28/05/2026
Im Mittelpunkt der heutigen Sitzung des Arbeitskreises Südkaukasus im Ost-Ausschuss standen die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Georgien, Armenien und Aserbaidschan sowie die Perspektiven für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen.
An der von Arbeitskreissprecher Andreas Kuba (Global Vice President, Veridos) geleiteten Sitzung nahmen Vertreter der deutschen Botschaften und Wirtschaftsvertretungen aus der Region teil. Es wurde deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen im derzeit sehr unterschiedlich entwickeln.
🔹In stehen der wirtschaftlichen Dynamik zunehmende politische Unsicherheiten, demokratische Rückschritte und Defizite in der Verkehrsinfrastruktur gegenüber. So ist etwa der grenzüberschreitende Verkehr mit weiterhin nur eingeschränkt möglich, und der Ausbau der Häfen Anaklia und Poti kommt nicht voran. Die Abkehr vom EU-Kurs sowie die politische und wirtschaftliche Machtkonzentration machen das Umfeld für ausländische Investoren nicht einfacher.
🔹 profitiert von einem kräftigen Wirtschaftswachstum, Investitionen und der Verlagerung von IT- und anderen Unternehmen aus , wenngleich das Land nach wie vor von Rohstoffexporten und Russland abhängig ist. Zudem eröffnen der Friedensprozess mit Aserbaidschan, die Annäherung an die und die Förderung von Künstlicher Intelligenz neue Perspektiven.
🔹 investiert weiterhin in die Verkehrsinfrastruktur, Logistik und Energie und unterstreicht damit seine Bedeutung als regionaler Knotenpunkt. Die starke Konkurrenz aus China, der Türkei und Italien insbesondere im Energiesektor stellt allerdings Hürden für den Markteintritt deutscher Unternehmen dar.
📣 Insgesamt bieten sich für deutsche Unternehmen in der Region spannende Geschäftsmöglichkeiten, unter anderem in den Bereichen , , , , , und spezialisierte Technologielösungen.
Die Ergebnisse der jüngsten 𝐎𝐀-𝐔𝐦𝐟𝐫𝐚𝐠𝐞 zeigen klar: Der Südkaukasus rückt zunehmend in den strategischen Fokus deutscher Unternehmen. 88 % planen, ihre Aktivitäten auszubauen, und auch das Interesse an konkreten Formaten wie Delegationsreisen ist hoch. Besonders attraktiv ist die Region durch ihre geopolitische Lage und ihr Wachstumspotenzial – sie wird als dynamischer Markt mit neuen Absatzchancen wahrgenommen. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen bereits breit in allen drei Ländern aktiv, wobei sich komplementäre Chancen innerhalb der Region abzeichnen. Trotz der positiven Perspektiven bleiben politische und regulatorische Unsicherheiten die größte Herausforderung. Umso wichtiger sind politische Flankierung, Förderinstrumente und gezielte Netzwerkangebote. Insgesamt zeigt sich: Das Interesse ist groß – jetzt geht es verstärkt um konkrete Markterschließung und belastbare Partnerschaften.
Ihr Kontakt im Ost-Ausschuss: Alena Akulich, Regionaldirektorin für