04/09/2026
Seit 2024 verbringen unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten die ersten drei bis sechs Monate ihres Aufenthalts in Deutschland im Benediktinerinnenkloster Angermund. Während sie in Düsseldorf einen Intensivsprachkurs in Deutsch besuchen, leben sie gemeinsam im Kloster und haben Zeit, schrittweise in Deutschland anzukommen.
Die Gemeinschaft spielt in diesen ersten Wochen eine zentrale Rolle: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten beginnen ihren Aufenthalt in Deutschland als Gruppe, teilen ihren Alltag und geben einander Halt. Einen Höhepunkt dieser Zeit bildet das jährliche Sommerfest zusammen mit den Schwestern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KAAD-Geschäftsstelle.
Ende August kamen die diesjährige Sprachkursgruppe, die Benediktinerinnen, KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, KAAD-Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk und das Team des KAAD zum Sommerfest zusammen. Das Fest begann mit einem Gottesdienst, den P. Langendörfer und Pfarrer Jan Opiéla feierten. Im Mittelpunkt stand Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“, dessen Bilder von Fürsorge und Begleitung an die Situation der neu eingereisten Stipendiatinnen und Stipendiaten ebenso anknüpften wie an das Förderverständnis des KAAD, das akademische Förderung mit persönlicher Begleitung und weltweiter Vernetzung verbindet.
Den Gottesdienst gestalteten die Geförderten mit ihrem neu gegründeten Chor sowie mit einem Hymnus der koptischen Kirche, den ein Stipendiat aus Ägypten auf Koptisch, Griechisch und Arabisch sang, sowie mit Fürbitten in verschiedenen Muttersprachen und auf Englisch.
Im Anschluss stellte Sr. Emmanuela Kohlhaas OSB den Alltag und das geistliche Leben der Benediktinerinnen vor. Nora Kalbarczyk betonte, dass für den KAAD nicht nur zählt, was die Stipendiatinnen und Stipendiaten studieren, sondern auch, was sie mit ihrem Wissen für andere tun wollen und wie sie sich als Menschen entwickeln. Sie ermutigte die Sprachkursgruppe, die Zeit in Deutschland für Begegnungen über Fach- und Ländergrenzen hinweg zu nutzen und ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch für andere einzusetzen. Für ein anschließendes Grillen hatte die Gruppe Gerichte aus ihren Herkunftsländern zubereitet.
In ihrem Blog berichten die Benediktinerinnen ausführlicher über das Sommerfest. Der Link findet sich im ersten Kommentar.
Für ihren weiteren Weg in Deutschland wünschen wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten Neugier, Mut und viele gute Begegnungen, die sie fachlich und persönlich weiterbringen und in ihrem Engagement für andere bestärken.