08/09/2026
„Ein Aktenbündel mit einem besonders interessanten Einschlag eines riesigen Bombensplitters gab ich zur Verwaltung hinunter“, schrieb Dombaumeister Bernhard Hoffmann im März 1941, kurz nachdem die Aktenkammer im Dachgeschoss des Berliner Doms durch einen Luftangriff zerstört worden war.
Bei dem beschädigten könnte es sich um die Akte Nr. 6904 aus Bestand 1 des Domarchivs handeln. Sie enthält Belege zur Domgeldrechnung der Jahre 1895 bis 1896. Das obere Drittel der Akte ist abgerissen; Dellen und Risse im Papier lassen die Wucht der Druckwelle noch heute deutlich erkennen.
Die Spuren des Zweiten Weltkriegs finden sich im Dom jedoch nicht nur im Archiv. Wer genau hinsieht, entdeckt an der Fassade noch immer – inzwischen größtenteils ausgebesserte – Einschlagslöcher von Granaten und Artilleriegeschossen. Zahlreiche solcher entdeckte der Domarchivar bei der späteren inhaltlichen Erschließung der historischen Unterlagen. Sie sind ungewöhnliche und eindrückliche Zeugnisse der bewegten Geschichte des |s.