24/06/2026
Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche im Jahr 1986 stehen für zwei unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR. Während Brüsewitz mit seinem radikalen Protest ein öffentliches Zeichen setzte und damit Sprachlosigkeit und Anpassung herausforderte, entstand mit dem Arbeitskreis Solidarische Kirche ein Netzwerk, in dem Widerspruch gemeinschaftlich artikuliert und demokratische Praxis eingeübt wurde.
50 Jahre bzw. 40 Jahre danach haben wir mit Zeitzeug:innen und Expert:innen diskutiert, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – damals in der DDR und heute in demokratischen Gesellschaften. Dabei ging es sowohl um historische Aufarbeitung als auch um eine Gegenwartsperspektive auf Protest, Zivilgesellschaft und demokratische Verantwortung inner- und außerhalb der Kirche.
Zu der Veranstaltung haben wir gemeinsam mit der Bundesstiftung Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt eingeladen.
Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und...