23/08/2024
Wir beschäftigen uns aktuell in den Gottesdiensten mit der Bergpredigt von Jesus aus dem Matthäusevangelium. Jesus beginnt seine erste und wahrscheinlich wichtigste Predigt mit folgenden Worten (Matthäus 5,3-10):
"Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.
Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.
Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.
Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.
Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.
Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes heißen.
Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel."
Ist das nicht ver-rückt im wahrsten Sinne des Wortes? Gott hat andere Maßstäbe, die er an unser Leben anlegt, als wir es oft tun. Jesus lädt uns ein, diese Welt und auch unser eigenes Leben anders zu betrachten.
Vielleicht gehst du gerade durch eine Krise; hast mit Zweifeln, Sorgen, mit Krankheit oder Beziehungsnöten zu kämpfen. Manchmal scheint es nicht so, als ob unser Leben so richtig Sinn ergibt. Dann sieh dich doch mal durch die Brille an, die Gott dir hier in die Hand gibt. Und du wirst merken: Dein Leben macht in Gottes Augen sehr wohl Sinn! Du bist wertvoll, du bist wichtig. Ja, gerade die, die zu kämpfen haben und auch mal scheitern, können sich glücklich schätzen. Du bist gesegnet! Auch und gerade dann, wenn es sich in deinem Leben gerade nicht so anfühlt. Vielleicht hätte Jesus die Bergpredigt im Jahr 2024 etwa so begonnen:
„Selig sind die Patienten im Krankenhaus oder die Bewohner im Pflegeheim.
Selig sind die, die sich fragen, was morgen sein wird.
Selig sind die Arbeitslosen.
Selig sind Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder einer Behinderung.
Selig sind die Depressiven.
Selig sind die Obdachlosen.
Selig sind die, die ihr Leben nur schwer auf die Reihe kriegen.
Selig sind die, die deswegen alles von Gott erwarten müssen.
Selig bist du, wenn du denkst, dass du vor Gott nichts vorzuweisen hast.
Dann bist du genau da, wo Gott dich gebrauchen kann.“