren Blick besonders auf den Schutz von Kindern vor Ausbeutung. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt untersucht Madiha Raziq Kinderhandel und vergleicht, wie Pakistan und Deutschland rechtlich, politisch und institutionell darauf reagieren. Sie analysiert die jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen, politische Maßnahmen und die Praxis beteiligter Institutionen und fragt danach, wo Schutzlücken bestehen und wie vorhandene Schutzmechanismen ausgestaltet sind. Neben der Auswertung rechtlicher und politischer Dokumente führt sie Gespräche mit Fachleuten aus dem Kinderschutz sowie mit Expertinnen und Experten, die im Bereich Menschenhandel arbeiten.

Auch außerhalb ihres Studiums beschäftigt sich Madiha Raziq mit Fragen des Kinderschutzes. Sie engagiert sich für die Ran’aa Child Welfare Foundation in Pakistan, die seit 2016 Straßenkinder, Kinder ohne Schulzugang und von Kinderarbeit betroffene Kinder unterstützt und in ihrer Bildung und sozialen Entwicklung fördert. Dort schult Madiha Raziq Lehrkräfte zu Klassenführung, Menschen- und Kinderrechten sowie zu psychischer Gesundheit und zum Wohlergehen von Kindern. In Workshops informiert sie außerdem Kinder darüber, welche Schutz- und Handlungsmöglichkeiten ihnen bei Verletzungen ihrer Rechte offenstehen.

Nach Abschluss ihres Masterstudiums möchte Madiha Raziq ihre wissenschaftliche Forschung zu verschiedenen Schutzsystemen in ihre künftige Arbeit mit Kindern und im Bildungsbereich einbringen und sich damit für Pakistan engagieren. Ihr besonderes Interesse gilt Bereichen, in denen mangelnder Zugang zu Bildung, Ausbeutung und unzureichende Schutzstrukturen miteinander verflochten sind.

Viele unserer Geförderten übernehmen bereits während ihrer akademischen Qualifizierung Verantwortung in Kirche und Gesel...
25/08/2026

Viele unserer Geförderten übernehmen bereits während ihrer akademischen Qualifizierung Verantwortung in Kirche und Gesellschaft. Neben der fachlichen Förderung gehört deshalb auch ihre Vernetzung mit kirchlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zur Arbeit des KAAD.

Auch für junge Akademikerinnen und Akademiker aus dem Nahen Osten, die heute in Europa leben und verschiedenen Kirchen angehören, stellt sich die Frage, wie sie ihr kirchliches und gesellschaftliches Engagement in unterschiedlichen Kontexten weiterführen können.

Elf von ihnen kamen Anfang Juli in Wien zu einem Workshop von PRO ORIENTE zusammen, darunter auch die beiden KAAD-Stipendiatinnen Nardine Nagy Abdelmalak und Adele Isber. Nils Fischer, Referatsleiter Naher und Mittlerer Osten, nahm ebenfalls an dem Workshop teil.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen akademischen und beruflichen Bereichen und engagieren sich bereits in ihren Kirchen, in der ökumenischen Arbeit oder in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Im Zentrum standen das kirchliche Leben zwischen Herkunftsländern und Europa sowie die Frage, welche Rolle junge Christinnen und Christen in ihren jeweiligen kirchlichen und gesellschaftlichen Kontexten übernehmen können.

In den offenen Gesprächen tauschten sich die Teilnehmenden über Herausforderungen aus, die ihnen sowohl im Leben in europäischen Gesellschaften als auch in der Verbindung zu ihren Herkunftsgesellschaften begegnen. Dabei ging es auch um Resilienz und persönliche Kraftquellen.
Diese Erfahrungen wurden im Workshop mit Blick auf die Situation der Christinnen und Christen in den Herkunftsgesellschaften der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie auf nahöstlich-christliche Diasporagemeinschaften vertieft. Prof. Dr. Souraya Bechealany von der Université Saint-Joseph de Beyrouth, einer Partneruniversität des KAAD, ordnete Herausforderungen und Perspektiven in den Herkunftsländern ein. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Formen der Begleitung und welche ökumenischen Räume junge Christinnen und Christen aus dem Nahen Osten in Europa benötigen, um ihre kirchlichen und gesellschaftlichen Bezüge weiterzuentwickeln. Die inhaltliche Begleitung des Workshops übernahm Souraya Bechealany gemeinsam mit P. Dr. Rouphael Zgheib von der Université Saint-Joseph de Beyrouth und Dr. Raheb, Programmdirektorin von PRO ORIENTE.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer benannten einen Bedarf an ökumenischen Räumen für Vernetzung, Zugehörigkeit, Begegnung und gemeinsames Engagement über konfessionelle und nationale Grenzen hinweg.

