10/09/2026
Redaktioneller Hinweis:
Der folgende Beitrag behandelt das Thema Suizid. Bitte passt auf euch auf!
Im Jahr 2025 haben sich 17 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr das Leben genommen. 57 Mal wurde ein Suizidversuch registriert. Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten verzeichnet damit keinen Anstieg gegenüber den Vorjahren – und doch bleibt jede einzelne Zahl der Grund, warum der Weltsuizidpräventionstag begangen wird.
Hinter jeder Zahl steht eine Geschichte, ein Umfeld, oft auch ein Schweigen davor.
In der Bundeswehr treffen besondere Belastungen auf eine Kultur, die Stärke oft über Verletzlichkeit stellt. Militärseelsorge ist einer der wenigen Räume, in denen offen gesprochen werden kann - ohne dienstliche Konsequenz, ohne Bewertung. Der Jahresbericht selbst hält fest, dass das Psychosoziale Netzwerk aus Militärseelsorge, Sanitätsdienst, Psychologischem und Sozialdienst in Krisensituationen Unterstützung leistet.
Der Weltsuizidpräventionstag erinnert daran, dass Zuhören oft der erste und wichtigste Schritt ist. Nicht die Antwort, sondern die Bereitschaft, eine Frage auszuhalten.
Unterstützung findet sich am Standort: im Militärpfarramt, bei den Militärseelsorgerinnen und -seelsorgern vor Ort. 🎗️