drei D poesie, die neue Plattform des Hauses für Poesie, untersucht das poetische Potential von Tanz, Musik und Lyrik und bringt für insgesamt dreizehn bevorstehende Premieren mehr als fünfzig Künstlerinnen und Künstler dieser Genres zusammen. Zwischen Konzert-Performance, Mini-Oper und choreographierter Poesie bewegen sich die künstlerischen Arbeiten, spielen mit den Möglichkeiten der Genres, lot
en die Grenzen aus und suchen nach Berührungspunkten. Grundlage und Inspiration für die verschiedenen Arbeiten ist je ein von jedem Künstlerteam selbstgewähltes Gedicht aus der großen Plattform für internationale Lyrik, die das Haus für Poesie mit der Webseite lyrikline.org eingerichtet hat. Die künstlerische Auseinandersetzung lädt dazu ein, die Poesie aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten: Wie verflechten sich Klang, Bewegung und Wort? Wie weit wird Sprache in Tanz und Musik integriert? Können die bestehenden Hierarchien zwischen den Künsten außer Kraft gesetzt werden? Lyrik, Tanz und Musik sind Kunstformen, die auf je eigene Art durch ihren Umgang mit Raum und Zeit lebendig werden, mit Rhythmus arbeiten, Bilder und Leerstellen für den Ausdruck nutzen und somit auf poetische Weise wirken. Sie sind ebenso dynamisch wie vergänglich und hinterlassen Stimmungen und Assoziationen, Themenfelder und Kontexte – vielschichtige Gewebe und verschiebliche Texturen.