Wie entsteht politische Entscheidungsfindung im parlamentarischen Alltag – und wie werden dabei unterschiedliche fachlic...
20/08/2026

Wie entsteht politische Entscheidungsfindung im parlamentarischen Alltag – und wie werden dabei unterschiedliche fachliche und gesellschaftliche Perspektiven eingebracht?

Mit diesen Fragen setzt sich das Seminar „Hospitation im Bundestag“ des Bundesverbandes Katholische Kirche an Hochschulen auseinander, das jährlich in Berlin stattfindet. Es richtet sich an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, die an Hochschulen in Deutschland eingeschrieben sind.

Im Mittelpunkt steht eine mehrtägige Hospitation in den Büros von Abgeordneten des Deutschen Bundestages während einer Sitzungswoche. Die Teilnehmenden begleiten Termine, wirken an der Vorbereitung von Ausschusssitzungen mit und sind in interne Abstimmungen eingebunden. Ergänzt wird das Seminar durch Gespräche mit politischen und kirchlichen Akteuren sowie durch gemeinsame Reflexionsphasen.

Im April dieses Jahres nahm unsere Stipendiatin Youliana Hennawi aus Ägypten an dem Programm teil. Sie studiert Entwicklungsökonomie und Internationale Studien (Development Economics & International Studies, DIES) an der FAU Erlangen-Nürnberg und war für die Dauer der Hospitation dem Büro des Bundestagsabgeordneten Christopher Schmidt (SPD) zugeordnet.

Im Zentrum ihrer Hospitation stand die Mitarbeit an der Vorbereitung einer Ausschusssitzung. Die Unterlagen, mit denen sie arbeitete, behandelten Themen, die für sie unmittelbar an ihr Masterstudium der Entwicklungsökonomie anschließen: wirtschaftliche Entwicklung, humanitäre Hilfe sowie das Lieferkettengesetz.

In diesem Zusammenhang übernahm sie eine eigene Recherche zu ägyptischen Medienperspektiven auf die Entwicklungen im Nahen Osten und brachte diese in die inhaltliche Arbeit des Büros ein. Ergänzend dazu verfolgte sie eine Plenardebatte zur Energiepolitik, in der unterschiedliche Positionen zur Nutzung von Kernenergie verhandelt wurden. Die Themen stehen in engem Zusammenhang mit ihrem Studium der Entwicklungsökonomie.

Für den KAAD ist die Teilnahme seiner internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten an solchen Formaten von besonderer Bedeutung: Sie arbeiten an politischen Fragestellungen, die sowohl Gegenstand ihres Studiums als auch ihrer Herkunftskontexte sind.

Wir freuen uns, Prof. Dr. Sebastian Holzbrecher als neuen Vertrauensdozent des KAAD in Hamburg gewonnen zu haben. In die...
17/08/2026

Wir freuen uns, Prof. Dr. Sebastian Holzbrecher als neuen Vertrauensdozent des KAAD in Hamburg gewonnen zu haben. In dieser Funktion begleitet er die KAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor Ort und steht ihnen als Ansprechpartner zur Seite.

Der Kirchenhistoriker leitet seit 2024 das Institut für Katholische Theologie an der Universität Hamburg. Nach seinem Studium an der Universität Erfurt arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Nach seiner Promotion führte ihn sein weiterer wissenschaftlicher Weg an den Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Universität Regensburg.

Im Anschluss an seine Habilitation an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im Jahr 2019 übernahm Sebastian Holzbrecher verschiedene Lehrstuhlvertretungen, bevor er 2023 einen Ruf an die Universität zu Köln und 2024 an die Universität Hamburg erhielt.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf kirchengeschichtlichen Fragestellungen der Frühen Neuzeit und der kirchlichen Zeitgeschichte.

Als neuer Vertrauensdozent folgt er auf Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven, dessen langjähriges Engagement für den KAAD im Rahmen unserer diesjährigen Jahresakademie mit der Bene-Merenti-Medaille gewürdigt wurde.

Herzlich willkommen, Prof. Dr. Sebastian Holzbrecher!

Mit großer Bestürzung haben wir von dem schweren Erdbeben in Kolumbien erfahren. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, ...
11/08/2026

Mit großer Bestürzung haben wir von dem schweren Erdbeben in Kolumbien erfahren. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die Angehörige und Freunde verloren haben, bei den Verletzten und Vermissten sowie bei allen, die von den Zerstörungen betroffen sind.

Erst vor wenigen Tagen durften wir im Rahmen unserer Internationalen Akademie in Bogotá Menschen aus Kolumbien und weiteren Ländern Lateinamerikas begegnen In diesen Stunden denken wir besonders an die Menschen in unserem kolumbianischen Netzwerk.

Unsere Gedanken und Gebete gelten unseren Partnerinnen und Partnern, Alumni, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Freundinnen und Freunden in Kolumbien, allen vom Erdbeben betroffenen Menschen und ihren Familien sowie denjenigen, die derzeit in den Rettungs- und Hilfseinsätzen tätig sind.
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Con gran consternación hemos recibido la noticia del fuerte terremoto ocurrido en Colombia. Nuestros pensamientos están con quienes han perdido a familiares y amigos, con las personas heridas y desaparecidas, así como con todas aquellas afectadas por la destrucción.

Hace apenas unos días tuvimos la oportunidad de encontrarnos con personas de Colombia y de otros países de América Latina en el marco de nuestra Academia Internacional en Bogotá. En estos momentos, pensamos especialmente en las personas que forman parte de nuestra red colombiana.

Nuestros pensamientos y oraciones están con nuestras instituciones y personas colaboradoras, alumni, becarias y becarios, amigas y amigos en Colombia, con todas las personas afectadas por el terremoto y sus familias, así como con quienes participan actualmente en las labores de rescate y asistencia.

Unsere Internationale Akademie, die vom 30. Juli bis zum 2. August in Bogotá stattgefunden hat, ist heute Abend Thema be...
10/08/2026

Unsere Internationale Akademie, die vom 30. Juli bis zum 2. August in Bogotá stattgefunden hat, ist heute Abend Thema bei Javeriana Estéreo 91.9 FM, dem Radiosender der Pontificia Universidad Javeriana. In der Sendung „Bitácora“ spricht die Leiterin des Lateinamerika-Referates, Dr. Mirjam Rossa, über die Akademie sowie die Arbeit des KAAD und seines Lateinamerika-Referates.

Die Sendung wird am Montag, 10. August, zwischen 20.00 und 21.00 Uhr kolumbianischer Zeit ausgestrahlt. In Deutschland ist sie in der Nacht zum Dienstag zwischen 3.00 und 4.00 Uhr zu hören. Javeriana Estéreo sendet in Bogotá auf 91,9 FM; weltweit kann die Sendung online verfolgt werden: https://javerianaestereo.com/player-javeriana-estereo


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Nuestra Academia Internacional, celebrada en Bogotá del 30 de julio al 2 de agosto, será tema esta noche en Pontificia Universidad Javeriana, la emisora de la Pontificia Universidad Javeriana. En el programa «Bitácora», la directora del Departamento de América Latina, Dra. Mirjam Rossa, hablará sobre la Academia y sobre la labor del KAAD y de su Departamento de América Latina.

El programa se emitirá el lunes 10 de agosto, entre las 8:00 y las 9:00 p. m., hora de Colombia. En Alemania podrá escucharse en la madrugada del martes, entre las 3:00 y las 4:00 a. m. Javeriana Estéreo transmite en Bogotá por la frecuencia 91,9 FM; desde cualquier parte del mundo, el programa podrá seguirse en línea:
https://javerianaestereo.com/player-javeriana-estereo

Im Umfeld der Internationalen Akademie führten KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Generalsekretärin Dr. Nora Ka...
06/08/2026

Im Umfeld der Internationalen Akademie führten KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, die Leiterin des Lateinamerika-Referates, Dr. Mirjam Rossa, und die Referentinnen Renate Flügel und Ute Baumgart in Bogotá Gespräche mit deutschen und kolumbianischen Institutionen. Im Mittelpunkt standen der akademische Austausch, die Vernetzung von Wissenschaft, Bildungsarbeit und beruflicher Praxis sowie der Regierungswechsel in Kolumbien diese Woche und dessen politische Folgen. Mit Oscar Santiago Vargas Guevara von der Friedrich-Ebert-Stiftung Kolumbien wurden insbesondere die Folgen dieses Regierungswechsels für den weiteren Friedensprozess thematisiert.

Die Begegnungen mit Delegierten der Universidad de los Andes - Colombia sowie mit P. Luis Múnera Congote SJ, Rektor der Pontificia Universidad Javeriana Bogotá, und mit P. Vicente Durán Casas SJ, Rektor der Pontificia Universidad Javeriana Cali, standen im Zeichen der Förderung von Studierenden und Forschenden sowie des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und der Andenregion. Mit Dr. Diego Meza und Prof. Dr. Peter Lah von der Pontifical Gregorian University wurden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit beim Aufbau digitaler Studiengänge erörtert.

Mit Vertreterinnen und Vertretern des Forschungs- und Bildungszentrums Centro de Investigación y Educación Popular - Programa por la Paz (Cinep/PPP), darunter Generaldirektorin Dr. Martha Lucía Márquez Restrepo, sprach die Delegation über Forschung und Bildungsarbeit zu Frieden, Menschenrechten und Migration sowie über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Consejo Episcopal Latinoamericano y Caribeño (Celam) ging es um gemeinsame thematische Schwerpunkte, insbesondere in den Bereichen integrale Ökologie sowie Gerechtigkeit und Frieden. Beide Themen werden auch in eigenen Fachgruppen des lateinamerikanischen KAAD-Netzwerks bearbeitet und bieten damit konkrete Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch.

Den Kontakt zur Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer hatte der KAAD-Alumnus Dr. Helmuth Gallego vermittelt, der sich seit vielen Jahren für den Ausbau des KAAD-Netzwerks in Kolumbien einsetzt. Mit AHK-Hauptgeschäftsführer Gunther Neubert wurde u. a. besprochen, wie Alumni vor Ort Kontakte in Wirtschaft und Wissenschaft knüpfen können. Im Austausch mit Claudia Kolbe vom Goethe-Institut Kolumbien und Reinhard Babel vom DAAD in Bogotá wurden die vielfältigen Dimensionen des Kulturaustausches zwischen Deutschland und Kolumbien identifiziert.

Ziel der Begegnungen war es, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Kolumbien zu vertiefen und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit in den Bereichen akademische Förderung, gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Entwicklung auszuloten.

Wir danken allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern herzlich für den offenen Austausch.

Wie kann Künstliche Intelligenz zu einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung Lateinamerikas beitragen? Mit dieser Lei...
04/08/2026

Wie kann Künstliche Intelligenz zu einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung Lateinamerikas beitragen? Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Internationalen Akademie des KAAD, die am Wochenende in Bogotá endete.

Nach einer Einführung in die Grundlagen der KI durch Prof. Dr. Alexander Caicedo Dorado von der Pontificia Universidad Javeriana widmeten sich vier Panels den Themen Globale Gesundheit, Integrale Ökologie, Bildung und akademische Netzwerke sowie Ethik und Spiritualität.

An Beispielen aus Medizin, Energieversorgung und Landwirtschaft zeigten Dr. Albertos Mendez, Prof. Dr. Guillermo Kerz, Prof. Dr. Fabiana Faleiros, Dr. Katia Madruga und Juan Fernando Larco, welche Möglichkeiten KI für effizienteres Handeln eröffnet. Zugleich verwiesen sie auf die Umweltfolgen des enormen Energie- und Wasserverbrauchs sowie den Hunger der Tech-Industrie nach seltenen Erden und anderen Mineralien. Diese treffen die Länder des Globalen Südens unverhältnismäßig stark.

Daher muss Bildung Menschen zukünftig dazu befähigen, KI sinnvoll und vor allem inklusiv zu nutzen, wie Dr. Angelica Muskus und Dr. Leonor González aufzeigten. Felipe Mejia-Medina und Dr. Marlene Pinheiro Gonçalves betonten zudem die Notwendigkeit sinnvoller staatlicher Regulierung.

Ein Beispiel für eine inklusive und an die Bedürfnisse der Menschen angepasste KI zeigten Dr. Clement Roux und Waira Nina Jacanamijoy Mutumbajoy vom Volk der Inga anhand des Projektes Iakumama 2050 auf, das sie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn erarbeiten.

Obwohl Künstliche Intelligenz zudem häufig wie ein menschlicher Gesprächspartner erscheint, erläuterten P. Robson Caixeta Silva und Prof. Dr. Peter Lah, dass ihr zutiefst menschliche Eigenschaften wie Gewissen, Verantwortungsgefühl oder kreatives Denken fehlen.

In einer abschließenden Diskussion u. a. mit Dr. José Luis Luna Bravo und Dr. Carlos Miguel Gómez Rincón ging es darum, wie KI zum Nutzen des lateinamerikanischen Kontinents eingesetzt werden kann und welche Rolle insbesondere die Netzwerke des KAAD dabei künftig spielen können.

Dr. Nora Kalbarczyk hielt fest, dass sich die Teilnehmenden mit ihrer Auseinandersetzung mit der Entwicklung der KI und ihren Folgen für Mensch und Gesellschaft auf genau jenen Weg der Reflexion begeben hätten, zu dem Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas einlädt. Dabei griff sie eine zentrale Frage der Akademie noch einmal auf: Wie kann KI in den Dienst des Gemeinwohls und einer ganzheitlichen und gerechten menschlichen Entwicklung gestellt werden?

Zum Abschluss dankte P. Dr. Hans Langendörfer SJ den vielen Menschen, deren sorgfältige Planung und außerordentliches Engagement die Internationale Akademie ermöglicht haben.

Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Basílica del Señor de Monserrate und ein kulturelles Programm rundeten die gemeinsamen Tage ab.

Humanitas

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Dienstag 09:00 - 16:00
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